Kann CBD den psychoaktiven Effekt von THC zähmen?


Die Cannabispflanze produziert Hunderte von verschiedenen Phytochemikalien, die zu verschiedenen Familien gehören, zu denen Cannabinoide, Terpene, Flavonoide und andere zählen. Unter diesen sind die Cannabinoide THC und CBD die begehrtesten Chemikalien.

Alle diese Cannabisbestandteile haben ihren eigenen Nutzen, aber ihre Wirkung ist in Kombination tendenziell tiefgreifender. Diese chemische Synergie ist als "Entourage-Effekt" bekannt. Laut dieser Theorie wirken nicht nur Cannabinoide wie THC und CBD synergetisch zusammen, sondern auch Terpene und andere Verbindungen. Wenn es um unsere Star-Cannabinoide geht, stellt sich die Frage, ob CBD mit THC interagieren kann, um dessen psychoaktiven Effekt zu zähmen. Finde es im Folgenden heraus.

CBD VS. THC

CBD und THC sind die beiden Cannabinoide, die am häufigsten in modernen Sorten vorkommen. Obwohl beide nützliche Effekte hervorrufen, weisen sie einen starken Unterschied auf – THC ist psychoaktiv, CBD hingegen nicht.

THC untermauert das von der Cannabispflanze hervorgerufene High. Dieses Molekül sorgt oftmals für euphorische, angenehme und entspannende Effekte, die mit dem Rauchen, Essen oder Verdampfen von Cannabis assoziiert werden. THC kann jedoch ein paar unerwünschte Effekte produzieren, die bei unerfahrenen oder unvorbereiteten Nutzern zu Paranoia und sogar Panik führen können.

Das Geheimnis hinter dieser Wirkung? THC bindet an die CB1-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, in der Art wie ein Schlüssel in ein Schloss passt. Diese Stellen kommen im gesamten Zentralnervensystem vor; einmal aktiviert, treten eine Reihe chemischer Veränderungen auf, die zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen.

Wissenschaftler beginnen gerade erst damit, zu verstehen, wie CBD im Körper wirkt. Genauso wie THC interagiert auch CBD mit dem Endocannabinoid-System. Es tut dies jedoch auf andere Weise. Dieses Molekül bindet nicht mit derselben Affinität an Cannabinoidrezeptoren. Die Tatsache, dass es nicht an den CB1-Rezeptor bindet, erklärt, warum CBD keinen psychoaktiven Effekt hervorruft.

Stattdessen erhöht CBD den Gehalt an Endocannabinoiden – einschließlich Anandamid (oft als "Glückseligkeitsmolekül" bezeichnet) –, die an native Cannabinoidrezeptoren binden. CBD zielt auch auf Serotonin-, TRPV1-, GPR55- und PPAR-Rezeptoren ab, um seine Wirkung hervorzurufen.

Forscher haben herausgefunden, dass CBD über diese Pfade verschiedene Resultate auslösen kann. Dieses Cannabinoid scheint Menschen zu helfen, die sich nervös oder unter Druck gesetzt[1] fühlen. Darüber hinaus könnte es dabei helfen, empfindliche Haut[2] und Muskelkater zu lindern[3].

THC CBD

CBD UND THC MISCHEN

Die Kombination von CBD und THC bietet unzählige Nutzen. Sie kann nicht nur dabei helfen, ein High zu zähmen, sondern die beiden Cannabinoide scheinen zusammen auch besser zu wirken. Eine der einfachsten Möglichkeiten, beide Moleküle gleichzeitig zu konsumieren, ist das gute altmodische Rauchen. Wähle eine passende Sorte, die zu gleichen Teilen THC und CBD bietet und lass es qualmen. Diese Sorten liefern ausreichend THC, um Deine CB1-Rezeptoren in Gang zu bringen und sie enthalten ausreichend CBD, um nachteilige Effekte abzuwehren.

Falls Du besonders sensibel auf THC reagierst, solltest Du eine CBD-reiche Sorte mit niedrigem THC-Gehalt probieren. So wirst Du die Wirkung beider Cannabinoide wahrnehmen, jedoch mit einem schwächer ausgeprägten High.

Du kannst auch versuchen, CBD-Öle mit Rauchen und Dampfen zu kombinieren. Inhaliere etwas THC-reiches Gras und halte eine Flasche CBD-Öl in der Nähe bereit, um das High zu modulieren. Falls der Rausch zu stark wird, gibst Du einfach ein paar Tropfen Öl unter Deine Zunge und wartest, bis es absorbiert wurde.

Nimm auch ein paar Tropfen, bevor Du rauchst, um die psychoaktiven Effekte abzufedern, bevor sie zu wirken beginnen. Wenn Du CBD auf diese Weise einnimmst, kannst Du akkurat und einfach dosieren.

DIE NUTZEN DER GEMEINSAMEN VERWENDUNG VON CBD UND THC

Das synergetische Zusammenspiel von THC und CBD geht über anekdotische Berichte hinaus. In einer 2012 im _Journal of Psychopharmacology_ veröffentlichten Studie[4] wird die Fähigkeit von CBD erörtert, die mit THC verbundene Paranoia und Gedächtnisstörung zu hemmen.

