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By Max Sargent


Ganz gleich, ob Du Dich dazu entschieden hast, Deine geliebten Cannabispflanzen drinnen oder im Freien aufzuziehen, besteht die Möglichkeit, dass Du irgendwann von einem Schädlingsbefall heimgesucht wirst.

Einer dieser Schädlinge ist als Schildlaus bekannt. Mit ihrem großen Hunger auf den im Cannabispflanzenmaterial enthaltenen Saft – eine Substanz, die Deine Pflanze zum Überleben, Gedeihen und zur Produktion gesunder und großer Erträge benötigt – ist die Schildlaus besonders zerstörerisch.

Was ist die Schildlaus?

Es gibt rund 8000 Schildlausarten, doch wenn es um den Cannabisanbau geht, sind zwei besonders problematisch: Die Woll- bzw. Schmierlaus, ein weißes, flauschiges Insekt das viele Grower kennen, und die Napfschildlaus. Beide bevorzugen heiße, trockene Bedingungen und sie überleben, indem sie die entscheidende Lebenskraft (Saft) aus Deinen kostbaren Geschöpfen saugen.

  • Wolllaus

Diese häufiger als Schmierlaus bezeichnete Schildlausart stammt aus den Tropen und ist mobil. Sobald sich ein Weibchen an einer Pflanze festgesaugt hat, werden ihre Beine abgeworfen, so dass sie die Pflanze nicht mehr verlassen kann. Die Männchen hingegen sind mit Flügeln ausgestattet und daher mobiler.

Die Schildlaus kann sich extrem schnell vermehren, was für diejenigen, die auf einen Befall stoßen, keine gute Nachricht ist. Die Weibchen können unter optimalen Bedingungen bis zu 2.000 Nachkommen zur Welt bringen. Diese Kreaturen gedeihen unter trockenen und warmen Bedingungen, wobei sich die Populationen alle fünf Tage verdoppeln können. Man nennt sie "Woll-", weil sie eine baumwollähnliche Substanz auf sich produzieren, die ihre Eier schützt.

Wolllaus
  • Die Napfschildlaus

Die Napfschildlaus ist mit weltweit etwa 1100 Arten selbst ziemlich divers, in Europa sind es 146. Es handelt sich um eine Unterart der Schildläuse, die mit ihrem Schutzpanzer wie eine gepanzerte Napfschnecke aussieht.

Diese in der wissenschaftlichen Welt Coccidae genannten kleinen Biester können nicht fliegen, lassen sich jedoch vom Wind transportieren. Sie ernähren sich von Pflanzensaft und scheiden im Gegenzug Honigtau aus, der als Basis für den Waldhonig genutzt wird.

  • Die Cochenilleschildlaus

Die Cochenille wird oft mit der Napfschildlaus verwechselt, weshalb wir sie hier aus kurz beschreiben wollen. Sie stammt ursprünglich aus Mittelamerika und ist eine parasitische Art, die auf Kakteen überlebt. Wie die Wollaus sind die Männchen sehr mobil und fliegen auf der Suche nach Weibchen umher, um sich mit ihnen zu paaren. Die Weibchen haben kleine Beine, mit denen sie zu einem Wirtsraum, in der Regel den Internodien, kriechen, wo sie sich festsetzen und ihre Beine abfallen.

Die Azteken ernteten diese Art von der Unterseite der Kakteen, indem sie die Schwänze von Hirschen als Bürsten benutzten. Aus der in den Cochenillen enthaltenen Karminsäure stellten sie Karmin her, einen roten Farbstoff. Die Spanier exportierten diesen Farbstoff dann nach Europa, wo er zum Färben von Kleidung verwendet wurde. Heute wird es als natürlicher Farbstoff für Lebensmittel und Kosmetika verwendet.

Die Cochenilleschildlaus

Wie schaden Schildläuse dem Cannabis?

Schildläuse schaden Cannabis auf verschiedene Weise.

