Neuer Cannabis-Seedfinder – finde Dein Match!

By Steven Voser Reviewed by: Mitchell Gorgichuk


Gelöster Sauerstoff (GS) ist ein Begriff, der den Sauerstoffsättigungsgrad im Wasser definiert. Auf den Punkt gebracht: Je mehr Sauerstoff im Wasser, desto glücklicher sind die Wurzeln Deiner Pflanze.

Die chemische Formel für Wasser ist H₂O. Das bedeutet, dass an jedes Sauerstoffatom zwei Wasserstoffatome gebunden sind. Dieses Bündel bildet zusammen ein Wassermolekül. Du fragst Dich also, wie es möglich ist, mehr Sauerstoffmoleküle im Wasser zu haben, wenn jedes Wassermolekül nur ein Sauerstoffatom haben kann?

Ohne in zu viel Wissenschaft zu verfallen, betrachte das ganze mal als Kakao. Du mischst Schokolade in Milch, schüttelst und voilà – ein sofortiger und köstlicher Genuss! Milch ist immer noch Milch, Schokolade immer noch Schokolade, aber sie vermischen sich sehr gut. Das gleiche Prinzip gilt für Wasser und molekularen Sauerstoff – O₂.

Fließendes Wasser ist gesundes Wasser! Während Wasser in Ozeanen, Flüssen, Teichen, Regen und sogar Kanalisationen fließt und umhergewirbelt wird, wird Luft ins Wasser gebracht und molekularer Sauerstoff darin eingeschlossen – genau wie unser Schokoladenpulver in der Milch.

Im Gegensatz dazu wird stehendes Wasser oft "schlecht". Es ist nicht das Wasser, welches seine Haltbarkeit verloren hat, sondern der molekulare Sauerstoff wird so weit verbraucht, dass die perfekten Bedingungen für ungesunde anaerobe Bakterien entstehen.

Deshalb wurde Dir als Kind auch immer gesagt, Du sollst niemals Wasser aus dem Teich trinken.

Aber Warum Brauche Ich Zusätzlichen Sauerstoff Im Wasser?

Du brauchst keinen zusätzlichen Sauerstoff im Wasser, um gesunde Cannabispflanzen aufzuziehen. Aber wenn Du gesündere, größere und produktivere Pflanzen heranziehen willst, solltest Du es Dir wirklich überlegen.

Gelöster Sauerstoff ist die erste Verteidigungslinie gegen die gefürchteten anaeroben Bakterien, die Wurzelfäule verursachen. Es fördert auch ein schnelles Wurzelwachstum mit einer viel höheren Dichte an feinen Wurzelhaaren, die in der Tat für die Wasseraufnahme verantwortlich sind. Allein die Wasseraufnahme verbraucht schon viel Pflanzenenergie in Form von Sauerstoff.

Die erhöhte Verfügbarkeit von Sauerstoffatomen fördert auch die Aufnahme von Nährstoffen. Sauerstoffarme Wurzeln haben keine andere Wahl, als sich mit anderen Stoffen zufrieden zu geben und Ethylen zu produzieren, was zu Zellschäden führt und die Wahrscheinlichkeit einer systemischen Erkrankung erhöht.

Auch wenn dies nicht der Fall ist, können sauerstoffarme Wurzeln einen Kalziummangel verursachen. Einige werden vielleicht verwirrt sein, warum das Hinzufügen von Cal-Mag-Produkten wenig bis gar nichts bewirkt.

Die eigentliche Frage ist also, warum solltest Du keinen zusätzlichen Sauerstoff hinzufügen wollen?

Aber Warum Brauche Ich Zusätzlichen Sauerstoff Im Wasser?

Wie man seinem Anbausystem gelösten Sauerstoff zuführt

Gärtner setzen gelösten Sauerstoff ein, um das Wachstum nützlicher aerober Mikroben anzuregen, die Ausbreitung krankheitserregender anaerober Mikroben zu verhindern und gesundes Wurzelwachstum zu fördern. Doch wie genau fügen sie ihrem Wasser gelösten Sauerstoff hinzu? Von simplen Umwälzpumpen bis zur Ergänzung von Ozongas gibt es eine Reihe von verfügbaren Techniken, um die Menge von gelöstem Sauerstoff im Wasserbehälter oder -tank Deiner Pflanzen zu erhöhen. Entdecke im Folgenden eine Handvoll der effektivsten Methoden, um zu lernen, wie Du das Wasser für Deine Cannabispflanzen mit Sauerstoff anreicherst.

