Wie der Name nahelegt, ist Hydrokultur eine Methode des Cannabisanbaus ohne Erde, die Wasser als das primäre Nährmedium nutzt. In einem hydroponischen System werden Pflanzen in Eimern oder Körben angebaut, die mit einem inaktiven Nährmedium gefüllt sind, und über einen Tank voller Wasser gehängt. Das Wasser ist mit allen Nährstoffen angereichert, die die Pflanzen brauchen, um zu überleben und zu gedeihen. Ausströmer werden verwendet, um den Tank zu belüften. Dieses Grundmodell zeigt sich in vielen unterschiedlichen Formen und Systemen, wobei unterschiedliche Grower verschiedene Aufbauten bevorzugen. Der hydroponische Anbau hat viele Vorteile, von denen alle in diesem Artikel behandelt werden. Lass uns aber zuerst in die Geschichte dieser faszinierenden Kunstform eintauchen.

Die Geschichte der Hydrokultur

Hydroponischer Anbau mag zunächst wie das Ergebnis von modernen Fortschritten in der Technologie erscheinen. Dies könnte aber nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Ursprünge des Anbaus von Pflanzen in Wasser reicht Tausende von Jahren in der menschlichen Geschichte zurück. Die berühmten Hängenden Gärten von Babylon, 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung erschaffen, sollen hydroponische Prinzipien genutzt haben. Die am Euphrat gelegene Region war von Natur aus trocken und unfruchtbar. Es wird angenommen, dass die Früchte der Gärten mit einem Rinnsal-System ernährt wurden, das am Fluss begann.

Weniger weit zurück in der Zeit, im 10. und 11. Jahrhundert, war auch die Zivilisation der Azteken dafür bekannt, Hydrokulturen zu nutzen, um ihre Gesellschaft mit Nahrung zu versorgen. Nachdem es wegen Konflikten von seinen Ländereien vertrieben wurde, ließ sich dieses Volk am See Tenochtitlan nieder. Es fuhr fort, schwimmende Flöße mit Erde obendrauf zu bauen, was Pflanzen ermöglichte, durch die oberste Schicht zu wachsen und ihre Wurzeln in dem Wasser darunter auszubreiten.

In der jüngeren Geschichte, aber immer noch vor langer Zeit, nämlich 1699, liefert der englische Wissenschaftler John Woodward Beispiele für den hydroponischen Anbau. Seine Arbeit bestand darin, Grüne Minze in Wasser anzubauen. Er stellte fest, dass die Pflanzenart in einer mit Erde gemischten Wasserquelle schneller wuchs.

Die Geschichte der Hydrokultur

Die Vorteile des hydroponischen Anbaus

Wenn Du mit einem Grower sprichst, der Erfahrung mit dem hydroponischen Anbau hat, ist eines der ersten Dinge, die er Dir vermutlich sagen wird, dass seine hydroponischen Pflanzen schneller wachsen, viel schneller als in Erde. Dies ist ein wesentlicher Vorteil dieser Anbaumethode – hydroponische Pflanzen wachsen normalerweise 30–50% schneller und liefern oftmals einen höheren Ertrag. Ein Grund dafür ist, dass die Nährstoffe in hydroponischen Systemen für die Pflanzen viel leichter zugänglich sind. Die Nährstoffe werden ins Wasser gegeben und gelangen direkt in das Wurzelsystem, da es keine Erde gibt, durch die sie navigieren müssen. In Erde angebaute Pflanzen hingegen müssen das Nährmedium durchsuchen, um von unten Nährstoffe aufzunehmen. Der leichte Zugang zu Nährstoffen erlaubt Pflanzen, ihre Energie aufrechtzuerhalten, die dann stattdessen in Wachstumsanstrengungen umgeleitet wird.

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Hydroponik?

Hydroponische Systeme sind entweder aktiv oder passiv, je nachdem, wie sie aufgebaut sind. Bei aktiven Systemen wird die Nährlösung mit Hilfe von elektrischen Pumpen bewegt und das Wasser mit Hilfe von Luftsteinen mit Sauerstoff angereichert. Passive Systeme sind viel einfacher aufgebaut, einige verlassen sich lediglich auf die Kapillarwirkung anstelle von elektrischen Pumpen, um die Nährlösung zu fördern.