Zunächst saugen sie den Saft aus den Pflanzen und stehlen ihre Nährstoffe. Da sie sich in so großer Zahl vermehren, kann dies einer Wirtspflanze beträchtlich schaden. Wenngleich der Befall selbst nicht tödlich sein mag, ist es doch wahrscheinlich, dass der Wuchs, der Ertrag und die Endqualität negativ beeinflusst werden. Allerdings ist es nicht nur ihr Hunger, der den Pflanzen schadet.

Um an das Xylem der Pflanze zu gelangen, müssen sie es mit ihrem saugenden Mundwerkzeug durchdringen. Ganz ähnlich wie bei einem Schnitt in der Haut, wird auch bei äußeren Beschädigungen einer Pflanze bakteriellen und viralen Infekten Tür und Tor geöffnet. So kann es passieren, dass Deiner Pflanze viele ihrer Nährstoffe genommen wurden und dann bekommt sie auch noch eine Infektion, die sie nur mit reduzierter Kapazität bekämpfen kann.

Schließlich gibt es noch das als Honigtau bekannte Schildlaussekret, das auch Blattläuse und andere Schädlinge absondern. Diese zuckrige Substanz zieht Ameisen, Pilze und Bakterien an.

In Anbetracht all dessen ist es wichtig, einen Schildlausbefall so frühzeitig wie möglich zu erkennen und zu bekämpfen. Er stellt nicht nur selbst ein Problem dar, sondern kann auch einen anderen und sogar problematischeren Befall zur Party einladen, wenn er sich selbst überlassen wird.

Wie verbreiten sich Schildläuse?

Schildläuse sind in der Lage, auf relativ einfachem Terrain zu kriechen und können Pflanzen aufsuchen, die nicht weiter als 10 Meter von ihrem ursprünglichen Standort entfernt sind. Allerdings kommen sie mit rauem Boden nicht so gut zurecht, weshalb Kies und unebener Boden für sie eine Herausforderung darstellen können.

Auch der Wind spielt eine Rolle, wenn es darum geht, wie sich die Schildläuse von Pflanze zu Pflanze bewegen. Sie können über große Entfernungen hinweggefegt werden. Wie die Segel eines Segelboots fangen ihre Haare den Wind ein und lassen sich von ihm tragen.

Wie man Schildläusen vorbeugt

Eine Möglichkeit, Deine blühenden Graspflanzen vor einer möglichen Schildlausinvasion zu schützen, besteht darin, eine Pufferzone zu schaffen. Diese Option ist im Außenbereich sehr viel praktikabler. Mit Pflanzen wie zum Beispiel Rosensträuchern können Grower eine vegetative Barriere um ihr Gras herum errichten, die die Invasion abfangen kann.

Diese Pflanzen dienen nicht nur als Zierde im Garten, sondern können auch regelmäßig auf die Anwesenheit von Schildläusen kontrolliert werden, bevor die Schädlinge die Gelegenheit haben, die Cannabispflanzen zu erreichen.

Wie bereits erwähnt, liebt die Schildlaus trockene und warme Klimazonen. Wenn Du also darauf achtest, diese Bedingungen zu vermeiden, kannst Du eine Strategie entwickeln, um ihre Invasion zu verhindern. Natürlich kann ein zu feuchtes und nasses Klima auch anderen Bedrohungen wie Schimmelpilzen den Boden bereiten. Daher könnte eine Lösung darin bestehen, Bedingungen aufrechtzuerhalten, bei denen der Feuchtigkeitsgehalt gerade ungünstig genug für Wollläuse und Napfschildläuse ist.

Eine andere Methode zur Vorbeugung besteht darin, den liebenswürdigen Marienkäfer in deine Anbauumgebung einzuführen. Diese majestätischen Wesen werden Deinen Cannabispflanzen als Bodyguards dienen, da sie natürliche Fressfeinde der Schildlaus sind. Sie dienen auch zum Schutz vor anderen Schädlingen, wie zum Beispiel Spinnmilben.

Wie man Schildläusen vorbeugt

Wie man eine Schildlausinvasion bekämpft

Kommen wir also zur Methode der Bekämpfung von Wollläusen und Napfschildläusen, wenn Du von einem Befall betroffen bist. Sobald sich die Schildläuse auf Deinem Beet niedergelassen haben, saugen sie den Pflanzensaft aus und beeinträchtigen so die Gesundheit und Leistung Deiner Pflanzen. Sobald Du eine Invasion bemerkst, ist es wichtig, die befallenen Pflanzen vom Rest des Anbaus zu trennen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Sobald dies geschehen ist, solltest Du den Rest Deiner Pflanzen gründlich untersuchen, um sicherzugehen, dass sie nicht befallen sind.

