By Luke Sumpter Reviewed by: Mr José


Cannabisanbauer können einen neuen Grow auf zwei Arten starten. Sie können entweder Samen zum Keimen bringen oder Stecklinge von einer Mutterpflanze nehmen. Beide dieser Methoden bringen dasselbe Endergebnis hervor – Cannabinoid-reiche Blüten –, bewerkstelligen dies aber auf unterschiedliche Weise.

Manche Grower ziehen die Geschwindigkeit von Klonen vor, wohingegen andere es bevorzugen, den ganzen Weg von Anfang bis Ende mit Samen zu beschreiten. Egal, ob Du ein Anbauneuling oder ein erfahrener Experte bist, ist es entscheidend, beide Techniken kennenzulernen, um in Zukunft experimentieren und Deine Resultate maximieren zu können.

Samen und Klone haben beide spezifische Vor- und Nachteile. Sobald Du die jeweiligen Merkmale abwägst, wirst Du in der Lage sein, zu entscheiden, welchen Weg Du einschlagen willst.

VORTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT SAMEN

Manche Grower sehen den Anbau mit Samen als die "echte" Art an, Cannabis zu kultivieren. Ob das nun stimmt oder nicht, bietet es sicherlich ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit zur Erntezeit.

Weltweit nutzen die meisten Selbstversorger Samen für ihre Projekte. Das liegt daran, dass sie zugänglicher und in den meisten Ländern legal sind, aber das ist nicht alles, was sie zu bieten haben. Lass uns einige der besten Gründe besprechen, Samen für seinen Grow zu verwenden.

LEICHT ZUGÄNGLICH

Das Internet hat vieles vereinfacht, insbesondere das Beschaffen von Cannabissamen.

Heutzutage kannst Du Samen problemlos online von einer langen Liste von etablierten Saatgutbanken (wie Royal Queen Seeds natürlich) bestellen. Diese senden Pakete diskret und direkt in Deinen Briefkasten, sodass Du das Haus überhaupt nicht mehr verlassen musst.

Selbst in Ländern, in denen Cannabis selbst illegal bleibt, können ungekeimte Cannabissamen oft absolut legal bestellt, besessen und gesammelt werden. Samen zu verwenden, wird Dich auf der guten Seite des Gesetzes halten, bis Du sie in die Erde steckst.

GANZ VON VORNE ANFANGEN

Samen bieten nicht nur das wohl überzeugendere Endergebnis, sie befähigen Grower darüber hinaus, mit frischer Genetik zu beginnen. Diese kleinen DNS-Packungen beherbergen einen Code, der noch keiner schlechten Anbauumgebung oder einer Unzahl von Krankheiten ausgesetzt wurde. Wie wir später besprechen werden, kann dies jedoch nicht von allen Klonen behauptet werden.

EIGNE SORTEN ZÜCHTEN

Sobald Du die Kunst des Anbaus von Cannabis mit Samen gemeistert hast, kannst Du anfangen, Deine eigenen Sorten zu erzeugen. Züchte Dein Lieblingsweibchen mit einem wertvollen Männchen und Du wirst am Ende der Anbausaison Hunderte – wenn nicht Tausende – Deiner eigenen Samen haben.

Mit anderen Worten: Du erschaffst zwar Samen, kreierst aber eigentlich Deine eigene einzigartige Sorte. Richte Deine Aufmerksamkeit für das bestmögliche Raucherlebnis auf Merkmale, an denen Du Freude hast.

FEMINISIERTE SAMEN = GEILE BLÜTEN

Obwohl reguläre Samen beide Geschlechter entwickeln können, bieten hochwertige feminisierte Samen eine 99%ige Garantie, weiblich zu sein.

Warum ist das so wichtig? Nun, wie Du weißt, produzieren weibliche Cannabispflanzen die klebrigen und Cannabinoid-reichen Blüten, auf die die meisten Grower aus sind. Männchen bringen dagegen Pollensäcke hervor. Sie sind für die Zucht erforderlich, aber nachteilig für den Ertrag der weiblichen Pflanzen, die sie bestäuben.

Mit feminisierten Samen ersparst Du Dir einen enormen Zeitaufwand und viel Arbeit, die Du normalerweise dafür aufwenden würdest, Dich der Männchen zu entledigen. Im Gegenzug bekommst Du einen Haufen hochwertiger Buds.

VORTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT SAMEN

NACHTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT SAMEN

Nachdem Du nun Obiges gelesen hast, könnte der Anbau mit Samen eigentlich perfekt erscheinen. Allerdings hat alles im Leben eine Kehrseite. Lass uns die Diskussion in Anbetracht dessen auf die nicht-so-vorteilhaften Aspekte von Samen verlegen.

SIE KEIMEN NICHT IMMER

Obwohl angesehene Saatgutbanken hohe Keimraten bieten, wird nicht jeder einzelne Samen zur Pflanze werden. Leider sind manche – ganz gleich, was Du tust – einfach Blindgänger. Deshalb empfehlen wir, einen Grow mit mehreren Samen zu beginnen, selbst wenn Du beabsichtigen solltest, nur eine Pflanze aufzuziehen.

GENOTYP VERSUS PHÄNOTYP

Jeder Samen von derselben Pflanze wird einen leicht anderen Genotyp aufweisen – einen einzigartigen genetischen Code. Es wird immer eine genetische Variation von Eltern zu Nachwuchs, von Bruder zu Schwester geben.

Dies bedeutet, dass Samen keine exakte Kopie eines bestimmten Elternteils hervorbringen werden und Du Unterschiede zwischen Brüdern und Schwestern sehen wirst, die Du wachsen lässt. Wenn Du zehn Samen derselben Sorte pflanzt, wirst Du einige Variationen in Höhe, Farbe, Geschmack und Ertrag bemerken.

Cannabispflanzen entwickeln überdies spezifische Merkmale aufgrund von ihrer Umgebung, einem Faktor, der ihren Phänotyp beeinflusst. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht, Nährstoffe und Wasser können sich alle auf phänotypische Expression auswirken. Somit ist es mit Samen viel schwieriger als mit Klonen, eine einheitliche Pflanzung zu erreichen.

LANGSAMERER START

Zuletzt brauchen Samen länger als Klone, um die Erntezeit zu erreichen. Es kann zwischen ein paar Tagen und einer Woche dauern, bis man die ersten Anzeichen von sich aus dem Boden emporstreckendem Leben sieht. Danach kannst Du noch eine oder zwei Wochen addieren, bis es ein reifer Sämling wird.

Es mag nicht so lang erscheinen, aber es gibt einen Grund, warum schnelle autoflowering Sorten so beliebt sind, wie sie es sind – weil die Zeitdauer von ihrer Aussaat bis zur Ernte dem Anbau von Klonen sehr ähnlich ist.

VORTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT KLONEN

Für jene, die nicht mit ihnen vertraut sind: Klone sind von Mutterpflanzen in der vegetativen Phase genommene Stecklinge. Sobald sie ihn erhalten, lassen Grower den Steckling anwurzeln, bevor sie ihn in Erde oder ein hydroponisches Medium einführen.

Wie der Name schon sagt, liefert ein Klon eine exakte genetische Kopie der Mutterpflanze. Dies kann entweder ein Segen oder ein Fluch sein, wie Du im Folgenden sehen wirst. Lass uns zuerst die Vorteile erörtern.

STECKLINGE VON WEIBCHEN ERZEUGEN NEUE WEIBCHEN

Weil Klone exakte Kopien sind, werden von einer weiblichen Mutterpflanze genommene Stecklinge weitere Weibchen hervorbringen. Dies ermöglicht es Anbauern, das beim Anbau mit regulären Samen bestehende Problem zu umgehen, nach männlichen Pflanzen Ausschau halten zu müssen, und es vermeidet das geringe Risiko, dass feminisierte Samen eine männliche Pflanze hervorbringen.

KLONE SPAREN ZEIT

Mit Klonen musst Du nicht darauf warten, dass ein Samen keimt und zu einem halbwegs großen Sämling heranwächst. Genau genommen überspringst Du diese Phase komplett! Lass Deinen Steckling einfach anwurzeln und Du hast eine Pflanze, die sofort einsatzbereit ist.

VORTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT KLONEN

MAN WEIẞ GENAU, WAS EINEN ERWARTET

Klone liefern genau das, was Dir an der Mutterpflanze gefiel. Als exakte genetische Kopien werden sie alle Merkmale der Mutter übernehmen, einschließlich Größe, Geschmack, Morphologie und Produktivität. Samen werden sich hingegen von den Pflanzen, von denen sie kommen, aufgrund von genetischen und umweltbedingten Faktoren geringfügig unterscheiden.

NACHTEILE DES ANBAUS VON CANNABIS MIT KLONEN

Klone übertreffen Samen in manchen Bereiche bei weitem, aber sie sind nicht perfekt. Hier sind einige Probleme, die auftreten können, wenn Du mit Klonen anbaust.

SCHWER ZU BESCHAFFEN

Du willst Samen? Dann suche online eine Saatgutbank. Du willst Klone? Viel Glück. Da sie von einer aktiven, vegetierenden Pflanze genommen werden müssen, können Klone schwer aufzutreiben sein, falls Du zuhause growen willst. Außerdem sind sie illegal, sogar bevor sie überhaupt bei Dir landen, was ihren Versand sehr riskant gestaltet.

Deinen Anbaukumpels einen Besuch abzustatten, könnte in den meisten Ländern der beste Weg sein, Klone zu finden. Frage höflich und Du könntest Dich mit ein oder zwei Stecklingen auf den Heimweg machen.

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MAN MUSS VORSICHTIG SEIN

Samen sind widerstandsfähig. Sie können direkt in die Erde gepflanzt werden. Klone sind empfindlich und müssen dementsprechend behandelt werden. Wenn Du mit Stecklingen aggressiv umgehst oder es versäumst, ihnen einen guten Start zu ermöglichen, werden sie sterben, bevor sie anwurzeln.

Fragile Stecklinge benötigen außerdem eine speziell zugeschnittene Umgebung mit individuellen Parametern, um ihnen den besten Start ins Leben zu geben. Sie brauchen optimale Luftfeuchtigkeitswerte sowie fein abgestimmte und beständige Temperaturen. Deshalb wirst Du einen zusätzlichen Raum in Deinem Grow Room einrichten müssen, um auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können, insbesondere, wenn Du auch mit Samen anbaust.

MAN BEKOMMT AUCH DIE SCHLECHTEN MERKMALE

Mutterpflanzen geben alles an ihre Klone weiter, einschließlich ihrer schlechten Merkmale. Die Mutterpflanze könnte, ob Du es nun weißt oder nicht, ein genetisches Problem oder einen Fehler haben. Dies stellt sich vielleicht erst heraus, wenn Du ein paar Klone aufgezogen hast, aber falls es dies tut, wird es einigen Schaden angerichtet haben.

KLONE ODER SAMEN – WAS IST BESSER FÜR DEN CANNABISANBAU?

Ganz ehrlich, die Antwort ist völlig subjektiv. Es läuft alles auf die persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten des Gärtners hinaus. Anfänger werden mit Samen eine viel einfachere Zeit haben – und bessere Ergebnisse erhalten. Klone können schwieriger sein und sind am besten etwas erfahreneren Growern vorbehalten. Veteranen werden sich jedoch auch aus Zuchtzwecken oder für das Verständnis der gesamten Entwicklung von Pflanzen für Samen entscheiden.

Wie mit allem in der Welt des Anbaus wird Dich das Experimentieren dazu befähigen, Deinen eigenen Weg zu finden. Probiere beides aus und sieh, was am besten für Dich und Deinen Anbaustil funktioniert. Viel Erfolg!

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