Ein Genauerer Blick Auf Den Zeitlichen Ablauf Des Cannabisanbaus - RQS

DIE ERSTEN SCHRITTE

Bevor man mit dem Cannabisanbau beginnt, sollte man einen Anbauplan erstellen, der den Lebenszyklus der Cannabispflanzen berücksichtigt. Bevor man übereilt Marihuana anbaut, sollte man sich ein paar grundlegende Fragen stellen.

Zuerst gilt es zu klären, was für eine Art Cannabisanbauer Du bist, welches Anbausystem für Dich geeignet ist, welche Sorte Du anbauen möchtest und in welchem Anbauumfeld Du Dein Vorhaben verwirklichen möchtest. Für die Beschaffung von Utensilien und Informationen solltest Du ungefähr zwei Wochen einplanen.

Es ist jedem möglich, gutes Gras anzubauen, ganz unabhängig von den persönlichen Vorlieben, dem Budget und der bevorzugten Anbauart. Wenn Du Zugang zu Klonen von einem verlässlichen Anbauer oder Club hast, kannst Du mit Deinem Anbau direkt in die vegetative Phase übergehen.

Die meisten Cannabisanbauer beginnen ihr Vorhaben allerdings mit der Aufzucht vom Samen aus. Die Samen gilt es dabei sorgfältig auszuwählen. Die Genetik der Pflanzen wird das Fundament Deines Anbaus sein. Cannabis ist eine in zwei Geschlechter unterteilte Pflanze mit einem jährlichen Lebenszyklus, doch manchmal können Cannabispflanzen auch Zwittereigenschaften entwickeln. Diese Pflanzen bezeichnet man dann als Hermaphroditen.

Nur nicht-bestäubte Pflanzen mit weiblichem Geschlecht erzeugen Sinsemilla, wenn Du also kein Züchter bist, gilt es männliche Pflanzen so schnell wie möglich zu eliminieren. Auch Zwitterpflanzen solltest Du umgehend entfernen, um eine hochwertige und samenfreie Ernte zu erzielen.

Die beste Lösung sind qualitativ hochwertige und feminisierte Samen. In 99 % der Fälle kann man hier bei entsprechender Pflege mit qualitativ hochwertigen und samenlosen Ernten rechnen. Ein allgemeiner Cannabisanbau vom Samen aus kostet den durchschnittlichen Cannabisanbauer 3-6 Monate Zeit, das Resultat sollte sich also auch wirklich lohnen.

Autoflowering Sorten müssen noch genauer unter die Lupe genommen werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Pflanzen, die automatisch und unabhängig von den Lichtzyklen in die Blütephase übergehen und bereits 60-80 Tage nach der Keimung geerntet werden können, bieten aus zeitlicher Hinsicht keinen Spielraum für Fehler.

Bewährte und verlässliche Genetik ist bei selbstblühenden Pflanzen ebenso wichtig, wie bei den an die Lichtzyklen gebundenen Sorten, die bei einem 12-12 Lichtzyklus blühen und zwischen 7-14 Wochen in der Blütephase verweilen.

KEIMUNG (1-7 Tage)

Keimung Cannabis

Der erste Schritt ist die Keimung Deiner mit Bedacht ausgewählten Cannabissamen. Es ist von Vorteil beim Cannabisanbau einen guten Start hinzulegen, also sollte man gleich bei der Keimung der Samen alles richtig machen. Wenn man bereits hier einen Fehler macht, findet der Cannabisanbau ein Ende, bevor er überhaupt angefangen hat. In der Regel dauert es bei der Keimung 1-7 Tage, bis die Pfahlwurzel herausbricht.

Die Papiertuch-Methode ist die altbewährte Vorgehensweise. Wenn Du allerdings ein totaler Neuling in dem Gebiet bist oder möglicherweise zu grobmotorisch, um die kleinen Samen anzufassen, ohne die empfindliche Pfahlwurzel dabei zu beschädigen, empfehlen wir unser Royal Queen Seeds Starters Kit Feminized. Dort musst Du lediglich Deine Samen hereinlegen und dann für ein paar Tage warten. Viel unkomplizierter kann man seinen Anbau nicht starten.

Sativadominierte Sorten neigen dazu etwas länger zum Keimen zu brauchen, oftmals 4-7 Tage. Viele Indica-Sorten und strebsame Kreuzungen benötigen manchmal nur einen oder zwei Tage. In der Natur ist der Frühling die Zeit, um Samen auszusäen und Cannabis ist dabei keine Ausnahme.