Passive hydroponische Systeme für Cannabis

Passive hydroponische Systeme zeichnen sich durch ein minimalistisches Design aus. Sie verwenden günstige Verfahren, um Wasser und Nährstoffe an die Cannabiswurzeln zu liefern, ohne dabei zusätzlichen Strom zu verbrauchen.

Arten von passiven hydroponischen Systemen

Es gibt zahlreiche Arten von passiven hydroponischen Systemen, aber die Kratky-Methode und das sogenannte Dochtsystem sind zwei der beliebtesten.

Die Kratky-Methode Das Dochtsystem

Vorteile von passiven hydroponischen Systemen

Passive hydroponische Systeme sind einfach und leicht. Sie dienen als großartiger Einstieg in die wasserbasierte Art des Anbaus und sind billiger als die aktiven Alternativen. Die Hauptvorteile von passiven Systemen sind:

✔️Kostengünstig
✔️Einfach einzurichten
✔️Ideal für Anfänger
✔️Weniger Elektrizität erforderlich

Ist passive Hydroponik besser als die Bewässerung von Hand?

Das hängt davon ab, welches System Du verwendest. Kratky-Systeme erfordern überhaupt keine Bewässerung von Hand. Dochtsysteme, die Erde verwenden, sind der Bewässerung von Hand oft überlegen, da die langsame und gleichmäßige Abgabe von Wasser in das Medium hilft, Überwässerung zu vermeiden. Allerdings schaffen es diese Systeme auch manchmal nicht, besonders große und durstige Pflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen, was bedeutet, dass Gärtner gelegentlich mit einer Gießkanne nachhelfen müssen.

Aktive hydroponische Systeme für Cannabis

Aktive hydroponische Systeme nutzen die Möglichkeiten moderner Innovationen, um die Pflanzen zu ernähren, zu bewässern und mit Sauerstoff zu versorgen. Sie verwenden elektrische Luftpumpen und Luftsteine, um die Cannabiswurzeln mit allen Zutaten zu versorgen, die für eine gesunde Pflanze notwendig sind. Indem sie elektronische Geräte verwenden, können Züchter diese Systeme automatisieren, um ihre Arbeitsbelastung zu minimieren.

Arten von aktiven hydroponischen Systemen

Wenn Du Dich eher zu aktiven hydroponischen Systemen hingezogen fühlst, hast Du viele Möglichkeiten, aus denen Du wählen kannst.

Deep Water Culture (DWC) Ebbe-Flut-Systeme
Nährstoff-Film-Technik(NFT) Tropfsystem
Aeroponik

Vorteile von aktiven hydroponischen Systemen

Aktive hydroponische Systeme eignen sich gut für größere Anbaubetriebe. Trotz ihrer Anfälligkeit für Stromausfälle bieten sie die folgenden Vorteile:

✔️Wassersparend
✔️Bieten viel Sauerstoff
✔️Einfach zu automatisieren

Die Kosten des Anbaus mit Hydroponik

Wenn man an Hydrokulturen denkt, stellt man sich meist eine High-Tech-Anlage vor: automatische Schalter, blinkende Schaltpulte, tickende Timer. Die Kosten für ein Hydroponiksystem hängen jedoch vor allem davon ab, wie viel Geld Du ausgeben willst. Die Systeme reichen von einem einfachen Plastikeimer bis hin zu automatischen Ebbe-Flut-Systemen. Um Zeit zu sparen, solltest Du Dir ein günstiges Hydrokultur-Starterset kaufen. Diese enthalten alle Materialien, die Du von der Aussaat bis zur Ernte benötigst und kosten meistens um die 240€.

Materialien Für Ein Eigenes DIY-Hydrokultursystem

Wenn Du Dir selbst eine kleine Anlage bauen möchtest, solltest Du einen Blick auf unseren kurzen Leitfaden werfen. Die Liste deckt alle Gerätschaften ab, die Du für den Aufbau einer grundlegenden Inneneinrichtung benötigst. Du musst nur noch die Produkte finden, die Deine Anforderungen erfüllen. Wenn Du die benötigten Einzelteile separat kaufst, kannst Du später mehr Geld in andere, wichtigere Teile der Anlage investieren, beispielsweise in gute Lampen.

