Cannabis-Pflanzenanatomie: von unten bis oben

Cannabis-Pflanzenanatomie: von unten bis oben

Cannabis beansprucht zweifellos den Titel als eine der schönsten Pflanzen der Erde – von ihren glitzernden Trichomen über ihre charakteristischen Blätter bis zu ihrem komplexen Wurzelsystem. Viele Grower suchen ihren Grow Room auf, nur um in Ehrfurcht vor dem zu stehen, was dort wächst.

Obwohl die Blüten die meiste Aufmerksamkeit bekommen – und das zu Recht –, hat jeder Teil dieser komplexen Spezies eine entscheidende und interessante Funktion. Als Gärtner hilft es, sich mit der Anatomie der Cannabispflanze vertraut zu machen. Auf diese Weise wirst Du ein Auge dafür entwickeln, was Deine Pflanze benötigt, wovon sie weniger braucht und wann Du sie ernten musst.

Erkunde nachfolgend unseren ausführlichen Leitfaden, um die Cannabispflanze wie noch nie zuvor zu verstehen.

MYKORRHIZA

Obwohl sie genetisch kein Teil der Cannabispflanze sind, gehen Mykorrhizapilze eine gegenseitig vorteilhafte Verbindung mit Cannabiswurzeln ein, die beiden Spezies hilft, zu überleben und zu gedeihen. Diese Pilze kommen überall in der Natur vor und gehen eine faszinierende Symbiose mit bis zu 90% der Pflanzenarten ein.

MYKORRHIZA

FUNKTION

Mykorrhizapilze beteiligen sich an einer Geben-und-Nehmen-Beziehung mit Cannabispflanzen. Diese Spezies formen in der Erde dünne, haarartige Fäden – als Myzel bekannt – und produzieren Enzyme, um organische Materie abzubauen.

Nach der Freisetzung der Nährstoffe aus dem Substrat nimmt das Myzel sie auf und transportiert sie zu den Pflanzen. Weil Cannabispflanzen nicht selbst zu dieser beeindruckenden Funktion fähig sind, müssen sie mit dem Myzel "verhandeln", um auf diese Nährstoffe zugreifen zu können. Glücklicherweise produzieren Pflanzen während der Photosynthese Zucker und transportieren viele dieser Moleküle hinunter zu den Wurzeln. Hier tauschen sie diese energiereichen Exsudate gegen die Nährstoffe, die sie benötigen, um wichtige physiologische Funktionen zu erfüllen.

Mykorrhizapilze agieren letztendlich als Erweiterung des Wurzelsystems. Sie bauen nicht nur organische Materie ab, um Nährstoffe freizusetzen, sondern transportieren diese wichtigen Moleküle von Bereichen, die Pflanzen sonst nicht erreichen könnten. Letzten Endes spielen Mykorrhizapilze eine grundlegende Rolle in der Pflanzenernährung, Bodenbiologie und -chemie.

LAGE

Diese Fusion zwischen Pflanzen und Pilzen findet in der Rhizosphäre oder Wurzelzone statt. Das Myzel formt mantelartige Strukturen um die Wurzelspitzen, die die Pflanzenzellen im Wurzelkortex umgeben. Hyphen-Fäden – einzelne Myzel-Stränge – erstrecken sich in die Erde, wo sie organische Materie abbauen und die Pflanzen sogar miteinander verbinden, ein biologisches Internet bildend.

WIE MAN DIE MYKORRHIZAPRODUKTION STEIGERT

Mykorrhizapilze kommen natürlich in vielen verschiedenen Bodenarten vor. Es gibt allerdings zahlreiche unterschiedliche Arten. Um diese synergistische Verbindung voll auszunutzen, führe beim Pflanzen oder Umtopfen bewährte Mykorrhizapilz-Produkte ein.

SAMEN

Ohne Samen gäbe es kein Cannabis. Diese kleinen Lebenspakete geben DNS an die nächste Generation weiter, um auf Jahre hinaus Ernten zu sichern.

SAMEN

FUNKTION

Nach der Befruchtung beginnen weibliche Cannabispflanzen, eine einzelne Zelle oder Zygote zu bilden. Diese Zelle teilt sich nach kurzer Zeit in zwei Zellen und dann in vier – ihre Größe rasch verdoppelnd. Nach beträchtlicher zellulärer Vermehrung bilden die Samen eine mehrzellige Struktur in Form eines Embryos.

