Lerne, wie Du Verdampfungstemperaturen nutzt, um Dein High zu kontrollieren.


Cannabis zu verdampfen hat unheimlich an Popularität gewonnen. Diese moderne Alternative zum Rauchen hat als möglicherweise gesündere Option Fuß gefasst. Das Fehlen von Verbrennung und karzinogenen Substanzen macht Verdampfen angenehmer für die Lunge. Außerdem helfen niedrigere Temperaturen, den komplexen Geschmack jeder Sorte zu bewahren. Rauchen hingegen setzt das Kraut brutal hohen Temperaturen aus. Egal, ob die Blüten nun mit einem gewöhnlichen Feuerzeug oder einem Gasbrenner angezündet werden, werden sie immer noch verbrannt.

Moderne Vaporizer-Technologie ermöglicht Cannabisliebhabern, ihren Bud bei verschiedenen Temperaturen zu verdampfen. Dieses Maß an Kontrolle macht Verdampfen nicht nur angenehmer für die Atemwege, sondern erlaubt dem Nutzer zudem, jeden einzelnen Zug anzupassen. Diese bahnbrechende Innovation hat die Art und Weise verändert, wie Menschen Cannabis genießen, und die Fähigkeit eröffnet, auf spezifische Moleküle, Aromen und Effekte abzuzielen.

WARUM VERDAMPFUNGSTEMPERATUREN BEI CANNABIS VON BEDEUTUNG SIND

Die Cannabispflanze ist eine biologische Chemiefabrik. Ihre Blüten bringen kleine, pilzförmige, Trichome genannte Auswüchse hervor. Diese winzigen Strukturen erzeugen Harz voller psychoaktiver und medizinischer Moleküle. Unter diesem Repertoire befinden sich über 100 Cannabinoide, mehr als 100 Terpene und zahlreiche Flavonoide. Durch die Anpassung der Verdampfungstemperatur können Cannabisnutzer die Konzentration der spezifischen Moleküle in jedem Zug optimieren.

Jede Kultursorte enthält unterschiedliche Werte von Cannabinoiden und Terpenen. THC – eines der häufigsten Cannabinoide – liefert ein psychotropes High und eine lange Liste von therapeutischen Qualitäten. CBD hingegen bietet ohne jedwede psychotrope Wirkung mächtige therapeutische Eigenschaften. Die meisten modernen Sorten bieten hohe THC-Werte. Neuerdings haben Züchter allerdings Sorten entwickelt, die hohe CBD-Werte enthalten oder ein 1:1-Verhältnis beider Cannabinoide aufweisen.

Die Wissenschaft beginnt, den anderen großen und kleinen Cannabinoiden mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Forschung hat bereits bestätigt, dass CBG (Cannabigerol) schmerzlindernde und entzündungshemmende Effekte bietet. THCV (Tetrahydrocannabivarin) kann dabei helfen, die Effekte von THC zu unterdrücken und könnte Schmerzen und Entzündungen bekämpfen. CBC (Cannabichromen) scheint Schwellungen zu reduzieren und Gehirnzellen von Säugetieren zu erhalten. Und dies ist erst die Spitze des Eisbergs! Während die Forschung vorankommt, werden sicher mehr Daten zum Vorschein kommen.

Und lass uns nicht unsere Freunde vergessen, die Terpene. Diese aromatischen Moleküle können im ganzen Pflanzenreich gefunden werden. Terpene verleihen jeder Cannabissorte ihren unverkennbaren Geruch und Geschmack, ihre Funktion ist aber nicht auf sinnliche Freuden beschränkt. Diese Moleküle bieten viele therapeutische Effekte und sollen mit Cannabinoiden synergieren[1], um ausgeprägtere medizinische Effekte hervorzurufen.

Myrcen ist in allen Cannabissorten eines der am häufigsten vorkommenden Terpene. Die Chemikalie liefert Aromen von Erdigkeit und Nelken und ist bekannt dafür, entspannende und sedierende Effekte zu haben. Myrcen verstärkt die entzündungshemmende Wirkung von CBD, sowie die muskelentspannenden Effekte von THC. β-Caryophyllen ist ein weiteres wichtiges Terpen, das in Cannabisblüten vorkommt und zu pfeffrigen und würzigen Geschmacksrichtungen beiträgt. Das Terpen, das auch als "Ernährungs-Cannabinoid" anerkannt wird, kann durch die Bindung an CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems entzündungshemmende Effekte[2] hervorrufen.

