"Warum wachsen meine Pflanzen so langsam?". Manchmal tauchen die Probleme mit Marihuana-Pflanzen aus dem Nichts heraus auf. Dein Baby hat bisher vielleicht keine Anzeichen eines Problems gezeigt, doch jetzt bemerkst Du, dass die Entwicklung nicht weiter geht und hast keine Ahnung warum. Wir zeigen Dir hier mögliche Gründe, die für ein verlangsamtes Wachstum Deiner Cannabissämlinge oder -Pflanzen verantwortlich sein können.

18 GRÜNDE FÜR LANGSAM WACHSENDES ODER VERKÜMMERTES CANNABIS

1. DIE SAMEN SIND ALT ODER VON SCHLECHTER QUALITÄT

Alte Samen brauchen nicht nur länger zum Keimen (wenn sie überhaupt keimen); Pflanzen, die aus veraltetem Saatgut gezogen werden, können manchmal auch langsamer wachsen. Genauso ist gute Genetik für ein gesundes und kräftiges Wachstum vom Samen bis zur Ernte unerlässlich. Eine zufällige Packung Samen wird bei weitem nicht so gute Qualität hervorbringen, wie Samen, die von einer seriösen Saatgutbank erworben werden können.

2. STECKLINGSSTRESS

Manchmal wurzeln Stecklinge nicht gut an, was ihr Wachstum behindert. Um dem vorzubeugen, solltest Du direkt nach dem Schneiden Deiner Stecklinge ein wenig Wurzelhormone auftragen.

Zudem solltest Du dafür sorgen, dass Deine Umgebung das Wurzelwachstum fördert. Das Medium sollte feucht (aber nicht zu nass) sein und der pH-Wert bei etwa 6,0 liegen. Deine Stecklinge solltest Du bei einer Temperatur von rund 22 °C halten. Wenn ihnen zu kalt wird, wurzeln sie überhaupt nicht, und wenn es zu heiß ist, sterben die Wurzeln.

3. WURZELGESUNDHEIT

Wenn Deine Pflanzenwurzeln nicht ausreichend Sauerstoff bekommen können, verlangsamen sich die Stoffwechselfunktionen. In einigen Fällen kann ein Sauerstoffmangel ihr Wachstum sogar ganz zum Erliegen bringen. Eine häufige Ursache dafür ist eine Überwässerung oder die Verwendung eines Substrats mit schlechter Drainage.

Was kannst Du dagegen tun? Erschaffe ein leichtes und luftiges Anbaumedium mit guter Drainage. Eine schlecht belüftete Erde, in der sich leicht Wasser staut, kannst Du durch den Zusatz von etwas Perlit verbessern.

Der Wurzelbereich Deiner Cannabispflanzen sollte niemals viel wärmer oder kälter als die Raumtemperatur werden. Ebenso können physische Beschädigungen der Wurzeln, Schimmel oder Bakterien das Wachstum Deiner Pflanzen stark beeinflussen. Verwende stets undurchsichtige Pflanztöpfe, bei denen kein Licht an die Wurzeln kommt, denn auch das ist eher schlecht.

WURZELGESUNDHEIT

4. DIE CANNABISPFLANZEN STRECKEN SICH ZU SEHR

Besonders bei Sämlingen kann es problematisch sein, wenn sie zu sehr in die Höhe schießen. Diese Reaktion kann von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden, doch der wahrscheinlichste Übeltäter ist ein Lichtmangel.

Wenn Deine Sämlinge spindeldürr gestreckt aussehen, solltest Du die Lichtintensität erhöhen oder den Abstand zur Lampe verringern. Als Hilfe in der Erholungsphase kannst Du sie mit Spießen abstützen. Als letzten Ausweg kannst Du sie (vorsichtig) umtopfen und dabei tiefer einsetzen.

5. DIE PFLANZEN BEKOMMEN NICHT GENUG LICHT

Obwohl die Anforderungen von Sorte zu Sorte variieren können, ist Licht dennoch ein kritischer Faktor für die Entwicklung aller Cannabispflanzen. Ein Mangel an "gutem" Licht kann auf jeden Fall zu verlangsamtem Wachstum führen. Wenn Du im Innenbereich anbaust und das Gefühl hast, dass Deine Pflanzen nicht ausreichend Licht bekommen, versuche den Abstand zwischen Deinen Lampen und den Pflanzen zu verringern. Wenn Du im Freien in Töpfen anbaust, stelle Deine Pflanzen an einen sonnigeren Ort.