Dieses Gefüge besteht aus einer embryonalen Wurzel – der Keimwurzel –, einem embryonalen Trieb und zwei Keimblättern. Werden sie durch die Natur oder Hand des Menschen verteilt, keimen Samen, wenn die Bedingungen richtig sind. Sie brauchen viel Feuchtigkeit und relative Dunkelheit, um ins Leben zu sprießen.

LAGE

Cannabissamen bilden sich in den Blüten, ihr Leben in einer tränenförmigen, als haariges Deckblatt bekannten Hülle beginnend. Diese Hülle öffnet sich bei Reife und enthüllt einen festen braunen Samen, der bereit ist, verteilt zu werden.

MÖGLICHKEITEN, SICH UM CANNABISSAMEN ZU KÜMMERN

Das haarige Deckblatt verwahrt die Cannabissamen sicher, bis sie aus den Blüten entfernt werden können. Während dieser Zeit müssen Grower ihre Pflanzen wässern und düngen.

Ernte Samen erst, wenn sie voll ausgereift sind. Jüngere Samen sind klein und hellbeige. Ältere Samen sind groß, dunkelbraun und haben oftmals ein gestreiftes Muster. Entferne die Samen per Hand und bewahre sie in einer luftdichten Tüte oder einem Marmeladenglas auf.

WURZELN

Die Wurzeln sind ein wesentlicher Teil der Pflanzenanatomie von Cannabis. Das Wurzelsystem unterstützt die Pflanze, hält sie hydriert und führt obendrein weitaus komplexere und lebenswichtige Funktionen aus.

WURZELN

FUNKTION

Cannabiswurzeln erfüllen zahlreiche Funktionen, die für das Überleben der Pflanze von höchster Wichtigkeit sind. Sie absorbieren das für den Nährstofftransport erforderliche Wasser und speichern Nährstoffe. Hast Du jemals den Horror erlebt, mit ansehen zu müssen, wie Deine Pflanzen einen heftigen Sturm aushalten? Du kannst dem Wurzelgeflecht dafür danken, sie fest im Boden zu verankern.

Die Wurzeln fungieren zudem als Kommunikationsplattform, über die Pflanzen die mikrobielle Welt der Rhizosphäre befehligen können. Die Wurzeln nehmen aber nicht einfach freiliegende Nährstoffe aus dem Boden auf. Viele Nährstoffe sind in organischer Materie eingeschlossen. Sie brauchen nützliche Organismen wie Bakterien, Pilze und Würmer, um diese Moleküle freizusetzen.

Pflanzen erzeugen während der Photosynthese Zucker und viele dieser süßen Chemikalien werden von den Wurzeln in die Rhizosphäre freigegeben. Diese Zucker locken Bakterien an, die in der Wurzelzone verweilen. Nachdem sie sterben, setzen diese Bakterien Nährstoffe frei, die die Wurzeln nun aufnehmen können. Pflanzen tauschen Zucker außerdem mit Mykorrhizapilzen (wie oben erwähnt), Lebensformen, die organische Materie abbauen können.

Ja – Pflanzenwurzeln züchten quasi Mikroben. Unglaublich, oder?

LAGE

Die Wurzeln befinden sich an der Basis des Stamms. Sie erstrecken sich in die Erde und bilden ein webendes Geflecht aus Ranken, das Pflanzen sicher, hydriert und wohlgenährt hält.

WURZELHALS

Der Stamm erwächst aus dem oberen, als Wurzelhals bekannten Teil des Wurzelsystems. Dieser Bereich des Systems weist anatomische Unterschiede zum Rest der Wurzeln auf. Aufgrund des Wechsels von Wurzel- zu Stammgewebe, ereignet sich an diesem Punkt eine Veränderung im vaskulären System. Wurzelhälse müssen ferner leicht offen liegen, um Sauerstoff aufnehmen zu können, ein weiteres lebensnotwendiges Element für das Pflanzenleben.