Cannabisnutzer wählen Sorten oft aufgrund ihrer Cannabinoid- und Terpenkonzentration aus. Freizeitnutzer könnten sich für eine maximale psychoaktive Wirkung für eine THC-reiche Sorte entscheiden. Sie könnten ebenso Ausschau nach einer Myrcen-reichen Variante halten, um ein sedierendes High zu gewährleisten. Im Vergleich könnten sich medizinische Nutzer für eine CBD-reiche Sorte mit einem guten β-Caryophyllen-Profil entscheiden, um die entzündungshemmenden Effekte zu verstärken.

Durch die Veränderung der Verdampfungstemperatur können Cannabisnutzer sicherstellen, dass sie die maximalen Werte der gewünschten Bestandteile erhalten. Außerdem kann das Experimentieren mit den Temperatureinstellungen jeden Zug angenehmer machen. Nutzer können ihre Geräte auf niedrige Temperaturen einstellen und trotzdem alle gewünschten Moleküle erhalten. Dies erlaubt sanftere Züge voller Cannabinoide, die zudem weniger kratzig für Hals und Lunge sind.

Im Folgenden werden wir besprechen, wie man Temperatureinstellungen nutzen kann, um sich auf bestimmte Cannabischemikalien zu fokussieren.

DIE WISSENSCHAFT DES VERDAMPFENS VON CANNABINOIDEN UND TERPENEN

Jedes Molekül hat einen spezifischen Siedepunkt. Wenn es einer gewissen Temperatur ausgesetzt wird, wandeln sich die Terpene und Cannabinoide in Dampf um. Allerdings variieren diese Siedepunkte zwischen den verschiedenen Komponenten. In Wahrheit müssen die Siedepunkte von vielen Cannabinoiden und Terpenen noch bestätigt werden. Die Cannabiswissenschaft befindet sich noch immer am Anfang – dank der jahrzehntelangen Prohibition. Es gibt da draußen jede Menge widersprüchliche Informationen hinsichtlich des Siedepunkts von Molekülen.

Es gibt grobe Richtlinien und ein paar scheinbar verlässliche Richtlinien. Im Augenblick ist es allerdings größtenteils eine Frage von praktischem Herumprobieren. Cannabisnutzer sollten mit unterschiedlichen Sorten und Temperaturbereichen experimentieren, um die Ergebnisse zu finden, die am besten für sie funktionieren.

THC UND CBD MIT VERDAMPFUNGSTEMPERATUREN ISOLIEREN

Manche Cannabismoleküle haben sehr ähnliche Siedepunkte. THC zum Beispiel verdampft bei einem Siedepunkt von 157°C. CBD verdampft bei einem geringfügig höheren Temperaturbereich von 160–180°C. Ist es möglich, diese Moleküle während des Verdampfens zu isolieren? Vielleicht mit einem unglaublich akkuraten Vaporizer, aber die Chancen sind gering. Zudem wird THC verdampfen, bevor der Siedepunkt von CBD überhaupt erreicht wurde.

Wenn Du beträchtliche Werte von THC oder CBD anstrebst, ist es am besten, mit einer Sorte anzufangen, die reich an beiden Cannabinoiden ist. THC-reiche Sorten sind zum Beispiel Royal Gorilla und Fat Banana. Für CBD-reiche Sorten kannst Du Dir hier unsere Top-5-Liste von 2019 ansehen.

Vaporizers

DER IDEALE TEMPERATURBEREICH FÜR DAS VERDAMPFEN VON CANNABIS

Cannabisnutzer können bei unterschiedlichen Temperaturbereichen unterschiedliche psychoaktive Effekte erwarten. Dies wird selbstverständlich je nach Sorte und dem Individuum variieren. Es folgt eine grobe Übersicht der in jedem Temperaturbereich hervorgerufenen Effekte.

NIEDRIG: 119–159°C

Verdampft man innerhalb dieses Temperaturbereichs, wird THC freigesetzt. Dieser Bereich wird außerdem zahlreiche Terpene anvisieren, die angenehme Aromen und therapeutische Effekte ergänzen. Lass uns die wichtigsten Terpene in diesem Bereich ansehen.

• β-Caryophyllen: 119°C

β-Caryophyllen ist in den meisten Cannabissorten ein dominantes Terpen. Das Molekül wird wegen seinem Vorhandensein in Nahrungsquellen wie schwarzem Pfeffer und seiner Wirkung auf den CB2-Rezeptor auch als Ernährungs-Cannabinoid bezeichnet. β-Caryophyllen könnte durch Reduzierung von Entzündungen dabei helfen, mit Schmerzen umzugehen.

CARYOPHYLLEN
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Reduziert Entzündungen
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Würzig
SORTE Sweet ZZ

• β-Sitosterin: 134°C

β-Sitosterin ist eines von mehreren in Cannabis vorkommenden Flavonoiden. Das Molekül zeigt entzündungshemmende Aktivität[3].

β-SITOSTERIN
KATEGORIE Flavonoid
WIRKUNG Entzündungshemmend
PSYCHOACTIVITY Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral

• α-Pinen: 156°C

α-Pinen verleiht diesem Temperaturbereich köstliche Aromen von Kiefer und Rosmarin. Das Terpen wird mit angstlösenden Effekten assoziiert und könnte dabei helfen, die nachteiligen Effekte von THC, wie zum Beispiel Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, zu verhindern. α-Pinen könnte zudem mit THC synergieren, um den Luftstrom in die Lunge zu erhöhen.

α-PINEN
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Angstlösend
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Kiefer, Rosmarin
SORTE Haze Berry

• THC: 157°C

THC ist die wichtigste psychoaktive Komponente in Cannabis. Das Cannabinoid durchdringt die Blut-Hirn-Schranke und aktiviert CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. THC verändert die Impulsmuster von Neuronen und bewirkt einen akuten Anstieg des Neurotransmitters Dopamin. Dies führt zu Euphorie, Zufriedenheit, Lachanfällen und gesteigertem Appetit. Hohe Werte von THC können einen tiefgreifenden veränderten Bewusstseinszustand hervorrufen, der bei manchen Konsumenten Angst auslösen kann.

THC
KATEGORIE Cannabinoid
WIRKUNG Euphorie und Glückseligkeit
PSYCHOAKTIVITÄT Psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral
SORTE Hulkberry

NIEDRIG/MITTELHOCH: 160–180°C

Innerhalb dieses Temperaturbereichs zu verdampfen, lädt einige extrem interessante Moleküle auf die Party ein. Wenn Du CBD-reiche Blüten verdampfst, ist dies der optimale Bereich, um das Molekül neben zentralen Terpenen freizusetzen. Falls Du THC-reiche Blüten verdampfst, wirst Du mit dieser Temperatur viel mehr Terpene freisetzen.

• CBD: 160–180°C

CBD ruft eine entspannende und beruhigende Wirkung hervor, ist aber nicht im gleichen Sinne wie THC psychoaktiv – es kann einen nicht high machen. CBD ist vielmehr bekannt dafür, durch die zeitweilige Blockierung von CB1-Rezeptoren einigen der Effekte von THC entgegenzuwirken. Von CBD wird angenommen, dass es über zahlreiche andere molekulare Leitungsbahnen auch Entzündungen verringert und antioxidative und neuroprotektive Effekte ausübt.

CBD
KATEGORIE Cannabinoid
WIRKUNG Antioxidativ, neuroprotektiv
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral
SORTE Solomatic CBD

• Myrcen: 166–168°C

Myrcen ist das in Cannabis am häufigsten vorkommende Terpen und wird in diesem Temperaturbereich freigesetzt. Das Molekül bietet Aromen von Erdigkeit, Trauben und Würzigkeit. Myrcen übt eine leicht sedierende Wirkung aus und ist die Chemikalie hinter den entspannenden Eigenschaften der meisten Indica-Sorten.

MYRCEN
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Entspannend
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Trauben, Gewürze
SORTE Dance World

• Δ8-THC: 175–178°C

Δ8-THC verleiht diesem Temperaturbereich einen subtilen psychoaktiven Kick. Es ist ein Analogon von THC, das an CB1-Rezeptoren bindet, um brechreizhemmende, angstlösende, appetitanregende, schmerzlindernde und neuroprotektive Effekte hervorzurufen. δ8-THC kommt in Cannabis allerdings nur in sehr kleinen Mengen vor. Außerdem hat es eine geringere psychoaktive Potenz als sein geläufigeres Gegenstück.

Δ8-THC
KATEGORIE Cannabinoid
WIRKUNG Gegen Übelkeit
PSYCHOAKTIVITÄT Psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral

• Cineol: 177°C

Cineol ist ein faszinierendes Terpen. Es ist einer der Hauptbestandteile von Eukalyptus, kommt in heutigen Cannabissorten aber nur selten vor. Das Terpen hat antivirale, schmerzstillende, antimykotische, antibiotische und entzündungshemmende Effekte gezeigt[5]. Cineol erhöht auch den zerebralen Blutfluss.

CINEOL
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Antiviral
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Eukalyptus

• Limonen: 177°C

Limonen reichert Cannabisdampf mit einem Hauch von Zitrus an. Das Molekül lässt THC zerebraler und euphorisierender wirken. In der Tierforschung[6] reduzierte Limonen Angst und erhöhte den Serotoninspiegel im präfrontalen Cortex sowie die Dopaminwerte im Hippocampus.

LIMONEN
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Dopamin-Schub
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Zitrisch
SORTE Green Gelato

• p-Cymol: 177°C

p-Cymol kommt in Kreuzkümmel und Thymian vor. Es steuert ein süßes und zitrusartiges Aroma bei und in Tierstudien ist nachgewiesen worden, dass es eine sedierende Wirkung[7].

p-CYMOL
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Sedativ
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Süß, zitrisch
SORTE Sour Diesel

• Apigenin: 178°C

Apigenin ist ein weiteres Flavonoid, das in der Cannabispflanze vorkommt. Dieses Molekül übt angstlindernde Effekte aus und ist der entscheidende angstlösende Wirkstoff in Kamillenblüten. Beeindruckend ist, dass es auf dieselben Rezeptoren wie Benzodiazepine einwirkt, im Gegensatz zu diesen aber keine Nebenwirkungen wie Amnesie oder Sedierung hervorruft.

APIGENIN
KATEGORIE Flavonoid
WIRKUNG Angstlindernd
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Kamille

MITTELHOCH/HOCH: 181–200°C

Dieser Temperaturbereich verstärkt die therapeutischen Eigenschaften des Cannabisdampfs. Das Hinzukommen eines bestimmten Cannabinoids verleiht dem High zudem eine sedierende und entspannende Note.

• Cannflavin A: 182°C

Cannflavin A ist ein Flavonoid, das in größeren Mengen in Cannabisblättern enthalten ist. Das Molekül besitzt beeindruckende entzündungshemmende Fähigkeiten[8].

CANNFLAVIN A
KATEGORIE Flavonoid
WIRKUNG Entzündungshemmend
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Nussig
SORTE OG Kush

• CBN: 185°C

CBN (Cannabinol) war das erste aus Cannabis isolierte Cannabinoid. Anders als andere Cannabinoide wird es nicht über enzymatische Reaktionen in der Pflanze produziert. CBN geht vielmehr aus dem Abbau von THC hervor. Neben entzündungshemmenden Effekten wird CBN dem High ein Element der Sedierung hinzufügen. CBN ist außerdem ein vielversprechendes krampflösendes Mittel und könnte die Symptome von Schuppenflechte reduzieren.

CBN
KATEGORIE Cannabinoid
WIRKUNG Krampflösend
PSYCHOAKTIVITÄT Psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral
SORTE Royal AK

• Linalool: 198°C

Linalool verleiht vielen Cannabissorten ein starkes blumiges Aroma mit Andeutungen von Lavendel und Zitrusfrucht. Das Terpen ist für viele der möglichen therapeutischen Eigenschaften von Cannabis verantwortlich. Das Molekül besitzt antidepressive, angstlindernde und immunpotenzierende Eigenschaften – es verbessert auf direktem Weg mehrere Immunfunktionen.

LINALOOL
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Antidepressivum
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Blumig
SORTE Special Kush 1

HOCH: 201°C+

Dies ist das oberste Ende des Temperaturspektrums. Hier verdampfen weitere nützliche Cannabinoide und Terpene. Die Dinge werden jedoch langsam heiß. Hier wird das Verdampfen allmählich eher wie Rauchen und einige schädliche Moleküle werden zu Gasen. Obwohl dieser Temperaturbereich all die nützlichen Verbindungen in Cannabisblüten freisetzen soll, stellt er einen Balanceakt zwischen optimaler Verdampfung und dem Freisetzen von schädlichen Chemikalien dar.

• Benzol: 205–365°C

Leider gehen die nützlichen Moleküle in diesem Temperaturbereich mit einem Zug Benzol einher. Dieses Karzinogen ist einer der Gründe, warum viele Cannabisnutzer das Rauchen aufgeben. Obwohl Benzol einen Siedepunkt von 80°C hat, ist von manchen Vaporizer-Modellen nachgewiesen worden, dass sie die Chemikalie bis zu einer Temperatur von 200°C beseitigen. Bislang gibt es für den Cannabiskonsum keinen bestätigten Siedepunkt von Benzol. Manche Berichte legen einen Wert von bis zu 365°C nahe.

• Terpineol: 218°C

Terpineol bietet einen subtilen Fliederduft und kommt häufig in Parfümen und Kosmetika vor. Das Terpen hat mehrere therapeutische Effekte[9] gezeigt, darunter antimalariale, antibiotische, antioxidative und sedierende Eigenschaften.

α-TERPINEOL
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Malariamittel
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Flieder

• THCV: 220°C

THCV (Tetrahydrocannabivarin) verdampft bei höheren Temperaturen. Dieses Cannabinoid ist ein Analogon von THC und tritt in geringen Konzentrationen auf. Es gibt jedoch Kultursorten, in denen das Cannabinoid reichlich enthalten ist. THCV aktiviert und blockiert CB1-Rezeptoren. Das Cannabinoid wird mit krampflösenden[8] Eigenschaften in Verbindung gebracht und hat die Fähigkeit gezeigt, Schmerz und Entzündung zu bekämpfen. THCV könnte weiterhin bei Gewichtsverlust und der Fettmetabolisierung helfen.

THCV
KATEGORIE Cannabinoid
WIRKUNG Schmerzlindernd
PSYCHOAKTIVITÄT Psychoaktiv
GESCHMACK Geschmacksneutral

• Pulegon: 224°C

Pulegon erzeugt einen angenehmen Duft von Pfefferminz und Kampfer. Deinen Vaporizer auf diese Temperatur aufzuheizen, könnte sich lohnen, um Zugang zu diesem Terpen zu haben. Das Molekül übt gedächtnissteigernde und sedierende Effekte aus. Manche Belege deuten ferner darauf hin, dass Pulegon Fieberkrankheiten[10] bekämpfen kann..

PULEGON
KATEGORIE Terpen
WIRKUNG Gedächtnisfördernd
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Pfefferminze

• Quercetin: 250°C

Quercetin ist ein Cannabis-Flavonoid mit antioxidativer Potenz[11], die der von Vitamin C gleichkommt. Das Molekül besitzt außerdem antivirale und antineoplastische Effekte.

