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By Luke Sumpter


Wahrscheinlich wäschst Du alles Grüne, bevor Du es verzehrst. Du spülst im Laden gekauftes Gemüse ab und wäschst natürlich auch Dein Gemüse aus dem Garten, um es von Erdpartikeln und Krabbeltieren zu befreien. Aber warum gönnen wir unseren Cannabis-Colas nicht die gleiche Behandlung?

Es mag bizarr erscheinen, Deine Buds vor dem Trocknen in einen Eimer Wasser zu tauchen, aber es macht Sinn, je mehr Du darüber nachdenkst. Während der Blütephase können sich alle möglichen Verunreinigungen auf den Blüten ansammeln, von Staub bis hin zu winzigen Insekteneiern. Wenn Dich der Gedanke, diese Verunreinigungen zu rauchen oder zu kochen, erschaudern lässt, dann solltest Du weiterlesen.

Was ist eine Blütenwäsche?

Eine Blütenwäsche ist genau das, wonach es klingt: Nach der Ernte werden die Cannabisblüten in Wasser getaucht, um sie zu reinigen. Du hast noch nie davon gehört? Keine Sorge, das haben nur wenige Menschen. Trotz des geringen Bekanntheitsgrads scheint sich die Blütenwäsche zu etablieren und zwar vor allem bei kommerziellen Betrieben. Und warum? Weil klebrige Cannabisblüten ein Magnet für Staub, Schmutz, Mikroben und viele andere lebende und nicht lebende Dinge sind, die die Konsumenten nicht rauchen, verdampfen oder essen wollen.

Sowohl drinnen als auch draußen angebaute Blüten sind Verunreinigungen ausgesetzt. Während Colas in Innenräumen eher Staub ansetzen, sind die im Freien angebauten Blüten ein Paradies für Milben und Insekteneier. Wenn Du Deine Buds vor der Verarbeitung einfach eintauchst, kannst Du sicher sein, dass Du nur sauberes Gras verwendest.

Ist die Blütenwäsche kontraproduktiv?

Aber sind die Cannabisblüten nicht mit wertvollen Cannabinoiden und Terpenen überzogen? Werden durch das Eintauchen in Wasser nicht die Trichome entfernt, so dass sie an Kraft und Geschmack verlieren? Das sind zwar verständliche Bedenken, aber das Waschen deines Grases hat keinen Einfluss auf seinen Geschmack und seine Wirkung. Cannabinoide wie THC und CBD sind fettlöslich und wasserabweisend, was bedeutet, dass Du sie nicht verlierst, wenn Du Dein Gras in Wasser badest.

Außerdem sind die fruchtigen und blumigen Terpene in einem klebrigen Harz eingeschlossen. Solange Du den Prozess achtsam und sanft durchführst, bleiben diese wichtigen Moleküle erhalten.

Was ist mit dem Trocknen? Sicher, es dauert länger, die Blüten zu trocknen, nachdem sie untergetaucht wurden. Aber ein bisschen mehr Zeit auf dem Trockengestell wiegt die Verarbeitung und Verwendung von Gras, das mit Staub und anderen Verunreinigungen bedeckt ist, bei weitem auf.

Die Vor- und Nachteile der Blütenwäsche

Die Blütenwäsche klingt soweit ganz großartig, doch bringt sie auch Nachteile mit sich? Nachfolgend findest Du die Vor- und Nachteile der Grassäuberung.

