Die meisten Menschen beginnen den Cannabisanbau mit einer idealistischen Vorstellung. Sie stellen sich einen einfachen, linearen Weg von der Aussaat der Samen bis zur Ernte vor, ohne viele Hürden überwinden zu müssen. Es mag viel schwierigere Dinge geben, als Cannabis anzubauen, doch dieses Hobby bringt eine lange Liste von Herausforderungen mit sich, darunter auch die Nährstoffverbrennung (auch bekannt als Nährstoffbrand).

Glücklicherweise ist jede Herausforderung eine lehrreiche Erfahrung, die Dich letztendlich zu einem besseren Anbauer macht. Nachfolgend erfährst Du alles, was Du über Nährstoffverbrennungen wissen musst, einschließlich der Ursachen, ihrer Erkennung und Tipps zur Vorbeugung.

Nährstoffverbrennung

Nährstoffbrand bei Cannabis könnte man auch das "Klagelied der Anfänger" oder "Gegenreaktion auf zu viel Begeisterung" nennen. Nährstoffbrand ist eine Art von Stress, der durch eine Überdüngung der Pflanzen oder zu hohe Nährstoffkonzentrationen verursacht wird. Anbauanfänger glauben oft irrtümlich, dass mehr besser ist. Das ist absolut falsch. Oft werden Verbrennungen durch simple menschliche Fehler verursacht. Zum Glück kann dieser Schaden behoben werden, bevor er Deine komplette Ernte vernichtet. Abgesehen davon kann er Deinen Pflanzen in jeder Entwicklungsphase schaden.

Anders als Tiere (und Menschen), nehmen Pflanzen nicht an Gewicht zu, wenn man sie "überfüttert". Schließlich sind Pflanzen völlig unterschiedliche Organismen. Sie sind auf eine ausgewogene und kontinuierliche Reihe an chemischen Reaktionen angewiesen, um überleben und gedeihen zu können. Wenn man sie mit zusätzlichen Nährstoffen mästet, führt das letztlich nur zu enttäuschenden Ergebnissen.

Es gibt mehrere zugrundeliegende Faktoren, die bei Cannabis eine Nährstoffverbrennung verursachen, darunter:

Nährstoffmischung Nährstoffe werden zu stark angemischt, egal in welcher Wachstumsphase.
Überwässerung Pflanzen benötigen eine Trockenperiode, um richtig funktionieren und auf Sauerstoff zugreifen zu können.
Blüte-Booster Blüte-Booster werden zu oft oder in zu hohen Konzentrationen verwendet.
Wachstumsförderer Wachstumsförderer werden zu häufig verwendet und lösen so Zwergenwuchs und Verbrennungen aufgrund übermäßiger Nährstoffaufnahme aus.
"Heißes" Anbaumedium Überschüssige Nährstoffe im Anbaumedium können dafür sorgen, dass es zu stark vorgedüngt oder zu "heiß" ist. Wenn die Mengen zu hoch sind, können Cannabispflanzen damit nicht umgehen und eine Nährstoffverbrennung setzt ein. Frischer Dung oder künstlich mit Dünger angereicherte Erde sind die üblichen Übeltäter.
Trockene Erde Wenn Du Deine Erde zu sehr austrocknen lässt, können sich dadurch Nährstoffsalze ansammeln. Wenn das Substrat dann plötzlich bewässert wird, kann dies dafür sorgen, dass sich die Salze alle auf einmal lösen, was zu einer hohen Aufnahme von Nährstoffen und in der Folge zu einer Verbrennung führt.
Schwaches Licht Cannabispflanzen benötigen Licht, um physiologische Prozesse anzutreiben und Energie zu erzeugen. Eine geringe Lichtexposition kann das Risiko einer Nährstoffverbrennung erhöhen und das selbst bei einer geringen Nährstoffkonzentration.

Warum genau beginnen die Symptome der Nährstoffverbrennung an den Blattspitzen? Nun, die Pflanzen versuchen, überschüssige Nährstoffe in ihrem Gewebe zu verteilen. Sie können diese Moleküle nicht weiter als bis zu den Blattspitzen transportieren, also sammeln sie sich dort zuerst an.

Nährstoffverbrennung
  • Erholen sich Cannabispflanzen von einer Nährstoffverbrennung?

Die gute Nachricht ist: ja! Naja, meistens. Es hängt von der Schwere Deiner Situation ab. Cannabispflanzen, die nur kurzzeitig einer leichten Nährstoffverbrennung ausgesetzt waren, haben eine gute Chance auf Erholung und die Produktion einer lohnenswerten Ernte. Wenn sie jedoch unkontrolliert bleibt, hat eine Nährstoffverbrennung das Potenzial, eine Pflanze zu töten und damit auch eine mögliche Ernte komplett zunichte zu machen.

