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WAS IST CANNABIS-TOPPING?

Topping (Kappen) ist eine Methode, bei der die neu wachsende Spitze des Haupttriebs einer Cannabispflanze gestutzt wird. Hierbei handelt es sich wohl um die sowohl beim Anbau im Pflanzzelt als auch im Freien am häufigsten eingesetzte HST oder High-Stress-Technik. Natürlich wachsendes Cannabis nimmt typischerweise die Form eines Weihnachtsbaums mit einem dominierenden, zentralen Haupt- und zahlreichen Seitentrieben an. Dabei bekommen im Verlauf des Tages, während die Sonne ihre Bahn am Himmel nimmt, alle Pflanzenteile ihren Anteil an Sonnenlicht ab.

Im Gegensatz dazu werden Cannabispflanzen beim Anbau im Pflanzzelt von einer fest angebrachten Pflanzenlampe über ihnen beleuchtet. Dies macht natürlich geformte Cannabispflanzen, die im Innenbereich aufwachsen, ineffizient im Hinblick auf die Ernte, es sei denn Du baust sie in großer Zahl mit der SOG-Methode an. Topping ist daher die Methode der Wahl für alle ambitionierten Grower, die ihre Erträge steigern wollen. Daneben ist sie auch bei Heimgärtnern beliebt, die ihre Anbaufläche lieber mit einer handvoll Pflanzen füllen, anstatt so viele wie möglich reinzupacken.

Indem man die oberste Triebspitze entfernt, wird die Ausbildung von zwei neuen Haupttriebe und ein verstärktes Wachstum der niedriger gelegenen Seitentriebe angeregt. Das Ziel dabei ist, die Weihnachtsbaumform umzudrehen, um so mehr Licht auf die Pflanze treffen zu lassen.Sobald der dominierende Trieb an der Spitze entfernt ist, werden Wachstumshormone zu allen Trieben umgeleitet. Weit verzweigte und eher flache Pflanzen sind für jeden Anbauer wünschenswert. Im Pflanzzelt ist der Platz nach oben häufig stark begrenzt und im Freien fallen Büsche weniger auf als hohe Bäume. Topping ist eine tolle Technik, um Kontrolle über das Pflanzendach zu erlangen.

New Colas

RICHTIGES TOPPING VON CANNABISPFLANZEN

Beim Topping oder Kappen einer Pflanze musst Du mithilfe einer sterilen Schere die Spitze des Hauptstammes sauber abschneiden und den obersten Trieb komplett entfernen. Achte darauf, zwischen dem Schnitt und dem Ansatz der lateralen Seitenäste ungefähr 5cm frei zu lassen. Das verschafft Dir ein wenig Platz, falls etwas schief geht, und hilft dabei, diese wichtigen Strukturen nicht versehentlich abzutrennen.

Anstatt eines einzigen zentralen Hauptblütenstands entwickelt die Pflanze nun zwei separate Äste – das Wachstum der Hauptcola wird unterbrochen und die beiden Seitenäste nehmen den Platz als Haupttriebe ein.

Du kannst das Ganze später wiederholen. Letztendlich werden die von Dir kreierten Äste bereit sein, noch einmal gekappt zu werden. Mit diesem Schritt wird der ehemals einzige Haupttrieb in vier verschiedene Blütenstände unterteilt.

Fahre mit diesem Prozess fort, bis Du mit dem Blütendach Deiner Pflanze zufrieden bist.

WANN SOLLTE MAN CANNABISPFLANZEN KAPPEN

Nachdem sie drei bis fünf Internodien entwickelt haben, kannst Du Deine Pflanzen toppen. An diesem Zeitpunkt sind Wurzeln und Stämme stark genug, um sich von den Strapazen des Vorgangs erholen zu können. In der Regel haben Pflanzen diese Größe nach ungefähr 30 Tagen Wachstum erreicht. Beachte, dass verschiedene Sorten unterschiedlich schnell wachsen.

In ihrer Setzlingsphase kommen Pflanzen mit dem Topping noch nicht zurecht. Wenn Du versuchst, sie zu kappen, riskierst Du, dass sie absterben oder nicht mehr weiter wachsen. Ebenso wird Topping in der Blütephase Deinen kostbaren Pflanzen mit Sicherheit schaden.

Warte vor dem Topping neuer Triebe ungefähr 1–2 Wochen. Deine Pflanzen benötigen diese Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen und sich an das neue Wachstumsmuster anzupassen.

Topping

AUSRÜSTUNG FÜR DAS TOPPING VON CANNABISPFLANZEN

Das Topping von Cannabispflanzen erfordert Genauigkeit, Präzision und Sauberkeit. Bearbeitest Du Deine Pflanze mit einem stumpfen Werkzeug, kann das dazu führen, dass der Stamm bricht und eine viel größere Wunde entsteht als beabsichtigt.

Verwende die schärfste Klinge, die Du in die Finger bekommen kannst. Büro- und Küchenscheren funktionieren, sind aber nicht so effizient wie speziell für diese Arbeit entwickelte Werkzeuge. Aus diesem Grund solltest Du die Verwendung von Gartenscheren in Betracht ziehen. Rasierklingen sind ebenfalls eine gute Option.

Wie wäre es mit dieser gebogenen Trimmschere zum Bändigen und Topping von Cannabispflanzen? Die scharfen Klingen und der robuste Griff machen sie zum perfekten Werkzeug für Deine Bedürfnisse.  Durch ihr gebogenes Design eignet sie sich perfekt, um selbst bei einem dichten Blätterdach Trainingstechniken umzusetzen und Zuckerblätter während der Ernte abzuschneiden. Du kannst das praktische Werkzeug auch verwenden, um saubere Stecklinge für das Klonen zu erhalten.

