WAS IST PYTHIUM / WURZELFÄULE?

Unter Cannabisanbauern bezeichnet man Pythium gewöhnlich als “Wurzelfäule“. Bei diesem Schädling handelt es sich um einen Pilz, der bei hydroponischen Systemen und anderen feuchten Substraten leider Gottes die Wurzelzone angreift.

Samen und Stecklinge sind besonders anfällig für einen Pythium-Befall, doch wenn die Bedingungen es erlauben, dass sich Pilze wohlfühlen, können die Pflanzen während ihres kompletten Lebenszyklus' von Pythium befallen werden.

Die Wahrheit ist, dass Wurzelfäule zu 100% vermieden werden kann. Wenn die Wurzelzone Deiner Pflanzen aber dennoch von Pythium befallen wurde, ist grundsätzlich auch eine Behandlung und Heilung möglich.

Pythium Hydroponik Pilz Wurzel Cannabis

Präventive Maßnahmen sind ratsam, denn sonst musst Du irgendwann um 3:00 Uhr morgens den botanischen Alchimisten spielen und irgendwelche Fungizide ansetzen, um mikrobielle Schädlinge auszumerzen.

Ein Wurzelzonenparasit, wie Pythium einer ist, bleibt vom Cannabisanbauer oft unentdeckt. Bis er sich dann über den kompletten Anbau ausgebreitet und es sich dort bequem gemacht hat.

Zu diesem Zeitpunkt kann Pythium die Wurzeln der Pflanzen bereits für eine ganze Weile angegriffen haben - die an den sichtbaren Pflanzenteilen erkennbaren Merkmale sind leider erst zu einem viel späteren Zeitpunkt bemerkbar.

WIE MAN PYTHIUM ENTDECKEN KANN

Pythium in seinem Cannabisanbau zu entdecken, kann recht schwierig sein. Auch diejenigen, die im Freien oder mit frisch gekaufter Erde anbauen, sind nicht immun gegen den Befall durch Wurzelfäule. Und leider lässt sich Pythium in nicht-hydroponischen Anbauten viel schwieriger erkennen.

Wenn Du in Hydrokultur anbaust, musst Du ganz besonders aufpassen. Du hast aber auch den Vorteil gegenüber anderen Anbauern, dass Du die Wurzelzone direkt begutachten und untersuchen kannst – nun ja, zumindest bei den meisten aktiven Hydroanbauten ist das der Fall.

Bei den passiven Hydrosystemen, wie beispielsweise “Hempy Buckets”, und den organischen Anbauarten mit Erde/Kokos, ist es logischerweise nicht möglich, die Wurzelzone zu begutachten.

Braune Verfärbungen und eine schmierige Masse auf den Wurzeln sind die bekanntesten Merkmale für Wurzelfäule. Bei diesen Symptomen ist der Pythium-Pilz in 9 von 10 Fällen der Verursacher des Befalls.

Pythium-Pilz Pflanzen Cannabis Problem ErkennungDie unglücklichen Hydrogärtner, die Opfer dieses Befalls geworden sind, werden es wohl nie vergessen können und sie wollen es auch ganz sicher nie wieder erleben.

Pythium sieht nicht nur ekelerregend aus, auch der Geruch ist schimmelig und widerlich. Was oft zu Verwirrung führt, ist, dass die sichtbaren Merkmale der Wurzelfäule bei den Pflanzen oft mit Symptomen anderer Probleme (wie beispielsweise Überdüngung, Lichtverbrennungen und dergleichen) verwechselt werden. Wegen der gegebenen Ähnlichkeit ist es oft gar nicht so einfach, problemlos eine Diagnose stellen zu können.

Die Blätter könnten sich kringeln, manchmal verlieren sie aber auch nur an Kraft und erschlaffen. Und dann gibt es noch all die möglichen Verfärbungen ... weiße Stellen, braune Punkte, Verfärbungen in allen vorstellbaren Gelbtönen ... Da kann man als Cannabisanbauer schon mal in die Verzweiflung getrieben werden.

WIE MAN DIE WURZELZONE VOR PYTHIUM–BEFALL SCHÜTZEN KANN

Der erste Schritt, um eine saftige Cannabisernte zu erzeugen, ist es, den kleinen Samen einen guten Start zu ermöglichen. Bei der Keimung gilt das “Alles-oder-nichts-Prinzip“, daher empfehlen wir für die Keimung unser Royal Queen Seeds Starters Kit. Da ist alles dabei, was man benötigt: Propagator, Sämlingstöpfe und selbstverständlich eine hochgradige Auswahl feminisierter Samen.

