CBG: Fragen & Antworten

⚖️ Ist THCA legal?
Als nicht-psychoaktives Cannabinoid erscheint THCA nicht auf der Liste des Übereinkommens der Vereinten Nationen über psychotrope Stoffe. In der Gesetzgebung mancher Ländern wird THCA dennoch als verbotenes Gegenstück von THC eingestuft.
🧬 Wo kommt THCA vor?
THCA kommt in allen Cannabissorten vor, die THC enthalten. Bevor sie der Hitze ausgesetzt werden, liegen alle THC-Moleküle in rohen Cannabispflanzen als die Cannabinoidsäure THCA vor.
💎 Was sind THCA-Diamanten?
THCA-Diamanten sind ein hochkonzentrierter THCA-Extrakt mit einer beeindruckenden Reinheit von 99%. Labortechniker extrahieren die Cannabinoidsäure mit Lösungsmitteln und Verdampfern, ohne sie zu viel Hitze auszusetzen.
💨 Kann man THCA rauchen?
Ja, das ist möglich, allerdings wird es während des Prozesses in THC umgewandelt. Um die nicht-psychoaktiven Wirkungen von THCA zu erleben, muss man es in Form eines Öls oder Extrakts konsumieren.

Die Cannabispflanze produziert eine Vielzahl interessanter sekundärer Pflanzenstoffe. Die kleinen kristallartigen Strukturen auf der Oberfläche von Blüten, sogenannte Trichome, arbeiten hart, um über 100 Cannabinoide und über 200 Terpene zu synthetisieren. Während letztere überall in der Natur vorkommen, treten viele Cannabinoide nur in Cannabis sativa auf.

Bevor sie der Hitze ausgesetzt werden, liegen Cannabinoide wie THC als Cannabinoidsäuren vor, bei denen es sich um Vorläufer-Verbindungen handelt, die die rohen Blüten besetzen. Cannabisforscher untersuchen diese “Underdogs”, die noch nicht sehr bekannt sind, derzeit auf ihre Wirkungen.

THCA (oder Tetrahydrocannabinolsäure) ist der biosynthetische Vorläufer von THC. Alle Sorten mit hohem THC-Gehalt weisen hohe Konzentrationen dieser Verbindung auf, bevor sie einer Decarboxylierung (Erhitzung) unterzogen werden. Lies weiter, um alles zu erfahren, was Du über dieses Molekül wissen musst.

Was ist THCA?

Was ist Deine Lieblingssorte? Vielleicht liebst Du den verlockenden Geschmack von Sweet ZZ oder die schiere Intensität von Green Gelato. Egal, welche Sorte mit hohem THC-Gehalt Dir am liebsten ist – bis zu dem Zeitpunkt, an dem Du sie anzündest, steckt sie auf jeden Fall voller THCA.

Ungeachtet dessen, was Popkultur und bombastische Nachrichten behaupten, kann der Verzehr eines Haufens von rohem Cannabis kein High auslösen. Die Pflanze wird erst psychoaktiv, sobald sie Hitze, Licht oder Alterung ausgesetzt ist. Bevor dies passiert, kommt all dieses THC als THCA vor.

Wie viele andere Cannabinoide auch beginnt THC sein Leben innerhalb der Cannabispflanze als CBGA (Cannabigerolsäure), das man auch als die “Mutter” vieler Cannabinoide bezeichnet. Cannabispflanzen produzieren ebenso eine Reihe von Enzymen, die diesen Vorläufer in eine Vielzahl verschiedener Cannabinoide umwandeln.

Wenn die THCA-Synthase auf CBGA einwirkt, wandelt sie das Molekül in – Du hast es erraten – THCA um. Der Konsum von rohem Cannabis versorgt die Konsumenten mit einem hohen Anteil dieser Cannabinoidsäure. Im Gegensatz dazu katalysiert das Kochen und Rauchen von Cannabis eine nicht-enzymatische Reaktion, die man als Decarboxylierung bezeichnet.

Dieser Prozess löst eine Carboxylgruppe aus dem THCA-Molekül heraus, woraufhin THC entsteht. Obwohl beide Cannabinoide eng miteinander verwandt sind, wirken sie sich sehr unterschiedlich auf Körper und Geist aus.

Was ist THCA?

THCA vs. THC

THCA und THC ähneln sich in einigen Punkten, während sie sich in anderen Aspekten dramatisch unterscheiden. Sieh Dir die folgenden Listen an, um herauszufinden, inwiefern sie sich ähneln und worin sie sich unterscheiden.

