Cannabisanbauer prahlen gerne mit riesigen Ernten, aber wie viel Weed kann ein unerfahrener Grower wirklich von einer einzelnen Pflanze erwarten? Wir werden uns in diesem Artikel den Cannabisertrag, was ihn beeinflusst und so einiges mehr ansehen.

Inhaltsverzeichnis:

ERTRÄGE VARIIEREN ... STARK

Wenn es eine Sache gibt, die beim Cannabisanbau gewiss ist, dann diese: Die Ergebnisse variieren, und zwar stark. Es gibt viele unterschiedliche Variablen, die Deine Pflanzen, ihre Gesundheit, ihr Wachstum und die Menge der von ihnen produzierten Blüten beeinflussen. Und offen gesagt ist es sehr schwer, die Höhe des Ertrags vor der Ernte zu schätzen.

Die meisten Anbauneulinge schätzen ihren Ertrag basierend auf der Höhe ihrer Pflanzen. Und das macht Sinn – zumindest theoretisch. Leider ist die Pflanzengröße kein sehr akkurater Hinweis auf den Endertrag. Genau genommen ist es sehr schwer, die Höhe Deines Ertrags nur anhand eines Aspektes Deiner Pflanze (wie Höhe zum Beispiel) zu schätzen.

Cannabisknospen bilden sich an sogenannten "Blütenständen". Dies sind Stellen an Zweigen, an denen sich nach ungefähr 4–6 Wochen im Lebenszyklus einer Pflanze Vorblütenstrukturen formen. Sobald eine Pflanze in ihre Blütephase eingetreten ist, hört sie auf, ihre Energie der Entwicklung von Blattwerk zu widmen, und konzentriert sich stattdessen auf die Produktion gesunder Knospen an diesen Blütenständen. Wie groß und dicht diese Buds werden, hängt stark von verschiedenen Variablen ab, einschließlich Licht, Nährstoffen, Genetik, Substrat und mehr. Die Größe einer Pflanze sagt hingegen nur wenig darüber aus, wie viele Blütenstände sie ausbilden wird oder wie groß/dicht die Buds zur Erntezeit sein werden.

ERTRÄGE VARIIEREN
ERTRÄGE VARIIEREN

LICHT UND NÄHRSTOFFE

Licht ist wohl einer der wichtigsten Faktoren, die den Ertrag beeinflussen. Um diesen zu maximieren, solltest Du die Lichteinwirkung auf Deine Pflanze durch den Einsatz von Trainingstechniken schon frühzeitig maximieren, um das Wachstum zu manipulieren. Eine beliebte Trainingstechnik ist das Low Stress Training (LST), bei dem man die Zweige herunterbiegt und -bindet, um die Lichteinwirkung zu optimieren und eine eher horizontale Struktur zu fördern. Die Screen-of-Green-Methode (ScrOG) geht noch einen Schritt weiter, indem sie ein Maschengitter über den Pflanzen situiert, in das neuer Wuchs in dem Bestreben eingeflochten wird, den Endertrag zu steigern. Wo diese herkommen, gibt es noch viel mehr Techniken, darunter Techniken mit viel Stress wie Kappen (bei dem der Haupttrieb abgeschnitten wird) und Entlaubung, um nur ein paar zu nennen.

Auch Nährstoffe sind sehr wichtig und Du wirst dafür sorgen wollen, dass Deine Pflanzen immer Zugang zu den Makro- und Mikronährstoffen haben, die sie in jeder Wachstumsphase benötigen. Was die Nährstoffe betrifft, brauchen Pflanzen je nach Phase unterschiedliche Verhältnisse. In der Wachstumsphase benötigen Pflanzen höhere Stickstoffwerte, wohingegen blühende Pflanzen mehr Kalium, Phosphor und Mikronährstoffe wie Calcium und Magnesium brauchen. Außer den Nährstoffen an sich müssen Pflanzen dazu in der Lage sein, sie aufzunehmen, um riesige Haufen von großen Buds auszubilden. Dafür muss der pH-Wert für die von Dir durchgeführte Art des Anbaus richtig eingestellt sein.