  • Vorteile

Entfernt Milben und Eier
Cannabisblüten haben viele Ecken und Ritzen und ihre Harzschicht sorgt dafür, dass sich leicht Dinge an ihnen festsetzen. Das Waschen der Blüten hilft dabei, lebende Organismen von der Oberfläche zu entfernen, einschließlich Milben und Insekteneiern.
Beseitigt Staub und Erde
Staub und Erde sind zwar nicht lebendig, aber trotzdem nicht angenehm zu rauchen oder zu essen. Wenn Du Dein Gras wäschst, werden kleine Partikel entfernt, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.
Verbessert den Geschmack
Du denkst, Dein Gras schmeckt gut? Warte, bis Du all diese unsichtbaren Verunreinigungen entfernt hast. Das Waschen von Gras trägt dazu bei, dass das wahre Terpenprofil einer Sorte zum Vorschein kommt, ohne dass der Geschmack verfälscht wird.
Entfernt Pestizide und chemische Rückstände
Wir empfehlen immer, Gras zu Hause biologisch anzubauen. Wenn Du allerdings Blüten kaufst, weißt Du nie, welche Anbaumethoden zum Einsatz kamen. Das Waschen der Blüten trägt dazu bei, alle unangenehmen chemischen Rückstände zu entfernen.
  • Nachteile

Verlängert die Trocknungszeit
Das Untertauchen Deiner Blüten bedeutet, dass sie etwas länger zum Trocknen brauchen. Du musst Dich in Geduld üben und sie solange trocknen lassen, bis alle Feuchtigkeit verflogen ist.
Entfernt keine Pilzinfektionen
Obwohl sie beim Entfernen von Ablagerungen wirksam ist, wird die Blütenwäsche keine Pilzpathogene entfernen, die physisch in Pflanzenzellen eindringen. Rauche niemals Gras, das Anzeichen von Infektionen wie Mehltau aufweist.
Fördert überschüssige Feuchtigkeit
Wenn Du Deine Cannabispflanzen badest, werden sie mit Feuchtigkeit überzogen und neigen zu Schimmel, wenn sie nicht richtig getrocknet werden.

Blütenwäsche: Welche Lösungen sollte man verwenden?

Während einige Grower nichts als Wasser zur Grasreinigung verwenden, nutzen andere spezielle Rezepturen, die sicherstellen sollen, dass ihre Blüten einer gründlichen Reinigung unterzogen werden.
Im Folgenden kannst Du einige der beliebtesten Optionen entdecken.

  • Zitrone und Natriumhydrogencarbonat

Zitrone und Natriumhydrogencarbonat (Natron) mögen wie eine seltsame Kombination erscheinen, aber die Menschen nutzen die beiden für die verschiedensten Zwecke. Die Säure der Zitrone und die Alkalität des Natrons machen das Duo zu einem nützlichen natürlichen Reinigungsmittel, mit dem Oberflächen geschrubbt und verschüttete Flüssigkeiten desodoriert werden können. Wenn Du diese Kombination zum Waschen Deiner Blüten hinzufügst, werden Deine Buds noch besser gereinigt, ohne dass Du synthetische Chemikalien verwenden musst.

  • Verdünntes Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist ein gebräuchlicher Inhaltsstoff von Haushaltsreinigungsmitteln, aber viele Grower nutzen es auch nach der Ernte zur Reinigung ihrer Blüten. Die Substanz besitzt antimikrobielle Eigenschaften und kann in geringen Konzentration helfen, zurückbleibende Mikroben wie Bakterien abzutöten.

  • Osmosewasser

Es macht Sinn, das reinste Wasser für die Blütenwäsche zu verwenden. Wenn Du Deine Blüten in Leitungswasser tauchst, werden sie zwar von Verunreinigungen befreit, sind aber auch Chemikalien wie Chlor und Fluorid ausgesetzt. Bei der Umkehrosmosefiltration wird das Wasser durch eine halbdurchlässige Membran geleitet, wodurch unerwünschte Moleküle entfernt werden. Wir empfehlen dringend, wann immer möglich mit Osmosewasser oder Umkehrosmosewasser die Blüten zu waschen.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Du bist nun also mit allen Vorteilen und auch einigen Nachteilen der Blütenwäsche vertraut. Ebenso kennst Du einige gebräuchliche Rezepturen, die dabei verwendet werden. Jetzt ist es an der Zeit, den Vorgang Schritt für Schritt zu lernen. Lies weiter für eine Anleitung, wie Du Deine Blüten von Verunreinigungen säuberst, um ihre wahren Aromen zu erleben.