6. DIE PFLANZEN BEKOMMEN ZU VIEL LICHT

Jede Art von Stress, dem Deine Cannabispflanzen ausgesetzt sind, einschließlich vieler Stunden direkter Sonneneinstrahlung ohne jegliche Ruhephase, kann das Wachstum ebenfalls stoppen oder verlangsamen. Wenn Du in einem Grow Room anbaust und denkst, dass die Lichteinwirkung die Ursache für Stress ist, verringere die Intensität oder verändere die Position der Lampen, wenn möglich weiter vom Blätterdach weg. Du solltest wissen, dass Sämlinge besonders empfindlich auf intensives Licht reagieren! Wenn Du im Freien anbaust und die Möglichkeit dazu hast, stelle Deine Pflanzen an eine Stelle, an der das Licht etwas diffus ist, wie beispielsweise im Schatten um einen Baum herum.

7. DAS FALSCHE LICHTSPEKTRUM

Wie schnell und kräftig Pflanzen wachsen, wird durch das Lichtspektrum beeinflusst, dem sie ausgesetzt sind. Stelle sicher, dass Du für jede Wachstumsphase die richtige Art von Licht verwendest. Für ein gesundes, vegetatives Wachstum benötigst Du Licht mit einem höheren Blauanteil in seinem Spektrum, ein sogenanntes "Wachstumslicht". Lampen mit einem wärmeren, rötlicheren Spektrum hingegen werden für die Blütephase verwendet.

DAS FALSCHE LICHTSPEKTRUM

8. LICHTSTRESS: DIE DUNKELPHASENUNTERBRECHUNG

Licht ist essentiell für das Wachstum aller Pflanzen. Jede Veränderung der Lichtintensität oder -exposition beeinflusst das Wachstum. In der Blütephase ist Cannabis besonders anfällig für Unterbrechungen der Dunkelphase. Ein Lichtleck in Deinem Zelt, Streulicht von einer Straßenlaterne und selbst das rote Licht einer Kamera können die Blüte stören und im schlimmsten Fall Deine Pflanzen zwittrig werden lassen. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, in den Stunden mit ausgeschalteter Lampe auch eine völlige Dunkelheit zu bewahren.

Wenn die Graspflanzen unregelmäßigen Lichtstunden ausgesetzt sind, kann das zu einem Hormonungleichgewicht führen, das ihre innere Uhr aus dem Takt bringt. Deine Pflanzen könnten vorzeitig in die Blüte wechseln oder wieder zurück in die vegetative Phase fallen. Wenn das passiert, leiden Wachstum und Ertrag deutlich. Daher musst Du auf alle Fälle Deinen Lichtzyklus stets konstant halten.

Die oben genannten Empfehlungen beziehen sich vorwiegend auf photoperiodische Sorten, da autoflowering Cannabis die Blüte in Abhängigkeit des erreichten Alters anstatt der Lichtstunden einleitet.

9. ÜBERWÄSSERUNG

Überwässerung gehört zu den häufigsten Fehlern, die von Anfängern beim Anbauen begangen werden. Es ist so, als ob Deine Pflanzen ersticken würden, was zugleich einer der Hauptgründe für langsames Wachstum, Nährstoffmangel, Wurzelfäule, Pilze und viele andere Probleme ist. Gieße deshalb nicht zu oft und auch nicht nach einem festgelegten Zeitplan. Es ist besser, weniger häufig zu gießen, so dass der Boden zwischen den Bewässerungen austrocknen kann. Ein guter Weg, um heraus zu finden, ob Du gießen solltest oder nicht, ist den Topf selbst anzuheben. Wenn er sich ganz leicht anfühlt, ist es Zeit, wieder zu gießen.

10. NICHT GENUG NÄHRSTOFFE

Obwohl es nicht so häufig wie die Überdüngung von Cannabispflanzen auftritt, kann eine unzureichende Menge an Nährstoffen für gesundes Wachstum der Grund für langsames Wachstum sein. Du solltest wissen, dass die Nährstoffe, die in den meisten handelsüblichen Pflanzenerden vorhanden sind, nur 3–4 Wochen ausreichen werden; danach musst Du noch mehr hochwertige Nährstoffe zuführen. Überprüfe das Etikett Deiner Dünger bezüglich der empfohlenen Dosierung für gesundes Wachstum. Weiterhin solltest Du wissen, dass der Nährstoffbedarf Deiner Pflanze eng mit der Lichtintensität in Verbindung steht, der Deine Pflanzen ausgesetzt sind. Pflanzen unter intensivem Licht wachsen schneller und benötigen beispielsweise mehr Nährstoffe als Pflanzen, die unter Leuchtstoffröhren wachsen.

