Mottenläuse sind verbreitete Gartenschädlinge, die das Potenzial haben, Verwüstung über Deinen Cannabisanbau zu bringen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Mottenschildlaus und erläutern, was diese Insekten sind, wie Du sie loswerden kannst und wie Du Dich vor einem möglichen zukünftigen Befall schützen kannst.

Für weitere Artikel wie diesen, Anbautipps und vieles mehr, solltest Du unseren Blog bookmarken. Außerdem empfehlen wir Dir auch, unsere früheren Posts für weitere Tipps zur Cannabis-Schädlingsbekämpfung zu lesen.

WAS SIND MOTTENLÄUSE?

Mottenläuse sind häufige Pflanzenschädlinge, die eine Vielzahl von Pflanzen, einschließlich Cannabis befallen können. Sie verhalten sich sehr ähnlich wie Spinnmilben und sind meist auf der Unterseite der Blätter zu finden, wo sie der Pflanze wesentliche Nährstoffe stehlen.

Whiteflies pest cannabis

Mottenläuse sehen aus wie kleine weiße Motten mit gelben Körpern und sind etwa 2 Millimeter lang. Erwachsene Tiere dieser Art halten sich in der Regel auf den oberen Teilen der Pflanzen auf, während Nymphen für gewöhnlich weiter unten leben.

Die Insekten legen ihre Eier meist auf der Unterseite der Blätter ab. Diese Eier sind meist grau oder gelb und weisen eine kegelförmige Gestalt auf. Erwachsene Tiere können bis zu 400 Eier legen, aus denen in der Regel innerhalb einer Woche abgeflachte Nymphen (oft Raupen genannt) schlüpfen.

Diese Nymphen ernähren sich etwa einen Monat lang von der Pflanze, bevor sie sich zu erwachsenen Tieren entwickeln. Diese leben dann in der Regel noch etwa 4 Wochen.

ANZEICHEN FÜR EINEN BEFALL

Mottenläuse sind relativ leicht zu erkennen. Erwachsene Mottenläuse haben die Angewohnheit, rund um die Pflanze herumzufliegen oder sich auf der Blattunterseite zu gruppieren. Wenn Du eine befallene Pflanze schüttelst, werden die erwachsenen Tiere im Schwarm auffliegen, so dass sie noch leichter zu erkennen sind.

Die Eier werden normalerweise in kreisförmigen Gruppen von ungefähr 30-40 Stück abgelegt und befinden sich, wie gesagt, auf den Blattunterseiten.

Um sich zu ernähren, punktiert die Mottenlaus die Blätter der Pflanzen, um Nährstoffe aus ihnen zu saugen. Das hinterlässt weiße Flecken auf der Oberseite der Blätter, womit Du ein weiteres deutliches Anzeichen dafür hast, dass ein Befall vorliegt, selbst wenn Du auf Deiner Pflanze direkt vielleicht keine Mottenläuse feststellen kannst. Große Populationen dieses Schädlings können dazu führen, dass die Blätter gelb werden oder vollständig absterben.

Mottenläuse nehmen in der Regel mehr Pflanzennährstoffe auf, als sie verdauen können. Sie scheiden diese überschüssigen Nährstoffe dann als süße, klebrige Substanz wieder aus, die als Honigtau bekannt ist. Wenn Deine Pflanzen befallen sind, behalte den Honigtau auf den Blättern im Auge, da er als Wachstumsmedium für einen schwarzen, rußigen Schimmelpilz wirkt, der die Fähigkeit der Pflanze zur Photosynthese hemmen kann.

Der Honigtau zieht außerdem Ameisen an, die mit ihrer Anwesenheit andere natürliche Fressfeinde der Mottenlaus beeinträchtigen können, was die Situation in Deinem Anbau möglicherweise noch weiter verschlechtert.

WIE HÄLT MAN DIE MOTTENLAUS VON CANNABIS FERN?

Wie bei jedem anderen Schädling auch, ist es immer am besten, vorbeugende Maßnahmen gegen die Mottenlaus zu ergreifen. Es ist immer schwieriger, einen Schädlingsbefall loszuwerden, als ihn zu verhindern und Mottenläuse können besonders knifflig sein, wenn sie erst in großer Anzahl vorkommen (was leider recht schnell der Fall ist).

Whitefly lifecycle
Wie immer empfehlen wir Dir, die Finger von irgendwelchen chemischen Pestiziden zu lassen, da sie andere Insekten abtöten können, die natürliche Fressfeinde der Mottenlaus sind. Außerdem haben die meisten Pflanzenschädlinge den Dreh raus, schnell Resistenzen gegen Pestizide zu entwickeln, was für die Zukunft alles noch weiter verschlimmert.

Wie beim Umgang mit Spinnmilben schlagen wir vor, dass Du Dich zunächst den Umwelteinflüssen zuwendest, die Deinen Befall wahrscheinlich verursacht haben, bevor Du die Pflanze mit dem Schlauch abspritzt und sie beschneidest.

