Der ultimative Leitfaden zu Cannabiskonzentraten

Der ultimative Leitfaden zu Cannabiskonzentraten

Inhaltsverzeichnis:

Konzentrate sind einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Cannabisbranche. Während Cannabisblüten die Liste der verschiedenen Konsumformen noch immer anführen, wächst der Gebrauch von Konzentraten mit einer viel höheren Rate. Es wird erwartet, dass die Verkaufszahlen von Konzentraten die Verkaufszahlen von Blüten im Jahr 2022 übertreffen werden.

Konzentrate sind eine Form von Cannabis, bei der die aktiven Elemente in konzentrierterer Form vorhanden sind, als es bei Cannabisblüten der Fall ist. Kief ist die einfachste Form eines Cannabiskonzentrats. Andere Beispiele für Konzentrate sind Hasch, BHO und CO₂-Extrakte. Technisch gesehen sind auch Tinkturen und Esswaren Konzentrate, aber in diesem Artikel fokussieren wir uns auf die Konzentrate zum Rauchen und Verdampfen.

Im Moment hast Du wahrscheinlich mehr Fragen als Antworten. Was sind die verschiedenen Arten von Konzentraten? Kannst Du sie selber herstellen? Wie werden sie konsumiert? Wir werden uns all diesen Fragen widmen. Aber lass uns zuerst einen Blick auf die Geschichte der Cannabiskonzentrate werfen.

DIE GESCHICHTE DER CANNABISKONZENTRATE

Trotz ihres technologischen Rufs sind Konzentrate alles andere als neu. Es gab sie schon in der Antike in Form von Haschisch oder Hasch. Hasch stammt ursprünglich aus China, wurde aber für den Gebrauch in Indien und im Mittleren Osten bekannt. Es tauchte sogar in "Tausend und eine Nacht" auf.

Hasch kam im 18. Jahrhundert nach Europa, wobei Autoren wie Gmelin seine medizinischen Eigenschaften beschrieben. Nachdem die französischen Truppen in Ägypten Bekanntschaft mit Hasch gemacht hatten, wuchs seine Popularität nach den Napoleanischen Kriegen. Die Intelligenzija von Paris gründete schon bald den "Club des Hashischins", einer Gemeinschaft, bei der es sich um den Konsum drehte. Einige Mitglieder waren Victor Hugo, Charles Baudelaire und Alexandre Dumas.

In der Zwischenzeit sorgte Hasch in der medizinischen Gemeinschaft für Furore. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, sprach sich im Jahr 1811 für die Effizienz von Hasch aus und in den späten 1800er wurde Hasch zur Behandlung einer Vielzahl an Krankheiten verwendet, einschließlich Schlafstörungen, Schmerzen, Migräne und Menstruationsbeschwerden.

Allerdings zog am Horizont ein Sturm auf. Mit dem Aufstieg der Drogenprohibition im 20. Jahrhundert befand sich Hasch schon bald auf der Flucht, eine flüchtige Substanz mit einer Zielscheibe auf dem Rücken. Mit dem Einheitsabkommen über Betäubungsmittel im Jahr 1961 wurde Hasch weltweit kriminalisiert und das goldene Zeitalter des legalen Haschischs fand ein Ende.

Hasch wurde in den Untergrund gedrängt, aber es war nicht besiegt. Marokko wurde zum führenden Exporteur von Hasch und versorgte die Welt mit großen Mengen an "Haschplatten" von geringer Qualität. Seit den 1990ern hat Afghanistan den Platz als führender Haschexporteur wiedererlangt und wieder hochwertiges Hasch auf den globalen Markt gebracht.

Während das Hasch in den Untergrund gewandert ist, haben neue Arten von Konzentraten das Licht der Welt erblickt. In den 1970ern haben Weed-Technologen Alkohol, Aktivkohle und Honig verwendet, um "Haschöl" zu produzieren, ein Konzentrat mit einem höheren THC-Gehalt als traditionelles Hasch. Haschöl gewann schnell an Popularität und wurde von der CIA während des Projekts "MK Ultra" sogar als möglicher Kandidat für Experimente zur Gedankenkontrolle eingestuft.

Ein Großteil der Geschichte der Konzentrate konzentriert sich auf die letzten 20 Jahre. Im Jahr 1999 fingen Anleitungen für die Extraktion mit Butan an, im Internet zu zirkulieren. Im Jahr 2005 machte der kanadische "Budderking" sowohl die Technik zur Herstellung von Budder als auch das Dab-Rig populär. Letzteres ist eine schnelle und effiziente Art Konzentrate zu konsumieren. Seitdem wurde Haschöl immer weiter verfeinert und es gewann an Prestige. Nun ist es bereit das Gesicht des globalen Cannabismarkts zu werden.

Hash und Haschöl

VERSCHIEDENE ARTEN VON KONZENTRATEN

Konzentrate werden in zwei Kategorien unterteilt: die einen sind Extrakte, die anderen nicht. Extrakte werden mithilfe eines **Lösungsmittels hergestellt und häufig als Haschöl bezeichnet. Konzentrate, die nicht extrahiert wurden, sind Hasch, Rosin Hasch und Kief. Bubble Hasch wird nicht als Extrakt angesehen, obwohl man Wasser als "Lösungsmittel" verwendet – in der Welt des Cannabis wird Wasser nicht als Lösungsmittel angesehen.

Es gibt zwei Wege, um Extrakte zu kategorisieren: Nach Lösungsmittel und nach Konsistenz. Einige Kategorien auf der Basis von Lösungsmitteln beinhalten BHO, bei dem Butan als Lösungsmittel verwendet wird, PHO, bei dem Propan als Lösungsmittel verwendet wird, CO₂-Extrakte, für die CO₂ verwendet wird, und Alkohol-Extrakte, bei denen man Alkohol verwendet.

Extrakte kann man auch nach ihrer Konsistenz unterteilen. Wachs bezieht sich auf wachsartige und undurchsichtige Extrakte, Sap auf klebrige und transparente Extrakte, Shatter auf Extrakte, die hart und transparent wie Glas sind, Pull 'n' Snap auf Extrakte mit einer Konsistenz wie Toffee und Budder auf Extrakte mit undurchsichtiger und fluffiger Struktur.

Unterschiedliche Konsistenzen können durch verschiedene Geschwindigkeiten und Bedingungen erreicht werden, mit denen die Extrakte während der Produktion abkühlen. Budder wird beispielsweise hergestellt, indem man den Extrakt auf der Kühloberfläche "schlägt". Entgegen der allgemeinen Annahme hat die Konsistenz des Extrakts wenig Einfluss auf die psychotropen und medizinischen Eigenschaften.

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POTENZ DER KONZENTRATE

Bei Konzentraten werden die feinen Trichome der Cannabisblüten aufgebrochen und ihre Inhaltsstoffe komprimiert. Dadurch sind sie reich an Cannabinoiden und Terpenen, die für die Wirkungen von Cannabis verantwortlich sind.

Konzentrate sind aus zwei Gründen beliebt: Zum einen ist ihr THC-Gehalt tendenziell höher als bei führenden Cannabissorten, was zu einem deutlich stärkeren Rausch führt und zum anderen ist ihr Gehalt an medizinisch wertvollen Cannabinoiden und Terpenen tendenziell deutlich höher, wodurch die medizinische Wirkung des Cannabis verstärkt wird.

Die Potenz der Konzentrate ist ihre größte Stärke. Allerdings besteht darin auch ihre größte Gefahr. Unerfahrene Konsumenten könnten deshalb durch ihren ersten Dab überwältigt werden und sich mit Paranoia und unangenehmen Gefühlen herumquälen. Deshalb sollten neue Extrakte zu Anfang immer in geringer Dosierung und mit Vorsicht genossen werden.

Der ultimative Leitfaden zu Cannabiskonzentraten

AUS DEM GESCHÄFT VS. SELBSTGEMACHT

Wie bei Keksen ist die wichtigste Frage, mit der sich ein Konzentratnutzer konfrontiert sieht, ob er es im Laden kauft oder es selbst herstellt. Ein typischer Konsument hat drei Optionen: Er kauft kommerzielle Konzentrate, er kauft Konzentrate aus Eigenherstellung oder er stellt sie selbst her. Um auf dieses Dilemma einzugehen, müssen wir uns erstmal näher mit den verschiedenen Arten von Konzentraten und ihrer Herstellung auseinandersetzen.

Wenn es um Konzentrate geht, die ohne Lösungsmittel hergestellt werden, entscheiden sich viele Nutzer dafür, sie selbst herzustellen. Dabei ist eigentlich jeder, der ein Kief-Sieb im Grinder hat, aus technischer Sicht jemand, der Konzentrate selbst herstellt. Das gesammelte Kief kann Joints hinzugefügt, in Kaffee gestreut oder zur Herstellung von Moonrocks verwendet werden.