Darüber hinaus dokumentiert ein Archiv wissenschaftlicher Studien, wie die beiden Cannabinoide bei gleichzeitiger Anwendung unter bestimmten Bedingungen überlegene Effekte erzielen.

Eine randomisierte Placebo-kontrollierte Studie, die im _Journal of Pain and Symtpom Management_ veröffentlicht wurde, demonstrierte die synergetische Kraft[5] von THC und CBD bei einer Gruppe von Patienten. Im Vergleich zur THC-Gruppe und zur Placebogruppe zeigte die Gruppe, die ein Extrakt erhielt, das sowohl THC als auch CBD enthielt, signifikantere Verbesserungen hinsichtlich Beschwerden und Schlaffunktion.

Mehrere Tierstudien legen auch nahe, dass THC und CBD synergetisch zusammenarbeiten. Eine 2019[6] im _Frontiers in Pharmacology_ veröffentlichte Studie untersuchte die Wirkung beider Cannabinoide in Modellen zu Neuro-Hyperaktivität bei Zebrafischen.

Die Wissenschaftler testeten mehrere THC:CBD-Verhältnisse und stellten fest, dass 1:1 am effektivsten war. Obwohl solche Modelle weit vom Menschen entfernt sind, legen sie dennoch die Grundlage dafür, wie diese Mischung unter verschiedenen Bedingungen wirksam sein könnte.

Das Obige ist nur eine Momentaufnahme der verfügbaren Forschung. Obwohl sie vorläufig ist, gibt sie uns einen eindeutigen Einblick in das Potential des Entourage-Effekts.

CBD:THC RATIO

CBD:THC-VERHÄLTNIS

Das CBD:THC-Verhältnis eines Cannabisextrakts, -produkts oder einer Sorte ist ein recht guter Indikator für die ausgelösten Effekte. Ein Verhältnis mit einem höheren CBD-Gehalt wird zu einer klareren Wirkung im Kopf führen, wohingegen ein höherer THC-Wert die Psychoaktivität fördern wird.

Im Folgenden siehst Du ein paar gängige Verhältnisse, die in Extrakten und Sorten zu finden sind. Diese Werte geben Dir eine gute Vorstellung davon, wie CBD mit den Effekten von THC interagieren kann und welches Produkt am besten zu Deinem Lebensstil passt.

CBD:THC – 1:1

Die perfekte Balance. Ein 1:1-Extrakt oder eine 1:1-Sorte liefert gleiche Teile THC und CBD. Damit wirst Du einen offensichtlichen psychoaktiven Effekt wahrnehmen, der jedoch von einer ausreichenden Menge CBD ausgeglichen wird. Gefühle von Paranoia sind hierbei weniger wahrscheinlich.

CBD:THC – 2:1

Die doppelte Menge CBD verdoppelt den luziden Effekt. Als Nutzer wirst Du ein leichtes High wahrnehmen, das jedoch nicht ausreicht, um Dich zu überwältigen oder zu stark zu berauschen. Das CBD blockt den Großteil der negativen Effekte von THC, wodurch Du eine kreative und erhebende Wirkung erfährst.

CBD:THC – 8:1

Diese Sorten und Extrakte rufen, wenn überhaupt, ein sehr schwaches High hervor. Obwohl die Wirkung von THC spürbar sein wird, wird sie Deine Produktivität und Funktionalität nicht beeinträchtigen. Dieses Verhältnis eignet sich großartig für die Verwendung tagsüber.

CBD:THC – 20:1

Ein himmelhoher CBD-Wert neben einem kaum vorhandenen THC-Gehalt machen diese Produkte perfekt für erstmalige Cannabiskonsumenten. Du wirst zwar nicht high werden, aber ein niedriger THC-Gehalt könnte zum Entourage-Effekt beitragen.

CBD:THC – 1:0

Genieße das komplette Wirkspektrum von CBD gänzlich ohne THC. Diese Produkte und Sorten eignen sich bestens für Nutzer, die sich keinen psychoaktiven Effekt wünschen oder einen Drogentest machen müssen.

KANN CBD THC ENTGEGENWIRKEN?

Obwohl die Forschung widersprüchlich sein kann, sieht es so aus, dass CBD einigen der psychoaktiven Effekte von THC entgegenwirken kann. Diese beiden Moleküle scheinen jedoch eher in Harmonie als in Konflikt miteinander zu arbeiten, was zu einer angenehmeren Erfahrung führt. Zukünftige Forschungen werden noch herausfinden, wie effektiv diese Beziehung wirklich ist – und warum.

External Resources:
  1. Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients | Neuropsychopharmacology https://www.nature.com
  2. Cannabinoids inhibit human keratinocyte proliferation through a non-CB1/CB2 mechanism and have a potential therapeutic value in the treatment of psoriasis - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  3. Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammation - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  4. SAGE Journals: Your gateway to world-class journal research https://journals.sagepub.com
  5. Multicenter, Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled, Parallel-Group Study of the Efficacy, Safety, and Tolerability of THC:CBD Extract and THC Extract in Patients with Intractable Cancer-Related Pain - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  6. Single and Synergistic Effects of Cannabidiol and Δ-9-Tetrahydrocannabinol on Zebrafish Models of Neuro-Hyperactivity https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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