Erfahre hier, wie Du Deine Cannabispflanzen vor Minierern schützen kannst.

Wir Menschen kennen viele Verwendungszwecke für Cannabis: Es dient als Industriepflanze, als Quelle für psychoaktive Cannabinoide und vieles andere, was dazwischen angesiedelt ist. Wir sind jedoch nicht die einzige Lebensform, die ein Faible für das vielseitige Kraut hat. Auch viele Insektenarten fühlen sich von Cannabis angezogen, das ihnen als saftiger Snack dient.

Cannabis-Grower begegnen in ihren Plantagen einer Vielzahl von Insekten. Manche dieser Tiere sind nur sehr schwer zu erkennen, während andere – und dazu gehören auch die Minierer – ganz offensichtliche, verräterische Spuren hinterlassen. Lies weiter, um ein oder zwei Dinge über die Biologie der Minierer zu lernen, und zu erfahren, wie sie Cannabispflanzen schädigen. Erfahre außerdem, wie Du Invasionen verhindern und einem Befall entgegenwirken kannst.

Was sind Minierer?

Wie der Name schon sagt, graben Minierer Tunnel in das Gewebe der Blätter. Sie knabbern sich durch die Vegetation und hinterlassen einen sichtbaren Fresstunnel.

Bei den Minierern handelt es sich um das Larvenstadium zahlreicher Insektenarten, zu denen viele Motten, Blattwespen, Wespen und Käfer gehören. Jede dieser Arten durchläuft in ihrem Lebenszyklus vier Hauptphasen: Ei, Larve, Puppe und ausgewachsenes Insekt. Es geschieht wie gesagt während des hungrigen Larvenstadiums, dass Minierer Blättern Schaden zufügen.

Minierer zielen aus mehreren Gründen gerade selektiv auf Gewebe in Blättern ab, anstatt an der Oberfläche zu fressen. Zunächst einmal füllt das Fressen durch die Innenseite eines Blattes nicht nur ihre Bäuche, sondern schafft auch einen sicheren Unterschlupf, an dem sie sich vor Fressfeinden verstecken können. Darüber hinaus geht es ihnen speziell um saftigeres Gewebe, das weniger Cellulose enthält – eine faserige Strukturkomponente im Pflanzengewebe.

Was das Larvenstadium angeht, ist dieser Überlebensmechanismus sehr effektiv, fordert aber von den betroffenen Pflanzen einen hohen Tribut. Eine aggressive Invasion durch Minierer kann die Blätter erheblich schädigen, wodurch Pflanzenwachstum und Ertrag häufig beeinträchtigt werden. Bevor wir uns aber mit der Bekämpfung dieser hungrigen Fresser befassen, solltest Du wissen, wie sie sich ausbreiten und auf welche Anzeichen Du achten musst.

Was sind Minierer?

Wie verbreiten sich Minierer?

Minierer beginnen ihr Leben als Eier, die von weiblichen Insekten abgelegt werden. Nach dem Schlüpfen bohren die jungen Larven Tunnel in Blätter, um ihren Hunger zu stillen. Schließlich – falls sie diese frühe Lebensphase überleben – verwandeln sich die Larven zunächst in Puppen und dann in ein erwachsenes Insekt.

Wenn sich eine männliche und eine weibliche Wespe, Käfer, Motte oder Blattwespe paaren, tragen sie genetische Komponenten zur nächsten Welle von Minierer-Eiern bei. Obwohl alle diese Arten eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen, liegt der Schlüssel zur Verhinderung von Schäden durch Minierer in der Unterbrechung dieses Fortpflanzungszyklus.

Wie verbreiten sich Minierer?

Wie sehen Schäden aus, die durch Minierer verursacht werden?

Durch Minierer verursachte Tunnel sehen aus wie weiße Pinselstriche auf einer üppig grünen Leinwand. Diese Pfade drehen und winden sich durch das Innere des Blattes und hinterlassen sichtbare Markierungen auf der Oberfläche. Auf den ersten Blick wirken diese Markierungen wurmartig, was viele Gärtner dazu veranlasst, einem Parasiten die Schuld zu geben. In Wirklichkeit handelt es sich das verräterische Anzeichen für das Wirken eines viel kleineren Organismus.

Wie man einen Befall mit Minierern behandelt

Nachdem Du die offensichtliche Anwesenheit von Minierern entdeckt hast, musst Du umgehend Maßnahmen ergreifen, bevor diese hungrigen Kreaturen weiteren Schaden anrichten. Cannabis-Growern stehen im Umgang mit diesen Schädlingen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. Natürlich könnte man nach einer Flasche eines chemischen Pestizids greifen, um das Voranschreiten des Befalls sofort zu stoppen. Pestizide sind zwar wirksam, können jedoch auch Rückstände auf den Blüten und noch weitere Umweltschäden im Garten und darüber hinaus verursachen.

Bio-Methoden ermöglichen es den Anbauern, diese Probleme anzugehen, ohne gleichzeitig das empfindliche Gleichgewicht des Ökosystems in ihrem Garten zu stören. Außerdem hält man damit seine wertvollen Blüten frei von Verunreinigungen. Schaue Dir nun einige der effektivsten natürlichen Methoden an, mit denen man gegen Minierer vorgehen kann.

Nützliche Fressfeinde

Jede Phase des Lebenszyklus eines Minierers ist irgendwo in die Nahrungskette eingebunden. So wie diese Larven nicht widerstehen können, ihre Mundstücke um Deine Cannabisblätter zu bohren, sehen andere Insektenarten diese problematischen Tunnelbauer ebenso als leckere Beute an.

