Zumindest wenn man den durchschnittlichen Cannabisanbauer fragt, gelten männliche Cannabisflanzen für gewöhnlich als unerwünscht. Niemand will, dass seine kostbare Ernte versehentlich bestäubt und damit ruiniert wird, denn wir haben gelernt, dass genau dies passieren wird, wenn wir die Männchen nicht früh von den Weibchen trennen.

Diese Stigmatisierung und die Mühe, die mit männlichen Pflanzen verbunden ist, sind die Gründe dafür, dass feminisierte Samen so an Popularität gewonnen haben. Es ist wahr, dass sie dem Anbauer tatsächlich den Anbau erleichtern.

Nun ist es aber so, dass männliche Cannabispflanzen den schlechten Ruf, den sie besitzen, nicht wirklich verdienen. Es gibt einige triftige Gründe, die Du in Betracht ziehen solltest, bevor Du sie entsorgst. Hier stellen wir einige der besten Verwendungsmöglichkeiten für Deine männlichen Cannabispflanzen vor.

KANN MAN MÄNNLICHE PFLANZEN RAUCHEN?

Natürlich. Aber männliche Pflanzen enthalten nicht viele Cannabinoide oder Terpene – die Hauptbestandteile, die das Grasrauchen lohnenswert machen. Weibliche Cannabisblüten enthalten die höchste Konzentration dieser Verbindungen. Männliche Pflanzen erzeugen zwar einige der kleinen Drüsen (Trichome), die diese Stoffe herstellen, doch ihre Anzahl ist nichts im Vergleich zu der Menge, die man auf weiblichen Pflanzen findet.

Eine männliche Pflanze bis zu der Phase wachsen zu lassen, in der sie Cannabinoide produziert, setzt Deine weiblichen Pflanzen einem Risiko aus. Wenn die Männchen Pollen freisetzen und die weiblichen Blüten bestäuben, stellen die Pflanzen die Harzproduktion ein und beginnen stattdessen mit der Samenproduktion. Daher überwiegt das Risiko bei weitem den Nutzen, männliche Pflanzen zu rauchen, sofern Du nicht gar keine andere Wahl hast.

Männliche Pflanzen

DU BENÖTIGST EINE MÄNNLICHE PFLANZE, UM DEINE EIGENEN SORTEN ZU ZÜCHTEN

Ja, der Cannabisanbau ist eine tolle Angelegenheit, was sicher die meisten von Euch unterschreiben werden. Doch immer wieder nur dieselben identischen Blüten aus Klonen anzubauen, könnte für Dich als Cannabisenthusiast auf Dauer vielleicht nicht interessant genug. Wie wäre es, Deine eigenen hochwertigen Cannabissorten zu züchten?

Für fortgeschrittene Anbauer kann sich die Züchtung neuer Sorten zur spannenden Leidenschaft entwickeln. Stell Dir vor, Du erschaffst Deine ganz eigene spezielle Sorte, die leckerer und harziger ist, größere Erträge liefert und Dir ein besseres High beschert.

Dies kannst Du erreichen, wenn Du die besten Eigenschaften verschiedener Sorten durch sorgfältige Zucht kombinierst. Um dies durchführen zu können, musst Du aber Deine männlichen Pflanzen behalten!

Wenn du anfängst Deine eigene erstklassige Sorte zu züchten, wird die männliche Pflanze 50% des genetischen Materials einbringen. Es ist also ganz einfach sinnvoll, dass Du die beste männliche Pflanze auswählst, die Dir als Spender zur Verfügung steht.

WIE WIRD EINE GUTE MÄNNLICHE PFLANZE FÜR DIE ZUCHT AUSGEWÄHLT?

Männliche Pflanzen werden nicht geraucht, weshalb es sich schwieriger gestaltet, die perfekte Pflanze mit dem besten Geschmack zu finden. In der Regel wählen Züchter ihre männlichen Pflanzen durch einen Eleminierungsprozess aus. Hier sind einige Kriterien, die Dir dabei helfen zu bestimmen, welche Pfanzen Du behalten und welche Du aussortieren solltest.

Verzichte auf männliche Pflanzen, die besonders schnell oder hoch wachsen. In der Regel versagen solche Exemplare, wenn es um die Qualität der Blüten geht.

Eliminiere dann die männlichen Pflanzen, die zu früh blühen und befreie Dich außerdem von autoflowering Exemplaren. Bei Pflanzen, die zu unerwarteten Zeitpunkten blühen, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie intersexuell werden.

Eine Maßnahme für die Auswahl geeigneter männlicher Pflanzen, die Züchter anwenden, basiert auf der Betrachtung der Stiele. Große, hohle Stiele sind normalerweise ein gutes Zeichen, während Du Pflanzen mit einem kernigen Stiel verwerfen solltest. Erfahrene Züchter berichten von einem positiven Zusammenhang zwischen der Art des Stieles und dem THC-Gehalt.

Dann solltest Du männliche Pflanzen mit einer luftigen Blütenstruktur aussondern und nur solche behalten, die kompakte, dicht gepackte Blüten aufweisen, um gute Erträge zu gewährleisten.

Ein einfacher Schnüffeltest bietet Dir eine weitere kinderleichte, aber effektive Möglichkeit, um eine vielversprechende männliche Pflanze zu finden: Behalte einfach die Pflanzen, die den besten Duft verströmen.

MÄNNLICHE PFLANZEN SICHERN EINE STARKE GENETISCHE LINIE

Im Gegensatz zu anderen Pflanzen, die sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf einer einzigen Pflanze ausbilden können, gehört Cannabis zu den sogenannten zweihäusigen Pflanzen, bei denen es getrennt wachsende männliche und weibliche Pflanzen gibt.

Werden nun immer die genetisch unterschiedlichen männlichen Pflanzen zum frühest möglichen Zeitpunkt ausgemerzt, verringert dies die genetische Vielfalt. Die Anwesenheit männlicher Pflanzen ist vielmehr wichtig für den Fortbestand der Kraft und Vitalität einer Sorte.

Viele Hobby-Züchter verwenden eine einzige feminisierte Sorte oder gründen ihren gesamten Anbau auf im Wesentlichen identische Klone. Dieser Mangel an Vielfalt schwächt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und führt damit zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegen Krankheiten und Schädlinge.

Genetische

MÄNNLICHE CANNABISPFLANZEN PRODUZIEREN BESONDERE FASERN

Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen, was die Art der Fasern angeht, die sie jeweils produzieren. Deshalb trennen Landwirte sie normalerweise, wenn sie Cannabis für verschiedene Zwecke anbauen - zum Beispiel, wenn Hanffasern für Textilien oder andere Waren geerntet werden sollen.

Die Faser aus der männlichen Hanfpflanze ist nämlich flexibler und besitzt eine höhere Widerstandskraft, während weibliche Fasern dazu neigen stabiler zu sein. Weil die Hanffasern der männlichen Pflanzen weicher und dünner sind, eignen sie sich besser für hochwertiges Tuch, wie es für Bettwäsche oder Handtücher benötigt wird.

Die weiblichen Pflanzen dagegen produzieren Fasern, die rau sind und sich deshalb besser für gröbere Stoffe eignen, wie sie für Leinwand und andere Arten von groben Textilien eingesetzt werden.

Wer weiß, vielleicht steigst Du irgendwann einmal in die Textilherstellung ein! Dies ist definitiv ein weiterer Bereich, der es notwendig macht männliche Pflanzen zu behalten, da sie besonders nützlich für spezifische Zwecke sind.

Männlichen Hanfpflanze

MÄNNLICHE CANNABISPFLANZEN SIND GUTE BEGLEITER

Du musst Cannabis nicht unbedingt rauchen, um die vielen Vorteile dieser Pflanze nutzen zu können. Cannabispflanzen besitzen verschiedene natürliche Abwehrkräfte, einschließlich ihrer aromatischen Terpene, die großartige Schädlingsbekämpfungsmittel darstellen.

Cannabis ist deshalb wirklich eine ausgezeichnete Begleitpflanze. Ein paar strategisch platzierte männliche Pflanzen zwischen Deinem Gemüse können alles, was nötig ist, um Dir Schädlinge vom Hals zu halten, sodass Du auf potenziell schädliche Pestizide verzichten kannst!

Solltest Du zudem einen ausreichend großen Garten Dein Eigen nennen, kannst Du Deinen männlichen Pflanzen sogar theoretisch einen eigenen Platz zuweisen. Pflanze sie so weit entfernt wie möglich von den weiblichen Pflanzen an.

Du kannst das Risiko einer versehentlichen Bestäubung zusätzlich reduzieren, indem Du eine Barriere aus Sonnenblumen zwischen die männlichen und weiblichen Exemplare anlegst.

So kannst Du unglaubliches, rauchbares Cannabis anbauen, ohne Deine männlichen Pflanzen aus Angst vor versehentlicher Bestäubung in die Tonne treten zu müssen.

UNUTZE DEINE MÄNNLICHEN PFLANZEN FÜR EINEN GESUNDEN CANNABISSAFT ODER -TEE

Cannabissaft ist eine wertvolle Quelle für Nährstoffe, die ihn bei gesundheitsbewussten Menschen immer beliebter macht. Deine männlichen Cannabispflanzen enthalten die gleichen Cannabinoide wie weibliche Pflanzen, wenngleich in niedrigeren Mengen.

Aus diesem Grund ist männliches Cannabis optimal zum Entsaften. Du kannst es ziemlich genau so verwenden wie weibliche Pflanzen – mit dem einzigen Unterschied, dass Du die dickeren Stiele und größeren Blätter nicht entsaften solltest, wenn Du einen bitteren "Pflanzengeschmack" vermeiden möchtest.

Cannabissaft stellt eine hervorragende Quelle für die Bereitstellung der ausgesprochen nützlichen Cannabinoide wie etwa CBD dar - ohne das High oder andere unerwünschte Nebenwirkungen.

Und falls Du es wirklich ganz einfach haben willst, kannst Du auch einen Tee aus den Blättern Deiner männlichen Pflanzen machen.

Gesunden Cannabissaft

WARUM DU DEINE MÄNNLICHEN CANNABISPFLANZEN BEHALTEN SOLLTEST

Männliche Cannabispflanzen verdienen ihren schlechten Ruf nun wirklich nicht. Sie haben zahlreiche gute Verwendungen, von der Züchtung neuer Sorten, bis hin zur Herstellung Deiner eigenen cannabisbasierten Gesundheitsgetränke oder für die Herstellung von hochwertigem Hanfmaterial.

Aber der Nutzen männlicher Pflanzen geht über diese Kriterien hinaus, denn ihr Anbau dient wirklich einem größeren Zweck: Die Beseitigung männlicher Pflanzen stellt ein großes Risiko für die gesunde Vielfalt und damit die Nachhaltigkeit der gesamten Pflanzengattung dar. Ähnlich nachteilige Tendenzen sind bei Bananen und anderen selektiv gezüchteten Pflanzen zu beobachten.

Weil nur noch ein paar kommerziell lohnende Typen gezüchtet werden, sind Bananen wie wir sie kennen dabei auszusterben. Vergleichbares ist schon bei Mais und Weizen passiert.

Indem wir die männlichen Cannabispflanzen behalten, helfen wir aktiv, das Überleben von Cannabis nachhaltig zu unterstützen. Wenn wir dies allerdings – aus Gründen der Bequemlichkeit - ignorieren, kann es sein, dass einige Cannabissorten einfach verschwinden werden.

ZUR HERSTELLUNG VON HASCHISCH UND KONZENTRATEN

Du wirst vermutlich nicht wirklich high davon, männliches Pflanzenmaterial zu rauchen, doch die Menge macht den Unterschied. Indem Du männliche Pflanzen für die Herstellung von Hasch und Konzentraten weiterverarbeitest, verdichtest Du eine geringe Anzahl an Cannabinoiden in einem wirksamen Extrakt. Du kannst Hasch durch das Sieben von getrocknetem Pflanzenmaterial herstellen, solltest Dir dabei aber bewusst sein, dass Du eine ganze Menge brauchst, damit sich dieses Unterfangen lohnt.

Männliche Pflanzen stellen auch gute Küchenzutaten dar. Decarboxyliere Dein Pflanzenmaterial und nutze es, um Getränke, Kuchen und leckere Gerichte mit einer moderaten Menge an Cannabinoiden anzureichern, indem Du eine Ladung Cannabutter machst.

ZUR VERWENDUNG ALS MULCH

Diese männliche Pflanzen nahmen ihre Gestalt an, indem sie eine Menge Nährstoffe aus Deiner Erde gezogen haben. Sie bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff und Stickstoff, aber sie beherbergen auch viele andere nützliche Bestandteile wie wertvolle Mikronährstoffe. Wenn Du nicht vorhast, sie anderweitig zu nutzen, solltest Du diese Verbindungen wieder in Deinen Garten ausbringen.

Du kannst die Pflanzen entweder direkt auf die Erde geben, indem Du sie einfach abschneidest und auf die Erde wirfst, oder Du gibst sie auf Deinen Komposthaufen, um ihre Zersetzung durch die Magie der aeroben Mikroben zu beschleunigen.

ZUR ERNTE ESSBARER SAMEN

Cannabissamen sind supernahrhaft. Sie sind reich an Aminosäuren, Fettsäuren und Vitaminen und stellen so einen gesunden Snack dar, der einen leckeren, nussigen Geschmack bietet. Die weiblichen Cannabisblüten produzieren nur Samen, wenn sie mit männlichen Pollen in Kontakt kommen. Wenn Du vorhast, Gras der Samen wegen aufzuziehen, brauchst Du ein paar in Deinem Garten verteilte Männchen, um dies zu ermöglichen. Wo die meisten Grower versuchen, die Männchen zu erkennen und zu entfernen, brauchen die Samenproduzenten sie.

Essbarer Samen

ZUR NUTZUNG IHRER WURZELN

Nachdem Du Deine männlichen Pflanzen am Stamm gefällt hast, solltest Du nach Deiner Schaufel greifen. Buddel um den unteren Teil der Pflanze herum und grabe die große Wurzelmasse aus der Erde aus. Dieses Netzwerk sieht vielleicht wie ein Durcheinander aus holzigen Ranken aus, doch es steckt voller interessanter sekundärer Pflanzenstoffe, die einen ganzheitlichen Nutzen haben könnten. Die Wissenschaft hat noch viel zu tun, was die Erforschung dieser Verbindungen betrifft, bisher kennen wir jedoch schon einige vielversprechende Triterpenoide und Alkaloide, aus denen sich ein großartiger Tee brauen lässt.

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