„Main-Lining“ ist eine Trainingstechnik, die in den letzten Jahren große Beliebtheit erlangt hat. Manchmal kennt man sie auch unter dem Namen "Manifolding" oder sogar "Fluxing". Das ultimative Ziel besteht, wie auch bei anderen Techniken, darin, Deine Pflanze zu trainieren, um den Anbauraum besser zu nutzen und sie zu überreden, höhere Erträge zu produzieren.

Wenn es richtig durchgeführt wird, erlaubt Dir Main-Lining im Grow Room genauso anzubauen wie bei einem ScrOG-Netz - nur eben ohne das Netz. Das ist bei beengten Verhältnissen ein Segen.

In praktischer Hinsicht ist das Main-Lining eine Mischung aus LST, Topping und einem ScrOG-Netz.

Die Idee hinter dieser Trainingstechnik ist absolut genial und bietet dem Wachstumsmuster und der Kraft Deiner Pflanzen viele Vorteile. Der Prozess beginnt mit dem Training Deines Keimlings, sodass er einen Stamm ausbildet, der wie eine Mannigfaltigkeit mit einer zentralen Y-förmigen Aufteilung aussieht; in der Folge replizierst Du diesen Prozess während der Vegetationsperiode jeweils auf neueren Wuchs. Dies führt zu einer Verdoppelung der Anzahl der Haupt-Colas. Theoretisch kannst Du diese Colas so lange verdoppeln, wie Du magst, bist Du 4, 8, 16, 32 ... produziert hast.

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SYMMETRIE IST ALLES

Der andere Vorteil des Main-Linings ist in der Kontrolle der apikalen Dominanz zu sehen. Genauso wie Pflanzen rechts- oder linkshändig sein können, neigen sie dazu, den Punkt näher an der Lichtquelle zu bevorzugen und in Wachstum in diese Richtung zu investieren. Dies setzt eine enge hormonelle Balance innerhalb der Physiologie der Pflanze voraus, die Du mit ein bisschen Schnur oder Draht leicht beeinflussen kannst.

Wenn Du siehst, dass ein Spross schneller wächst als die anderen, kannst Du ihn, anstatt ihn zu kappen, um sein Wachstum zu verlangsamen, einfach unter die Höhe des nächstbesten Sprosses herunterbinden - und die Pflanze wird ihre Energie zum sekundären Haupttrieb umleiten. Fahre in dieser Weise fort, um einen gleichmäßigen Baldachin zu schaffen.

Auf diese Weise kannst Du die Pflanze effektiv „austricksen“, damit sie ihre Energie zwischen den Haupttrieben ausbalanciert und einen schönen und robusten Busch ausbildet.

Wir empfehlen, schon mit dem Keimling zu beginnen, weil eine der Schlüsselkomponenten des erfolgreichen Main-Linings ein symmetrisches, gegenständiges Zweigknotenwachstum ist. Wenn Pflanzen die Geschlechtsreife erreichen, können sie beginnen, wechselständige Blattansätze auszubilden. Es ist sehr verbreitet, dass die Klone nach dem Wurzeln schnell wechselständig werden. Wenn Dein Ziel ist, mit Main-Lining eine Spitzenleistung zu erzielen, beginne unbedingt mit dem Keimling.

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DIE MANNIGFALTIGKEIT HERSTELLEN

Beim Main-Lining ist die Symmetrie das zentrale Element. Vom Keimling ausgehend, solltest Du die Pflanze nach dem dritten Stängelknoten kappen. Dies wird umgehend einen Y-förmigen Stamm ergeben. Lass der Pflanze ein paar Tage Zeit, sich zu erholen und entferne dann unten vorsichtig alle Blätter.

Du hast jetzt zwei Haupttriebe. Binde sie sanft herunter. Denke daran, dass Dir dabei sehr leicht ein Zweig abbrechen kann – gehe also äußerst vorsichtig vor. Massiere den Stamm, um ihn ein bisschen zu lockern und gehe langsam vor. Versuche, die beiden Stämme so herunterzubinden, dass sie horizontal wachsen.

Nach kurzer Zeit kannst Du diesen Vorgang wiederholen. Danach hast Du 4 Hauptstämme. Wenn du wolltest, könntest du auf diesem Wege 16, 32 oder 64 Haupt-Colas produzieren! Aber das ist überhaupt nicht praktikabel und wird nur Deine Vegetationszeit in einem Ausmaß ausdehnen, das einfach keinen Sinn mehr macht. Idealerweise solltest Du mit dem Toppen ungefähr in der dritten Woche aufhören.

