Die 7 Einfachen Schritte Des Cannabisanbaus

Legales Cannabis wird in den USA und vielen anderen Ländern der Welt zur Norm. Hurra! Obwohl nicht offiziell, so ist es doch scheinbar legal in einem Großteil Europas und wenn es nicht legal ist, dann wird es zumindest geduldet.

Du hast also die Entscheidung getroffen, Cannabis anzubauen. Sehr gut! Bald wirst Du Teil einer stetig wachsenden Anbau-Kultur sein. Das Phänomen des selbst angebauten Marihuanas, das die ganze Welt im Sturm erobert.

Eigenes Cannabis anzubauen macht Spaß und ist eine billige Methode, um Dein Glas mit neuem Gras zu füllen. Marihuana ist eine beständige Pflanze, die in vielen verschiedenen Klimazonen wächst, sowie in Gewächshäusern oder das ganze Jahr über im Innenbereich.

CANNABIS IST DEIN FREUND

Wie jede Gartenarbeit, ist Cannabisanbau eine Fähigkeit, die man mit der Zeit entwickelt. Sie ist leicht zu erlernen aber es bedarf ein ganzes bekifftes Leben, um sie zu perfektionieren. Es gibt keinen Grund, um vor dem eigenen Anbau eingeschüchtert zu sein. Der Vorgang ist nicht kompliziert und kann so teuer oder billig sein, wie du möchtest.

Die Grundlagen des Cannabisanbaus zu verstehen, ist ein guter Startpunkt der Reise in die Welt des Marihuana-Anbaus. Schon früh, gut durchdachte Entscheidungen zu treffen, wird Deine Ernte am Ende maximieren. Diese sieben Grundschritte werden Dir einen exzellenten Wissensfundus geben, damit Du zum Anbau-Experten werden kannst.

SCHRITT 1: DIE AUSWAHL DER CANNABISSAMEN

Cannabis Seeds

Die Auswahl ist überwältigend. Sativa, indica, ruderalis, viele verschiedene Hybride - alles nur mit einem Klick verfügbar. Du weißt aus eigener Erfahrung, was du genießen kannst. Welche Sorten haben in der Vergangenheit zu dir gepasst? Welche Sorte haben als zufriedenstellende Medizin für Dein Leiden gedient? Diese sind wahrscheinlich ein sehr guter Start.

Bedenke Deine Anbauumgebung hinsichtlich Deiner persönlichen Präferenzen. Baust Du in einem kleinen Schrank an, wo schnell wachsende Pflanzen wie autoflowering Sorten oder Indicas den Platz am besten ausnutzen? Oder besitzt Du einen schönen, großen Garten, wo Du ein oder mehrere Monster direkt in der Erde oder in großen Blumentöpfen anbauen kannst?

SCHRITT 2: CANNABIS GRUNDLAGEN

Cannabis Fundamentals

Um bestmöglich anzubauen und saftige Blüten zu erhalten, benötigst Du einige Cannabis-Grundlagen.

LICHT: Für eine gesundes Wachstum benötigt Marihuana über 12 Stunden Licht pro 24-Stunden Phase.Innen kannst Du dies mithilfe von Timern kontrollieren. Außen muss das Keimen hinausgezögert werden, bis die Pflanzen mehr als 12 Stunden Tageslicht ausgesetzt werden können und mindestens 8 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhalten.

WACHSTUMSMEDIUM: Biologische Anbauer benutzen innen und außen bestimme Arten von Erde. Jedoch ist Erde nicht die einzige Möglichkeit. Neutrale Medien, die komplett nährstoffabhängig sind umfassen Kokosfaser, Perlit, Vermiculit oder Steinwolle. Aeroponik, Hydrokulturern oder Deep-Water-Culture kommen ganz ohne Medium aus. Die schwebende Wurzelmasse erhält die Nährstoffe direkt aus dem Nährstoff-Mix.

LUFT: Für einen starken und ordentlichen Gasaustausch benötigt Cannabis frische bewegte Luft. Draußen ist dies kein Problem, da Deine Pflanzen sowohl Brisen als auch Stürmen ausgesetzt sind. Drinnen werden Deine Pflanzen frische Luft benötigen, einen Abluftstrom und einen Ventilator, damit die Luft in Bewegung bleibt. Trotzdem fördert diese Umgebung Schädlinge, Fäulnis und schlechtes Wachstum. Eine Ansammlung aspirierter Gase wird das Pflanzenwachstum hemmen.

WASSER: Wie alle Lebewesen braucht Cannabis Wasser, um zu wachsen, zu gedeihen und seine biologischen Funktionen auszuführen. Wenn Du in einer Gegend mit regelmäßigem Regenfall lebst, dann könnte die Natur die Bedürfnisse Deiner Pflanzen befriedigen. Große Cannabispflanzen sind notorisch durstig. Wenn Du große Pflanzen möchtest, dann wirst Du zusätzlich zum Regen die Pflanzen definitiv bewässern müssen.

Innen wird das Wasser zum Medium, dass die Nährstoffe beherbergt. Unbehandeltes Wasser wird genutzt, um Hydrokulturen und erdbodenlose Systeme regelmäßig auszuspülen.Der pH-Wert Deines Wassers ist sehr wichtig. Der schlaue Cannabisanbauer hat ein gutes Werkzeug zur Messung des pH-Werts als Teil seiner umfassenden Ausstattung.

TEMPERATUR: Cannabis ist eine sehr beständige Pflanze, die sowohl Kälte, als auch Hitze überleben kann. Genau wie Du und Ich, kann sie jedoch unter Stress stehen und in Extremsituation nicht richtig funktionieren. Cannabis kann erfrieren oder den Hitzetod sterben. Es kann aufhören zu wachsen und zum Stillstand kommen. Es schaltet in den Überlebensmodus, wenn die Temperaturen für längere Zeit zu heiß oder zu kalt sind. Siebenundzwanzig Grad ist ideal für starkes Wachstum. Innen ist dies mit Ventilatoren, Klimaanlagen, Heizungen und kühlenden Matten leicht zu bewerkstelligen. Lampen sorgen außerdem für Hitze, der durch Belüftung entgegengewirkt werden muss.

Draußen musst Du eine Zeit auswählen. Kenne Deine Klimazone. Installiere eine App mit dem Sonnenzyklus, damit Du die richtige Zeit erwischst. Beginnst Du zu früh, riskierst Du, dass Deine Pflanzen direkt blühen und zurück ins Wachstum gehen, wenn sie mehr Tageslicht kriegen. Das ist nicht gewollt. Deine Pflanzen werden sich nicht richtig ausbilden, wenn die Blütephase eintritt. Beginnst Du zu spät, hast Du kleine Pflanzen mit weniger Blütenständen.

NÄHRSTOFFE: Wie alle Lebewesen benötigt Cannabis Treibstoff, um zu wachsen. Ein guter bröckeliger Erdmix, der reich an Kompost, lebenden Organismen, Vitaminen und Mineralien ist, kann Deine Pflanzen mit genügend Nährstoffen für ihren gesamten Lebenszyklus versorgen.

Das Wässern mit Kompost-Tees oder anderen organischen Mischungen wie Molasse oder Federmehl verbessern die Qualität der Erde und fördern das gesunde Pflanzenwachstum.

Bei Hydrokulturen oder neutralen Medien lieferst Du den Pflanzen mithilfe von vorgefertigten Nährstoffmischungen ihr Lebenselixier. Normalerweise werden diese extra an Marihuana angepasst. Für jedes erdbodenlose Medium Deiner Wahl gibt es speziell entwickelte Mixturen.

LUFTFEUCHTIGKEIT: Draußen hast Du nicht wirklich Kontrolle über diesen Faktor und es hängt an der Gnade Deines Klimas. Das Positive daran ist, dass die robusten biologischen Funktionen, die benötigt werden, um sich an eine verändernde Umgebung anzupassen, Deine Pflanzen außerordentlich kräftig werden lassen!

Innen ist die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit vom Samen bis zur Blüte äußerst wichtig. Die Blätter geben atmosphärische Luftfeuchtigkeit im Zuge ihrer täglichen Funktionen ab. Eine gut ausbalancierte Luftfeuchtigkeit verhindert Schädlinge und Fäulnis und sorgt für gesunde Bedingungen.

Ob Schrank, Anbauzelt oder Zuchtraum. Ob direkt in der Erde oder draußen in Töpfen. Sogar in einem Garten mit Beipflanzung müssen die Bedürfnisse Deiner Marihuanapflanze befriedigt werden, damit sie gut wächst und Dir hochqualitative, in Harz getränkte Nuggets liefert.

SCHRITT 3: BELEUCHTUNG BEIM INNENANBAU

Cannabis Lighting

Mit der Legalisierung ist die Auswahl an Lichtern und Anbaukammern für den Innenanbau explodiert. Dein Budget ist also der entscheidende Faktor.

ANBAUSCHRÄNKE: Erhältlich sind für Cannabis maßgeschneiderte, anspruchsvolle und anbaufertige Anbauschränke, die von Leuten mit Jahrzehnten an Erfahrung gefertigt wurden - wenn du Tausend Euro übrig hast. Lichter, Ventilatoren, separate Klon-, Pflanzen- und Blütenkammern, Timer und Kohlefilter warten nur darauf, benutzt zu werden.

LICHTER FÜR JEDES BUDGET: Auf der anderen Seite kannst du eine rudimentäre, aber sehr effiziente CFL-Beleuchtung (Compact Fluorescent Light) oder ein kleines LED Panel (Light Emitting Diode) Set für weniger als dreihundert Dollar bekommen. Damit wächst tolles Gras in einfachen Schränken. Andere kompakte fluoreszierende Lichter wie T5-Leisten, sind in verschiedenen Spektren für das Wachstum und die Blütephase erhältlich und passen auch in einen kleinen Raum.

HPS (High-Pressure Sodium)- und MH (Metal Halide)-Lampen sind die traditionellen Lampen für das Wachstum. Eine 1000W HPS mit Reflektoren kann einen 1,5 x 1,5m großen Raum effektiv beleuchten und für tolles Wachstum sorgen. Eine 600W MH-Lampe kann die gleiche Fläche beleuchten und Dir am Ende des Wachstumszyklus' Blüten von Weltklasse liefern. Jedoch muss die Hitze dieser Lampen beachtet werden. Wenn er nicht richtig belüftet wird, kann Dein Wachstumsraum für ein gesundes Cannabiswachstum zu heiß werden.

SCHRITT 4: KEIMUNG UND CANNABIS-KEIMLINGE

 Cannabis Seedlings

Der Beginn Deines Cannabis-Abenteuers ist das Keimen Deiner Samen. Jeder lebensfähige Samen enthält all die Informationen, die zum Wachstum der ausgewählten Sorte benötigt werden. Alles, was sie brauchen sind die richtigen Bedingungen und der Lebenszyklus beginnt. Die Samen werden nicht keimen, bis drei spezifische Bedingungen erfüllt sind. Wasser, die korrekte Temperatur (Wärme) und ein guter Standort.

Der Anbau von Cannabis ist ein organischer Prozess ohne feste Regeln. Es liegt kein lineares System zugrunde, das man erlernen kann, sondern es handelt sich um eine Kunst, die es zu meistern gilt. Es gibt eine Reihe von gleich-effektiven Methoden, um Cannabis zum Keimen zu bringen. Mit der Zeit wirst du diejenige finden, die für Dich am besten funktioniert.

DIREKT INS MEDIUM: Platziere die Samen direkt in Deinem Medium. Auf diesem Wege kannst du einen Umpflanzschock vermeiden. Oft ist es leichter, die Samen in einem kleinen Topf mit dem Medium Deiner Wahl zum Keimen zu bringen, als im Garten oder in einem größeren Topf.

PAPIERTUCH: Die Samen werden auf ein befeuchtetes Papiertuch auf einen Teller gelegt und an einen warmen, dunklen Ort gestellt. Es wird normalerweise mit Plastik oder einem umgedrehten Teller abgedeckt, um die Feuchtigkeit zu erhalten. Nach ein paar Tagen bis zu einer Woche werden Deine Samen austreiben.

JIFFIES, PLUGS UND STEINWOLLE-STARTERTÖPFE: Sie sind leicht zu handhaben, da Du bis zu fünfzig Samen auf kleinstem Raum zum Keimen bringen kannst. Sobald sie ausgetrieben und stabilisiert sind, können die Keimlinge in ihre finale Position gebracht werden, ohne die Wurzeln zu zerstören.

IN WASSER: Tränke die Samen in mit Enzymen angereichertem Wasser, bis Du die Pfahlwurzel siehst und pflanze sie dann in Dein Medium. Der Keimling wird schnell austreiben und nach einer Woche an die Oberfläche kommen.

KEIMSTATIONEN: Sie bieten große Kontrolle über die Keimbedingungen und liefern Luftfeuchtigkeit, sowie Temperaturkontrolle und können die Keimzeiten beschleunigen.

Wenn Deine Pflanzen durch die Oberfläche dringen und das Keimblatt seine Schale abgeworfen hat, um die ersten richtigen Blätter zum Vorschein zu bringen, beginnt die Photosynthese. Nun hast Du einen richtigen Cannabis-Keimling, der sich anschickt, zu einer harzigen, kleinen Innenpflanze oder einem richtigen Baum in der freien Natur zu werden.

SCHRITT 5: DIE VEGETATIVE PHASE VON CANNABIS

Vegetative Cannabis Growth

Im Moment, in dem die grünen Blätter auf Licht treffen beginnt die Photosynthese. Deine Pflanzen beginnen mit dem Stoffwechseln und die vegetative Phase hat begonnen.

INNEN: Die Beleuchtung wird auf 18 Stunden Tag und 6 Stunden Nacht eingestellt. Das muss nicht mit dem eigentlichen Tageslicht übereinstimmen, Du kannst es auf die Zeiten einstellen, die für Dich passen. Das elektrische Equipment während der Schwachlastzeiten einzuschalten, kann eine Menge Geld sparen.

Deine Pflanzen sind in einem organischen Boden glücklich oder ihnen werden Nährstoffe verabreicht, die speziell für die vegetative Phase zusammengestellt wurden. Viel Wind durch einen Ventilator hält die Temperatur unter Kontrolle und stärkt Deine jungen Pflanzen. Exotische Maßnahmen können Ergriffen werden, wie das Hinzufügen von Kohlenstoffdioxid. Low-Stress-Training und Scrogging kann genutzt werden, um die Wachstumsrate und das Blütepotenzial von Marihuana in Innenräumen zu erhöhen.

Wie Lange Dauert Die vegetative Phase?

Du kannst die Dauer der vegetativen Phase bestimmen. Je nachdem, ob Du jede Menge kleiner Pflanzen unter Verwendung der Sea Of Green Methode haben möchtest oder ob Du ein paar wenige, mit Topping und Mainlining in Form gebrachte, große Pflanze für die Produktion riesiger Blütencluster bevorzugst.

DRAUßEN: Cannabis wächst schnell, sobald es im Frühling bis Sommer mehr Tageslicht gibt. Unbeschränkter Platz für die Wurzeln und gute Gene können dazu führen, dass eine Pflanze in der vegetativen Phase zu einem Baum von 3 bis vier Metern wird.

Die meisten Zeitgenössischen Pflanzen werden während der gesamten Wachstumsphase regelmäßig geschnitten und gestutzt. Das sorgt für ein gleichmäßiges Blätterdach, das sich während der Blütephase mit gleichförmigen Blüten befüllt. Das Cannabis wird weiterhin wachsen, auch bei mehr als zwölf Stunden Tageslicht. Je weiter weg vom Äquator, desto kürzer wird die vegetative Phase sein, bis Dein Cannabis in die Blüte eintritt.

SCHITT 6: DIE BLÜTEPHASE VON GESUNDEM CANNABIS

Vegetative Cannabis Growth

Die Blüte und die Entwicklung des Weeds gehören zur gleichen Wachstumsphase der Marihuanapflanze. Die nächsten paar Monate werden aufregend sein, da sich die Aromen entwickeln werden. Interessante florale Arrangements, die typisch für Deine gewählte Sorte sind, werden sich außerdem ausbilden. Die Blütephase hat typische Abschnitte, die bei allen Cannabispflanzen gleich sind und die beginnen, wenn die vegetative Phase endet.