Hier ist alles aufgelistet, was Du brauchst:

a) Beleuchtung (LED oder HPS)

b) Aufhänger für die Lampe

c) Growzelt

d) Hydroponisches Wasserreservoir und Pflanzenschale

e) Luftstein und -pumpe

f) Anbaumedium (z.B. Coco)

g) Netztöpfe

h) Samen

i) Lüftungsventilator und Schläuche

j) Aktivkohlefilter

k) Oszillierender Ventilator

l) Hydroponische Dünger

m) pH- und TDS-Messgeräte

n) Hygrometer

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1. Wähle ein Nährmedium, um Loszulegen

Da wir jetzt die Geschichte und Vorteile des hydroponischen Anbaus behandelt haben, ist es an der Zeit loszulegen. Für den Anfang wirst Du ein Nährmedium auswählen müssen – eine Substanz, die die Pflanzenteile Stamm und Wurzeln festhält. Die Wurzeln werden in ihrer Suche nach Nährstoffen von dieser Position aus hinunter in das Wasser wachsen. Das inaktive Nährmedium wird den Wurzelspitzen auch guten Luftzugang ermöglichen. Es gibt eine riesige Liste von unterschiedlichen, von Anbauern verwendeten Nährmedien, wobei die unten aufgeführten die gebräuchlichsten sind. Jedes Nährmedium hat seine eigenen einzigartigen Vorteile und manche funktionieren besser mit verschiedenen Systemen. Wenn Du anfängst, dreht sich alles um das Experimentieren, um herauszufinden, was am besten für Dich ist.

  • Tongranulat

    Tongranulat

    Als eine der beliebtesten Optionen ist Tongranulat ausgezeichnet für die Belüftung des Wurzelsystems. Tongranulat verlangt manchmal, dass der Erzeuger den pH-Wert verändern muss, um ein optimales Anbauumfeld zu bieten, es kann allerdings auch schon vorreguliertes Granulat erworben werden. Du wirst das Tongranulat in einen hydroponischen Plastikkorb füllen müssen, der genügend Zwischenräume hat, durch die die Wurzeln wachsen können.

    • Steinwolle

      Steinwolle

      Steinwolle ist eine weitere beliebte Wahl und eine Substanz mit einer Wolltextur, die unter Verwendung von Vulkangestein erzeugt wird, daher der Name. Steinwolle hat eine unglaubliche Wasserrückhaltfähigkeit, die eine gute Hydration des oberen Wurzelsystems ermöglicht. Steinwolle kann in einen hydroponischen Korb gefüllt werden, kann aber auch ohne solchen direkt in dem oberen Teil eines Eimers oder im Deckel eines Tanks untergebracht werden.

      • Perlit

        Perlit

        Perlit ist ein vulkanisches Glas, das sich bei hohen Temperaturen ausdehnt. Es wird oft in Gartenerde verwendet, um für Belüftung zu sorgen. Genau deswegen ist es in einem hydroponischen Nährmedium für Cannabis so nützlich.

        • Kokosfaser

          Kokosfaser
          Kokosfaser ist eine gute, nachhaltige Option für ein Nährmedium. Als Faser der Kokosnuss ermöglicht Kokosfaser eine gute Belüftung und Feuchtigkeitsspeicherung. Kokosfaser ist weiterhin dafür bekannt, die Wurzeln aufgrund des Vorhandenseins von pflanzenstimulierenden Hormonen vor Infektionen zu schützen.

          2. Wähle ein Hydroponisches Anbausystem, In Dem Deine Pflanzen Gedeihen Können

          Nun da Du ein Nährmedium ausgewählt hast, ist es an der Zeit, sich für die Art des hydroponischen Systems zu entscheiden. Alle Systeme ähneln sich dahingehend, dass sie eine mit Nährstoffen angereicherte Wasserlösung nutzen. Die Systeme können sich jedoch abhängig von Faktoren wie Wassereinwirkung und -zirkulation stark unterscheiden. Die meisten der folgenden Systeme können im Laden gekauft werden, aber wer Heimwerkertalent hat, der kann sie mit Eimern, Bohrern, Pumpen und Ausströmern leicht selbst bauen.

          • Die Kratky-Methode

          Die Kratky-Methode macht den hydroponischen Anbau erschwinglich, übersichtlich und einfach. Züchter können eine ganze Reihe von Gegenständen verwenden, um diese Systeme zu bauen, einschließlich Eimern und Plastikboxen. Die Pflanzen sitzen in Netztöpfen, die in einen Deckel eingesetzt werden, und die Wurzeln reichen bis in eine darunter liegende Nährstofflösung.