Es gibt außerdem verschiedene Wege, um selbst Hasch herzustellen. Einige Konsumenten entscheiden sich für die einfache Lösung in Form von Schuh-Hasch. Dabei wird das Kief in einen luftdichten Beutel gepackt und im Schuh unter der Hacke platziert. Im Laufe des Tages wird es während des Gehens durch die Wärme und den Druck zu Hasch komprimiert. Eine weitere Option ist Rosin Hasch. Hierfür werden die Cannabisblüten in Wachspapier gefaltet und mit einem Glätteisen komprimiert, wodurch ein Harz freigesetzt wird, das in der Konsistenz BHO stark ähnelt. Es gibt mehrere andere Methoden für die Herstellung von Hasch, bei denen Mixer, Kompressoren und Bewegung in Kombination mit Eis verwendet werden. Verschiedene Methoden der Herstellung von Hasch resultieren in unterschiedlichen Eigenschaften. Aber das, was sie alle gemeinsam haben, ist die Abwesenheit von Lösungsmitteln, weshalb sie alle gleich sicher sind.

Extrakte sind ein wenig komplizierter. Zwei der beliebtesten – BHO und PHO – beinhalten einige Risiken. Die Extraktion mit Butan involviert explosive Stoffe und einige, die zu Hause extrahiert haben, haben beim Herstellungsprozess ihre Küche in die Luft gejagt. Eine weitere Gefahr bei BHO und PHO sind mögliche Verunreinigungen im Endprodukt.

Wenn die Extraktion zu Hause für Dich neu ist, solltest Du nicht mit BHO oder PHO anfangen. Versuche stattdessen eine Extraktion mit Alkohol. Sie ist deutlich weniger riskant und ein großartiger Weg, um ein Gefühl für den Prozess zu bekommen.

Extrakte aus dem Geschäft werden meistens durch Extraktions mittels superkritischem CO₂ hergestellt. Diese Methode erlaubt dem Hersteller, ein großes Spektrum an Cannabinoiden und Terpenen zu extrahieren ohne dabei Verunreinigungen zu riskieren. Superkritisches CO₂ ist momentan die führende Methode für kommerzielle Extrakte. Allerdings ist das Equipment für die Durchführung dieses Prozesses sehr kostspielig, weshalb diese Methode in Heimlaboren wohl eher nicht stattfindet.

WELCHE SORTEN EIGNEN SICH FÜR DIE HERSTELLUNG VON KONZENTRATEN?

Eine der wichtigsten Entscheidungen für den Herstellungsprozess von Konzentraten ist die Auswahl der Cannabissorte. Genauso, wie Du einem Stein kein Blut absaugen kannst, ist es nicht möglich, THC aus einer THC-freien Sorte zu extrahieren.

Es gibt ein paar grundlegende Aspekte, die es bei der Auswahl der Sorte zu beachten gibt. Der erste Punkt ist, wo sich die Pflanze im Indica-Sativa-Spektrum befindet. Indicas wirken tendenziell eher entspannend und besitzen eine starke körperliche Wirkung, die sowohl für Hunger als auch für Müdigkeit sorgen kann. Sativas neigen eher zu einem energetisierenden "Kopf-High", das belebend, kreativitätanregend und manchmal angstfördernd wirken kann. Es ist ebenfalls wichtig auf den THC-Gehalt – dadurch wird die Stärke der psychoaktiven Wirkung festgelegt – und auf den CBD-Gehalt der Sorte zu achten, da CBD für viele der medizinischen Eigenschaften von Cannabis verantwortlich ist.

Wenn Du auf der Suche nach einer THC-reichen Sorte bist, kannst Du mit Royal Gorilla nichts falsch machen. Dieser ausgeglichene Indica-Sativa-Hybrid erreicht unglaubliche 30% THC – das ist wirklich jenseits von Gut und Böse. Wenn Du mit Deinem Konzentrat medizinische Probleme wie chronische Schmerzen, Angst oder Epilepsie behandeln willst, solltest Du eher mit einer CBD-reichen Sorte anfangen. Euphoria ist hierfür eine großartige Wahl. Sie ist eine indicadominante Sorte mit 7% CBD. Eine andere aber genauso gute Wahl ist Painkiller XL, eine sativadominante Sorte mit sehr ausgeglichenem THC- und CBD-Gehalt.

KONZENTRATE UND TERPENE

KONZENTRATE UND TERPENE

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Auswahl der Sorte ist das Terpenprofil, nach dem Du suchst. Terpene sind für den Geschmack der Cannabissorten verantwortlich. Außerdem modifizieren sie die psychoaktiven Effekte und sind für viele der medizinischen Eigenschaften von Cannabis verantwortlich.