MÖGLICHKEITEN, SICH UM CANNABISWURZELN ZU KÜMMERN

Grower sehen sich oftmals Problemen mit Wurzeln gegenüber, wenn es um das Bewässern geht. Überwässerung führt zu schlechter Wasser- und Nährstoffaufnahme sowie Wurzelfäule. Unterwässerung wird Deine Pflanzen hungern lassen, während sie versuchen, Nährstoffe zu transportieren.

Als allgemeine Richtlinie kannst Du einen Finger in die Erde stecken, um ihren Feuchtigkeitsgehalt einschätzen zu können. Gieße erst, wenn die obersten 3cm Erde komplett trocken sind. Du kannst Dich darüber hinaus um Wurzeln kümmern, indem Du Luftschnitt nutzt. Indem Du Cannabis in Stofftöpfen anbaust, wirst Du Deinen Pflanzen helfen, eine dichte und durchlüftete Wurzelmasse zu entwickeln.

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DINGE, DIE ES BEI CANNABISWURZELN ZU BERÜCKSICHTIGEN GILT

Wenn man sie in einem kleinen Behälter wachsen lässt, können Cannabispflanzen Ringwurzeln bilden. Dies kann zu Nährstoffmängeln und wackligen, unterentwickelten Pflanzen führen. Sorge stets dafür, rechtzeitig und auf die richtige Größe umzutopfen.

Wurzeln sind in der Erde nicht allein. Sie teilen sich ihr Zuhause mit Millionen von Mikroben. Obwohl manche dieser Kriechtiere freundlich sind, können andere verheerende Schäden anrichten. Pythium, ein Wurzelerreger, kann Wurzeln angreifen und sogar ganze Pflanzen töten. Daher wirst Du lernen wollen, wie Du Dein Nährmedium frei von Krankheiten hältst.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABISWURZELN MACHEN?

Moment! Bevor Du Deine Wurzeln auf den Komposthaufen wirfst, solltest Du über ihre eindrucksvollen Nutzen Bescheid wissen. Cannabiswurzeln enthalten eine Reihe von Chemikalien[1], die verschiedene Kulturen seit Jahrhunderten (wenn nicht Jahrtausenden) verwenden, um Tees zu kochen und Tinkturen herzustellen.

Die Alkaloide innerhalb der Wurzeln sind jedoch nicht für jeden geeignet. Konsultiere Deinen Arzt, bevor Du eine Kanne Wurzeltee kochst.

KEIMBLÄTTER

Nach der Keimung sind diese winzigen Blätter das erste Zeichen von Cannabis-Pflanzenwachstum. Sie treten aus der Erde als zwei kleine Blätter hervor, obwohl sie manchmal auch als Drillinge hervorkommen. Diese Strukturen übernehmen die Verantwortung für die Photosynthese und treiben die frühe Phase des Sämlingswachstums an.

Irgendwann werden sich die ersten echten Blätter aus der Mitte der Keimblätter herausschälen. Während die Pflanze reift, werden die Keimblätter gelb werden, absterben und auf die darunterliegende Erde fallen.

KEIMBLÄTTER

STAMM

Cannabisstämme bieten oberirdischen Halt und beherbergen Nodien sowie Zweige. Diese zentrale Stütze ermöglicht Cannabispflanzen direkt nach oben zu wachsen, während die Zweige seitlich heraussprießen.

STAMM

FUNKTION

Der Stamm verleiht der Pflanze Struktur und Form. Er bietet blatttragenden Zweigen Halt und ermöglicht dem Blattwerk, Photosynthese zu betreiben. Der Stamm enthält ferner Holzgewebe, wasserführendes Gewebe, das in den Wurzeln anfängt und sich in alle Bereiche der Pflanze erstreckt.

FORM

Cannabisstämme sind steif und fest. Sie wachsen direkt nach oben und können recht groß werden. Manche größeren Sativa-Sorten entwickeln einen längeren Stamm, der mehr wie Holz als weiches Pflanzengewebe aussieht.

KÖNNEN STÄMME TRAINIERT WERDEN?

Grower kappen Pflanzen häufig und erschaffen durch Techniken wie Main-Lining zwei Hauptstämme. Andere Methoden, wie zum Beispiel LST, manipulieren den Stamm dahingehend, parallel zum Boden zu wachsen, was bewirkt, das jeder Zweig nach oben wächst. Stämme zu trainieren hat viele Vorteile, darunter verbesserte Produktivität, Lichtdurchdringung und Belüftung.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABISSTÄMMEN MACHEN?

Ob Du es glaubst oder nicht, Cannabisstämme enthalten eine kleine Menge von Cannabinoiden. Dies bedeutet, dass sie mehr als einen Platz auf dem Komposthaufen verdienen. Du kannst Stämme nutzen, um Konzentrate, Tees, THC-Butter und sogar Cannabis-Likör zu machen.

ZWEIGE

Ohne Zweige wären Cannabispflanzen im Grunde genommen ein Stock. Diese Sprösslinge formen ein dichtes Kronendach voller harziger Blüten.

ZWEIGE

FUNKTION

Zweige haben eine stützende Funktion, da sie aus dem Hauptstamm herausragen und Struktur für die Blätter bieten, damit diese Photosynthese betreiben können. Die Zweige enthalten auch Holzgewebe und transportieren Wasser sowie Nährstoffe zu den Blättern und Blüten.

LAGE

Zweige sprießen aus dem Hauptstamm, angefangen nahe der Basis der Pflanze bis ganz nach oben.

NODIEN UND INTERNODIEN

Nodien sind die Punkte, an denen Zweige aufeinander oder den Hauptstamm treffen. Cannabisblüten bilden sich an diesen wichtigen anatomischen Stellen. Die Bereiche zwischen den Nodien sind als Internodien bekannt.

KÖNNEN ZWEIGE TRAINIERT WERDEN?

Grower können Zweige genau wie Stämme trainieren, um den Ertrag zu steigern und die gesamte Struktur der Pflanze zu verbessern. Supercropping hilft Erzeugern, diese Ergebnisse zu erzielen, die Technik kann zuweilen aber recht riskant sein. Lerne, wie Du gebrochene Stiele fixierst, falls es misslingen sollte.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABISZWEIGEN MACHEN?

Zweige enthalten wenige Cannabinoide und teilen sich eine ähnliche Textur mit Stämmen. Nutze sie auf die gleiche Weise wie Stämme, um Tees, Extrakte und sogar Mulch zu produzieren.

FÄCHERBLÄTTER

Diese großen Blätter helfen Pflanzen dabei, so viel Energie wie möglich zu produzieren, während sie ihnen auch ermöglichen, zu atmen.

FÄCHERBLÄTTER

FUNKTION

Fächerblätter sind die größte Art von Blatt an der Cannabispflanze. Diese Strukturen sind sofort erkennbar und das Kraftwerk hinter der Photosynthese. Sie besitzen zudem kleine, als Stomata bekannte Spaltöffnungen, die bei der Transpiration und CO₂-Aufnahme helfen.

LAGE

Fächerblätter sind entlang aller Zweige positioniert, die aus dem Hauptstamm herausragen.

FORM

Cannabis-Fächerblätter unterscheiden sich je nach Morphologie einer bestimmten Sorte. Sativadominierte Sorten neigen dazu, Fächerblätter mit neun dünnen Fingern zu besitzen. Indica-Blätter weisen oftmals sieben Finger auf, die viel breiter sind. Ruderalis-Pflanzen sind durch kleine Fächerblätter mit nur fünf Fingern gekennzeichnet, von denen zwei viel kleiner sind und sich in der Nähe des Blattstiels befinden.

WAS KÖNNEN DIR FÄCHERBLÄTTER ANZEIGEN?

Erfahrene Gärtner verlassen sich auf Fächerblätter, um den Gesundheitsstatus ihrer Pflanzen zu erfahren. Verfärbung und Welken oder Einrollen können Grower wissen lassen, welche Nährstoffe fehlen oder ob die Pflanze über- oder unterwässert ist.

KÖNNEN FÄCHERBLÄTTER TRAINIERT WERDEN?

Das Entfernen von Fächerblättern – als "Entlaubung" bekannt – kommt häufig im Trainingsplan von vielen Erzeugern vor. Unnötige Fächerblätter abzuschneiden, verbessert die Durchlüftung, erhöht die Lichtdurchdringung und reduziert die Schimmelgefahr.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABIS-FÄCHERBLÄTTERN MACHEN?

Nach den Blüten sind Fächerblätter die zweitwichtigste Ressource, die man von Cannabis beziehen kann. Sie enthalten eine kleine Menge von Cannabinoiden und können für Folgendes genutzt werden:

  • Hasch
  • Extrakte
  • Tinkturen
  • Tees
  • Rohe Smoothies
  • Salate

ZUCKERBLÄTTER

Wenn Du Deine kostbaren Cannabisblüten betrachtest, wirst Du feststellen, dass sie von kleinen, spitzen Blättern umgeben sind. Dies sind Zuckerblätter. Obwohl sie klein sind, sind sie genauso lebensnotwendig wie ihre großen Gegenstücke.

ZUCKERBLÄTTER

FUNKTION

Als biologische Sonnensegel betreiben Zuckerblätter ebenfalls Photosynthese. Sie wachsen aus den reifen Blüten und dienen als eine lokal begrenzte Zuckerproduktionsstätte.

LAGE

Zuckerblätter ragen aus Cannabisblüten heraus. Manche Varietäten weisen minimale Zuckerblätter auf, wohingegen andere Colas besitzen, die von diesen Strukturen dominiert werden.

FORM

Zuckerblätter sind spitz und lang, fast wie die Form einer Speerspitze.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT ZUCKERBLÄTTERN MACHEN?

Zuckerblätter bekamen ihren Namen wegen dem frostigen, zuckerartigen Überzug, der ihre Oberfläche einnimmt. Die für diese glitzernde Ästhetik verantwortlichen Trichome erzeugen eindrucksvolle Cannabinoidwerte – nicht so viel wie die Blüten, aber mehr als bei jedem anderen Teil der Pflanze. Nachdem Du Deine Blüten manikürt hast, kannst Du Zuckerblätter verwenden für:

VERSCHNITT

Nach der Ernte Deiner Blüten wirst Du eine Trimmschere benötigen, um für schön manikürte Blüten all die Zuckerblätter zu entfernen. Du hast zwei Optionen: Du kannst sie gleich abschneiden, eine als Nassverschnitt bekannte Technik, oder warten, bis sie trocken sind.

BLÜTEN

Cannabisblüten: der Hauptgrund, warum Grower Samen in den Boden stecken. Diese geilen Blüten besitzen alle von Anbauern ersehnten Phytochemikalien – von psychoaktiven Cannabinoiden bis zu leckeren Terpenen.

BLÜTEN

FUNKTION

Cannabisblüten sind die Fortpflanzungsorgane von weiblichen Pflanzen. Sie besitzen eine Struktur, die beginnt, Samen zu bilden, wenn sie von männlichen Pollen befruchtet wird.

LAGE

Cannabisblüten bilden sich an den Nodien von Stämmen und Zweigen.

UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN MÄNNCHEN, WEIBCHEN UND ZWITTERN

Natürlich sind nicht alle Pflanzen weiblich. Männliche Pflanzen bringen keine Blüten hervor. Sie produzieren stattdessen Pollensäcke, die aufplatzen und ihren Blütenstaub in der Luft verteilen. Wenn diese Substanz auf weiblichen Blüten landet, werden sie befruchtet und fangen an, Samen zu bilden.

Obwohl Cannabis eindeutig männliche und weibliche Pflanzen hat, können manche Exemplare sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane besitzen. Dies kann aufgrund von umweltbedingtem Stress oder der Genetik geschehen. Diese Pflanzen sind als Zwitter bekannt.

POPCORN-BUDS

Cannabisblüten anzubauen, verläuft nicht immer nach Plan. Genetik, schlechte Lichteinwirkung und andere Umweltbedingungen können zu kleineren und minderwertigen "Popcorn-Buds" führen, die Du vermeiden lernen willst.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABISBLÜTEN MACHEN?

Du kannst die Cannabinoide von Cannabisblüten auf jede erdenkliche Art und Weise nutzen. Experimentiere mit den folgenden Möglichkeiten, um Deine favorisierte zu entdecken:

  • Rauchen
  • Verdampfen
  • Extrakte
  • Öle
  • Esswaren
  • Tees

BLÜTENKELCHE

Cannabis-Colas sehen wie eine ganze Einheit aus, sie bestehen aber eigentlich aus vielen verschiedenen kleinen Teilen, darunter Blütenkelchen.