Benötigte Utensilien

  • 3 saubere 20-Liter-Eimer
  • 45 Liter Wasser in Zimmertemperatur (Umkehrosmose falls möglich)
  • ¼ Tasse Zitronensaft
  • ¼ Tasse Natriumhydrogencarbonat / Backnatron

Schritt 1: Richte Deine Produktionslinie ein

Richte Deine Eimer wie eine Produktionslinie aus: Eimer 1 enthält die Reinigungslösung, Eimer 2 stellt die erste und Eimer 3 die zweite Spülstation dar.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Schritt 2: Befülle Deine Eimer

Befülle jeden 20-Liter-Eimer mit 15 Liter Osmosewasser. Diese Menge ist tief genug, um ganze Äste auf einmal unterzutauchen und zu waschen, ohne zu riskieren, dass überall Wasser verschüttet wird. Sobald sie befüllt sind, gibst Du die ¼ Tasse Zitronensaft und ¼ Tasse Natriumhydrogencarbonat in Eimer 1 und rührst ordentlich um.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Schritt 3: Initiales Eintauchen

Schnappe Dir einen mit Blüten beladenen Zweig und tauche ihn sanft in die Lösung in Eimer 1. Rühre und schwenke den Zweig dann vorsichtig rund 30 Sekunden im Eimer.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Schritt 4: Erste Spülung

Als nächstes bewegst Du den Zweig entlang der Produktionslinie zu Eimer zwei. Tauche ihn ins Wasser und bewege ihn weitere 30 Sekunden auf die gleiche Weise umher. Dieser Eimer dient dazu, weitere Verunreinigungen sowie die erste Lösung abzuspülen.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Schritt 5: Zweite Spülung

Da sich in Eimer 2 Schmutzpartikel und die Lösung ansammeln, dient Eimer 3 als letzte Spülung, um jegliche Überreste und Kontaminationen zu entfernen. Rühre die letzten 30 Sekunden vorsichtig um. Anschließend entfernst Du jede Blüte von dem Zweig und legst sie in einen Kräutertrockner oder Du hängst die ganzen Zweige auf eine Trockenleine.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Schritt 6: Beginne die Trocknung

Fahre fort, indem Du wie üblich Dein Cannabis trocknest. Platziere Dein gewaschenes Material in einem dunklen Raum mit guter Luftzirkulation und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%. Nach rund 12 Tagen kannst Du den Aushärtungsprozess beginnen, um das Aroma Deiner Blüten weiter zu verbessern.

Wie Du Deine Blüten wäschst

Blütenwäsche im Vergleich zum Water Curing

Lässt sich die Blütenwäsche mit dem Water Curing, der Aushärtung mit Wasser, vergleichen? Nun, bei beiden Methoden ist Wasser im Spiel, aber sie dienen unterschiedlichen Zwecken. Während bei der Blütenwäsche die Cannabisblüten gezielt gereinigt werden, versucht man mit dem Water Curing lediglich den Geschmack zu verbessern. Das Water Curing kann den Aushärtungsprozess beschleunigen, indem es wasserlösliche Reizstoffe entfernt, die den Geschmack insgesamt beeinflussen. Doch Du kannst auch auf jeden Fall die beiden Methoden zusammen einsetzen: Eine vorherige Blütenwäsche verhindert, dass Deine Blüten beim Water-Curing-Prozess in ihrem eigenen Schmutz baden.

Die Cannabis-Blütenwäsche: Ein unüblicher Vorgang, der immer beliebter wird

Auf den ersten Blick wirkt die Blütenwäsche bizarr und sogar nachteilig. Doch nachdem man das Konzept einmal verstanden hat, macht es schnell vollkommen Sinn. Wir waschen Obst und Gemüse, bevor wir es verschlingen, also warum sollten wir nicht auch die Blüten abspülen, die wir einnehmen oder rauchen? Klar, die Blütenwäsche geht mit einer verlängerten Trocknungszeit einher, doch das zahlt sich in Form von sauberen Blüten und verbesserten Aromen aus. Du glaubst uns nicht? Dann wirf mal einen Blick auf die Böden der Eimer, nachdem der Vorgang abgeschlossen ist.

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