  • Fluming

Fluming ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Dein Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Während Ausströmer am Boden eines hydroponischen Wasserbehälters Blasen erzeugen, erhöht Fluming durch Bewegung und Aufwirbelung an der Oberfläche die Menge an gelöstem Sauerstoff. Indem sie einen Wasserkühler und eine Umwälzpumpe nutzen, können Grower die Temperatur des Wassers senken (was seine Sauerstoff bindende Kapazität erhöht). Nachdem das Wasser aus dem Behälter gepumpt wurde, fließt es durch Rohre und über der Oberfläche des Wassers wieder zurück in den Behälter. Wenn das gepumpte Wasser die Oberfläche durchbricht, ermöglicht dies dem Sauerstoff, einzudringen und in die Lösung zu gelangen. Manche Grower berichten von besseren Resultaten mit Fluming im Vergleich zur Nutzung von Ausströmern, doch diese Behauptungen sind subjektiv – es existieren keine Daten, die den Erfolg dieser Methode beim Cannabisanbau belegen.

  • Nutze H₂O₂

Wir haben H₂O besprochen, lass uns nun H₂O₂ ansehen. Wie Du beim Betrachten dieser Zusammenstellung von Buchstaben und Zahlen vermutlich schon erraten hast, weist dieses Molekül einen gleichen Anteil von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen auf – jeweils zwei. Diese Formel stellt Wasserstoffperoxid dar, ein sanftes Antiseptikum, das häufig zum Reinigen von allem Möglichem zwischen kleinen Wunden bis hin zu Anbauausrüstung verwendet wird. In hydroponischen Systemen ist die Chemikalie auch eine gute zusätzliche Sauerstoffquelle.

Das zusätzliche Sauerstoffatom hängt sich mit loser Verbindung an das Molekül und bricht ziemlich leicht ab, wodurch H₂O₂ aufgespalten wird. Während dieses Prozesses teilen sich zwei H₂O₂-Moleküle in zwei Wassermoleküle (H₂O) und ein Sauerstoffmolekül (O₂). Deinem Wasserbehälter H₂O₂ hinzuzufügen, führt mehr Sauerstoff als Wasser allein zu, doch Du musst die Ergänzung richtig einsetzen.

Wegen der Volatilität des zusätzlichen Sauerstoffatoms fügen Hersteller ihren Rezepturen Stabilisatoren hinzu. Diese Zusätze erzeugen ein besseres Produkt, sind aber nicht für den menschlichen Verzehr oder für die Verwendung bei Pflanzen geeignet, die Du rauchen oder einnehmen wirst. Grower können auf lebensmittelechtes H₂O₂ zurückgreifen, doch diese Produkte sind sehr wirkungsvoll; um auf diese Stabilisatoren verzichten zu können, ist eine H₂O₂-Konzentration von 30–50% erforderlich. Um Wasserstoffperoxid in Deinem Wasserbehälter einzusetzen, musst Du es auf 3% verdünnen, damit Du nicht mehr Schaden als Nutzen anrichtest.

Du kannst eine einfache Berechnung nutzen, um das H₂O₂ zu verdünnen und es mit Deinem Hydro-Setup kompatibel zu machen. Nehmen wir an, Du hast einen 40l Wasserbehälter: Du solltest 1ml von 3%igem H₂O₂ pro Liter Wasser hinzufügen (insgesamt 40ml von 3%igem H₂O₂), aber Du hast es mit einer Konzentration von 50% zu tun. Um dies zu lösen, multipliziere die von Dir benötigte Konzentration (3%) mit dem Volumen (40%) und teile die Summe durch die Stärke der Lösung (50%). Die Gleichung sieht wie folgt aus:

(3 × 40) ÷ 50 = 2,4ml von 50%igem H₂O₂

Als Nächstes musst Du diese Summe vom ursprünglich erforderlichen Volumen abziehen. Die Zahl aus dieser Gleichung wird Dir mitteilen, wie viel Wasser Du für die Verdünnung benötigst. Die Gleichung sieht so aus:

40ml − 2,4ml = 37,6ml Wasser

Wenn Du das H₂O₂ mit dem Wasser vermischst, hast Du Dein H₂O₂ erfolgreich verdünnt und kannst es einsetzen. Die Zahlen der oben genannten Gleichungen kannst Du basierend auf Deiner Behältergröße und der Stärke Deines ursprünglichen Wasserstoffperoxid-Produkts anpassen.

Dann musst Du noch wissen, wie Du es verwendest. Setze H₂O₂ ein, wenn es Dein hydroponisches System erfordert. Vielleicht bemerkst Du Symptome von anaeroben Bedingungen (übler Geruch und verfaulte Wurzeln) oder hast den Gehalt von gelöstem Sauerstoff in Deinem Wasser getestet und Dir haben die Ergebnisse nicht gefallen; Werte von 5mg/l und darüber sind empfehlenswert. Füge die Lösung Deinem Wasserbehälter hinzu, bis Du den gewünschten Wert erreicht hast (miss diesen mit einem Testkit für gelösten Sauerstoff). Aber fang zunächst klein an. Beginne, indem Du die Hälfte der Dosis hinzugibst, damit Du Deine Pflanzen nicht schockst, und füge den Rest in Intervallen hinzu, bis Du 5mg/l erreichst.

Wie man seinem Anbausystem gelösten Sauerstoff zuführt
  • Elektrolyse

Bei der Elektrolyse wird elektrisches Potenzial durch Wasser geleitet, um Sauerstoff zu produzieren. Dieser Prozess erzeugt elektrischen Strom zwischen einer eingetauchten positiven Anode und einer negativen Kathode, um H₂- und O₂-Gase zu produzieren. Manche dieser Gase bilden große Blasen und werden an der Oberfläche freigesetzt, doch andere bilden Nanobläschen, die länger in der Lösung verbleiben.

In einer Hydrokultur hilft Elektrolyse, den Gehalt an gelöstem Sauerstoff im Wasser zu erhöhen. Allerdings ermöglichen in einer Lösung vorhandene Nährstoffionen den Prozess und diese Substanzen reagieren während der Elektrolyse. Aus diesem Grund sollten hydroponische Grower diese Methode mit einem externen Wasserkörper durchführen, der Salze wie Natriumchlorid enthält. Das mit Sauerstoff angereicherte Wasser kann anschließend dem Wasserbehälter zugeführt werden, um eine Störung des Nährstoffprofils der internen Lösung zu vermeiden. Grower können auch aus nicht reaktiven Metallen wie Titan gefertigte Elektroden nutzen, die nicht korrodieren werden.

Den gelösten Sauerstoff durch Elektrolyse zu erhöhen, hat auch günstige Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum. Auch wenn diese Auswirkungen auf Cannabis bisher in keiner Studie dokumentiert wurden, haben Forscher festgestellt, dass die Technik das Wachstum von hydroponisch angebauten Wasserspinat-Pflanzen steigert[1].

  • Ozon

Mit einer chemischen Formel von O₂ besitzt das herkömmliche zweiatomige Sauerstoffgas zwei Sauerstoffatome. Ozon (O₃) weist dagegen drei Sauerstoffatome auf. Zudem ist es ein unglaublich instabiles Molekül, das rasch wieder zu O₂ wird, wodurch das dritte Atom in seiner unmittelbaren Umgebung landet. Ozon ist außerdem ungefähr 13-mal wasserlöslicher als O₂ und führt in einer Lösung zu unvorstellbar hohen Werten von gelöstem Sauerstoff.

Das Fazit: Ozon bietet eine effektive Methode, um Wasser für Deine Pflanzen mit Sauerstoff anzureichern. Grower können Ozongeneratoren erwerben und sie nutzen, um Wasser in einem externen Tank mit Sauerstoff anzureichern, bevor das gesättigte Wasser in den Hauptbehälter eingeführt wird.