Draußen wird die erste Phase der Blüte eintreten, wenn die Sommerhitze vorbei ist und der Herbst vor der Tür steht. Innen kannst Du kontrollieren, wann die Blüte beginnen soll, indem Du die Lichtphasen auf zwölf Stunden hell und zwölf Stunden dunkel einstellst. Je nach Art, blühen die Cannabispflanzen als Reaktion auf drei mögliche Eigenschaften.

Je nach Spezies reagiert Cannabis auf hormonelle Veränderungen, die dazu führen, dass es weiter vegetiert oder anfängt zu blühen. Es gibt in der Regel zwei Typen: APD und autoflowering.

  • APD oder Absolute Photo Determinate (absolut photoperiodisch abhängige) Pflanzen verlassen sich um weiter zu wachsen auf ein Hormon, das lichtempfindlich ist. Dieses Hormon verhindert die Blüte, wenn es aktiv ist. Es wird inaktiv in schwachem Licht und wenn die Nächte länger werden. Zwölf Stunden Nacht oder mehr lösen die Blüte aus.
  • Bei autoflowering Sorten ist das gleiche Hormon altersabhängig. Die Pflanze hört auf es zu produzieren, wenn sie ein bestimmtes Art-abhängiges Alter erreicht und die Blüte beginnt unabhängig von der Fotoperiode. Dies kann etwa zwei Wochen nach der Keimung der Fall sein

Die Verschiedenen Phasen Der Blüte

DIFFERENZIERUNG: Zu Beginn der Blütephase wird es zu einer sichtbaren Veränderung im Wachstumsmuster kommen. Anstatt die sich streckende und ausdehnende Symmetrie der vegetativen Phase beizubehalten, wird die Pflanze beginnen im Zick-Zack zu wachsen und der Raum zwischen den Knoten verkleinert sich. Eine Differenzierung wird deutlich.

BLÜTE: Die Blüte folgt bei jeder Art nach demselben Muster ab, lediglich die Dauer unterscheidet sich. Eine schnelle Indica wird Wochen vor einer sich langsam entwickelnden Sativa ausgehärtet sein und sich in einer Pfeife befinden.

Kurze Zeit nach der Differenzierung werden sich richtige Blüten bilden. An den Zweig-Internodien werden Blütenkelche entstehen und mit Stempeln übersäte Puffer entstehen. Das sehr beliebte Harz bildet sich schon in den jungen Trichomen auf den Stempeln, Blütenkelchen und an der Blätteroberfläche.

Die Puffer der Blütenkelche beginnen sich entlang ihrer eigenen Spitze auszudehnen. Das schafft Platz für frische fluoreszierende Cluster und Blätter im Gras. Im Gegensatz zu Zuckerblättern sind diese neuen Blätter dicker, kleiner und oftmals stark gekräuselt und mit Trichomen übersät. Sie werden irgendwann von den anschwellenden Blütenbündeln teilweise überdeckt.

Im Laufe der Woche vermehren sich die Blütencluster und bilden große Colas, die mit harzigen, geschwollenen Trichomen übersät sind. Wenn ihnen noch mehr Zeit zur Entwicklung gegeben wird, schwellen die Blütenkelche und Trichome mit einer großen Menge des gewünschten Harzes an. Sie erreichen schnell ihre volle Reife.

SCHRITT 7: ERNTEN, TROCKNEN & AUSHÄRTEN FÜR HOCHWERTIGES GRAS

Curing Cannabis

In den letzten paar Wochen werden die Nährstoffe weggelassen und Deine Pflanzen werden mit klarem Wasser gespült. Das sorgt für einen reinen Geschmack, frei von Nährstoffen und einem salzigen Nachgeschmack.

Wann ist mein Cannabis reif?