Lies weiter, um zu erfahren, wie Du dieses Problem für das bestmögliche Ergebnis beheben kannst.

Identifikation eines Nährstoffbrands bei Cannabis

Stickstoff ist die überwiegend in Cannabisnährstoffen vorkommende Verbindung, vor allem in solchen für die vegetative Phase. Einer Stickstoffvergiftung folgen kurz darauf weitere schwerwiegende Symptome.

Frühe Hinweise auf Verbrennungen vorausgehende Nährstoffanhäufungen umfassen:

Sehr dunkelgrüne Blätter
Helle, leuchtende, fast fluoreszierende Blätter
Blattspitzen biegen sich um 90°
Stiele und Zweige werden tiefrot, magenta, oder lila
Zuckerblätter und die Spitzen der Blütenkelche verfärben sich erst gelb und sterben dann ab (Anders als beim angemessenen Absterben von Blättern während der Blütephase, bleibt die Beschaffenheit überfütterter Blütenblätter frisch und prall, während sie sich gelb färben und in der Folge plötzlich absterben)

Weitere Hinweise für einen Nährstoffbrand sind gelbe, verbrannte Blattspitzen. Dies wird weit verbreitet auftreten, da eine Überdüngung die ganze Pflanze betrifft. Ein paar kleine verbrannte Blattspitzen sind normal und kein Grund zur Sorge. Wenn sich die Gelbfärbung intensiviert und weiter ausbreitet, ist es allerdings an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen. Sobald Blätter damit anfangen, sich zu kräuseln und braun zu verfärben, sind sie dem Tod geweiht.

Wenn die Überdosierung nur leicht ist, kann sich ein Nährstoffbrand auch graduell entwickeln. Er kann aber auch sehr schnell auftreten und sich in nur wenigen Tagen stark ausbreiten. Der schlimmste Fall ist eine chronische Überdosierung, die Gelbfärbungen und Welken mit sich kräuselnden Blättern und einen Turgormangel an der gesamten Pflanze verursacht. Ist dies der Fall und die Pflanzen noch in der vegetativen Phase, fange von vorne an. Eine Genesung könnte unmöglich sein oder länger dauern, als komplett von vorne zu beginnen.

Auch die Blüten können von einem Nährstoffbrand betroffen sein. Während der Blütephase ändert sich die Art und Weise, wie die Cannabispflanze Nährstoffe nutzt. Der Bedarf an Stickstoff geht fast gegen Null, während das Bedürfnis nach Verbindungen wie Calcium und Magnesium ansteigt. Unabhängig davon, welche Art von Nährstoffen man zu hoch dosiert, werden die gleichen Verbrennungsmerkmale auftreten.

Identifikation eines Nährstoffbrands bei Cannabis

Wie man eine Nährstoffverbrennung behebt

Sobald die Nöte Deiner Pflanzen als Nährstoffbrand identifiziert wurden, musst Du das beschädigte Material vorsichtig entfernen. Breche alle beschädigten Blätter ab. Verfolge die Blütenkelchtrauben bis an ihre Zweige zurück und entferne das ganze Bündel, um auf Nummer sicher zu gehen. Abgestorbene Blüten und Blätter werden sonst faulen. Spüle Dein Anbaumedium mit sauberem, pH-neutralem Wasser. Wenn Du mit einem Wasserspeicher anbaust, miss die Konzentrationen mit einem pH/EC-Messgerät und passe sie mit frischem Wasser an.

Wenn Du täglich selbst per Hand anmischst, dann bleib locker, denn was Cannabis betrifft, ist weniger mehr. Bedenke, dass man auch mit dem Gießen von reinem Wasser während des gesamten Lebenszyklus der Pflanze zufriedenstellende Ergebnisse erzielen kann.

Wende ein spezielles Pflanzentonikum an, um die Pflanze wieder gesund zu pflegen, bevor Du zu Deinem normalen Düngeplan zurückkehrst. Der Wuzelbereich wird ebenso wie die grünen Teile der Pflanze betroffen sein. Tonika mit Silbernitrat, Humin- und Fulvinsäure, Vitaminen und Mineralien sind ideal, um die Gesundheit der Pflanze wieder auf Vordermann zu bringen.