          Ein Luftspalt zwischen der Oberfläche der Lösung und dem Boden des Deckels belüftet die oberen Wurzeln. Dadurch wird das Wurzelsystem mit Sauerstoff versorgt und ein Luftstein ist nicht mehr nötig. Die Wurzeln wachsen weiter nach unten in die Lösung, während der Füllstand sinkt. Gärtner müssen nur sicherstellen, dass sie die Behälter auffüllen, bevor die Pflanzen die gesamte Flüssigkeit aufsaugen.

          Die Kratky-Methode
          • Deep Water Culture (DWC)

          "Deep Water Culture"-Systeme sind praktisch aktive Versionen von Kratky-Systemen. Sie verfügen über ein einziges Reservoir, das bis oben hin mit Nährlösung gefüllt ist. Die Pflanzen sitzen in Netztöpfen, die in Löcher in einer Styroporplatte gesteckt werden, die auf der Oberfläche schwimmt. Anders als bei der Kratky-Methode muss bei der Tiefwasserkultur kein Luftspalt eingehalten werden, damit die oberen Wurzeln atmen können. Stattdessen verwendet das System einen Luftstein samt Luftpumpe, um die Nährlösung kontinuierlich zu belüften.

          Deep Water Culture
          • Ebbe-Flut-Systeme

          Ein Ebbe-Flut-System arbeitet mit Wasser, das, nun ja, ebbt und flutet. Diese Systeme bestehen aus mehreren Eimern, die über einer Anbauschale hängen, die einen Wasserzufluss und -abfluss aufweist. Beide Wasserwege sind mit einem externen Tank verbunden, der Nährstoffe, einen Ausströmer für die Belüftung der Wasserversorgung und eine Pumpe enthält, die das Wasser in die Anbauschale pumpt. Die Wurzeln in diesem System sind nicht kontinuierlich in Wasser eingetaucht. Stattdessen flutet das Wasser regelmäßig die Anbauschale mit sauerstoff- und nährstoffreichem Wasser. Sobald der Pumpzyklus endet, fließt das ganze Wasser zurück in den externen Tank.

          Dieses System erlaubt eine regelmäßige Düngung. Die Zeit, während der die Anbauschale leer ist, erlaubt dem Anbauer, sich um die Pflanzenwurzeln zu kümmern und Pflanzen zu ernten.

          Ebbe-Flut-Systeme
          • Tropfsystem

          Ein Tropfsystem in der Hydrokultur ähnelt sehr einem Tröpfchenbewässerungssystem beim Anbau in Erde. Dieses System besteht aus einer großen Schale, die mit einem Nährmedium, wie zum Beispiel Tongranulat, gefüllt ist. Die Pflanzen werden direkt in das Nährmedium gesetzt und jede hat ihren eigenen Tropfschlauch nahe bei sich. Ein externer Wassertank mit einer Pumpe und Ausströmern versorgt die Tropfdüngung ständig mit Wasser für jede Pflanze. Die Wurzeln dieser Pflanzen sind stets der Luft ausgesetzt und das überschüssige Wasser tropft nach unten in das Nährmedium und somit zurück in den externen Tank.

          Tropfsystem
          • Nährstoff-Film-Technik (NFT)

          Die Nährstoff-Film-Technik oder Nutrient Film Technique hat einen ähnlichen Aufbau wie ein Ebbe-Flut-System. Anstatt jedoch die Anzuchtschale gelegentlich zu fluten, wird dauerhaft ein bisschen Nährstofflösung zu den Wurzeln geleitet. Das Reservoir enthält einen Luftstein, um die Lösung zu belüften, und eine elektrische Wasserpumpe, um die Lösung in die Anzuchtschale zu zirkulieren. Die Anzuchtschale sitzt in einem leicht schrägen Winkel, damit die Nährstofflösung nach unten und zurück in das Reservoir fließen kann, nachdem sie die Wurzeln passiert hat.

          Nährstoff-Film-Technik (NFT)
          • Das Dochtsystem

          Das Dochtsystem besteht aus einem Anzuchtbehälter, der mit einem Medium gefüllt ist, und einem separaten Reservoir, in dem sich die Nährlösung befindet. Einige Züchter entscheiden sich dafür, den Anzuchtbehälter mit Erde zu füllen, während andere sich für erdlose Medien wie Kokosfasern entscheiden. Diese Anzuchtsubstrate weisen genug Lücken auf, durch die Sauerstoff eindringen und die Wurzeln belüften kann – eine Luftpumpe ist also nicht mehr erforderlich.