UMWELTFAKTOREN

Mottenläuse mögen warmes Wetter und gedeihen unter Bedingungen, in denen es keine (oder nur wenige) Raubtiere gibt, die sich von ihnen ernähren. Daher ist es wichtig, dass Dein Pflanzraum den natürlichen Fressfeinden der Mottenlaus beste Lebensbedingungen bietet, weshalb er penibel von Staub und allen anderen Insekten (wie zum Beispiel Ameisen) freigehalten werden sollte.

Stelle außerdem sicher, dass Deine Raumtemperatur nicht zu hoch ist (zwischen 20 und 25°C ist ideal).

Falls Du einige Mottenläuse in Deinem Pflanzraum entdecken solltest, könntest Du die Temperatur ein wenig senken, um einen größeren Befall abzuwehren (versuche, sie bei 20ºC zu halten, aber achte auch darauf, Deine Pflanzen nicht zu beschädigen).

Abschließend sollte der Pflanzraum gut gelüftet werden, was bei der Abwehr von Schädlingen aller Art immer eine wichtige Maßnahme darstellt.

BESCHNEIDEN UND ABSPRITZEN

Nachdem Du Dich den Umweltfaktoren zugewandt hast, die vielleicht zur Entstehung Deines Problems beigetragen haben, ist es an der Zeit, alle infizierten Blätter abzuschneiden. Achte ganz besonders darauf, den Blattabschnitt sofort zu entsorgen, damit sich andere Pflanzen nicht anstecken können.

Eventuell solltest Du auch versuchen, Deine Pflanze mit Wasser abzuspritzen. Allerdings sind die Eier der Mottenlaus notorisch schwer von den Pflanzen zu entfernen und erfordern einen immensen Wasserdruck, der Deine Pflanzen beschädigen könnte.

Als nächstes empfehlen wir Dir, einige der folgenden Techniken zum Entfernen von Mottenläusen zu verwenden.

ZUSÄTZLICHE ABWEHRMETHODEN

FÜHRE RAUBINSEKTEN EIN

Marienkäfer, Netzflügler und Raubmilben fressen Mottenläuse und ihre Eier. Falls Du es noch nicht getan haben solltest, empfehlen wir Dir, diese Insekten in Deine Aufzuchteinrichtung einzuführen, da sie Dir helfen, eine Vielzahl von Schädlingen (einschließlich Spinnmilben) zu bekämpfen.

Wir empfehlen, mit Marienkäfern zu beginnen. Für weitere Informationen über die Verwendung von Marienkäfern in Deinem Cannabisgarten klicke hier.

BIOLOGISCHE INSEKTIZIDE

Falls es Dir mit den bereits genannten Methoden nicht gelungen sein sollte, einen Befall mit Mottenläusen zu verhindern, könntest Du es eines der folgenden biologischen Insektizide einsetzen.


Oil cannabis whitefly pest organic insecticides

Essentria IC3: Dieses Produkt enthält eine großzügige Mischung aus Gartenbauölen und kann direkt auf Deinen Pflanzen angewendet werden, ohne ihnen zu schaden. Achte darauf, es mit einer Spühflasche großzügig aufzubringen und es täglich zu nutzen, da es nur eine Wirksamkeit von ca. 8-12 Stunden aufweist.

Spinosad: Alle Spinosad-Produkte sind völlig biologisch. Wir empfehlen, die Pflanzen direkt einzusprühen, um die Fliegen bei Kontakt zu töten, sowie etwas Spinosad in das Gießwasser zu geben, um Mottenläuse und andere Schädlinge auch in der Zukunft abwehren zu können.

Insektizide Seifen: Diese sind ideal für die gezielte Behandlung infizierter Gebiete Deiner Pflanzen. Vermeide es, die Seifen direkt mit den Blüten in Kontakt zu bringen und ziehe in Betracht, sie mehrmals zu verwenden, damit Du sicherstellen kannst, dass Du auch wirklich sämtliche Mottenläuse in der Umgebung Deiner Pflanzen erwischst.

ÖLE

Essentielle und gartenbauliche Öle finden als Möglichkeit zur Schädlingsbekämpfung immer mehr Freunde. Neemöl ist wohl eines der häufigsten ätherischen Öle, das auf Cannabis und anderen Pflanzen verwendet wird, aber es gibt andere, denen man ebenfalls eine Wirksamkeit nachsagt.

Außer Neemöl könntest Du Eukalyptus-, Rosmarin-, Zitronen- und Zimtöl ausprobieren. Mische sie einfach mit Wasser und wende sie mit einer Sprühflasche auf Deinen Pflanzen an. Achte auch hier darauf, dass Deine Blüten nichts abbekommen, da sich ansonsten ihr Aromaprofil verändern könnte.

Alternativ kannst Du Deine Pflanzen regelmäßig mit gartenbaulichen Ölen behandeln. Wir empfehlen generell die Verwendung von pflanzlichen Ölen, zum Beispiel aus Raps, Sojabohnen oder Baumwollsamen. Diese haben den Vorteil, dass sie den Geruch Deiner Blüten in der Regel nicht beeinflussen.

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