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By Luke Sumpter


Viele Anbauer von Cannabis und anderen Pflanzen wollen ihre Pflanzen ohne den Einsatz von Pestiziden anbauen. Pestizide in/auf Weed werden mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, obwohl keine dieser Behauptungen bewiesen ist. Unabhängig davon können Pestizide zweifelsohne negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. In diesem Artikel befassen wir uns mit Pestiziden, ihren Risiken und einigen Alternativen, zu denen Du greifen kannst, um zu verhindern, dass Deine Cannabispflanzen von Schädlingen befallen werden.

Was ist ein Pestizid?

"Pestizid" ist ein sehr weit gefasster Begriff, der eine Vielzahl potentieller Substanzen umfasst und daher eine genauere Erklärung verdient. Schließlich ist der Begriff Pestizid die Bezeichnung für jede Substanz, die "Schädlinge" tötet, wobei Schädlinge die abwertende Bezeichnung für jeden Organismus ist, der einer erfolgreichen Ernte im Weg steht.

Pestizide haben heutzutage einen schlechten Ruf. Sei es, weil sie die Qualität der oberen Erdschicht beeinträchtigen, wilde Insektenpopulationen dezimieren oder Obst, Gemüse und Cannabis kontaminieren – und viele wünschen sich eine pestizidfreie Welt. Aber was ist eigentlich ein Pestizid?

Verschiedene Arten von Pestiziden

Ein Pestizid kann alles sein, angefangen bei einer hochgiftigen synthetischen Verbindung, die alles vernichtet, womit sie in Kontakt kommt, bis hin zu einer natürlichen, scheinbar harmlosen Verbindung wie den Terpenen von Cannabis. Alles, was Raubtiere tötet, ist ein Pestizid. Es kann in die folgenden Kategorien unterteilt werden:

  • Herbizide: zur Abtötung unerwünschten Pflanzenwachstums
  • Insektizide: zur Tötung von Insekten
  • Fungizide: zur Abtötung von Pilzen, beispielsweise Schimmelpilzen
  • Rodentizide: zur Tötung von Nagetieren, beispielsweise Ratten

Es geht jedoch noch viel weiter als das.

Wie bereits erwähnt, können Pestizide sowohl künstlich als auch biologisch sein. Auch wenn es vom jeweiligen Pestizid abhängt, bedeutet biologisch nicht unbedingt weniger schädlich.

Step 1

Eines der bekanntesten und gefährlichsten Pestizide ist DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). Das heute verbotene DDT wurde jahrzehntelang in großen Mengen zur Bekämpfung von Insekten auf Nutzpflanzen eingesetzt. Es wurde Mitte des 20. Jahrhunderts populär, aber wegen seiner eindeutigen Auswirkungen auf die Umwelt und potentiellen Verbindungen zu Krebserkrankungen wurde es schnell zu einem kontroversen Thema. Im Jahr 1972 wurde es in den USA und 2004 weltweit verboten.

Am anderen Ende des Spektrums gibt es Neemöl (Margosaöl). Dieses Öl wird aus den Samen des Neembaums extrahiert, der auf dem indischen Subkontinent zu finden ist. Neemöl ist dafür bekannt, eine Reihe von schädlichen Insekten zu töten, während es bestimmte nützliche Insekten, wie beispielsweise Schmetterlinge, nicht zu töten scheint. Ferner scheint es der Umwelt im Allgemeinen wenig bis gar nicht zu schaden, auch nicht Vögeln, Säugetieren usw., die sich in der Nähe befinden. Trotzdem kann es gefährlich sein. Wenn es in hohen Konzentrationen eingenommen wird, kann es für den Menschen giftig und möglicherweise sogar tödlich sein.

Diese beiden Beispiele verdeutlichen die Breite des Begriffs Pestizid und zeigen deutlich, wie schwierig es ist, allgemeine Aussagen über diese Substanzen zu treffen.

Welche Gefahren bergen Pestizide für den Menschen?

Pestizide töten – deshalb sind sie ja nützlich. Daher kann man davon ausgehen, dass alle Pestizide ab einer gewissen Konzentration ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Abgesehen davon sind einige von ihnen viel sicherer als andere. Neemöl zum Beispiel scheint bei richtiger Verwendung völlig sicher zu sein und ist nur dann gefährlich, wenn man es unverdünnt trinkt. DDT hingegen kann möglicherweise bereits in geringen Mengen Schäden hervorrufen[1].

Eine Studie aus dem Jahr 2018 bringt Pestizide mit rund 300.000 Todesfällen jährlich in Verbindung[2]. Darin wird eine Vielzahl potentieller Erkrankungen genannt, die durch Kontakt mit Pestiziden entstehen können wie beispielsweise Parkinson, Alzheimer, Krebs und Störungen der Atemwege und der Fortpflanzungsorgane. Obwohl Wissenschaftler nicht genau wissen, wie Pestizide im Allgemeinen diese negativen Auswirkungen hervorrufen können, vermuten sie, dass die Substanzen oxidativen Stress bewirken, der die DNA in menschlichen Zellen schädigt, was wiederum die Genexpression verändert.

