In der Wildnis beginnt der Lebenszyklus von Cannabis, wenn ein Samen keimt und damit beginnt, sich mit einer Wurzel in den Boden zu graben. Ein Stamm wird sich entwickeln und ein Sprössling mit einem Blattpaar wird zum Vorschein kommen. In der Sämlingsphase lernt die Babypflanze buchstäblich auf eigenen Füßen zu stehen. Erst wenn die Jungpflanze beginnt, in die vegetative Phase einzutreten, wird der Cannabisgärtner allmählich Nodien und Internodien bemerken. Diese treten im Verlauf der vegetativen Phase umso deutlicher in Erscheinung.

In üblicher und angemessener Anbauersprache ausgedrückt, sind die Nodien oder Nodi der Schnittpunkt oder die Verbindung zwischen Zweigen und dem Hauptstamm oder zwischen einem Zweig und neuen Seitentrieben. Ein Internodium ist einfach der Bereich zwischen zwei Nodi. So weit, so gut. Allerdings kann es für einen Cannabisgärtner enorm von Vorteil sein, Nodien und Internodien gründlich zu verstehen und zu wissen, worauf dabei zu achten ist.

Nodes Internodes Cannabis Pflanzenstruktur

WAS KÖNNEN NODIEN UND INTERNODIEN DEM ANBAUER VERRATEN?

INDICA VS. SATIVA

Indica-Cannabispflanzen sind durch ihre kleine Statur und dicht verzweigte Struktur gekennzeichnet. Sie entwickeln nämlich mehr Nodien mit kurzen Abständen. Sativa-Cannabispflanzen sind hingegen weitaus höher und weniger verzweigt. Sativa-Sorten strecken sich üblicherweise. Typischerweise entwickeln diese Pflanzen weniger Nodien mit großen Internodien zwischen den Zweigen. Natürlich werden Hybride einen Mix von sowohl Indica- als auch Sativa-Merkmalen aufweisen. Manche neigen eher zur Indica-, andere eher zur Sativa-Seite.

DAS PFLANZENGESCHLECHT BESTIMMEN

Nach normalerweise 3-6 Wochen in der vegetativen Phase werden Cannabispflanzen damit beginnen, Vorblüten zu entwickeln. Für Anbauer mit einem scharfen Auge, die wissen, worauf es zu achten gilt, stecken darin Informationen von unschätzbarem Wert, vor allem wenn man reguläre Samen anbaut und somit eine 50%ige Wahrscheinlichkeit für männliche Pflanzen besteht.

Diese Vorblüten entstehen an den Nodien von sowohl weiblichen als auch männlichen Pflanzen. Die genaue Inspektion der höheren Nodien nahe der Spitze des Hauptstammes ist die einfachste Methode, um entstehende Vorblüten zu identifizieren. Im Grunde genommen musst Du nach zwei sehr dünnen weißen Härchen Ausschau halten, die aus einer winzigen Wucherung an den Nodien hervortreten. Diese Härchen sind tatsächlich Blütenstempel, die aus einem Blütenkelch hervorkommen - genau das Gleiche passiert später in der Blüte.

Wenn Du hingegen eine Beule siehst, die an ein Bündel Trauben erinnert, ist dies ein klares Warnzeichen, dass sich eine männliche Pflanze in Deiner Plantage befindet. Außerdem können in seltenen Fällen oder wenn die Pflanzen gestresst wurden, manche Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Vorblüten aufweisen. Zweigeschlechtliche Pflanzen werden von Anbauern meist als Hermaphroditen bezeichnet. Diese müssen gleich den männlichen Pflanzen entfernt werden, um eine Ernte mit reinem Sinsemilla zu garantieren. Der gewissenhafte Anbauer sollte die Nodien regelmäßig auf Wachstum überprüfen, um auf Nummer sicher zu gehen - auch bei feminisierten Samen.

Pistillen Beispiel Cannabis Pflanze

TEMPERATUR UND LICHT

Ausgedehntes Wachstum und große Internodien ergeben sich nicht immer aus der Genetik. Starke Temperaturfluktuationen und Beleuchtung, die entweder zu nah oder zu weit entfernt von der Pflanze platziert ist, können ein gestrecktes Wachstum verursachen. Kalte Nächte und heiße Tage begünstigen dies auch noch. Um die Größe der Abstände zwischen Nodien minimal zu halten und zu verhindern, dass die Zweige später brechen, ist es von entscheidender Bedeutung, eine konsistente Umweltkontrolle über die Plantage aufrechtzuerhalten. Dies lässt sich im Freien schwieriger bewerkstelligen, deshalb musst Du die Pflanzen nachts eventuell ins Haus bringen, wenn die Temperaturen stark absinken.

WENDE DEIN WISSEN AN

TRIMMEN UND BESCHNEIDEN

Um zwecks Ertragssteigerung zu beschneiden oder zu trimmen, um die Größe zu kontrollieren, musst Du zur richtigen Zeit an den richtigen Stellen die richtigen Schnitte setzen. Einen sauberen Schnitt kannst Du mit einer sterilen Schere in der Nähe der Nodien machen. Die geläufigsten Beschneidungstechniken für die Ertragssteigerung sind Topping und Fimming: Achte darauf, diese Techniken für hohe Erträge während der vegetativen Phase anzuwenden. Während der Blüte sollte das Trimmen auf ein Minimum beschränkt werden, um die Pflanzen nicht zu stressen.

Sowohl beim Topping als auch Fimming wird ein Teil der Apikalknospe/Haupt-Cola entfernt. Das Topping meint einen sauberen Schnitt, bei dem die Spitze komplett abgetrennt wird. Fimming ist nicht so sauber und ordentlich. Hierbei bietet es sich eher an, mit den Finger zu zwicken als eine Schere zu verwenden. Zwicke mit Deinen Fingern einfach 75% der Spitze ab. Die Anzahl der Colas wird sich erhöhen, da Triebe aus den Nodien unter dem Schnitt entstehen und die neuen Haupt-Colas bilden werden.

Klon Royal Queen Seeds

KLONEN

Einen Ableger zu nehmen und Marihuana zu klonen, ist die beste Methode für die Konservierung gewinnbringender Genetik innerhalb der Plantage. Im Allgemeinen eignen sich die ältesten, reifsten Zweige am besten, um erfolgreich zu klonen. Diese findet man eher im unteren Bereich der Pflanze als oben. Beim Pflanzenwachstum sind die neuesten, jüngsten Spitzen meist im oberen Bereich der Pflanze und diese wurzeln generell weniger gut, wenn sie als Klone verwendet werden.

Die Ableger werden meistens während der vegetativen Phase genommen. Obgleich Monstercropping bedeutet, dass die Ableger nach 4 Wochen in der Blüte genommen und wieder in die vegetative Phase zurückgeführt werden. Abgesehen davon ist diese Methode die Gleiche und man hat als Anbauer am meisten Erfolg, wenn man den Klon aus dem unteren Bereich der Pflanze nimmt.

 

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