DIE SETZLINGSPHASE (2 Wochen)

Die Setzlingsphase Cannabis

Sobald die Cannabissamen gekeimt sind, gehen sie in die Setzlingsphase über. Diese Phase ist nicht mit der vegetativen Phase zu verwechseln, obwohl bei beiden ein Lichtzyklus von 18-24 Stunden benötigt wird.

Auch wenn Du Deinen Anbau im Freien geplant hast, kann es nicht schaden den Setzlingen erst mal im Innenbereich einen gesunden und starken Start zu ermöglichen, bevor man sie dann auswildert. Cannabissamen können mit genügend Sonnenlicht sogar auf einer Fensterbank einen guten Start hinlegen.

Die Setzlinge gehen in der Regel nach 10-15 Tagen in die vegetative Phase über und stellen dann winzige Cannabispflanzen dar. Die ideale Umgebung für Cannabissetzlinge ist ein Propagator mit 70% Luftfeuchtigkeit, Temperaturen zwischen 20-25°C und CFL oder LED Beleuchtung.

Cannabispflanzen sollten dabei unterstützt werden gesunde und üppige Wurzeln zu entwickeln. Wenn Du die Samen nicht direkt in ihre endgültigen Behälter pflanzt, sind kleine Töpfe mit leicht gedüngter Erde zu empfehlen.

VEGETATIONSPERIODE (2-8 Wochen)

Vegetationsperiode Cannabis

In der Regel geht die Vegetationsperiode mit einem Umtopfen einher, da die Pflanzen zu groß für ihre ursprünglichen Behälter werden. Zu diesem Zeitpunkt sollten für den Anbauer die Weiterentwicklung eines gesunden Wurzelstammes und robuster Äste die höchste Priorität sein. Eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 50% und eher kühlere Temperaturen von 20-24°C sind zu diesem Zeitpunkt ideal, um mehr weibliche Pflanzen hervorzubringen (sofern man reguläre Samen anbaut).

Wenn man autoflowering Pflanzen anbaut, hat man noch weniger Zeit zur Verfügung, als bei photoperiodischen Pflanzen, da selbstblühende Pflanzen nach nur 2-3 Wochen des vegetativen Wachstums bereits in die Blütephase übergehen. Aus diesem Grund entscheiden sich auch viele Anbauer dazu ihre autoflowering Samen direkt in die endgültigen Behälter einzupflanzen. Ab dem Zeitpunkt der Keimung läuft bei den autoflowering Sorten die Zeit.

Photoperiodische Sorten können beliebig lange in der vegetativen Wachstumsphase gehalten werden, dafür benötigen sie lediglich 18+ Stunden Licht am Tag und die grundlegende Versorgung. Das ermöglicht es Anbauern Mutterpflanzen über Jahre hinweg im Zuchtraum am Leben zu halten und ist zudem der Grund dafür, dass man den Anbau im Freien im Frühling startet. Ob nun im Zuchtzelt oder im Freien, bei über 18 Stunden Licht am Tag sind die Bedingungen ideal, um von den Pflanzen Stecklinge zu nehmen.

Wie gesagt, während dieser Phase sollte man photoperiodische Pflanzen in ihre endgültigen Behälter pflanzen. Spätestens ein paar Wochen bevor die Blütephase einsetzt oder beim Anbau im Freien bevor der Sommer beginnt.

Photoperiodische Sorten kann man über Wochen oder sogar Monate hinweg in der vegetativen Phase halten und durch verschiedene Methoden des Beschneidens und Trainings, wie beispielsweise Ausgeizen, FIM, LST und sogar ScrOG, dazu bringen größere Erträge zu erzeugen. Baut man allerdings eine autoflowering Sorte an, ist die verfügbare Zeit begrenzt.

BLÜTENBILDUNG (6 bis 12 Wochen)

Blütenbildung Cannabis

Während dieser Phase liegt der Fokus des Anbauers und der Pflanzen auf der Blütenbildung, nun kann man es sich durchaus auch schon einmal erlauben von der bald anstehenden Ernte zu träumen. Die Luftfeuchtigkeit sollte während dieser Phase auf 40-50% reduziert werden und die Temperaturen sollten zwischen 20 und 28°C liegen.