          Dochte werden verwendet, um die Nährlösung passiv zu den Wurzeln zu transportieren. Ein Ende befindet sich im Nährstoffreservoir und das andere im Anzuchtbehälter. Die Dochte ziehen durch die Kapillarwirkung Wasser aus dem Reservoir zu den Wurzeln.

          Das Dochtsystem
          • Aeroponik

          Aeroponik ist vielleicht die futuristischste Version des hydroponischen Anbaus und nutzt Wassernebel, der in der Luft zerstäubt wird, um die Belüftung und Wasserversorgung zu optimieren. Die Pflanzen werden oben in einen großen Tank gesetzt, der zu 25% mit Wasser gefüllt ist. Unter dem Wasser befindet sich eine Pumpe, die das Wasser zu Verneblern unter dem Wurzelsystem schickt. Der feine Nebel benetzt kontinuierlich die Wurzeln, was den Pflanzen ermöglicht, gleichzeitig enorme Mengen von Luft und Wasser zu erhalten.

          Aeroponik

          3. Bereite Dein System Vor, Um Einen Erfolgreichen Anbau Sicherzustellen

          Nachdem Du Dein System ausgewählt hast, solltest Du es gut vorbereiten, um irgendwelche nachteiligen Situationen zu vermeiden. Die feuchte und dunkle Natur von Wassertanks ist eine ideale Brutstätte für viele Erreger. Bevor Du Dein System in Betrieb nimmst, wirst Du Deine Ausrüstung sterilisieren müssen, um das Risiko einer Kontamination zu minimieren. Wische all Deine Eimer, Schalen, Schläuche und Tanks mit Reinigungsalkohol, heißem Wasser und Peroxid ab. Sobald Dein System sterilisiert ist, folge den Anweisungen, um es richtig aufzubauen.

          • Du Wirst Dein System Regelmäßig Pflegen Müssen

          Jedes hydroponische System erfordert regelmäßige Pflege, um eine optimale Anbauumgebung zu bieten. Nachfolgend findest Du alle wesentlichen Faktoren, über die Du Bescheid wissen musst.

          A) Überprüfe Immer Den pH-Wert

          Du wirst unentwegt den pH-Wert des Wassers testen müssen, um eine optimale Anbauumgebung zu gewährleisten. Wenn das Umfeld leicht sauer ist, sind die Nährstoffe für die Pflanzen besser verfügbar. Deshalb ist ein pH-Wert von 5,5–5,8 nötig. Nutze einen pH-Test, um regelmäßige Messungen vorzunehmen, und wechsle auf jeden Fall wöchentlich die Lösung, um diesen Bereich einzuhalten. In der Blüte wird ein pH-Wert von 6 bevorzugt.

          Wie Der PH Wert Die Nährstoffaufnahme Der Pflanzen Beeinflusst Normale Und Hochwertige Böden
          Experimentelle Verfügbarkeit Von Nährstoffen Wasserkulturen

          B) Die Wassertemperatur Sollte Um Die 20°C Betragen

          Hydroponisches Cannabis hat eine ideale Temperatur von 20°C. Dieser Faktor kann über ein Wasserthermometer überprüft und mit einem Wassererhitzer verändert werden, wenn die Temperatur zu niedrig ist

          C) LIefere Die Richtige Nährstoffmenge

          Hydroponisch angebaute Pflanzen benötigen dieselben Nährstoffe wie ihre in Erde angebauten Gegenstücke. Der einfachste Weg, um Deine Pflanzen zu düngen, ist der Kauf von hydroponischen Nährstofflösungen, die all die notwendigen Substanzen für sowohl Wachstums- als auch Blütephase enthalten. Auf den Produkten wird außerdem angegeben sein, wie oft Du Deinem System wieder Nährstoffe hinzufügen und wie stark Du sie verdünnen musst.

          D) Halte Alles Sauber, Um Kontamination Zu Verhindern

          Anbauschalen und Tanks müssen ungefähr alle zwei Wochen entleert und gereinigt werden. Dieser Prozess wird die Wurzeln Deiner Pflanzen gegen eindringende Erreger und Krankheiten absichern. Wiederhole denselben Vorgang, den wir oben bei der anfänglichen Vorbereitung Deines Systems erwähnt haben.