Wenn Du wieder normal düngst, verwende eine Lösung, die um ein Viertel schwächer als zuvor ist, um einen erneuten Nährstoffbrand zu vermeiden. Die Pflanzen werden sich schnell wieder erholen und kräftig weiterwachsen. Vergiss nicht, die Länge der vegetativen Phase anzupassen, um die durch die Krankheit der Pflanze verlorene Zeit aufzuholen. Die vegetative Phase zu verlängern wird der Pflanze nicht schaden. Wenn die Verbrennung während der Blüte oder bei autoflowering Sorten auftritt, wirst Du einen geringeren Ertrag in Kauf nehmen müssen.

  • Hydroponische Systeme

Nun, da Du die Symptome kennst, fragst Du Dich vermutlich, wie Du eine Nährstoffverbrennung beheben kannst. Wer Hydrokulturen anbaut, hat es glücklicherweise oft leichter, diese Misere anzugehen. Im Gegensatz zum Anbau in Erde hat er den Vorteil, dass er das gesamte Wassermedium mal eben innerhalb von Minuten austauschen kann. Wenn Du also bei Deinen Hydrokulturen Symptome einer Nährstoffverbrennung bemerkst, kannst Du einfach den Tank leeren und die Nährstofflösung durch eine Zusammenstellung ersetzen, die weniger Nährstoffe enthält und den idealen pH-Wert hat.

Hier ist es hilfreich, die genauen Nährstoffmengen zu notieren, die Du für Deine Zusammenstellung verwendest. Überprüfe, wie viel Du verwendet hast, als Deine Pflanzen das erste Mal eine Nährstoffverbrennung hatten und verabreiche zunächst die Hälfte dieser Menge. Du solltest sofort eine positive Veränderung an Deinen Pflanzen feststellen. Sobald Du Deine Nährstoffwerte justiert hast, werden die Symptome der Nährstoffverbrennung fast sofort aufhören, sich weiter auszubreiten. Die betroffenen Blätter werden sich nicht mehr erholen, aber Du kannst den Rest des gesunden Gewebes Deiner Pflanze retten.

Wie man eine Nährstoffverbrennung behebt

Vorbeugung von Nährstoffverbrennung

Vorbeugung ist immer die beste Maßnahme, deshalb ist es eine kluge Idee, Verhaltensweisen zu entwickeln, die die Wahrscheinlichkeit von Fehlern mindern. Stelle zunächst sicher, die richtigen Nährstoffe für die richtige Wachstumsphase zu verwenden. Selbst dann ist es eine weise Entscheidung, nur ¾ der auf der Produktverpackung empfohlenen Stärke zu verwenden. Die Herstellerempfehlungen sind manchmal an der Obergrenze und dann gibt es nur wenig Spielraum für Fehler.

Nachfolgend findest Du einige der besten Techniken, um das Risiko einer Nährstoffverbrennung zu verringern

  • Verwende einen Düngeplan

Unterschiedliche Cannabispflanzen reagieren unterschiedlich auf dieselbe Menge an Nährstoffen. Man muss ein wenig experimentieren, um herauszufinden, wie bestimmte Sorten reagieren. Als Daumenregel kannst Du die empfohlene Dosierung auf Düngeplänen als Höchstmenge betrachten. Wenn Deine Pflanzen anfällig für Nährstoffverbrennung sind, solltest Du wesentlich niedriger beginnen. Anfangs 50% zu verwenden, wird Dir helfen, eine Verbrennung Deiner Pflanzen zu vermeiden.

  • Verwende speziellen Cannabisdünger

Du solltest Düngemittel verwenden, die für Cannabis entwickelt wurden. Diese sind speziell auf diese Spezies abgestimmt und viele Produkte sind sogar für die Unterstützung bestimmter Phasen das Anbauzyklus konzipiert.

  • Bedenke die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Vegetationsperiode und Blütephase

Mit Fortschreiten des Anbauzyklus haben Cannabispflanzen unterschiedliche Ansprüche an die Nährstoffversorgung. In der Vegetationsperiode bevorzugen sie einen höheren Stickstoffgehalt, der ihnen hilft, üppige Fächerblätter auszubilden, während sie in der Blütephase einen höheren Gehalt an Phosphor und Kalium bevorzugen. Solltest Du da also während der Blüte eine Ladung Stickstoff reinschütten, kannst Du davon ausgehen, bald Symptome einer Nährstoffverbrennung zu sehen.

  • Nährstoffkonzentration überwachen

Du kannst eine Nährstoffverbrennung verhindern, indem Du Buch über die Menge der gelösten Stoffe (ppm) und die elektrische Leitfähigkeit (den EC-Wert) Deiner selbst angesetzten Nährstofflösung und des Ablaufwassers führst.