Einige Anbauer entscheiden sich zu diesem Zeitpunkt möglicherweise für den Einsatz von Insektiziden, um diesen Schädling vollständig auszurotten. Die Schildlaus hat jedoch eine schützende äußere Hülle, die sie davor bewahren kann. Außerdem ziehen es einige Grower vor, aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt keine Pestizide einzusetzen.

Wenn Du keine synthetischen Pestizide verwenden möchtest, sind hier einige andere Möglichkeiten:

Ein Gebräu aus Alkohol oder Seife kann gegen sie verwendet werden. Gib einen Löffel Seife in einen Liter warmes Wasser. Es ist auch eine Möglichkeit, dieser Mixtur noch Methanol hinzuzufügen. Sobald es vermischt ist, kannst Du es auf Deinen befallen Pflanzen als Blattspray anwenden.

Der Einsatz von Nützlingen ist eine weitere großartige Option. Hier sei noch einmal gesagt, dass der Marienkäfer eine sehr gute Wahl dafür ist. Auf ähnliche Weise können auch parasitäre Wespen genutzt werden, je nachdem ob Du möchtest, dass sie in Deinem Garten leben.

Eine weitere Mixtur besteht darin, Tabak in Seifenwasser zu lösen und auf dieselbe Weise wie die andere Mixtur anzuwenden.

In Wasser gemischtes Oregano und in Wasser gemischte Farnblätter können ebenso zur Bekämpfung von Schildläusen verwendet werden.

Kieselgur ist eine Art von Sediment, das hauptsächlich aus Kieselsäure besteht. Es handelt sich um ein vollständig organisches, kieselhaltiges Mineral. Da es mikroskopisch klein ist, durchdringt es die Körper von Schädlingen, so dass sie an Dehydrierung sterben. Es dient daher als umweltfreundliches Pestizid in Deinem Anbau. Eine Sache, der man sich jedoch bewusst sein sollte, ist, dass es saure Böden neutralisieren kann, was möglicherweise nicht gut für Dein Cannabis ist.

Eine Mischung aus Schmierseife und Neemöl ist ein weiteres umweltfreundliches Pestizid. Es kann sowohl zur Vorbeugung als auch zur Vernichtung eines Befalls genutzt werden und ist somit in verschiedenen Situationen nützlich. Die in dieser Mischung enthaltene Verbindung Azadirachtin hindert die Larven daran, die nächste Lebensphase zu erreichen und stoppt somit die Vermehrung. Zudem erleidet die nützliche Gartenfauna wie die Marienkäfer keinen Schaden. Dazu dient es auch als Fungizid und hilft bei Problemen wie Mehltau.

Bei der Bekämpfung der Schildlaus ist Vorsicht besser als Nachsicht

Die Schildlaus und sowohl die Napfschildlaus als auch die Wolllaus, können Deinem Beet erheblichen Schaden zufügen. Wie mit allen Leiden, ist die beste Möglichkeit zum Schutz Deiner Pflanzen, sie im vornherein zu vermeiden. Maßnahmen wie Pufferpflanzen und Neemöl sollten dabei helfen, einen ausgewachsenen Befall zu stoppen. Kombiniere dies mit der Einbringung einer nützlichen Fauna und Du solltest Deinen Grow hoffentlich schädlingsfrei vorfinden.

Jedoch besteht immer das Risiko, dass etwas Deine Abwehr durchbricht. Deswegen sind regelmäßige Gesundheitskontrollen so hilfreich, wenn Du Plagen rechtzeitig erwischen möchtest. Wenn Du einen Einmarsch bemerkst, solltest Du schnell handeln und keine Scheu haben, auch aggressive Methoden einzusetzen. Wenn Du sie so schnell wie möglich entfernst, erspart das Dir und Deinen Pflanzen so viel Stress wie möglich.




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