Eigenschaften von THCA:

  • Nicht-psychoaktiv
  • Kommt von Natur aus in rohem Cannabis vor
  • Schwacher Aktivator der CB1- und CB2-Rezeptoren
  • Repräsentiert bis zu 90% des gesamten THC-Gehalts von Cannabispflanzen
  • Könnte beruhigende und neurologische Wirkungen haben

Eigenschaften von THC

  • Übt psychoaktive Wirkungen aus
  • Wird durch Decarboxylierung hergestellt
  • Stärkerer Aktivator des CB1-Rezeptors
  • Synergien mit zahlreichen Cannabis-Terpenen wie Pinen, Limonen, β-Caryophyllen und Linalool
  • Verbunden mit unterschiedlichen Nutzen, einschließlich Entspannung, Schlaf. Appetitanregung und Euphorie

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THCA: Ein wichtiger Biomarker

THCA dient als wichtiger Biomarker für die Testung von Cannabis. Ambitionierte Züchter, die ihre Blüten an Cannabisausgabestellen verkaufen möchten, müssen ihre Produkte im Vorfeld testen lassen. Je mehr Daten, desto besser!

Indem er den THCA-Gehalt in einer Cannabisprobe testen lässt, erhält der Züchter ein genaues Bild davon, wie potent seine Blüten sind. Untersuchungen legen nahe, dass THCA während der Decarboxylierung zu 70% in THC umgewandelt wird.

Labortechniker müssen diesen Verlust von ungefähr 30% während der Tests berücksichtigen. Die HPLC (Hochdruckflüssigkeitschromatographie) misst den THCA-Gehalt präzise, ohne Teile davon zu decarboxylieren. Um den echten THC-Gehalt herauszufinden, wenden man die folgende Gleichung an:

Gesamter THC-Gehalt = (% THCA) x 0,877 + (%THC)

Was sagt die Forschung über THCA?

Die Forschungsergebnisse zu THCA sind noch vorläufig, da die meisten bisherigen Studien an Tieren oder Zellen durchgeführt werden. Bis entsprechende klinische Studien vorliegen, müssen wir den Wirkungen von THCA auf den Menschen skeptisch gegenüberstehen. Die bisherige Forschung liefert jedoch Hinweise darauf, was wir erwarten können.

Was sagt die Forschung über THCA?

  • Gewichtsverlust

Untersuchungen an Mäusen legen nahe, dass THCA dazu beitragen könnte, ein paar Pfunde loszuwerden. Eine Studie aus dem Jahr 2020[1] zeigte, dass das Cannabinoid bei den Tieren die Fettmasse durch die Verknüpfung mit dem PPARy-Rezeptor verringert.

  • Könnte Gelenke beruhigen

THCA kann durch seine Wirkung auf den PPARy- und den CB1-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems dazu beitragen, Gelenke und andere Körperteile zu beruhigen[2].

  • Übelkeit

Weitere frühe Untersuchungen legen nahe, dass THCA helfen könnte, einen empfindlichen Magen zu beruhigen[3]. Obwohl ein entsprechender Zusammenhang noch nicht vollständig belegt wurde, könnte diese Erkenntnis THCA zu einem wichtigen Wirkstoff für die Zukunft der Cannabiswissenschaft machen.

  • Organgesundheit

Zusätzliche Studien, die ebenfalls an Mäusen durchgeführt wurden, untersuchten die Wirkungen von THCA auf die Gesundheit der Leber[4]. Die Ergebnisse waren vielversprechend und dienen als Grundlage für weitere zukünftige Forschungen in diesem Bereich.

Wie man THCA konsumiert

THCA muss ohne überschüssige Wärme konsumiert werden. Reine Kristall-Extrakte sind daher eine der besten Methoden, das Cannabinoid zu einzunehmen. Man kann sie leicht zu kühlen Speisen und Getränken hinzufügen oder mit Ölen und Tinkturen mischen.

Cannabisnutzer entsaften auch rohe Cannabisblüten, um THCA zu erhalten. Kaltgepresste Säfte funktionieren hier am besten und setzten das Pflanzenmaterial weniger Hitze aus.

Wo man THCA bekommt

Die beste Quelle für THCA sind Deine eigenen Cannabisblüten! Wie gesehen, enthalten die harzigen Buds reichlich THCA, bevor Du sie in einem Joint oder einer Bong verbrennst. Wirf stattdessen Deinen Entsafter an, um die Wirkung dieser Verbindung zu spüren.

Wer das Glück hat, an einem Ort zu leben, an dem es einen legalen Markt für Freizeitcannabis gibt, kann THCA-Kristalle in verschiedenen Cannabisausgabestellen kaufen.

External Resources:
  1. Tetrahydrocannabinolic acid A (THCA-A) reduces adiposity and prevents metabolic disease caused by diet-induced obesity - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  2. Δ9‐Tetrahydrocannabinolic acid alleviates collagen‐induced arthritis: Role of PPARγ and CB1 receptors https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com
  3. Effect of combined doses of Δ 9 -tetrahydrocannabinol and cannabidiol or tetrahydrocannabinolic acid and cannabidiolic acid on acute nausea in male Sprague-Dawley rats | SpringerLink https://link.springer.com
  4. Δ9-Tetrahydrocannabinolic Acid markedly alleviates liver fibrosis and inflammation in murine models of chemically- and obesity-induced liver injury | bioRxiv https://www.biorxiv.org
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