QUERCETIN
KATEGORIE Flavonoid
WIRKUNG Antiviral
PSYCHOAKTIVITÄT Nicht-psychoaktiv
GESCHMACK Bitter

TIPPS ZUM ERMITTELN DER IDEALEN VERDAMPFUNGSTEMPERATUR

Die Ermittlung der besten Verdampfungstemperatur variiert von Person zu Person und von Sorte zu Sorte. Sie wird hauptsächlich vom dem gewünschten Ergebnis abhängen. Freizeitnutzer, die vornehmlich auf THC aus sind, können ihre Temperatur im mittleren Bereich halten. Medizinische Nutzer wollen die Temperatur vielleicht erhöhen, um auf mehr Moleküle zugreifen zu können, während sie sie niedrig genug halten, um Karzinogene zu vermeiden. Hier sind einige entscheidende Tipps, um den richtigen Verdampfungsbereich für Dich zu finden:

• Informiere Dich über Deinen Vaporizer, bevor Du ihn kaufst

Nicht alle Vaporizer bieten den Luxus, den Temperaturbereich verändern zu können. Wenn Du die Freiheit willst, spezifische Temperaturen anzupeilen, wirst Du einen Verdampfer kaufen müssen, der diese Funktion besitzt. Hier sind einige Tipps, um Dir bei der Wahl des richtigen Modells zu helfen.

• Willst Du einfach nur high werden?

Sollte dies der Fall sein, kannst Du Deiner Lunge etwas Arbeit ersparen und die Temperatur bei maximal 170°C halten. Du wirst die meisten psychoaktiven Moleküle verdampfen und dennoch Zugriff auf einige leckere Terpene haben. Du lässt Dir vielleicht etwas CBD entgehen, es wird aber sowieso nicht viel davon vorhanden sein, wenn Du THC-reiche Buds rauchst.

  • Stecke Dir hohe Ziele

Stelle Deinen Vaporizer rund 10°C heißer als die Siedepunkte Deiner gewünschten Bestandteile ein. Nicht alle Verdampfer sind genau und Du wirst sicherstellen wollen, dass Du wirklich jedes letzte Bisschen der Moleküle verdampfst, auf die Du es abgesehen hast.

  • Für einen Vollspektrumzug wirst Du Hitze brauchen

Wie Du aufgrund der oben genannten Informationen wahrscheinlich schon erfasst hast, wird ziemlich viel Hitze benötigt, um das Optimum aus Deinen Blüten herauszuholen. Wenn Du ein medizinischer Anwender bist, der nach einem Spektrum von Terpenen und Cannabinoiden sucht, wirst Du Temperaturen von um die 220°C erreichen müssen.

  • Du kannst nicht auf CBD zugreifen, ohne THC zu verdampfen

Verdampfst Du eine 1:1-Sorte, wirst Du auf der Jagd nach CBD high werden. Dies liegt daran, dass es einen höheren Siedepunkt als THC hat. Wenn Du CBD verdampfen willst, ohne bekifft zu werden, wirst Du mit einer CBD-reichen Variante anfangen müssen.

WAS KANN MAN MIT VERDAMPFTEN BUDS ANSTELLEN?

Nach einer Dampfsitzung sind aller Wahrscheinlichkeit nach trotzdem noch einige verbleibende Cannabinoide übrig. Deine Buds werden braun und unappetitlich aussehen, sind aber noch immer verwendbar. Wirf sie nicht weg! Dieses Material kann Dich noch einmal breit machen. Nutze es, um Esswaren oder Tinkturen herzustellen.

Oh, und wusstest Du schon? Cannabis ist nicht das einzige spaßige Kraut, das man verdampfen kann. Es gibt reichlich legale Kräuter, die Du probieren kannst, wenn Dir Dein Vorrat ausgeht oder Du etwas anderes versuchen willst. Sie schmecken alle toll und bieten einzigartige Effekte.

External Resources:
  1. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. The cannabinoid CB2 receptor-selective phytocannabinoid beta-caryophyllene exerts analgesic effects in mouse models of inflammatory and neuropathic pain - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  3. Cannabis and Cannabis Extracts https://www.tandfonline.com
  4. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  5. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  6. Cannabis and Cannabis Extracts https://www.tandfonline.com
  7. Cannabis and Cannabis Extracts https://www.tandfonline.com
  8. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  9. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  10. Cannabis and Cannabis Extracts https://www.tandfonline.com
  11. Cannabis and Cannabis Extracts https://www.tandfonline.com
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