Alles Wissenswerte über Cannabistinkturen (Rezept eingeschlossen)


Cannabistinkturen bieten den perfekten Einstieg in die Cannabis-Welt – insbesondere wenn Du kein Fan von Rauchen oder Verdampfen bist. Außerdem bieten sie viele einzigartige Nutzen, die sie von anderen Cannabiskonzentraten abheben.

Einige Cannabisliebhaber haben vielleicht noch nie von Tinkturen gehört, aber mit Alkohol kannst Du sie sehr einfach selber herstellen. Das ist richtig – mit Alkhohol! Cannabis und Alkohol mögen wie komplette Gegensätze erscheinen, doch wir können Dir versichern, dass diese beiden Substanzen wunderbar harmonieren können.

Was sind Cannabistinkturen?

Technisch gesehen sind Cannabistinkturen (oder auch Marihuanatinkturen) Kräuterextrakte, die hergestellt wurden, indem der Hauptwirkstoff mithilfe von Alkohol oder Glycerin herausgelöst wurde.
Einfach ausgedrückt ist es eine mit Cannabis versetzte Flüssigkeit, die man direkt oder in Essen und Getränken einnehmen kann.

Tinkturen bieten für Menschen mit Interesse an der Wirkung von Cannabis eine Alternative. Sie sind diskret, zuverlässig, einfach einzunehmen und Du kannst sie zu Hause herstellen. Tinkturen sind meistens stärker als ein Joint oder der Konsum mittels Vaporizer. Tatsächlich sind für manche Menschen schon ein paar Tropfen ausreichend.

Cannabistinktur vs. Cannabisöl und RSO

Es ist normal, dass die Leute sich fragt, was der Unterschied zwischen Cannabistinktur, Cannabisöl und Rick-Simpson-Öl (RSO) ist. Letztlich sind sie alle flüssige Cannabiskonzentrate. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen diesen Extrakten, den man kennen sollte.

Cannabisöl und RSO basieren auf Öl (gewöhnlich Olivenöl). Öle binden gut an Cannabinoide (THC, CBD, CBC, etc.) und Olivenöl bietet auch noch ein paar gesundheitliche Nutzen. Cannabistinkturen hingegen nutzen Alkohol oder Glycerin (falls Alkohol nicht geeignet ist) als Basis.

Oral vs. topisch

Obwohl es nicht die beliebteste Methode ist, kannst Du Marihuanatinkturen direkt auf die Haut auftragen. Du wirst zwar keine mentalen Effekte wie beim oralen Konsum bekommen, aber Cannabinoide haben sich in der Unterstützung und Beruhigung der Haut als vielversprechend erwiesen. Der orale und sublinguale Konsum von Cannabistinkturen ist allerdings deutlich üblicher und wird von den meisten Menschen bevorzugt.

Ob Du nun die orale, sublinguale oder topische Anwendung wählst, sei Dir bewusst, dass es keine überlegene Option gibt. Es geht nur darum, die Wirkung an Deine speziellen Bedürfnisse anzupassen.

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THC: 0.2%
CBD: 10%
CBD pro Tropfen: 5 Mg
Trägerflüssigkeit: Olive Oil

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Alkohol vs. Glycerin

Wie bereits angesprochen, kannst Du eine Cannabistinktur entweder mit hochprozentigem Alkohok oder Glycerin in Lebensmittelqualität herstellen. Ersterer bindet erheblich leichter an THC und andere Cannabinoide, aber der offensichtliche Nachteil ist, dass Alkohol nicht immer angebracht ist; z. B. wenn Du häufig dosieren musst oder auf der Arbeit bist.

Glycerin wiederum ist eine farblose, geruchlose und pflanzenbasierte Flüssigkeit, deren Einsatz in der Lebensmittelindustrie sehr verbreitet ist. Obwohl es vielseitiger ist, fällt die Potenz einer Glycerin-Tinktur niedriger als die von Alkoholvarianten aus. Gleichwohl kannst Du dieses Problem umgehen, indem Du unsere weiter unten folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgst, um die Konzentration Deiner Glycerintinktur zu erhöhen.

Nochmal: Die Wahl zwischen Alkohol und Glycerin für eine Cannabistinktur ist vollkommen abhängig von den eigenen Vorlieben und den Zutaten, die man gerade zur Hand hat.

Alkoholarten

Wenn Du die Option Alkoholtinktur wählst, musst Du Dich für die richtige Flüssigkeit für diesen Prozess entscheiden. Obwohl Du Dich auch für eine Variante aus dem Supermarkt entscheiden kannst (Bacardi Rum z. B.), ist die Tinktur umso stärker, je höher der Alkoholgehalt ist.

Die beste Option für Alkoholtinkturen ist Trinkalkohol (95%). Diesen wirst Du nicht in den Regalen Deines lokalen Supermarktes finden, aber es gibt viele seriöse Händler im Internet. Denk einfach daran, dass diese Lösungen nicht dazu gedacht sind, Cocktails zu mixen!

THC vs. CBD

Einer der größten Vorteile von Cannabistinkturen ist die Möglichkeit, sie anzupassen. Du kannst Tinkturen aus jeder nur erdenklichen Cannabissorte herstellen, was Dir unendliche Freiheit in der Anpassung des Verhältnisses von THC zu CBD gibt.

Behalte aber im Hinterkopf, dass Tinkturen aus Cannabissorten mit hohem THC-Gehalt deutlich stärker als ein Joint oder der Zug von einer Bong sind. Eine Tinktur kann bis zu 60% THC enthalten, also unterschätze ihre Potenz nicht!

Wenn Dir nach einer Tinktur mit Schwerpunkt Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens ist, solltest Du eine CBD-reiche Cannabissorte wie Tatanka Pure CBD oder Joanne's CBD in Erwägung ziehen.

Cannabidiol (CBD) ist der ungiftige und nicht-psychotrope Cousin von THC und wird Dich nicht high machen. Allerdings hat es den Ruf, diverse mentale und physische Prozesse zu unterstützen, wobei es auch die berauschende Wirkung von THC abmildert. Angesichts dessen kannst Du also eine Sorte mit einem THC:CBD-Verhältnis von 1:1 wählen, um von dem Einfluss beider Cannabinoide zu profitieren.

Wie man Cannabistinkturen herstellt

Nun, da wir die Grundlagen der Cannabistinkturen behandelt haben, ist die Zeit für die wichtigste Phase gekommen – selber eine herzustellen! Vorbereitung ist alles, also solltest Du Dir zusätzlich zu den unten beschriebenen Schlüsselzutaten und Gegenständen auch mindestens eine Stunde Zeit freimachen, in der Du den Prozess ungestört durchführen kannst.

Wie man Cannabistinkturen herstellt

Zutaten

28g Cannabisblüten (Sorte der Wahl)
750ml hochprozentiger Trinkalkohol (oder dieselbe Menge Glycerin in Lebensmittelqualität)

Hilfsmittel

  • 1l Einmachglas
  • Papierfilter oder Tuch zum Abseihen
  • 50ml Tropfflasche
  • Trichter

Decarboxylierung

Bevor wir auch nur daran denken können, das Weed mit Alkohol zu mischen, müssen wir es decarboxylieren. Wenn Du einfach nur ein paar Buds in Dein Glas mit Alkohol tun würdest, wäre die Tinktur deutlich weniger potent.

Es gibt verschiedene Optionen, Cannabisblüten zu decarboxylieren, doch die einfachste ist, den Ofen zu nutzen. Unsere Anleitung für die Decarboxylierung behandelt dieses Thema ein bisschen gründlicher, aber grundsätzlich musst Du Deine Buds vorsichtig erhitzen – versuche nicht, den Prozess zu beschleunigen, indem Du die Temperatur erhöst. Wenn Du Deine wertvollen Buds verbrennst, wird dies nur das THC darin zerstören und nicht aktivieren.

Anleitung

1. Nachdem Du ungefähr 28g Weed decarboxyliert hast, zermahle es fein.

2. Fülle den Trinkalkohol in ein Einmachglas und gib dann die Cannabisblüten hinein.

3. Verschließe das Glas sicher und schüttle es ordentlich.

4. Lass die Mischung aus Cannabis und Alkohol für 7 Tage ziehen. Schau immer mal wieder nach dem Gefäß und schüttle es jedes Mal ordentlich.

Alternative Methode: Wenn die Zeit drängt und Du Deine Cannabistinktur zeitnah benötigst, kannst Du in Schritt 3 auch für über 1 Stunde lang schütteln.

5. Sobald die Tinktur fertig ist, kannst Du die Mixtur mit Hilfe eines Kaffeefilters oder eines Tuchs in eine 50ml Tropfflasche füllen. Wenn Du eine Glycerin-Tinktur machen willst, tauschst Du den Alkohol einfach durch dieselbe Menge Glycerin aus.

Unterschiede zwischen kalter und warmer Methode

Mache nichts Anderes mit Deiner Cannabis-Alkohol-Mischung, als sie für mehrere Tage stehen zu lassen, und Du wirst eine potente Tinktur haben. Der schwierigste Teil ist das geduldige Warten, bis die Inhaltsstoffe aus dem Weed in den Alkohol übergegangen sind. Es gibt allerdings kleine Abweichungen von der obigen Methode, die die Geschwindigkeit des Lösungsprozesses und die Potenz oder Qualität erhöhen können.

  • Kalte Methode

Die Idee hinter der kalten Methode ist, dass sie hilft, ungewollte Stoffe (wie Chlorophyll) von THC und CBD zu trennen, was die Qualität des Endprodukts erhöht. Nach der Vereinigung der Buds mit dem Alkohol und dem Schütteln kannst Du das Einmachglas in das Gefrierfach stellen. Alkohol besitzt einen signifikant niedrigeren Gefrierpunkt als andere Flüssigkeiten, also wird er sich nicht verfestigen.

Über 5 Tage solltest Du die Mixtur immer mal wieder für ein paar Minuten schütteln, bevor Du sie zurück in das Gefrierfach stellst. Sobald die 5 Tage vorbei sind, ist Deine Tinktur fertig für die Tropfflasche.

  • Die heiße Methode

Die heiße Methode beinhaltet ein paar zusätzliche Risiken, aber die zusätzliche Hitze beschleunigt den Lösungsprozess ungemein. Fange mit der Herstellung der Cannabistinktur wie oben beschrieben an und nach Schritt 3 stellst Du das Einmachglas in einen Topf und gibst 3cm hoch Wasser hinein (den Topf, nicht das Einmachglas!).

Mit dem geöffeten Glas darin bringst Du das Wasser im Topf zum Kochen, bevor Du das Wasser für ungefähr 30 Minuten bei 73°C simmern lässt. In dieser Phase können Dämpfe von dem erhitzten Alkohol ein Problem darstellen, also stelle sicher, dass Du für eine möglichst gute Belüftung sorgst. Nimm das Einmachglas mit Ofenhandschuhen aus dem Topf und lass es abkühlen. Folge danach Schritt 5 wie oben beschrieben.

Die heiße Methode

Wie man Cannabistinkturen lagert

Mit Deiner selbstgemachten Cannabistinktur in Händen, ist es wichtig zu wissen, wie Du sie lagerst. Das wird nicht nur die Potenz bewahren sondern auch sicherstellen, dass die Tinktur für Monate oder sogar Jahre wirksam bleibt.