Im Folgenden findest Du eine kurze Übersicht darüber, wie diese Werte während der wichtigsten Wachstumsphasen in verschiedenen Anbaumedien aussehen sollten. Zu hohe Werte des Ablaufwassers deuten auf eine Ansammlung von Salzen und ein erhöhtes Risiko von Nährstoffverbrennung hin.

Erde Hydro
Sämling 350–400ppm | EC (mS/cm) 0,7–0,8 500–600ppm | EC (mS/cm) 0.8–1
Vegetationsperiode 650–750ppm
EC 1,6–1,7
850–900ppm
EC 1.6–1.7
Blütephase 900–950ppm
EC 1,9–2
950–1000ppm
EC 1.9–2

Wie man ppm und EC misst

Um ppm zu messen, benötigst Du ein TDS-Meter. Kalibriere Dein Gerät, vergewissere Dich, dass es Null anzeigt und platziere es dann in der Nährstofflösung, die Du testen möchtest. Um die elektrische Leitfähigkeit zu bestimmen, musst Du Deine Ausrüstung um ein EC-Meter ergänzen. Diese Geräte ermöglichen es Dir, den Salzgehalt Deiner Lösung mit nur einem Knopfdruck zu messen, was Dir helfen wird, einen übermäßigen Natriumgehalt zu verhindern.

Nutze ein EC/pH-Messgerät, um jedes Mal die Nährstoffstärke zu messen, egal ob beim Anmischen per Hand oder in Wasserreservoirs. Sorge dafür, Hydrokultursysteme, Anbaumedien und Böden zu spülen, um eine Salzanhäufung im Wurzelbereich zu vermeiden.

Wenn Du Cannabis in einem hydroponischen System anbaust, kannst Du Deine verabreichte Nährstoffkonzentration reduzieren. Auf diese Weise kannst Du Dich an die richtige Menge herantasten und gleichzeitig das Risiko einer weiteren Nährstoffverbrennung verringern. Du musst Dich nicht an die Empfehlungen des Herstellers halten, sondern kannst Deine Lösung auch übermäßig verdünnen, um sie an die Bedürfnisse Deiner Pflanzen anzupassen.

Beim Abmessen von Nährstoffen solltest Du ein Hilfsmittel mit ausgewiesenem Fassungsvermögen verwenden. Wenn der Mix 10ml pro Liter betragen soll, kannst Du zum Beispiel einen Küchenlöffel verwenden, der genau 10ml Fassungsvermögen hat. Versuche eigene Fehler so gut wie möglich zu vermeiden. Eine Überdosierung ist schnell geschehen, wenn man sich mit den Messlinien auf einem Messbecher vertut. Von oben auf die Messlinie herabzusehen wird nicht funktionieren. Achte darauf, immer auf Augenhöhe abzumessen.

  • Ein Hinweis zu Bio-Erde

Einer der zahlreichen Vorteile des Anbaus in Bio-Boden ist die entstehende Pufferzone aus Organismen um das Wurzelsystem. In Erdboden angebaute Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Überfütterung und andere Stressfaktoren. Ein gut vorbereiteter Bio-Boden braucht während des gesamten Wachstumszyklus keine Nährstoffe und beseitigt so das Risiko von Verbrennungen komplett.

Verwechsle nicht andere Probleme mit einer Nährstoffverbrennung

Verschiedene Zustände können dafür sorgen, dass Cannabispflanzen einer Nährstoffverbrennung sehr ähnliche Symptome entwickeln. Erinnere Dich daran, die wichtigsten Symptome einer Nährstoffverbrennung sind:

Gelbe oder braune Blattspitzen Blattenden vertrocknen und verdrehen sich
Unregelmäßige Flecken und Musterung Kräuseln und Einrollen der Blätter
Die Verfärbung breitet sich nach oben auf dem Blatt aus

Zu den Ursachen einer Nährstoffverbrennung gehören:

Überschüssige Nährstoffe in schlecht verrottetem Dung oder zu konzentrierte synthetische Anwendungen
Trockene Erde Geringe Lichtexposition

Einige Nährstoffmängel und Vergiftungen können die Erscheinung einer Nährstoffverbrennung annehmen. Du musst also wissen, wie Du sie unterscheiden kannst, um sicherzustellen, dass Du das richtige Problem behandelst.

  • Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Stickstoffüberdüngung

Cannabispflanzen sind stark von Stickstoff abhängig. Dieser essenzielle Makronährstoff dient als Hauptbestandteil von Aminosäuren und Enzymen. Cannabis mit Stickstoff zu überdüngen, kann jedoch große Probleme verursachen. Eine Stickstoffüberdüngung teilt sich einige wesentliche Symptome mit einer Nährstoffverbrennung, darunter:

Braune und gelbe Blattspitzen Kräuseln und Einrollen der Blätter

Welche Symptome eine Stickstoffüberdüngung jedoch von einer Nährstoffverbrennung abheben, sind:

Dunkle Blätter Glänzende oder glatte Blätter
Komplett gelbe Blätter
Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Stickstoffüberdüngung
  • Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Nährstoffmangel

Ein Nährstoffmangel setzt dann ein, wenn eine Cannabispflanze keinen ausreichenden Zugang zu ihren wesentlichen Nährstoffen bekommt. Glücklicherweise sehen die Symptome dieses Problems nicht wie eine Nährstoffverbrennung aus, sondern manifestieren sich wie folgt:

Welkende Blätter Komplett gelbe Blätter
Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Nährstoffmangel
  • Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Überwässerung (oder Mangelbewässerung)

Selbst zu viel (oder zu wenig) Wasser kann Deinen Cannabiskulturen ernsthaften Schaden zufügen. Zu stark und zu wenig gegossene Pflanzen teilen sich einige Symptome mit einer Nährstoffverbrennung, darunter:

Kräuseln und Einrollen der Blätter Flecken und Musterung

Doch anhand der folgenden Symptome kannst Du sie leicht unterscheiden:

Durchhängende, schlaffe Pflanze Welkende Blätter
Komplett gelbe Blätter Bronzefarbene Stellen

Noch weitere Hinweise können Dir helfen, diese Zustände zu unterscheiden. Übermäßig bewässerte Pflanzen sind zum Beispiel einem gesättigten Anbausubstrat ausgesetzt, während mangelbewässerte Pflanzen in einem übermäßig trockenen Medium stehen. Pflanzen mit einer Nährstoffverbrennung haben vielleicht etwas trockene Erde, aber sie können auch in einem perfekt feuchten Anbausubstrat stehen und dennoch Symptome zeigen.

Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Überwässerung (oder Mangelbewässerung)
  • Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Hitzestress

Hitzestress kann auftreten, wenn die obersten Triebe der Pflanzen zu nahe an den Lampen positioniert oder in der Natur Hitzewellen ausgesetzt sind. Auch unter Hitzestress stehende Pflanzen zeigen ein Kräuseln und Einrollen der Blätter. Allerdings zeigen in frühen Stadien nur die Blätter Anzeichen, die der Hitzequelle am nächsten sind, während abnormale Blätter aufgrund einer Nährstoffverbrennung überall auf der Pflanze auftauchen können.

Nährstoffverbrennung im Vergleich zu Hitzestress

Du bist jetzt darauf vorbereitet, Nährstoffverbrennungen vorzubeugen und zu behandeln

Gratuliere, Du hast Dein Anbauarsenal gerade um noch mehr Wissen erweitert! Du kennst jetzt die besten Methoden, um einer Nährstoffverbrennung vorzubeugen, und weißt, wie Du sie bekämpfen kannst, wenn Du die Anzeichen erkennst. Bedenke stets, dass Cannabispflanzen auf gesunde Blätter angewiesen sind, um Photosynthese zu betreiben und Energie zu erzeugen – deshalb kann eine Nährstoffverbrennung so viel Schaden anrichten.

Außerdem solltest Du immer bedenken, dass jede Cannabispflanze einzigartig ist. Jede Sorte und individuelle Pflanze derselben Züchtung kann unterschiedlich auf Nährstoffe reagieren. Du solltest Deine Pflanzen nach dem Düngen regelmäßig beobachten. Wenn Du Anzeichen auftauchen siehst solltest Du von Dir verwendete Menge reduzieren. Wenn Du Dich auf die Vorbeugung konzentrieren willst, solltest Du Deine TDS- und EC-Meter auf den Prüfstand stellen.

Nährstoffbrand kann ein allmählich anwachsendes Problem oder ein über Nacht auftretendes Desaster sein, je nach Ausmaß der Überdosierung. Eine frühzeitige Identifizierung und Korrektur kann Deine Pflanzen retten. Flippe nicht aus, wenn Deine Pflanzen Verbrennungen aufweisen. OK, ein wenig ausflippen kannst Du. Befolge dann einfach diese einfachen Schritte, um Deine Pflanzen wieder gesund und vital werden zu lassen.

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