Indem Du räuberische Insekten in Deinen Garten einführst, hältst Du die Anzahl der Minierer niedrig und steigerst gleichzeitig die biologische Vielfalt. Nachdem diese Fressfeinde ihre Arbeit verrichtet haben, dienen sie wiederum anderen Tieren als Nahrung und helfen, die Nahrungskette zu befeuern. Als eines der wirksamsten Raubinsekten gegen Minierer macht die parasitäre Wespe Diglyphus isaea vielen Arten dieser gefräßigen Schädlinge schnell den Garaus. Diese Wespen patrouillieren auf der Oberfläche von Blättern, lokalisieren die Tunnelbauer und setzen sie mit einem lähmenden Stich außer Gefecht.

Sobald die Minierer-Larven gelähmt sind, legen diese Ektoparasiten ihre Eier auf die betäubte Beute. Nachdem die Larven geschlüpft sind, greifen sie den unglücklichen Minierer an und fressen an seinen Innereien. Das ist zwar grausam, aber auch sehr effektiv – so sind die Wege der Natur.

Wie man einen Befall mit Minierern behandelt

Neemöl

In den Gewächshäusern und Anbauräumen der meisten Bio-Grower steht eine Flasche Neemöl griffbereit. Neemöl wird aus den Früchten und Samen eines immergrünen Baumes auf dem indischen Subkontinent gepresst und enthält mehrere Triterpenoid-Verbindungen, die zahlreichen Insekten- und Pilzarten entgegenwirken. Neemöl wird als organisches Pestizid bezeichnet und kann Schädlinge wie Minierer abschrecken, während nützliche Arten wie Marienkäfer und Würmer unversehrt bleiben. Das Öl befreit Deine Blätter bereits nach wenigen Anwendungen von Minierern.

Wie man einen Befall mit Minierern behandelt

Mische in einer Sprühflasche einen Teelöffel Neemöl mit einem Liter warmem Wasser. Füge noch fünf Tropfen Spülmittel hinzu, damit sich Öl und Wasser vermischen können. Schüttele die Sprühflasche und bedecke die Fächerblätter jeder betroffenen Pflanze. Neemöl wirkt Wunder gegen bestimmte Schädlinge, hat leider aber auch einige Nachteile. Das Öl kann einige Zeit wirksam bleiben und einen unangenehmen Geschmack hinterlassen. Verwende dieses Präparat deshalb nur während der Wachstumsphase, bevor die Blüten zu blühen beginnen.

Haftfallen

Haftfallen zielen auf Minierer-Arten im Erwachsenenstadium ab. Platziere diese klebrigen Hilfsmittel auf dem Boden unter Deinen Pflanzen. Verwende dann Kabelbinder, um auch einige Fallen im Blätterdach aufzuhängen. Erwachsene Minierer können den leuchtenden Farben dieser merkwürdigen Plattformen nicht widerstehen. Die klebrige Substanz auf der Oberfläche klebt den Schädling auf der Falle fest. Sieh Dir jeden Standort häufig an und entferne Fallen, die "voll" sind.

Wie man einen Befall mit Minierern behandelt

Wie man Minierer verhindert

Wenn Du Minierer davon abhältst, sich von Deinen Pflanzen zu ernähren, sparst Du viel Zeit und Mühe. Die bereits genannten Behandlungsmaßnahmen funktionieren zwar ganz gut, falls Du aber einen Befall gar nicht erst zulässt, kannst Du ungestört weiter anbauen und Ärger und Sorgen vermeiden. Verwende die folgenden Methoden, um zu verhindern, dass Minierer sich überhaupt erst das Innere Deiner Cannabispflanzen schmecken lassen.

Gartenvlies

Gartenvlies stellt eine solide Verteidigungslinie gegen erwachsene Minierer dar. Diese Schutzschichten ermöglichen einen ausreichenden Licht- und Luftstrom, sind aber dennoch klein genug, um zu verhindern, dass Fliegen und Motten Zugang erlangen, um ihre Eier abzulegen. Gartenvlies funktioniert drinnen ebenso gut wie draußen. Achte nur darauf, dass Du den unteren Rand der Abdeckung regelmäßig nach Öffnungen absuchst, durch die sich Minierer-Arten eventuell einschleichen könnten, insbesondere nach starkem Wind.

Regelmäßige Beobachtung

Wenn Du regelmäßig durch Deinen Anbauraum oder Garten schlenderst, um nach Symptomen eines Befalls oder Krankheiten zu suchen, kannst Du eventuelle Probleme eindämmen, bevor sie sich zu größeren Katastrophen auswachsen. Überprüfe Deine Pflanzen einmal täglich. Achte auf Veränderungen an und in den Fächerblättern und halte Ausschau nach diesen charakteristischen weißen Spuren.

Falls Du auch nur das geringste Anzeichen von Minierern entdeckst, entfernst Du die betroffenen Blätter aus dem Anbauraum. So kannst Du durch eine fast mühelose Handlung erheblichen Schaden abwenden.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Der Schlüssel zum Schutz Deiner Cannabisernte vor Minierern liegt in der Prävention. Falls Du schon einen Angriff erlebt hast oder Grower aus der Nachbarschaft entsprechendes berichtet haben, solltest Du für alle Fälle einen Gartenvlies-Schutz einrichten.

Wenn Du Dich in der Mitte der Wachstumsphase befindest und gerade diese gefürchtete weiße Plage entdeckt hast, solltest Du die hier beschriebenen Behandlungsmethoden so bald wie möglich durchführen. Schon nach kürzester Zeit bist Du wieder auf dem richtigen Weg!

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