Von hier an gibt es nicht mehr viel zu tun, außer den üblichen Praktiken zur Pflanzenpflege. Du wirst sofort bemerken, wie viel weniger Arbeit Dir diese Methode bereitet.

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DAS WAR'S SCHON, LEUTE

Mehr ist wirklich nicht zu tun. Lass sie einfach blühen und bereite Dich auf erstaunliche Ergebnisse vor.

Der Hauptvorteil dieser Technik besteht darin, dass der gesamte Stress schon sehr früh im Lebenszyklus auf die Pflanze einwirkt. Von hier an lehnst Du Dich einfach zurück und entspannst Dich. Wenn die Blütephase beginnt, gibt es keine Veranlassung mehr für zusätzlichen Stress, wie Bending, Topping oder Super-Cropping. Obwohl auch diese Techniken natürlich ihre Vorzüge haben, verzögern sie die Reife- und Erntezeiten erheblich, weil sie die Pflanze zwingen, sich plötzlich neu zu programmieren und Energie in andere Zweige umzuleiten.

Beim Einsatz der Main-Lining-Technik wirst Du bemerken, dass Du Deine Lampen besser nutzt, da der Baldachin sich viel gleichmäßiger ausgebildet hat. Auch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Pflanzen sich Blütenfäule einfangen, da diese Methode einen effizienteren Luftstrom fördert.

Auch das Auftreten von "Popcorn-Buds“ reduziert sich in erstaunlichem Maße. Wenn die frühe Blütephase beginnt, gibt es keine unteren Zweige mehr, die verzweifelt zum Licht streben. Schluss mit diesen nervtötenden, langen Zweigen, die ein paar Gramm mehr zu versprechen scheinen, aber letztlich nichts weiter sind, als eine Verschwendung von Wasser, Nährstoffen und Licht. All diese Energie wird sich besser auf die Stars der Show konzentrieren: die fetten Hauptcolas und die großen dichten Blüten, die sie umgeben.

KEIN NETZ NÖTIG

Wie bereits erwähnt, erfordert das Main-Lining kein ScrOG-Netz. Bei der ScrOG-Trainingsmethode leiden die Pflanzen schon sehr früh ein wenig und neigen zur Überkompensation, indem sie die Hauptstämme massiv verstopfen. Diese dickeren Stämme lassen die Pflanzen, zusammen mit dem Tie-Down-Training, wie Gewichtheber im Schwergewicht aussehen. Ein ScrOG-Netz wird verwendet, um den Baldachin zu öffnen und als Unterstützung zu dienen, aber es ist normal, dass die Spitzen einfach umfallen.

Beim Main-Lining passiert das in der Regel nicht. Die Zweige werden nicht gebeugt, um die Pflanze zu öffnen, sondern schießen gerade nach oben und balancieren ihr Wachstum perfekt aus. Das ist ein riesiger Vorteil im Anbauraum. Denn jetzt kannst Du Dich frei zwischen Deinen Töpfen bewegen, um die Pflanzen zu pflegen, ohne auf allen Vieren krabbeln zu müssen und Dir dabei den Rücken zu ruinieren.

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ERNTE

Zu guter Letzt, das Erntevergnügen. Pflanzen, die im Main-Lining-Modus wachsen, lassen sich überraschend einfach trimmen. Die großen Colas und die riesigen Blüten werden so dicht sein, dass schon ein schneller Schnitt um die Ränder herum Dir eine preiswürdige Maniküre ermöglicht. Vergessen sind die Zeiten, in denen Du frustriert immer wieder Blätter wegschneiden musstest, um das Beste aus Deinen Pflanzen herauszuholen. Einige Anbauer berichten, dass sie durch den Einsatz des Main-Linings die Zeit, die sie mit Trimmen verbringen müssen, bei einigen Sorten um stolze 75% senken konnten.

Falls Dir das zu fantastisch klingt, dann nur, weil Du es noch nicht ausprobiert hast. Es ist wahrscheinlich eine der einfachsten Techniken im Geschäft und eines der älteren Geheimnisse des Untergrund-Anbaus. Beachte einfach nur die beiden wichtigsten Punkte: Verwende Qualitätssamen und halte die Symmetrie aufrecht. Du wirst von den Ergebnissen erstaunt sein.

 

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