11. KALZIUMMANGEL

Kalzium gehört zu den lebenswichtigen Elementen, die Deine Pflanze für eine gesunde Entwicklung braucht. Ein Mangel an Kalzium kann sich in den folgenden Symptomen manifestieren:

  • Frisches Wachstum ist langsam, verdreht und gewellt
  • Junge Triebe sind verfärbt und werden violett oder gelb
  • Das Pflanzenwachstum ist insgesamt langsam und es fehlt der Pflanze an Kraft und Vitalität
  • Du kannst Kalziummangel vermeiden, indem Du Deiner Erde oder Deinem Anbaumedium Dolomitkalk hinzufügst.

Behandle einen festgestellten Kalziummangel sofort mit kommerziellen CalMag-Produkten, die flüssiges Kalzium enthalten. Du kannst diese Produkte zu Deiner Nährlösung hinzufügen oder sie als Blattspray verabreichen.

Beachte bitte, dass einige Anbausubstrate wie Kokos das Risiko für einen Kalziummangel erhöhen. Wenn Du in Kokos anbaust, solltest Du spezielle Kokos-Nährstoffe verwenden und/oder Deiner Nährstofflösung regelmäßig CalMag hinzufügen.

KALZIUMMANGEL

12. FALSCHER PH-WERT

Ein falscher pH-Wert Deiner verwendeten Nährlösung ist einer der häufigsten Gründe für Anbauprobleme bei Cannabis, einschließlich langsamen Wachstums. Der Grund dafür ist, dass Cannabis nur in einem relativ kleinen Fenster mit geeigneten pH-Werten gedeiht. Wenn der pH-Wert außerhalb dieses Bereichs liegt, können die Pflanzen keine Nährstoffe mehr aufnehmen, selbst wenn sie vorhanden sind.

Stelle deshalb sicher, dass Du abhängig von Deiner Anbaumethode den richtigen pH-Wert einstellst. Wenn Du in Erde anbaust, stelle sicher, dass der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0 liegt. Wenn Du in Hydro anbaust, liegt der optimale pH-Wert zwischen 5,6 und 5,8. Wenn Du in einem erdlosen Medium wie Kokos anbaust, ist ein pH-Wert zwischen 6,0 und 6,3 optimal.

13. DIE TEMPERATUREN SIND ZU HOCH ODER ZU NIEDRIG

Cannabis mag es gerne warm, um gesund heranwachsen zu können. Dies ist am besten bei Tagestemperaturen zwischen 25–30°C der Fall. Niedrige Temperaturen verlangsamen den Stoffwechsel Deiner Pflanze und führen zu einem langsameren Wachstum. Aber auch zu hohe Temperaturen sind nicht optimal. Bei sehr hohen Temperaturen kann Hitzestress das Pflanzenwachstum verlangsamen oder sogar stoppen. Wenn Du im Innenbereich anbaust, stelle die Temperatur auf ein angenehmes Niveau ein. Du kannst auch mit Ventilatoren kühlen, die einen milden Luftstrom über Deine Pflanzen blasen. Dies kann dazu beitragen zu verhindern, dass sich Stellen in Deinem Grow Room bilden, in denen sich heiße Luft staut.

14. DIE PFLANZTÖPFE SIND ZU GROẞ

Cannabisanbauer lassen Ihre Sämlinge oftmals zu Beginn in kleinen Töpfen wachsen. Später, wenn die Pflanzen eine adäquate Größe erreicht haben, werden diese für gewöhnlich in größere Töpfe umgetopft.

Wenn Die von Dir verwendeten Töpfe bereits zu Beginn zu groß sind, besteht ein hohes Risiko, dass Du Deine Pflanzen schnell überwässerst. Das Problem ist, dass Sämlinge nicht die gesamte Feuchtigkeit aufnehmen können, die in einem großen Behälter enthalten ist. Ganz im Gegensatz zu reifen Cannabispflanzen, die viel mehr "trinken" können. Außerdem braucht ein großer Topf viel länger um auszutrocknen.

Um diese Probleme zu vermeiden, die mit zu viel Erde und Feuchtigkeit einhergehen, beginnst Du am besten damit, die Sämlinge in kleineren Töpfen wachsen zu lassen, bis sie kräftig genug sind. Sobald sie die ersten 5–6 echten Blätter ausgebildet haben (die Keimblätter nicht mitgerechnet), kannst Du sie in einen größeren Topf umtopfen, der mindestens die doppelte Größe des aktuellen Topfes hat.

Wenn Dein Sämling bereits in einem großen Behälter ist und Du ihn nicht in einem kleineren Topf wachsen lassen möchtest oder kannst, bewässere nur einen kleinen Bereich um den Keimling herum.