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Mit dieser gebogenen Trimmschere kannst Du Deine Pflanzen mit Genauigkeit und Leichtigkeit kappen und fimmen. Die scharfen Klingen schneiden durch Cannabis-Stängel, ohne ein Chaos zu hinterlassen – damit sich Deine Pflanzen schnell erholen können.

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WAS IST CANNABIS-FIMMING?

Bei Fimming handelt es sich um eine weitere HST-Technik zur Ertragssteigerung, die dem Topping nicht unähnlich, aber doch etwas ganz anderes ist. Das Ziel dabei ist nach wie vor, die Anzahl der Haupttriebe zu erhöhen. Doch anstatt diese zu verdoppeln, können durch Fimming 4 oder mehr neue Haupttriebe entstehen. Eine Technik, die gerade Mikro-Growern mit vielleicht nur 1-2 Pflanzen wärmstens empfohlen wird.

Auch die Seitentriebe werden dabei mit Wachstumshormonen getränkt, die sonst nur in den Hauptstamm gewandert wären. Jedoch berichten viele Anbauer, dass Fimming das Strecken der Pflanzen etwas weniger stark als Topping bremst. Eine gefimmte Cannabispflanze kann nach wie vor sehr hoch wachsen, wenngleich auch mit weitaus mehr Haupttrieben.

GRAPHIC

WIE MAN CANNABIS FIMMT

Beim Fimming werden etwa 75% der Pflanzenspitze abgeklemmt oder abgeschnitten. Das Wort FIM steht für die englische Abkürzung "f*ck I missed", was so viel bedeutet wie "mist, daneben" und deutet an, wie schlampig diese Technik erscheint. Es sieht so aus, als wäre beim Versuch, die Pflanze zu kappen, etwas schief gelaufen! Sieht man darüber hinweg, handelt es sich dabei um eine extrem einfache und effektive Technik.

Nimm die Spitze Deiner Pflanze und ziehe den Trieb vorsichtig mit einer Hand in die Länge. Schneide mit einer sauberen Schere etwa 75% der Spitze ab. Übrig bleibt ein kleiner Trieb, aus dem sich schließlich vier Colas entwickeln werden.

WANN MAN CANNABISPFLANZEN FIMMEN SOLLTE

Warten mit dem Fimming, bis Deine Pflanze drei bis fünf Internodien entwickelt hat. Wie beim Kappen wird die Pflanze durch zu frühes Fimmen geschockt und das Wachstum des Setzlings verlangsamt. Pflanzen sollten ausschließlich während der Wachstumsphase gefimmt werden, damit sie in der Blütephase ihre gesamte Energie auf die Produktion von Blüten konzentrieren können. Wenn Du bei Deinen Pflanzen in dieser Zeit Trainingstechniken anwenden willst, versuche es mit sanften Methoden wie Low-Stress-Training (LST).

Fimming

DIE GRENZEN VON TOPPING UND FIMMING

Durch Topping und Fimming verlängert sich die Zeit, die Cannabispflanzen in der vegetativen Phase mit 18/6h Beleuchtung verbringen müssen. Erwarte etwa 3-5 Wochen Wachstumsphase, wenn Du planst diese Techniken anzuwenden.

Ein weiteres, häufig übersehenes und doch offensichtliches Problem bei der Förderung der Bildung von zahlreichen fetten Haupttrieben ist, dass die Cannabispflanzen beginnen sehr kopflastig zu werden. Wenn hier kein ScrOG ins Spiel kommt, brauchen die Pflanzen vermutlich Bambusstäbe oder ähnliches als Stütze.

STUTZEN UND TRAINIEREN FÜR MAXIMALEN ERTRAG

Willst Du die fettestmögliche Ernte? Wenn ja, dann musst Du Dich darauf vorbereiten, Dir einige Techniken anzueignen. Das Topping oder Fimming von Cannabispflanzen allein geht nicht weit genug. Deine Bemühungen werden noch ein paar Gramm extra herausholen. Indem Du die folgenden beiden Methoden in Deinen Mix mit aufnimmst, könntest Du zur magischen Rezeptur gelangen, die Deine Ernte die Waage sprengen lässt.

LOLLIPOPPING

Kurz gesagt ist Lollipopping das Entfernen von den fluffigen, unteren Blütenansätzen der Cannabispflanzen. Die Idee dahinter ist, die Pflanzenenergie auf die Ausbildung von großen, fetten Nuggets statt luftigen Popcorn-Blüten zu konzentrieren. Die meisten Grower reißen den untersten Wuchs gerne in der 3. Blütenwoche ab. Ein Abzwicken wird hier im Allgemeinen dem Abschneiden mit einer Schere vorgezogen. ScrOG-Grower werden normalerweise den gesamten Wuchs unterhalb des Netzes entfernen, um den Luftdurchsatz zu erhöhen und alle Pflanzenenergie in die Spitzen zu leiten.

SCROGGING

Alle zuvor genannten Techniken zur Ertragssteigerung beim Cannabisanbau können mit einem ScrOG oder Screen of Green (also Netz aus Grün) noch verbessert werden. Ein ScrOG bildet die Spitze des hochentwickelten Cannabisanbaus. Indem ein Netz oberhalb der Anbaufläche gespannt oder angebracht wird, wird der gesamte Anbau auf maximalen Ertrag getrimmt. Im Wesentlichen muss der Grower dabei die Triebe so biegen und falten, dass sie so viele der Netzquadrate wie möglich ausfüllen. Dies beginnt am Ende der vegetativen Phase und muss etwa die ersten 3 Wochen der Blütephase durchgezogen werden.

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