Kontakt mit Luft, UV-Strahlen und extremen Temperaturen wird die Wirkstoffe in Deiner Tinktur abbauen, weshalb Du Deine Alkoholtinktur verschlossen, kühl und trocken sowie nicht in direktem Sonnenlicht lagern solltest. Für die meisten Menschen erweisen sich Küchenschrank oder Abstellkammer als ideal Wenn Du eine Glycerintinktur hergestellt hast, solltest Du sie im Kühlschrank aufbewahren, damit die Cannabinoide darin erhalten bleiben.

Wie man Cannabistinkturen verwendet

Die Verwendung Deiner Cannabistinktur könnte nicht einfacher sein. Tatsächlich ist der einfache Umgang mit Tinkturen der Grund für ihre Beliebtheit. Du musst lediglich 1–3 Tropfen für 30–60 Sekunden unter der Zunge behalten und die restliche Flüssigkeit dann schlucken.

Falls Dir diese Technik zu anspruchsvoll ist, versuche sie zuerst vor einem Spiegel. Wenn Dir der Geschmack nicht gefällt, kannst Du die Flüssigkeit auch direkt auf Essen oder in ein Glas Saft tröpfeln.

Sollte man Cannabistinkturen schlucken oder nicht?

Wenn Du den maximalen Effekt innerhalb der kürzestmöglichen Zeit haben möchtest, solltest Du die Cannabistinktur sublingual (unter der Zunge) einnehmen. Sobald Du sie für ungefähr 30 Sekunden dort gehalten hast, kann die restliche Flüssigkeit bedenkenlos geschluckt werden.

Solltest Du die Tinktur hingegen direkt herunterschlucken oder mit dem Essen zu Dir nehmen, werden die Effekte nicht so schnell einsetzen, dafür aber länger anhalten, was abhängig von der Situation ein angenehmer Kompromiss sein kann.

Was sind die Wirkungen und wie lange halten diese an?

Eine Tinktur aus THC-reichen Sorten kann Gefühle der Euphorie, Sofaschwere und Heißhunger auslösen – genauso als würde Du die gewählte Cannabissorte durch die Bong rauchen. Anders als das Rauchen einer Bong oder Pfeife halten die Wirkungen einer Cannabistinktur mehrere Stunden an. Vorausgesetzt Du staffelst die Einnahme, kannst Du die Wirkungen den ganzen Tag fühlen.

Was sind die Wirkungen und wie lange halten diese an?

Die Vorzüge einer Cannabistinktur gegenüber anderen Konsummethoden

Von der Herstellung bist zum Konsum haben wir fasst alle Facetten von Cannabistinkturen behandelt. Nun ist die Zeit gekommen, diesen Leitfaden mit den Nutzen von Cannabistinkturen gegenüber traditionellen Konsummethoden abzuschließen. Warum solltest Du eine Cannabistinktur auch nur in Betracht ziehen, wenn Du Dein Weed doch rauchen, verdampfen oder essen kannst?

  • Tinkturen liefern starke Wirkungen, die binnen Minuten einsetzen.
  • Der sublinguale Konsum von THC und CBD bietet direkten Zugang zu Deinem Blutkreislauf, was die Bioverfügbarkeit erhöht.
  • Richtig gelagerte Cannabistinktur (Alkoholbasis) ist jahrelang haltbar.
  • Diskret und einfach zu verwenden! Du kannst Deine Cannabistinktur einfach in der Arbeit, zu Hause oder während eines Gesprächs einnehmen, ohne Aufmerksamkeit auf Dich zu ziehen.
  • Einfache Zugabe zu Deinen Lieblingsgetränken und -speisen, ohne Vorbereitung zu benötigen.
  • Tinkturen stellen eine präzise und genaue Möglichkeit zur Mikrodosierung dar.
  • Cannabistinkturen sind deutlich besser für die Taille. Im Vergleich zu Esswaren hat jeder Tropfen nur ein Mindestmaß an Kalorien.

Hier hast Du ihn: Einen kompletten Leitfaden zum Thema Cannabistinkturen mit allem, was Du benötigst, um sie selbst herzustellen. Jetzt musst Du unser simples Rezept nur noch selbst ausprobieren!

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