          E) Eine Sorte Für Den Hydroponischen Anbau Aussuchen

          Die Sortenwahl ist ein wichtiger Faktor des hydroponischen Anbaus. In diesen Systemen angebaute Pflanzen dürfen Nährstoffe extrem schnell aufnehmen, was oft zu explosivem und raschem Wachstum führt. Aus diesem Grund ist es nicht ratsam, eine große, hoch wachsende Sativa auszusuchen, besonders, wenn Dein System in einem Growzelt aufgebaut ist.

          Kleinere und kompaktere Sorten sind ideal für hydroponische Anbausysteme. Mit einer kleinen Sorte anzufangen ist aus mehreren Gründen von Vorteil. Vor allem wird es Dich mehrere Pflanzen in einem kleinen Raum kultivieren lassen, was mehr Vielfalt und möglicherweise höhere Erträge ermöglicht. Wenn Deine Pflanzen einen Wachstumssprung durchleben, wirst Du außerdem den Platz haben, um mit solchen plötzlichen Höhenanstiegen fertig zu werden.

          Es folgen zwei Sorten, die wir für den hydroponischen Anbau empfehlen.

          • White Widow

          White Widow ist eine perfekt ausgewogene Hybridsorte, die 50% Indica- und 50% Sativa-Genetik aufweist. Sie wurde mit der Elternsorte White Widow S1 erschaffen und liefert ein ausgeglichenes High, das den Verstand anregt und reizt, während es den Körper entspannt und breit macht. Ein THC-Wert von 19% garantiert eine starke psychedelische Erfahrung, die mehrere Stunden anhält. Diese Blüten enthalten ein Terpenprofil, das Aromen und Gerüche von Erde und Kiefer verströmt.

          Wird sie im Grow Room angebaut, wird White Widow eine Höhe von 60–100cm erreichen, was sie zu einer idealen Kandidatin für die räumlichen Anforderungen einer hydroponischen Anbauoperation macht. Rechne nach einer Blütephase von 8–9 Wochen mit einem guten Ertrag von 450–500g/m².

          White Widow

          White Widow
          White Widow S1
          450 - 500 gr/m2
          60 - 100 cm
          8 - 10 Wochen
          THC: 19%
          Sativa 50% Indica 50%
          550 - 600 gr/plant
          150 - 190 cm
          Anfang Oktober
          Stark, Stoned

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          • Royal Dwarf

          Royal Dwarf stellt eine weitere logische Option für ein hydroponisches System dar. Diese Sorte kombiniert Skunk und Ruderalis, mit dem Ziel der Kreation einer kompakten Pflanze, die zu einem guten Ertrag und moderater Potenz fähig ist. Royal Dwarf ist sativadominiert und bietet ein motivierendes und inspirierendes Kopf-High, das von einem 13%igen THC-Wert befeuert wird. Jeder Zug von dieser Sorte ist mit Aromen von Süße angereichert, die von Noten von Zitrusfrucht ergänzt werden.

          Indoor-Pflanzen werden eine geringe Höhe von 40–70cm erreichen und einen Ertrag von bis zu 200g/m² produzieren. Royal Dwarf ist vom Samen bis zur Ernte in nur 8 Wochen fertig.

          Royal Dwarf

          Royal Dwarf
          Skunk x Ruderalis
          150 - 200 gr/m2
          40 - 70 cm
          6 - 7 Wochen
          THC: 13%
          Sativa 10% Indica 60% Ruderalis 30%
          30 - 80 gr/plant
          50 - 90 cm
          9-10 wochen nach dem keimen
          Kreativ, Motivierend

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          Hydrokultur Kann Einschüchternd Sein, Aber Die Belohnung Ist Es Wert

          Hydrokultur kann für den Beobachter von Außen beängstigend und kompliziert wirken. All die unterschiedlichen Teile, Systeme und Methoden lassen das Thema sehr komplex erscheinen. Der Schlüssel ist simpel anzufangen, eine geeignete Sorte zu wählen und die Umweltbedürfnisse seiner Pflanzen regelmäßig zu beobachten. In einem hydroponischen System anzubauen ist sehr lohnend. Die Arbeit macht sich mit kurzen Anbauzeiten und einem hohen Ertrag bezahlt.

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