Während der frühen Blütephase zeigen Cannabispflanzen die ersten sichtbaren Geschlechtsmerkmale. In der Regel entwickeln weibliche Pflanzen während der ersten zwei Wochen der BlütephaseHärchen“ und bestätigen somit ihre Weiblichkeit.

Wenn Du irgendwo an den Blüten oder dem Stamm kleine Pollensäcke entdeckst, die Miniaturtrauben ähneln, hast Du es mit einer männlichen Pflanze zu tun. Wenn Du sowohl Härchen, wie auch Pollensäcke siehst, hast Du vermutlich eine Zwitterpflanze vor Dir, die Du schnellstmöglich entsorgen solltest.

Photoperiodische Sorten fangen an zu blühen, wenn sie einem bestimmten Hell-Dunkel-Rhythmus ausgesetzt sind. Beim Anbau im Zuchtzelt stellt man seine Beleuchtung auf einen 12-12 Stundenrhythmus ein, um somit die Blütenbildung einzuleiten.

Beim Anbau im Freien regiert Mutter Natur, dort fangen die Cannabispflanzen im Sommer/Herbst an zu blühen, wenn die Tage kürzer werden. Die Blütephase läuft dort schrittweise und langsamer ab. Bei den englischsprachigen Anbauern in der nördlichen Hemisphere ist der Oktober auch als „Croptober“ bekannt, sprich, als Erntemonat.

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Die Blütephase

Den autoflowering Sorten sind die Lichtverhältnisse aufgrund ihrer Ruderalis-Genetik ziemlich egal. Sie beginnen ungefähr einen Monat nach der Keimung automatisch mit der Blütenbildung. Automatische Sorten bevorzugen auch während der Blütephase einen Lichtzyklus mit über 18 Stunden Licht. Sie bilden bei einem Lichtzyklus üppigere Erträge, der es photoperiodischen Pflanzen nicht erlauben würde zu blühen.

Die Blütephase dauert bei photoperiodischen Indicas und Kreuzungen in der Regel 7-10 Wochen. Sativadominierte Sorten können auch schonmal 10-14 Wochen benötigen, überzeugen dann aber auch mit umso atemberaubenderen Ergebnissen.

Autoflowering Sorten blühen lediglich für 30-45 Tage und gehen viel plötzlicher in die Blütephase über. Für unerfahrene Anbauer stellen feminisierte autoflowering Sorten eine ideale Möglichkeit dar, um sicherzustellen, dass man samenloses Gras ernten kann.

Um festzustellen, ob eine Cannabispflanze bereit für die Ernte ist, sollte man die mit Kristallen überdeckten Blüten genauer betrachten. Indem man eine kleine Lupe zur Hand nimmt, kann man gut beurteilen, ob die Kristalle milchig und bernsteinfarben (und somit bereit für die Ernte) sind oder ob der Großteil der Kristalle noch durchsichtig (und somit noch nicht ausgereift) ist.

Sobald dann klar ist, dass die Pflanzen reif für die Ernte sind, ist es an der Zeit die Trimmscheren auszupacken und den Cannabisanbau abzuschließen. Nach ungefähr zwei Wochen der Trocknung in Papiertüten oder durch Aufhängen der Blüten bei einer Luftfeuchtigkeit von ungefähr 50%, ist Dein Gras dann endlich bereit konsumiert zu werden.

Die Ernte Cannabis

DIE ERNTE

Die Ernte ist für viele Grower der lohnendste Teil des Anbauprozesses. Zu beobachten, wie die Pflanzen über mehrere Monate heranwachsen, ist faszinierend, aber die Früchte der eigenen Arbeit zu ernten, macht den Höhepunkt dieser Erfahrung aus. Die Blütephase des Anbauzyklus dauert in der Regel zwischen 7 und 11 Wochen. Danach ist es Zeit, die Pflanzen von ihren Blüten zu befreien. Dies sollte jedoch nicht zu früh geschehen, da eine zu zeitige Ernte verhindern würde, dass die Blüten vollständig reifen. Aber ebenso wenig solltest Du zu lange warten. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu bestimmen, ist ein entscheidender Schritt, und es gibt mehrere Anzeichen, auf die Du achten solltest, weil sie Dir anzeigen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Eine der besten Möglichkeiten, um wirklich zu erkennen, ob Deine Blüten für die Ernte bereit sind, besteht darin, mit einem Vergrößerungsgerät ganz nah an sie heranzugehen. Mit dieser visuellen Unterstützung kannst Du geringfügige Änderungen erkennen, die mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar wären. Manche Grower entscheiden sich für eine Juwelierlupe, bei der es sich im Grunde genommen um ein Vergrößerungsglas in Taschengröße handelt, das in einem Metallrahmen eingeschlossen ist. Andere Anbauer entscheiden sich für Geräte wie digitale Mikroskope, die noch detaillierter vergrößern.