Während der Wachstumsphase, insbesondere wenn es Zeit zum Umpflanzen ist, sind die Pflanzen ganz unabhängig von dem Nährboden dem Risiko ausgesetzt, einen Schock oder Stress zu erfahren – der Anbauer sollte also mit Bedacht vorgehen. Die beste Möglichkeit, um einen Pilzbefall zu vermeiden, ist seinen Anbau mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen und die Umweltbedingungen so gut wie möglich zu optimieren.

Pythium liebt überwässerte Cannabispflanzen, wenn die Wurzeln in einem Teich aus abgelaufenem Wasser ruhen, fühlt sich dieser kleine Wurzelschädling so richtig wohl. Füttere Deine Cannabispflanzen nur, wenn sie auch wirklich hungrig sind - ein angemessener und effektiver Nass-trocken-Zyklus ist einer der wichtigsten Bestandteile eines erfolgreichen Anbaus!

Hydroponik-Anbauer müssen sicherstellen, dass das zur Verfügung gestellte Wasser einen hohen Sauerstoffanteil hat. Nicht nur, um eine optimale Nährstoffzufuhr zu gewährleisten, sondern auch, weil Pythium in einem Umfeld mit reichlich Sauerstoff keine Überlebenschancen hat. Aeroponik-Anbauer sind hier auf der sicheren Seite und können schmunzelnd weiterlesen!

Als Hydroponik-Anbauer ist man gut damit beraten, sich eine qualitativ hochwertige Luftpumpe zuzulegen - so kann man dem Wasser genügend Luft zuführen und es auf Raumtemperatur halten. Pythium liebt es, sich in lauwarmen und sauerstoffarmen Gewässern herumzutreiben. Im Idealfall sollte man den Wurzeln einen zügigen Luftkanal über dem Wasserreservoir zur Verfügung stellen - somit würden die Wurzeln mit höchster Wahrscheinlichkeit gut gedeihen und pythiumfrei bleiben.

PYTHIUM überschwemmte Cannabiswurzeln Züchter Beschneidung HydrokulturAir-Pots wurden für die Begünstigung der Luftzufuhr zu den Wurzeln konzipiert. Sie sind ideal für die klassische Bewässerung per Hand geeignet und ebenso für ausgetüftelte und automatisierte Hydroponiksysteme. Sie kosten zwar ein wenig mehr, als die normalen Plastiktöpfe, sind aber auch weniger anfällig für eine Pythium-Invasion.

Eine gesunde Entwicklung der Wurzelzone kann auch durch die Zufuhr von nützlichen Bakterien und Pilzen gefördert werden. Heutzutage hat man als moderner Cannabisanbauer eine riesige Auswahl an Pilzzusätzen zur Auswahl.

Manche dieser Mittel können relativ teuer sein, eine Investition in Mycorrhiza und/oder flüssige Enzyme lohnt sich aber spätestens bei der Ernte.

DIE BEHANDLUNG VON PYTHIUM

Es gibt gute und schlechte Neuigkeiten in Bezug auf die effektive Bekämpfung von Pythium beim Cannabisanbau. Die gute Neuigkeit ist, dass Pythium behandelt und vernichtet werden kann. Die schlechte Neuigkeit ist, dass die Bekämpfung dieses bereits eingenisteten Schädlings ein harter und teurer Kampf werden kann.

Es gibt zwar gute Mittel zur Bekämpfung von Wurzelfäule, die wirklich effektiven liegen aber definitiv in der gehobenen Preisklasse. Und tatsächlich sind sie im Zuchtzelt nur bei früher Diagnose und in der vegetativen Phase effektiv anwendbar.

Die nukleare Vorgehensweise der Pilzbekämpfung ist es alle Pflanzen und Nährboden loszuwerden und nochmal komplett von vorne zu beginnen und zwar in einem gereinigten und hygienischen Umfeld. Wenn Pythium Stecklinge befällt, ist dies im Grunde genommen die beste Vorgehensweise. In diesem Fall macht es mehr Sinn, seine Bemühungen in neue Pflanzen zu investieren.

Einen Pythium-Befall zu beseitigen, kann zu einem zermürbenden Kampf werden. Pythium kann in jedem Fall einen permanenten Schaden anrichten. Bei einem Befall wird den Cannabispflanzen Zeit abverlangt, um ihre Vitalität wiederzuerlangen - demnach werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch die Ernten negativ beeinflusst werden.

Hinsichtlich der Bekämpfung von Schädlingen und Erkrankungen ist grundsätzlich Prävention die beste Vorgehensweise. Das gilt auch für Pythium/Wurzelfäule.

 

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen