Als begeisterter Cannabiskonsument bist Du sicher mit den beiden beliebtesten Cannabinoiden Tetrahydrocannabinol (auch bekannt als THC) und Cannabidiol (CBD) vertraut. Du weißt wahrscheinlich auch, dass das zuerst genannte Cannabinoid psychoaktiv ist, was bedeutet, dass es hauptsächlich dafür verantwortlich ist, das "High" zu induzieren, das viele Cannabiskonsumenten kennen und lieben. CBD hingegen ist das nicht-psychoaktive Cannabinoid, das sich aufgrund seiner vielfältigen medizinischen Anwendungen großer Beliebtheit erfreut.

Züchter und Anbauer produzierten über Jahrzehnte neue Sorten, bei denen als Ziel ein immer höherer THC-Gehalt im Vordergrund stand. Tatsächlich gibt es mittlerweile Sorten, die einen THC-Gehalt von 30%+ aufweisen, was weit von dem THC-Gehalt von 5% entfernt ist, der die meisten Sorten aus vergangenen Zeiten charakterisierte. Heutzutage sind die Züchter dagegen sehr darauf aus CBD-reiche Sorten zu schaffen, die für Freizeit- und medizinische Benutzer gleichermaßen geeignet sind.

Aber die Frage bleibt: Hat CBD wirklich keinerlei Auswirkungen auf das menschliche Gehirn und die Psyche? Nicht unbedingt. Wir wollen dieses Thema weiter vertiefen und untersuchen, was es bedeutet, dass ein Cannabinoid psychoaktiv ist.

CBD Und THC Cannabis

CANNABINOIDE UND PSYCHOAKTIVITÄT

Du fragst Dich vielleicht, warum THC Dich "high" machen kann, während CBD das nicht zustande bringt. Die Antwort liegt darin, wie diese beiden Cannabinoide mit CB1-Rezeptoren interagieren, die hauptsächlich im Gehirn und zentralen Nervensystem konzentriert sind. CB1 und CB2 gehören als endogene Rezeptoren zum Endocannabinoid-System (ECS) des Menschen. Einfach ausgedrückt bindet THC an CB1-Rezeptoren, wie ein Schlüssel in ein Schloss passt, während CBD diese charakteristische Eigenschaft fehlt.

THC-Moleküle weisen genau die richtige Struktur auf, um an CB1-Rezeptoren zu binden und sobald sie gebunden sind, stimulieren sie diese Rezeptoren umgehend. Insbesondere imitiert THC teilweise Anandamid, das häufig auch als "das Molekül der Glückseligkeit“ bezeichnet wird. Anandamid ist ein Neurotransmitter und Endocannabinoid, das von Natur aus im menschlichen Gehirn produziert wird. Es ist bekannt, dass Anandamid ziemlich vieles beeinflusst - von Appetit und Gedächtnis, bis hin zur Hemmung der Wucherung von Brustkrebszellen.

Andererseits wird CBD als "Antagonist" der CB1-Rezeptoren angesehen. Die Wirkung dieses Cannabinoid besteht eher darin THC daran zu hindern diese Rezeptoren zu aktivieren, was letztlich seine psychoaktiven Effekte minimiert. Obwohl noch viel mehr Forschung nötig ist, um genau zu bestimmen, wie dieser Mechanismus funktioniert, hält man CBD derzeit für einen negativen allosterischen Modulator von CB1. Im Wesentlichen legt CBD also fest, wo die "Obergrenze" der Psychoaktivität liegt, weshalb es meist heißt, dass die Sorten, die gleichzeitig CBD und THC enthalten, dem Durchschnittsnutzer das Beste aus beiden Welten zu bieten haben.

DER CBD-RAUSCH?

CBD hat möglicherweise keine psychoaktiven Eigenschaften per se, aber es besitzt trotzdem eine Wirkung auf das Gehirn, die genauso nützlich ist wie das "High", das THC beschert. Untersuchungen zeigen, dass THC hauptsächlich an CB1-Rezeptoren bindet, während CBD jedoch mehr auf CB2-Rezeptoren wirkt, die in den peripheren Organen und der Haut vorkommen, insbesondere in Zellen, die mit dem Immunsystem verbunden sind. Dies wiederum kann eine beruhigende und sedierende Wirkung auf uns Menschen ausüben, von der es heißt, dass sie körperliche und geistige Störungen wie Entzündungen und Angstzustände reduziert.

Die anxiolytischen Effekte von CBD beruhen auf der Aktivierung von Adenosinrezeptoren, die im Wesentlichen für die Regulation der kardiovaskulären Funktionen, der koronaren Durchblutung und des myokardialen Sauerstoffverbrauchs verantwortlich sind. Die Adenosinrezeptoren regulieren sowohl den Dopamin- als auch den Glutamatspiegel im Gehirn. Obwohl CBD Dich nicht high machen kann, bietet es als Folge seines Wirkmechanismus andere psychologische Nutzen.

Insbesondere besitzt CBD das Potenzial, Patienten zu helfen, die an PTBS, Schizophrenie, Epilepsie, rheumatoider Arthritis und Übelkeit leiden, um nur einige Erkrankungen zu nennen. In Zukunft werden wahrscheinlich CBD-reiche Sorte und Produkte gängige Medikamente zur Behandlung von Muskelkrämpfen und neuropathischen Schmerzen ersetzen können.

DER ENTOURAGE-EFFEKT

Studien zeigen, dass sowohl THC als auch CBD (sowie andere Pflanzenbestandteile) synergistisch wirken und dabei ihre heilenden Wirkungen auf das Immunsystem und auch auf die Psyche gegenseitig fördern. Den theoretischen Hintergrund hierfür liefert der "Entourage-Effekt". Wenn THC und CBD gemeinsam wirken - was insbesondere gilt, wenn sie in gleichen Verhältnissen vorliegen – zeigen sie das Potenzial, ihre positiven Eigenschaften jeweils zu verstärken, während sie gleichzeitig einige der negativen Faktoren der Cannabiseinnahme wie Paranoia und Angstzustände reduzieren.

Reines THC kann aufgrund seiner starken psychoaktiven Wirkungen zum Beispiel auch zu Angst und Stress führen; aber die beruhigenden und entspannenden Qualitäten, die CBD einbringt, gleichen das Gesamterlebnis aus. Ebenso kann CBD dazu beitragen die schmerzstillenden Eigenschaften von THC zu verbessern.

Der Entourage-Effekt auf Cannabis THC CBD

WELCHE SORTE IST DIE RICHTIGE FÜR DICH?

Aus diesem Grund sind für bestimmte Situationen bestimmte Sorten indiziert - je nach ihrem jeweiligen CBD:THC-Verhältnis. Varietäten wie Royal Cookies, die 23%+ THC und hat einen geringen CBD-Gehalt, werden normalerweise von denjenigen ausgewählt, die ihr "High" so intensiv wie möglich wünschen. Diese THC-reichen Sorten können andere Nutzer jedoch vom Hocker hauen. Sorten wie Fast Eddy  dagegen, die nur 9% THC und 12% CBD aufweisen, finden bei medizinischen Anwendern (aber auch bei immer mehr Freizeitnutzern) Anklang. Die ausgewogenen Effekte, die durch solche Sorten hervorgerufen werden, sind dem modernen Nutzer höchst willkommen.

Kann man also schlussfolgern, dass CBD tatsächlich nicht psychoaktiv wirkt? Es ist wahr, dass Cannabidiol allein kein "High" liefert, aber die generellen Auswirkungen von CBD auf die Psyche und den Körper sind in der Tat bemerkenswert.

In dem Maße, in dem die Welt mehr über Cannabis und seine Bestandteile erfährt, finden wir auch mehr über ihre tatsächlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper und Geist heraus. Gleichzeitig haben Experten auf diesem Gebiet gelernt, ein Mittel zu entwickeln, um THC und CBD gemeinsam effizient zu nutzen. Die Zukunft sieht für die Cannabiskultur und das weltweite Cannabusiness also immer besser aus.

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