Letztendlich besteht der wichtigste Nutzen Deines Vergrößerungsgerätes darin, dass es Dir ermöglicht, den Fortschritt Deiner Trichome zu erkennen und Dir damit auch den richtigen Zeitpunkt für die Ernte der Blüten anzeigt. Trichome sind kleine pilzförmige Drüsen, die das Harz produzieren, in dem der weitaus größte Teil der Cannabinoide und Terpene enthalten ist.

Sorgfältig nach Änderungen im Aussehen der Trichome Ausschau zu halten, stellt die genaueste Möglichkeit dar, um den Reifegrad einer Pflanze zu bestimmen. Trichome sind kaum zu übersehen, denn sie erscheinen als weiße, wie vereist wirkende Substanz, die Blüten und Zuckerblätter bedeckt. Wenn Du diese Strukturen vergrößerst, wirst Du wissen, wie weit sich Deine Pflanzen entwickelt haben und ob sie bereit sind, geerntet zu werden.

In früheren Stadien der Blütephase sind die Trichome durchsichtig, d. h. sie entwickeln sich noch und sollten weiter reifen. Wenn rund 60% der Trichome milchig aussehen, sind sie für die Ernte bereit. In diesem Stadium geerntet, werden sie das bemerkenswerteste High produzieren. Manche Grower warten jedoch darauf, dass bis zu 90% der Trichome diesen milchigen Look hinter sich lassen und bernsteinfarben werden, da dies dazu führt, dass die Blüten einen beruhigenden Effekt entwickeln und einen stärkeren Rausch auslösen.

Deine Blüten werden aber noch ein weiteres Zeichen ihrer Reifung aussenden: Die Blütenstempel verfärben sich. Bei den Blütenstempeln handelt es sich um härchenartige Strukturen, die aus den Kelchen wachsen und die Fortpflanzungsorgane der weiblichen Cannabispflanze darstellen. Sie sind der Ort, an dem die Bestäubung stattfindet – vorausgesetzt, man lässt zu, dass dort männliche Pollen landen dürfen. Die Blütenstempel erscheinen im frühen Stadium des Wachstumszyklus hellweiß und nehmen schließlich eine orange-braune Farbe an.

Abgesehen von der Beobachtung der Blüten selbst, kannst Du auch bestimmen, ob Deine Pflanzen sich der Ernte nähern, indem Du auf die Farbe der Blätter achtest. Vorausgesetzt, Du hast Deine Pflanzen in der Endphase der Blüte nicht überdüngt, signalisiert eine Gelbfärbung der Blätter, dass sie dabei sind, ihre maximale Reife zu erreichen, wobei die Verfärbung darauf hinweist, dass die Nährstoffe vollständig von den Blüten verbraucht wurden. Indem Du einige Wochen vor der Ernte bei jeder Pflanze die angesammelten Nährsalze mit pH-Wert-neutralem Wasser ausspülst, erreichst Du, dass Dich später ein sanfteres, angenehmeres Raucherlebnis erwartet.

Da Du jetzt weißt, wann Du mit der Ernte Deiner Blüten beginnen musst, können wir uns nun der Frage zuwenden, wie man Blüten trimmt.

Nasses Trimmen

NASSES TRIMMEN

Du kannst Deine Cannabispflanzen auf zwei Arten trimmen: nass oder trocken. Jede Methode besitzt ihre eigenen Vorteile und jeder Grower wird hier seine eigenen Vorlieben haben. Beim nassen Trimmen werden die Blüten, die von Zuckerblättern umgeben sind, unmittelbar nach der Ernte abgeschnitten, während die Pflanze noch einen hohen Wassergehalt hat und sich „nass“ anfühlt. Diese Methode ist die gebräuchlichere und wahrscheinlich auch die einfachere, da man keinen großen Raum zum Trocknen der Pflanzen benötigt. Das nasse Trimmen ist jedoch im wahrsten Sinne des Wortes eine klebrige Angelegenheit. Das Harz der Blüten wird sowohl an Deinen Händen als auch an der Schere kleben, was aber auch einen Vorteil hat: Indem Du das Harz zwischendurch immer wieder mal von Deiner Schere kratzt, kannst Du schnell einen Vorrat an "Scherenhasch" ansammeln, das Dir einen Vorgeschmack Deiner Ernte gibt.