  • Welcher ist der richtige Topf für Deine Cannabispflanze?

Verwende diese grobe Anleitung, um zu bestimmen, welche Topfgröße Du für Deine Cannabispflanze verwenden solltest:

  • Pflanzenhöhe 30cm: 7.5–11l Topf
  • Pflanzenhöhe 60cm: 11–19l Topf
  • Pflanzenhöhe 90cm: 18–26l Topf
  • Pflanzenhöhe 120cm: 22–37l Topf
  • Pflanzenhöhe 150cm: 30–37l+ Topf

DIE PFLANZTÖPFE SIND ZU GROẞ

15. DURCH SCHÄDLINGE/KRANKHEITEN VERURSACHTER STRESS

Insekten, Schädlinge und Krankheiten können Schäden verursachen und das Immunsystem einer Pflanze beeinträchtigen. Im besten Fall überlebt Deine Pflanze vielleicht, aber Deine Ernte fällt mager aus. Im schlimmsten Fall könnte Deine Pflanze sterben.

Insekten können sich von den Blättern ernähren und die Fähigkeit einer Pflanze beeinträchtigen, Wasser zurückzuhalten und zu transpirieren. Anderes Ungeziefer könnte die Wurzeln schädigen oder zusätzliche Probleme verursachen. Jedes Mal, wenn Deine Pflanze krank oder von Schädlingen befallen ist, wird sie den Großteil ihrer Energie darauf verwenden, sich selbst zu verteidigen und sich von Schäden zu erholen, was das Wachstum verlangsamt.

Wenn Deine Pflanzen befallen sind, solltest Du sie sofort mit geeigneten Maßnahmen behandeln. Noch besser ist es, wenn Du vorbeugende Maßnahmen ergreifst (wie z. B. Neemöl, Schneckenbarrieren etc.), die das Risiko eines Schädlingsbefalls minimieren. Daher solltest Du sie in allen Wachstumsphasen regelmäßig auf Symptome eines Schädlingsbefalls untersuchen und auch unter den Blättern nachsehen.

16. STRESS DURCH GEWEBESCHÄDEN

Physische Schäden wie gebrochene Zweige können das Wachstum Deiner Pflanze signifikant verlangsamen. Jeder Schaden sorgt dafür, dass die Pflanze wertvolle Ressourcen auf die Heilung der Wunden verwendet – Ressourcen, die eigentlich besser für Wachstum und Blütenproduktion genutzt werden könnten.

Wenn Du im Freien anbaust, solltest Du Deine Pflanze in einem Gebiet aufstellen, wo sie vor starken Winden und heftigem Regen geschützt sind und sie mit Hühnerdraht und Pfählen unterstützen.

Sämlinge und junge Cannabispflanzen sind besonders verletzlich. Du solltest Deine Sämlinge zunächst einige Wochen drinnen heranwachsen lassen, bevor Du sie ins Freie stellst.

17. STRESS DURCH CANNABISTRAININGSTECHNIKEN

Durch hoch-stressige Pflanzentrainingstechniken entstandene Gewebeschäden verursachen immer eine gewisse Verzögerung der Pflanzenentwicklung. Doch wenn Du sie zu exzessiv oder zu häufig beschneidest, verwendet Deine Pflanze letztendlich vielleicht mehr auf ihre Reparatur als auf das Wachstum.

STRESS DURCH CANNABISTRAININGSTECHNIKEN

Wenn Du also vorhast, sie zu beschneiden, solltest Du es nicht übertreiben. Sei Dir bewusst, dass jedes Stutzen die Entwicklung Deiner Pflanze um Tage oder gar Wochen verzögern kann.

Setzt Du andere Pflanzentrainingstechniken wie Topping ein, solltest Du damit so früh wie möglich beginnen. Wenn Du Autoflowers anbaust, solltest Du überhaupt keine Pflanzentrainingstechniken wie Stutzen und Beschneiden einsetzen, bei denen es zu Gewebeschädigungen kommt.

18. ALTERSSORGEN

Ältere Cannabispflanzen haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf als junge Pflanzen. Ihr Gewebe wird hart und holzig, sie sind weniger kräftig und können nicht mehr so viele Nährstoffe aufnehmen.

Aus diesen Gründen solltest Du Deinen Düngeplan entsprechend anpassen. Andernfalls riskierst Du eine Überdüngung, was in der Folge zu einem verkümmerten Wuchs, Mängeln und Erkrankungen führt. Behalte das im Hinterkopf, wenn Du Dir auf lange Zeit Mutterpflanzen halten willst.

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