Dies sind zwei von vielen Beispielen, die darauf hinweisen, dass potente, häufig synthetische Pestizide ein Risiko für die Gesundheit des Menschen darstellen. Außerdem ist der Schaden an der Umwelt, der von Pestiziden ausgeht, massiv.

Können Pestizidrückstände auf Cannabis gefährlich sein?

Werden Pestizide an Kulturpflanzen angewendet, werden sich nicht immer abgewaschen. Falls doch, dann werden sie nicht immer effektiv abgewaschen. In Europa sind die Standards ziemlich gut und Lebensmittel sollten keine allzu große unmittelbare Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen. Aber in einigen Teilen der Welt können ungewaschenes Obst und Gemüse tödlich sein.

All das wirft die Frage auf, ob Cannabis, das mit Pestiziden angebaut wird, gefährlich ist. In den meisten Fällen kann gerauchtes Cannabis tatsächlich chemische Stoffe durch die Verbrennung in die Atemwege und in die Lunge bringen – zumindest in einem gewissen Ausmaß. Dennoch ist der volle Umfang der damit einhergehenden Gefahren für die menschliche Gesundheit noch unklar.

Es gibt einige Studien, die untersuchen, ob Pestizidrückstände in Cannabis ein legitimes Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen könnten. Eine Studie untersuchte zum Beispiel, ob die in Cannabis enthaltenen Pestizide bei Nutzern ein erhöhtes Risiko für neurologische Störungen[3] hervorrufen könnten. Die Studie deutet darauf hin, dass diejenigen, die Cannabis verwenden und gleichzeitig an Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer leiden, also bereits neurologische Störungen aufweisen, einem größeren Risiko für die potentiell negativen Auswirkungen des Konsums von Pestiziden ausgesetzt sind.

Andere Studien weisen darauf hin, dass Pestizide möglicherweise für das Auftreten des Cannabis-Hyperemesis-Syndroms (CHS) verantwortlich sein könnten. Dabei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, die durch Übelkeit und Erbrechen in Verbindung mit chronischem Cannabiskonsum gekennzeichnet ist. Obwohl die Diskussion darüber noch nicht abgeschlossen ist, deutet eine aktuelle Studie von Dr. Russo[4] darauf hin, dass ein solcher Zusammenhang unwahrscheinlich ist, denn obwohl es (das CHS) erstmals im Jahr 2004 festgestellt wurde, haben die Fälle nicht im selben Ausmaß zugenommen wie die Verwendung von Pestiziden bei Cannabis. Stattdessen vermutet er eine genetische Ursache.

Davon abgesehen ist CHS eine seltene Krankheit, die in vielen Fällen möglicherweise falsch diagnostiziert wird, so dass wir noch ein gutes Stück davon entfernt sind, die Ursachen und alle Auswirkungen der Erkrankung identifizieren zu können.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau

Angesichts der potentiellen Gefahren des Konsums von Pestiziden und deren bekannten Auswirkungen auf die Umwelt, kann es sinnvoll sein, sicherere Alternativen zu wählen, wenn man Cannabis zu Hause anbaut.

Es gibt viele Alternativen zu den toxischen Chemikalien, die wir beim Cannabisanbau verwenden können. Einige erfordern jedoch etwas Recherche und Hintergrundwissen, um sie anwenden zu können. Der Grund, warum bestimmte Pestizide derart beliebt sind, ist, dass sie sehr allgemein wirken und grundsätzlich alles abtöten. Das bedeutet, dass man ein Problem erkennen und lösen kann, ohne es wirklich identifizieren zu müssen.

Einige der folgenden alternativen Methoden sind nur bei bestimmten Schädlingen und Problemen effektiv, was bedeutet, dass Du gezielt vorgehen musst. Sie alle sind jedoch den Aufwand wert! In gewisser Hinsicht sind alle der folgenden Optionen Pestizide, da sie Schädlinge töten. Sie sind jedoch keine klassischen synthetischen Pestizide und wirken anders als die meisten kommerziellen Produkte.

  • Händisch entfernen

Dies mag mühselig erscheinen, kann jedoch je nach Schädling die einfachste und wirksamste Lösung sein. Im Falle eines starken Spinnmilbenbefalls ist eine manuelle Entfernung nicht möglich und erfordert einen drastischeren Ansatz. Falls Du jedoch nur ein einziges Ei auf einem Blatt entdeckst, reicht es womöglich aus, das Blatt zu entfernen, um den Befall zu stoppen.

In diesem Fall solltest Du die Pflanzen regelmäßig kontrollieren – vor allem unter den Blättern – um zu gewährleisten, dass Du das gesamte Problem beseitigt hast!

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Alkohol

Eine Alkohollösung ist eine wirksame Behandlungsmethode von Schädlingen, insbesondere Insekten. Sie ist einfach herzustellen und anzuwenden. Außerdem sollte damit ein Problem sehr schnell zu lösen sein. Verwende Ethanol oder Isopropylalkohol und mische etwa 9 Teile Wasser mit 1 Teil Alkohol. Sprühe diese Mischung direkt auf die Schädlinge. Je stärker die Lösung, desto effektiver wird sie sein. Achte darauf, dass Du niemals Blüten besprühst, die sich gerade entwickeln oder bereits reif sind!