TROCKENES TRIMMEN

Das trockene Trimmen erfolgt, nachdem das gesamte Pflanzenmaterial getrocknet wurde, so dass nur noch ein geringer Wassergehalt in den Blüten und Blättern übrig geblieben ist. Diese Methode ist definitiv einfacher für Deine Schere, da sie nicht von Harzklumpen überschwemmt wird. Trockene Blüten akkurat zu schneiden, kann jedoch auch etwas mühsam sein und führt möglicherweise zu einem weniger ansprechenden Endprodukt. Darüber hinaus erfordert dieses Vorgehen viel Platz. Die Grower hängen normalerweise in temperaturkontrollierten Räumen ganze Zweige mit Blüten an Schnüren auf, um sie auslüften zu lassen, bis sie ausreichend trocken sind.

DAS AUSHÄRTEN DER BLÜTEN

Nachdem nun Ernte und Trimmen abgeschlossen sind, ist es an der Zeit, die Blüten auszuhärten. Das Aushärten ist ein wesentlicher Prozess, bei dem das restliche Wasser aus den Blüten entfernt wird, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Schimmelbildung minimiert und die Haltbarkeit erheblich verlängert wird. Ebenso verbessert die Aushärtung den Geschmack und die Qualität des Rauches und sorgt für eine geschmeidige und wirkungsstarke Erfahrung.

Falls Du Dich für die Methode des trockenen Trimmens entschieden hast, sind Deine Blüten direkt hinterher bereit für die Aushärtung. Falls Du dagegen nasses Trimmen durchgeführt hast, müssen Deine Blüten vor dem nächsten Schritt noch vollständig trocknen.

Um dies zu erreichen, verteilst Du die Blüten auf Pappe, Zeitungspapier oder noch besser auf einem Trockengitter aus Metall. Unabhängig davon, welche Methode Du auswählst, musst Du darauf achten, dass Du die Blüten großflächig verteilst und sie so viel Frischluft wie möglich abbekommen. Außerdem solltest Du für eine gleichbleibende Raumtemperatur von 21°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50% sorgen, so dass ein längerer, aber dafür schonenderer Trocknungsprozess möglich wird, durch den ein Maximum an Geschmack erhalten bleibt.

Curing Pocket Box

Jetzt kannst Du mit dem Aushärten fortfahren. Dafür benötigst Du luftdichte Gläser, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Befülle jedes Gefäß so, dass es zu ⅔ voll ist, damit es noch ausreichend Platz für Luft bietet. Dies ist die perfekte Umgebung, in der überschüssige Zucker und Chlorophyll abgebaut werden. Ebenso liegt hierin der Schlüssel für mildere Züge beim Rauchen.

Während der ersten zwei Wochen des Aushärtungsprozesses öffnest Du jedes Gefäß ein- oder zweimal pro Tag, nimmst die Blüten heraus und prüfst, ob Du Anzeichen von spinnwebenartigem Schimmel entdeckst. Falls Du eine schimmelbedeckte Blüte finden solltest, nimmst Du sie aus dem Gefäß und wirfst sie in den Müll. Das Öffnen der Gefäße dient dazu, dort regelmäßig die Luft auszutauschen, damit sie immer frisch bleibt.

Nach ein paar Wochen verringert sich die Notwendigkeit, die Blüten zu überprüfen. Je trockener sie werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schimmel bildet. In dieser Phase musst Du nur noch zweimal pro Woche nachsehen, um frische Luft an Deine Blüten zu lassen. Nach ein paar Wochen sind Deine Buds ausgehärtet; manche Grower ziehen es jedoch vor, noch einige Wochen länger zu warten, damit ihre Schätze einen makellosen und hochwertigen Geschmack entwickeln. Du kannst Deine Blüten im Laufe der Wochen immer auch probeweise rauchen, um zu sehen, ob der aktuelle Geschmack bereits Deinen Wünschen entspricht.

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