Jetzt, da sie von Trichomen überdeckt sind, schrumpfen die Stempel und wechseln ihre Farbe. Dunkles orange, violett, braun oder rot kann, je nach Sorte zum Vorschein kommen. Die geschwollenen Harzsäcke beginnen auf der ganzen Pflanze schrittweise die Farbe zu wechseln. Erst wechseln sie von klar zu milchig und dann von milchig zu bernsteinfarben. Die Blütencluster sind so geschwollen, dass es so aussieht, als wären die Innenseiten nach außen gekehrt.

Diese Zeichen bedeuten, dass es an der Zeit ist, die Ergebnisse Deiner harten Arbeit zu ernten.

  • Für einen höheren THC-Gehalt ernte sie erst, wenn die Trichome zu 20-30% bernsteinfarben sind.
  • Für ein erweitertes Cannabinoid-Profil, ernte wenn die Trichome zu 60-80% bernsteinfarben sind. Beobachte sie genau, da sie sich innerhalb von 24 Stunden ändern können.

Die Marihuana-Ernte

Es gibt keine festgelegte Art der Ernte. Sei flott und lerne durch ausprobieren.

Manche trimmen die Pflanze, indem sie alle Blätter entfernen, während die Pflanze noch steht und erst dann zerlegen sie die Pflanze. Man hängt die Zweige zum Trocknen auf oder legt einzelne Blüten auf ein Trockungsbrett. Manche entfernen die großen Zuckerblätter und erst dann ernten sie die ganze Pflanze und hängen sie auf.

Es gibt keine festen Regeln, außer, dass Du vorsichtig sein solltest. Du solltest die empfindlichen Trichome so wenig wie möglich beeinträchtigen.

Cannabis trocknen und aushärten

Trockne Dein Gras an einem dunklen, kühlen Ort mit so wenig Feuchtigkeit wie möglich. Idealerweise geht dieser Prozess sehr langsam und sollte mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Überprüfe alles regelmäßig, damit es nicht übertrocknet oder fault

Wenn sie trocken sind, werden dünne Zweige ganz leicht brechen. Dicke Zweige werden immer noch ziemlich flexibel sein.

Das Chlorophyll wurde zersetzt und die grüne Farbe des Wachstums wird durch sortenspezifische Farben ersetzt werden. Beige, hellbraun, ein blasses grün oder sogar ein tiefes blau oder lila kann auftauchen, wenn das Gras ihre richtige Farbe im trockenen Zustand entwickelt.

Ausgehärtetes Gras aufbewahren

Jetzt solltest Du ein gut-abgedichtetes Glas lose mit Deinem Schatz befüllen. Öffne den Deckel in den ersten zwei Wochen einmal täglich. Das setzt die entstandene Luftfeuchtigkeit frei, die zum Faulen Deines Weeds führen kann. Sobald die Blüten trocken sind, öffne das Glas nur noch einmal pro Woche. Du möchtest ja nicht, dass wochenlange harte Arbeit durch etwas Unachtsamkeit zerstört wird.

Wie Lange Dauert Die Aushärtung Von Cannabis?

Du kannst es aushärten, solange Du möchtest. Bedenke, dass die psychotropischen Inhaltsstoffe ein Wassermolekül ausstoßen, wenn sie ordnungsgemäß ausgehärtet werden. Dadurch werden sie noch psychoaktiver. Es dauert weniger als zwei Wochen, wenn sie unter idealen Bedingungen ausgehärtet werden. Je länger die Aushärtung, desto besser das Resultat. Stelle deine Gläser an einen dunklen, kühlen Ort. THC zergliedert sich mit der Zeit in andere Cannabinoide, wenn es Licht ausgesetzt wird.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob das Gras trocken genug ist, mach während dem Trocknen Stichproben und verwende sie als Referenz für die Zukunft. Trockenes Cannabis fühlt sich nicht komplett trocken an, aufgrund des wachsartigen Harzes. Du wirst schnell ein Gefühl und eine Fähigkeit dafür entwickeln.

Selbst angebautes Cannabis zu genießen, ist nicht schwer. Mit etwas Aufmerksamkeit und Geduld kann sogar aus den kleinsten Flächen etwas Tolles entstehen.

Viel Spaß beim Anbauen Freunde!