DECARBOXYLIERUNG: WAS IST DAS?

THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) ist die saure Vorstufe von THC. Dies bedeutet im Grunde, dass THC ohne THCA nicht existieren würde. In seinem natürlichen Zustand ruft THCA nicht die psychoaktiven Effekte hervor, für die THC geschätzt wird. Durch den Prozess der Decarboxylierung (die Anwendung von Hitze) wird jedoch eine Carboxygruppe (das "A") entfernt und rohes THCA in nutzbares THC umgewandelt.

Dennoch scheint THCA seine Anwendungsmöglichkeiten zu haben. Es wird angenommen, dass THCA in der freien Natur als saures Abschreckungsmittel gegen Bedrohungen wie Räuber und Schädlinge wirkt. Darüber hinaus deutet frühe Forschung darauf hin, dass THCA sogar therapeutischen Nutzen bieten könnte, einschließlich entzündungshemmender und neuroprotektiver Effekte. Die Forschung weist darauf hin, dass THCA, wenn es korrekt genutzt wird, viele derselben therapeutischen Nutzungsmöglichkeiten wie THC aufweisen könnte – nur ohne das High.

  • WIE MAN CANNABIS DECARBOXYLIERT

Bei Rauchern und Nutzern von Verdampfern findet die Decarboxylierung auf natürliche Weise während des Verbrennungs- beziehungsweise Verdampfungsprozesses statt. Obwohl es weniger präzise als die nachfolgenden Methoden ist, decarboxyliert das Anzünden Deines Grases mit einer Flamme augenblicklich die Cannabinoide und Terpene, was Dir ermöglicht, schnell zu ziehen und von der Wirkung zu profitieren. Allerdings "tötet" die durch diese Methode erzeugte überschüssige Hitze bekanntermaßen einige dieser flüchtigen Moleküle. Das Verdampfen ist ein wenig kontrollierter, da die Geräte aufgeheizt werden, um THC und andere Cannabinoide und Terpene ziemlich genau mit ihrem Siedegrad zu aktivieren, was eine fast volle Dosis jeder Verbindung ermöglicht.

  • OFENMETHODE

Die gängigste Methode der Decarboxylierung von Cannabis ist es vor allem bei der Zubereitung von Esswaren einfach im Ofen zu "backen". Für diese Methode werden ein paar Schritte benötigt:

1. Zerkleinere Dein Cannabis, bis es einheitlich genug ist, um problemlos auf einer dünnen Oberfläche verteilt zu werden.
2. Lege ein Backblech mit einem Stück Backpapier aus.
3. Schütte Dein zerkleinertes Cannabis auf das Backpapier und achte darauf, dass Du es gleichmäßig verteilst.
4. Heize Deinen Ofen auf 115°C vor und schiebe das Backblech für zirka 45 Minuten hinein. Rühre das Cannabis nach etwa der Hälfte der Zeit um.

Es ist wichtig, während dieses Prozesses auf die Temperatur Deines Ofens zu achten. Deine Buds bei einer höheren Temperatur zu backen mag vielleicht den Anschein haben, als würde es die Arbeit schneller erledigen, es wird aber höchstwahrscheinlich nur die Cannabinoide und Terpene zerstören, was die Buds womöglich unbrauchbar macht. Sie für einen längeren Zeitraum bei einer niedrigeren Temperatur zu backen, wird allgemein als die sicherste und effektivste Methode der Decarboxylierung von Cannabis angesehen.

Obwohl dies die am häufigsten genutzte (und viele würden sagen die einfachste) Methode ist, gibt es mehrere andere Wege, um Marihuana zu decarboxylieren.

OFENMETHODE

  • MIKROWELLENMETHODE

Cannabis kann auch in einer Mikrowelle decarboxyliert werden, was im Wesentlichen eine Modifikation der Ofenmethode ist. Anstatt Dein zerkleinertes Cannabis auf einem Backpapier zu verteilen, verteilst Du es auf einem Teller und stellst ihn für 2–3 Minuten in die Mikrowelle. Obwohl die Mikrowellenmethode sicherlich schneller als die Verwendung eines Ofens ist, glauben Kritiker, dass die Decarboxylierung mit einer Mikrowelle der Potenz und dem Terpenprofil der Buds tatsächlich schaden kann.

  • VAKUUMBEUTELMETHODE

Marihuana kann auch mit der Koch-/Vakuumbeutelmethode decarboxyliert werden. Vakuumiere einfach Deine zerkleinerten Buds in einem hitzebeständigen Plastikbeutel und lege ihn für ungefähr eine Stunde in kochendes Wasser. Wenn Du diese Methode nutzt, solltest Du idealerweise einen Präzisionskocher verwenden, der auf exakt 95°C eingestellt ist. Obwohl manche diese Methode bevorzugen, weil sie die Nutzung eines Ofens umgeht, erfordert es viel mehr Zeit und Mühe, seine Buds vorher zu vakuumieren und während des gesamten Prozesses sorgsam zu überwachen.

  • NATÜRLICHE METHODE

Es ist eine Erwähnung wert, dass Cannabis mit der Zeit auf natürliche Weise decarboxyliert, wenn man es sich selbst überlässt. Die Einwirkung der Elemente reicht aus, um THCA langsam in THC und THC wiederum in das Cannabinoid CBN umzuwandeln. Dieser Vorgang ist allerdings unvorstellbar langwierig, also wird Hitze nahezu sicher vonnöten sein, um ihn voranzutreiben. Für welche Methode Du Dich auch immer entscheiden magst, ist die Decarboxylierung unerlässlich, um die psychotrope Macht unseres illustren THCs zu "entfesseln".

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