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Marienkäfer

Marienkäfer sind wilde Räuber und machen Jagd auf viele Insekten, die Deine Cannabispflanzen schädigen können. Du kannst sie entweder in Deinen Garten locken oder sie in einem Gartencenter kaufen. Lass sie morgens oder abends frei, wenn es kühl ist, und sie sollten sich unmittelbar an die Arbeit machen.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Kieselgur

Die aus fossilem Staub hergestellte Kieselgur ist auf molekularer Ebene unglaublich scharf und kann den Körper von Insekten und Schädlingen tatsächlich verletzen. Verteile die Kieselgur rund um die Basis Deiner Pflanze und trage sie auf die Pflanzen selbst auf, während sie sich in der Wachstumsphase befinden. Verwende sie nicht bei Cannabis in der Blütephase, da Du sie nicht auf den Blüten haben möchtest – Du könntest sie später inhalieren, was nicht gut wäre!

Hinweis: Trage bei der Anwendung von Kieselgur eine Schutzmaske, damit Du sie nicht inhalierst.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Neemöl

Wie bereits erwähnt, ist Neemöl ein effektives natürliches Pestizid, das nur ein geringes Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Allgemeinen aufweist. Man kann es problemlos im Internet oder in Gartencentern finden. Sprühe es einfach auf eine befallene Pflanze – nicht auf die Blüten – und beobachte, wie es wirkt. Neemöl eignet sich sowohl als vorbeugende Maßnahme als auch als Lösung für einen bereits bestehenden Befall.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Klebefallen

Wahrscheinlich bist Du Klebefallen schon einmal begegnet. Dabei handelt es sich um Klebestreifen, die eine Vielzahl von Insekten anlocken, die dann an ihnen kleben bleiben und schließlich sterben. Sie sind ohne Zweifel grausam, jedoch effektiv. Im Sommer können sie außerdem dazu beitragen, die Fliegen auf ein Minimum zu reduzieren, was den zusätzlichen Vorteil bietet, dass es nicht so laut ist!

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Abdeckungen und Gewächshäuser

Wenn Du Deine Pflanze in ein Gewächshaus stellst, profitierst Du von all den Nutzen eines Outdoor-Anbaus und hast gleichzeitig eine bessere Kontrolle über die Umweltfaktoren. Natürlich kann ein Gewächshaus einen Befall nicht verhindern, jedoch reduziert es das Risiko ein wenig.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Knoblauch

Knoblauch wirkt als natürliches Pestizid und ist ein ausgezeichnetes Mittel, um unerwünschte Insekten und Schädlinge loszuwerden. Um ein Knoblauchspray herzustellen, musst Du Dir Knoblauchextrakt besorgen, das in Geschäften leicht erhältlich ist. Du kannst es auch selbst herstellen, indem Du 4–5 Knoblauchzehen mit einer kleinen Menge Wasser und einigen Tropfen Spülmittel mischst. Seihe anschließend den "Saft" durch ein Mulltuch oder einen Kaffeefilter. Füge dieses Gebräu zu etwa 500ml Wasser hinzu, gib die Mischung in eine Sprühflasche und besprühe Deine Pflanzen damit.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau
  • Kurkuma

Kurkuma ist eine neuartige Methode zur Beseitigung von Schädlingen an Cannabispflanzen, mit dem man bakteriellen Befall gut abtöten kann. Um eine Kurkumalösung herzustellen, mische 15g Kurkumapulver mit 1,5l Wasser und 1,5g Backpulver. Wenn Du stattdessen Insekten bekämpfen möchtest, tausche das Backpulver gegen Senföl aus und Du solltest so die Vermehrung der Insekten stoppen können.

Alternativen für Pestizide beim Cannabisanbau

Cannabis und Schädlinge: Ziehe das Waschen Deiner Buds in Betracht

Wie Du sehen kannst, sind bestimmte Pestizide äußerst gefährlich und natürlich möchtest Du diese nicht konsumieren. Es ist ohnehin unwahrscheinlich, dass Du sie für den Cannabisanbau zu Hause verwenden würdest, aber es lohnt sich dennoch, sich der Risiken bewusst zu sein.

Unabhängig davon, ob Du beim Cannabisanbau Pestizide verwendet hast oder nicht, könntest Du versuchen, Deine Blüten nach der Ernte und vor dem Trocknen zu waschen. Diese wenig bekannte Praxis hilft nicht nur dabei, Pestizide zu entfernen, sondern auch den allgemeinen Schmutz und die Rückstände, die sich an den zugegebenermaßen sehr klebrigen Buds befinden.

Die Verwendung pestizidfreier Anbaumethoden ist gut für Dich sowie die Umwelt und beschert Dir bei der Ernte eine Ladung von köstlichem, naturbelassenem Weed.

External Resources:
  1. DDT and related compounds and risk of pancreatic cancer - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Hazardous effects of chemical pesticides on human health-Cancer and other associated disorders - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2666027X21000128
  4. Cannabinoid Hyperemesis Syndrome Survey and Genomic Investigation https://ethanrusso.org
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