BLÜTENKELCHE

FUNKTION

Diese tränenförmige Struktur schützt die Fortpflanzungsorgane der weiblichen Blüte. Sie sitzt an der Basis der Blüte und zieht sich zurück, während die Blüten beginnen, zu reifen. Du wirst sie, kurz bevor die Blütephase anfängt, zuerst als Vorblüten erscheinen sehen.

LAGE

Blütenkelche bilden sich in die Nodien eingebettet, während Pflanzen den Übergang von der vegetativen zur Blütephase machen.

BLÜTENSTEMPEL UND NARBEN

Blütenstempel und Narben sind ebenfalls in der Mikrostruktur enthalten, aus der Cannabisblüten bestehen.

BLÜTENSTEMPEL UND NARBEN

FUNKTION

Blütenstempel sind ein geschlechtlicher Apparat von Cannabisblüten und weisen eine einzelne Samenanlage auf, die zwei hervorstehende Narben hervorbringt.

Narben sind haarartige Strukturen, die aus dem Blütenkelch herausragen, der Luft völlig ausgesetzt. Sie stehen gerade und standhaft, in der Hoffnung, dass ein paar Pollenteilchen in ihre Richtung fliegen könnten.

WAS EINEM DIE BLÜTENSTEMPEL UND NARBEN VON CANNABIS ANZEIGEN KÖNNEN

Grower können sich die Farbe von Blütenstempeln ansehen, um zu bestimmen, wie reif ihre Cannabispflanze ist. Junge Blüten besitzen weiße, leicht grünliche Härchen, die tieforange, braun oder rot werden, wenn die Blüten erntereif sind.

Falls ein Männchen Deine Pflanze befruchtet haben sollte, kannst Du Dir ebenfalls die Blütenstempel ansehen. Nutze hierfür eine Pinzette und ziehe das Deckblatt an der Basis dieses Gefüges leicht zurück.

TRICHOME

Trichome machen Cannabis so einzigartig. Diese Drüsen produzieren all die Phytochemikalien, die der Grund dafür sind, dass man in fast jedem Land der Welt Cannabis anbaut.

TRICHOME

FUNKTION

Trichome sind kleine, pilzförmige Drüsen, die die Oberfläche von Cannabisblüten und -blättern einnehmen. Sie erzeugen ein Harz, das reich an Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden ist. In der Natur produzieren Pflanzen diese sekundären Metaboliten, um sich gegen Schädlinge und übermäßige Hitze zu schützen. Das Harz hilft außerdem dabei, dass Blütenstaub an den Blüten kleben bleibt.

Die Magie findet in den knollenförmigen Trichom-Köpfen statt. Hier werden hohe Werte von THC, CBD und Terpenen wie Myrcen, Caryophyllen und Pinen erzeugt. Trichome produzieren je nach Sorte ganz verschiedene Werte dieser Phytochemikalien.

KÖNNEN TRICHOME TRAINIERT WERDEN?

Nicht gerade "trainiert", aber sie können durchaus beeinflusst werden. Grower können die Trichom-Werte mit einer Reihe von Techniken erhöhen, einschließlich genetischer Selektion, Bodenqualität, Beleuchtung und kontrolliertem Stress.

WAS EINEM CANNABISTRICHOME ANZEIGEN KÖNNEN

Abgesehen davon, dass sie signalisieren, wie geil eine Blüte werden wird, helfen Trichome Gärtnern auch, zu erkennen, wann sie ihre Blüten ernten müssen. Durchsichtige Trichome zeigen, dass die Blüten noch jung und unreif sind. Mit der Zeit werden sie eine trübe und milchige Erscheinung entwickeln. Wenn sie größtenteils milchig werden, wobei ein paar eine Bernsteinfarbe annehmen, ist es Erntezeit.

WAS KANN MAN NACH DER ERNTE MIT CANNABISTRICHOMEN MACHEN?

Du kannst Trichome von der Oberfläche von Blüten lösen, um hochpotente Konzentrate zu erzeugen, die intensivere Effekte und bessere Aromen liefern. Du kannst Trichome nutzen, um Folgendes herzustellen:

External Resources:
  1. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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