Ein wichtiges Terpen ist Limonen, das antidepressive Eigenschaften besitzt. Wenn Du also einer schlechten Stimmung entgegenwirken willst, ist es eine gute Idee, nach einer Sorte mit diesem Terpen Ausschau zu halten. Jack Herer ist reich an Limonen und voller THC. Ein weiteres bemerkenswertes Terpen ist β-Caryophyllen, von dem man herausgefunden[1] hat, dass es bei Ratten sowohl die Symptome von Depression als auch von Angst reduziert. Beispielsweise enthält die gefeierte und belebende Royal Cookie β-Caryophyllen. Wenn Du Probleme mit sozialen Ängsten oder Aggressionen hast, solltest Du eine Sorte mit Linalool in Betracht ziehen. Dieses Terpen könnte bei diesen Problemen helfen[2]. Sorten, die von Grand Daddy Purple abstammen, wie Legendary Punch, weisen in der Regel einen hohen Linalool-Gehalt auf.

Wenn Du Terpene in Form von Konzentraten konsumierst, ist es wichtig, auf die Temperatur zu achten. Terpene neigen dazu, empfindlicher auf Hitze zu reagieren als THC und CBD. Dadurch können sie durch die Hitze beim Dabben leicht zerstört werden. Wenn Du zu den Dabbern gehörst, die Wert auf die Erhaltung des Terpenprofils legen, solltest Du Dich an niedrige Temperaturen halten.

WIE MAN KONZENTRATE KONSUMIERT

Konzentrate können auf verschiedene Weisen konsumiert werden. Sie können in Esswaren eingebacken oder auch in Joint oder Bong geraucht werden, indem man ähnlich wie bei der Zubereitung von Cannabisblüten vorgeht. Aber die häufigste Art und Weise des Konzentratkonsums ist Verdampfen oder Dabben.

Stiftverdampfer sind eine besonders beliebte Methode, um Konzentrate zu konsumieren. Sie sind die führende Methode für den Konsum von CO₂-Extrakten aus dem Geschäft, obwohl man sie auch für jedes andere Haschöl oder auch für Hasch selbst verwenden kann. Stiftverdampfer sind diskret, einfach zu verwenden und produzieren meist ein milderes und besser zu bewältigendes High.

Am anderen Ende des Spektrums gibt es noch das Dabbing oder Dabben. Dies ist eine Methode des Konzentratkonsums, die das Verdampfen der Substanz mithilfe eines heißen Nagels beinhaltet. Der Dampf wird dann durch eine Art umfunktionierte Bong inhaliert, die "Dab Rig" genannt wird. Detailliertere Informationen findest Du hier. Wie bereits erwähnt, ist diese Methode ziemlich wirkstark und man braucht einige Zeit, um sich daran zu gewöhnen.

DIE VORTEILE VON KONZENTRATEN

Konzentrate haben diverse Vorteile. Sie sind deutlich stärker als Cannabisblüten, was zu einem intensiveren High und stärkeren medizinischen Effekten führt. Dies ist gut, wenn Du es vorziehst, den gleichen Effekt bei geringerem Produkteinsatz zu erhalten. Da die aktiven Inhaltsstoffe nicht mit so viel Pflanzenmaterial gemischt sind, wirken Konzentrate tendenziell auch weniger negativ auf die Lunge ein. Außerdem halten die Effekte von Konzentraten meist länger als die von normalen Buds an. Allerdings ist eine ordungsgemäße Lagerung immer noch essentiell.

NACHTEILE VON KONZENTRATEN

Der Nachteil von Konzentraten ist ebenso ihr Vorteil: die Potenz. Konzentrate sind eine mächtige Medizin, weshalb sie Dich auch überwältigen können, wenn Du nicht vorbereitet bist. Insbesondere, wenn Du ein Dabbing-Neuling bist, solltest Du erstmal mit einer kleinen Dosis anfangen.

DIE WUNDERVOLLE WELT DER KONZENTRATE

Das mag alles nach sehr vielen Informationen erscheinen, aber wie bei allem lernt man es am besten durch Ausprobieren. Wähle das Konzentrat aus, das Du am interessantesten findest, und wage den Sprung. Wer weiß? Vielleicht entdeckst Du ja Deine neue Lieblingsform des Weed-Konsums.

External Resources:
  1. β-Caryophyllene, a CB2 receptor agonist produces multiple behavioral changes relevant to anxiety and depression in mice. - PubMed - NCBI https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Effects of inhaled Linalool in anxiety, social interaction and aggressive behavior in mice. - PubMed - NCBI https://www.ncbi.nlm.nih.gov
Disclaimer:
This article has been written for informational purposes only, and is based on research published by other externals resources.

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