GENETIK

Die Genetik ist der möglicherweise entscheidendste Faktor, der den Endertrag bestimmt. Und genauso wie es manche Sorten gibt, die besser als andere schmecken, gibt es auch jene, die bessere Ernten als andere hervorbringen.

Bedenke, dass Cannabissorten gezüchtet worden sind, um die Ansprüche von Erzeugern und Konsumenten zu befriedigen. Und da der Ertrag dabei so wichtig ist, gibt es unzählige Sorten da draußen, die gezielt darauf gezüchtet wurden, zahlreiche Blütenstände hervorzubringen und größere, schwerere Blüten auszubilden. Wenn Du es wirklich darauf abgesehen hast, ordentlich Buds einzustreichen, solltest Du Dir auf jeden Fall einige unserer XL-Sorten ansehen.

NÄHRMEDIUM

Es gibt da draußen viele unterschiedliche Nährmedien und sie alle haben verschiedene Auswirkungen auf den Gesamtertrag Deiner Pflanzen.

Während Erde sicher das am häufigsten für den Cannabisanbau verwendete Nährmedium ist, geben hydroponische Substrate wie Perlit oder Kokosfaser dem Grower mehr Kontrolle über die Nährstoffaufnahme seiner Pflanzen. Und obwohl diese Art von Kontrolle für Anbauneulinge überwältigend sein kann, können erfahrene Anbauer sie nutzen, um ihre Pflanzen wirklich bis ans Maximum zu bringen und gewaltige Erträge zu produzieren.

INDOOR VS OUTDOOR

Es wird eine große Auswirkung auf Deine Pflanzen haben, ob Du im Grow Room oder im Freien anbaust.

Indoor-Erzeuger haben generell weniger Platz, mit dem sie arbeiten können, weshalb sie üblicherweise wenige kleinere Pflanzen als jemand anbauen, der im Freien anbaut. Indoor-Grower haben jedoch auch viel mehr Kontrolle über die Umgebung ihrer Pflanzen. Daher können sie unter anderem mit der Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit herumspielen, um ihre Anbaubedingungen genau abzustimmen und den Ertrag zu optimieren.

Outdoor-Anbauer hingegen haben gewöhnlich viel mehr Platz zur Verfügung stehen als Indoor-Erzeuger, wodurch sie in einer einzigen Saison mehr Pflanzen als Indoor-Grower anbauen können. Und außerdem haben Outdoor-Erzeuger den Vorteil, unter der bestmöglichen Lichtquelle der Welt anzubauen – der Sonne. Outdoor-Anbauer haben allerdings nicht dieselbe Kontrolle über ihre Umgebung, weshalb ihr Ertrag von der Jahreszeit abhängt, die – je nach Deinem Wohnort – unberechenbar sein könnte.

FÄHIGKEITEN

Dies ist ein weiterer wichtiger Faktor, der Deinen Gesamtertrag beeinflusst. Je verfeinerter Deine Fähigkeiten sind, desto mehr Kontrolle hast Du über Deine Pflanzen. Und je mehr Kontrolle Du über Deine Pflanzen hast, umso besser fällt der Ertrag aus.

FÄHIGKEITEN

WIE MAN DEN ERTRAG SCHÄTZT

Obwohl Erträge stark variieren, gibt es einige Methoden, wie Du zumindest ungefähr schätzen kannst, wie viel Weed Du produzieren wirst.

DEN ERTRAG ANHAND DER TOPFGRÖẞE SCHÄTZEN

Vergiss nicht, dass Cannabispflanzen nur so groß werden, wie ihre Töpfe es ihnen erlauben. Und obwohl die Größe (wie wir zuvor sahen) weit davon entfernt ist, der perfekte Indikator für die Höhe Deiner Ernte zu sein, kann sie Dir dabei helfen, eine ungefähre Schätzung Deines Erntegewichts zu bekommen.

Du wirst idealerweise in mindestens 18l-Töpfen anbauen wollen. Mit dieser Menge Erde, einigen geeigneten Nährstoffen und etwas leichtem Beschneiden/Training solltest Du große, gesunde Pflanzen anbauen können, die mindestens 90cm groß werden. Vorausgesetzt, dass sie volle 4–5 Wochen vegetatives Wachstum und solide Beleuchtung bekommen, die direkt bis zu den untersten Blütenständen durchdringt, sollte eine Pflanze dieser Größe wenigstens 100g getrocknete Knospen produzieren können.