  • Halte Dein hydroponisches System sauber

Generelle Sauberkeit hilft ebenfalls, das beste mit Sauerstoff angereicherte Wasser für Deine Pflanzen zu erzeugen. Gründliches Reinigen Deiner Ausrüstung zwischen Grows und jedes zugänglichen Teils während des Anbaus wird dabei helfen, das Wachstum von Organismen zu minimieren, die gelösten Sauerstoff verbrauchen. Obwohl Algen bei Vorhandensein von Licht zum Beispiel durch Aufspaltung von Wassermolekülen Sauerstoff produzieren, fangen sie unter dunklen Bedingungen an, Sauerstoff aus der Umgebung zu verbrauchen. Deine Ausrüstung mit einer 3%igen Wasserstoffperoxid-Lösung zu reinigen, wird helfen, Schädlinge zu vernichten, und undurchsichtige Behälter werden das Licht reduzieren, das manche von ihnen zum Wachsen brauchen. Einige der oben genannten Techniken, darunter H₂O₂ und Ozon, haben auch den zusätzlichen Nutzen, unerwünschte Mikroben abzutöten.

Halte Dein hydroponisches System sauber

Die Temperatur Ist Entscheidend

Wie bereits erwähnt, je kälter das Wasser, desto besser – aber unter 16°C verringern die Wurzeln die Stoffwechselaktivität. Wenn Du also nur mit Wasser anbaust, solltest Du Dich davor hüten. Idealerweise gelten 18°C +/- 1°C als perfekter Wert. Bei über 23°C steigt die Gefahr von Wurzelfäule.

Andererseits verbietet der rein biologische Cannabisanbau die Verwendung einer typischen, automatischen Bewässerung über Reservoirs. Was ist also die optimale Lösung?

Idealerweise hast Du ein Reservoir ohne Nährstoffe und einen Kühler. Dazu kommt noch eine robuste Umwälzpumpe, um einen Fluming-Effekt zu erzeugen und den Anteil an gelöstem Sauerstoff zu erhöhen. Wenn Du bereit bist, Deine Pflanzen zu gießen, mischst Du einfach einige frische Nährstoffe dazu und duschst die Wurzeln mit diesem wunderbaren Cocktail!

Diese werden sich erfrischt und aufgeputscht fühlen. Bis die steigende Raumtemperatur das Wasser schließlich erwärmt hat und den Gehalt an molekularem Sauerstoff verringert, hat der gelöste Sauerstoff seine Arbeit bereits erledigt.

Gelöster Sauerstoff ist eine kleine Ergänzung für Deinen Aufbau, die Dich aber ein großes Stück voran bringen kann. Er wehrt die bösen Jungs ab, fördert schnelleres und stärkeres Wurzelwachstum, sorgt für mehr aerobe Bakterien, höhere Wasser- und Nährstoffaufnahme und eine rundum glücklichere Pflanze.

Bist Du bereit, das Wasser für Deine Pflanzen mit Sauerstoff anzureichern?

Haben Deine hydroponisch angebauten Cannabispflanzen mit Symptomen einer anaeroben Umgebung zu kämpfen? Oder willst Du einfach Deinen Hydro-Ertrag steigern? So oder so hast Du nun mehrere Lösungen zur Hand. Techniken wie Fluming sind erschwinglich und liegen für jeden hydroponischen Grower im Bereich des Möglichen. Deinem Wasserbehälter H₂O₂ zuzuführen, stellt auch keine allzu große Herausforderung dar. Wenn Du eher ein ambitionierter Hobby-Grower bist, der es liebt, zu experimentieren, warum probierst Du nicht Elektrolyse oder Ozon aus, um die Werte von gelöstem Sauerstoff für Deine Cannabispflanzen zu erhöhen?

External Resources:
  1. Electrolysis of Water Using Iron Electrode to Boost the Growth of Hydroponic Plant of Water Spinach https://iopscience.iop.org
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Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, die aus externen Quellen zusammengetragen wurden.