DEN ERTRAG ANHAND DER BELEUCHTUNG SCHÄTZEN

Manche Grower entscheiden sich, ihren Ertrag basierend auf der Leistung ihrer Lampen zu schätzen. Und obwohl dies weit von exakter Wissenschaft entfernt ist, kann es etwas genauer sein, als Deinen Ertrag pro Pflanze zu kalkulieren, vor allem wenn Du Dich dazu entscheidest, mehrere kleinere Pflanzen anstatt nur ein paar große anzubauen.

Wenn Du im Grow Room anbaust und wenigstens ein paar Ernten auf dem Erfolgskonto hast, kannst Du damit rechnen, ungefähr ein Gramm für jedes Watt Deiner Beleuchtung zu ernten. Falls Du ein Anbauneuling mit wenig bis gar keiner Erfahrung bist, erwarte einen Ertrag von um die 0,5g/Watt.

DEN ERTRAG ANHAND DER BELEUCHTUNG SCHÄTZEN
DEN ERTRAG ANHAND DER BELEUCHTUNG SCHÄTZEN

BAUE FÜR HÖHERE ERTRÄGE HYDROPONISCH AN

Hydroponisch anzubauen, gibt Dir viel mehr Kontrolle über die Düngung Deiner Pflanzen. Mit der richtigen Ausrüstung und Erfahrung kann dies die Größe und Qualität Deines Ertrags erheblich verbessern. Erfahrene hydroponische Erzeuger können zum Beispiel Erträge von bis zu 1,2g pro Watt Beleuchtung produzieren. Ausgehend von dieser Logik – und der Verwendung einer 600W Lampe – kann ein guter hydroponischer Grower (abhängig von der Genetik) über 700g Buds ernten!

EINE BEMERKUNG ZU TROCKENEM VS FRISCHEM ERTRAG

Vergiss nicht: Das Gewicht Deiner Buds wird durch das Trocknen und Aushärten dramatisch abnehmen. Sei also nicht zu enthusiastisch, wenn Du Deine Knospen nach dem Trimmen wiegst. Multipliziere Deinen frischen Ertrag vielmehr mit 0,25, um eine grobe Schätzung des Trockengewichts Deiner Buds zu erhalten.

WIE DU DEINEN CANNABISERTRAG STEIGERN KANNST: SCHNELLE TIPPS FÜR GROWER

Cannabis anzubauen kann eine Herausforderung sein, aber es gibt sehr viel, was Du als Anbauneuling tun kannst, um Deinen Ertrag zu steigern:

• Beginne mit der richtigen Genetik. Professionell gezüchtete Sorten werden immer bessere Erträge als Tütensamen hervorbringen.

• Lies Dir Kenntnisse über Trainingstechniken an. Deine Pflanzen dahingehend zu trainieren, auf eine bestimmte Weise zu wachsen, maximiert die Lichteinwirkung, was letztendlich Deinen Ertrag steigern wird.

• Kenne Deine Nährstoffe. Nutze die Informationen in unserem Blog, um zu lernen, wie Du Nährstoffe einsetzt, um das Potenzial Deiner Pflanzen wirklich zu maximieren.

• Experimentiere. Schrecke nicht davor zurück, neue Anbautechniken auszuprobieren, und verlange Dir als Grower alles ab.

• Baue hydroponisch an! Sobald Du ein paar Ernten auf Deinem Konto hast, kannst Du in Erwägung ziehen, Dich in die Welt der Hydrokultur zu vertiefen, mit der Du noch mehr Kontrolle über Deine Pflanzen und ihr Wachstum haben wirst.

• Baue weiter an! Je mehr Erfahrung Du hast, umso besser wirst Du werden. Sorge daher dafür, dass Du regelmäßig anbaust, um Deine Fähigkeiten zu verbessern und zunehmend im Einklang mit Cannabis zu sein.

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