Eine hausgemachte Supererdmischung für Cannabis zusammenzustellen, lohnt sich viel mehr, als Erde und abgefüllte Nährstoffe im Laden zu kaufen – und sie ist auch nicht so schwer herzustellen.

Inhaltsverzeichnis:

Im Laden gekaufte Erde ist okay für den Cannabisanbau, hat aber auch ihre Grenzen. Um zu Hause das beste Cannabis anzubauen, empfehlen wir, immer Deine eigene Erde anzumischen. Lies weiter für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du Deine eigene Erdmischung für Cannabis herstellst.

WAS SIND DIE VOR- UND NACHTEILE DER ZUSAMMENSTELLUNG DEINER EIGENEN SUPERERDE?

Wie viele Aspekte des Anbaus hat die Zusammenstellung Deiner eigenen Cannabiserde eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Die Vorteile überwiegen die Nachteile jedoch bei weitem und wir ermuntern jeden Grower, mindestens ein Mal die Herstellung seiner eigenen Erde zu versuchen.

VORTEILE

• Selbst angemischte Erde von guter Qualität ist reich an Makro- und Mikronährstoffen, weshalb Du weniger auf chemische Dünger angewiesen sein wirst.

• Mit hausgemachter Erde anzubauen, gibt Dir die volle Kontrolle darüber, woher Deine Pflanzen ihre Nährstoffe bekommen. Wenn Du biologisch anzubauen gedenkst, ist dies der richtige Weg.

• Ohne chemische Dünger angebaute Knospen liefern ein tolles, natürliches Aroma wie keine anderen. Du kannst außerdem mit einem schmackhafteren, sanfteren Rauch rechnen.

• Die in Nährstofflösungen enthaltenen Chemikalien erzeugen einen harschen Abfluss, der verheerende Auswirkungen auf die lokale Umwelt haben kann. Deine eigene hausgemachte Erde zu verwenden, ist hingegen vollkommen nachhaltig und umweltfreundlich.

NACHTEILE

• Deine eigene Erde herzustellen braucht Zeit, was ein Luxus ist, den nicht alle Grower haben.

• Die Herstellung Deiner eigenen Erde erfordert eine größere Erstinvestition, als wenn Du lediglich normale Erde und ein paar Nährstofflösungen kaufen würdest. Behalte das im Hinterkopf, wenn Du kein großes Budget für Deinen Anbau hast, beachte aber auch, dass die Ergebnisse es definitiv wert sind.

ERDE UND CANNABISNÄHRSTOFFE VERSTEHEN

Die Erde erfüllt beim Prozess des Cannabisanbaus zwei entscheidende Funktionen. Zuallererst verankert sie Deine Cannabispflanzen, wodurch sie sich verwurzeln können und gegen Wind geschützt sind. Und zweitens, was noch wichtiger ist, dient sie als ein Medium, um Nährstoffe und Wasser zu den Wurzeln Deiner Pflanzen zu transportieren. Um Erde besser zu verstehen und wie wir eine hausgemachte Mischung nutzen können, um unsere Cannabispflanzen zu düngen und zu ernähren, hilft es, die wesentlichen Nährstoffe zu verstehen, die Cannabispflanzen benötigen, um zu überleben und zu gedeihen.

Außer Wasser benötigt Cannabis drei Hauptnährstoffe oder _Makronährstoffe_: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Wenn Du Dünger kaufst, wirst Du Produkte mit unterschiedlichen Konzentrationen dieser Nährstoffe finden, die dazu gedacht sind, während verschiedener Phasen des Anbauzyklus verwendet zu werden. Hier ist ein kurzer Überblick, wie diese Nährstoffe Cannabis beim Wachsen helfen:

Stickstoff ist einer der Hauptbestandteile von Chlorophyll und ein Grundbaustein von wichtigen Aminosäuren.

Phosphor ist für die Produktion von Adenosintriphosphat und Phospholipiden erforderlich, die für den Bau von Zellmembranen genutzt werden.

Kalium hilft, die Photosynthese zu ermöglichen, reguliert über Spaltöffnungen in den Blättern einer Pflanze die CO₂-Aufnahme und hilft, die Zellwände zu stärken.

In den meisten Düngern machen Stickstoff, Phosphor und Kalium den Großteil der Nährstoffe aus, die Du in einem Growshop oder Gärtnereibedarf finden wirst. Es gibt jedoch noch viele weitere Nährstoffe, die als Mikronährstoffe bekannt sind und ebenfalls eine entscheidende Rolle dabei spielen, Deine Pflanzen gesund zu halten und ihnen dabei zu helfen, die bestmöglichen Buds hervorzubringen.

Einige dieser Mikronährstoffe sind Calcium, Eisen, Schwefel, Zink, Bor, Mangan und Kupfer, die Du von Natur aus in Fledermausguano, Wurmhumus, Melasse, Seetang, Kaffeesatz und mehr findest.

Wenn Du Deine eigene Supererde für Cannabis zusammenstellst, hast Du die Gelegenheit, vorzeitig ein reichhaltiges Nährmedium für Deine Pflanzen vorzubereiten, anstatt Deine Pflanzen auf einer Bedarfsgrundlage mit chemischen Düngern zu versorgen. Die harte Arbeit und Mühe, die Du in die Herstellung Deiner eigenen natürlichen und biologischen Erde steckst, bevor Du Deine Samen säst, wird sich zur Erntezeit in Bezug auf Geschmack und Qualität gewaltig auszahlen.

Erde Und Cannabisnährstoffe Verstehen

WIE DU DEINE EIGENE SUPERERDMISCHUNG FÜR CANNABIS VORBEREITEST

Deine eigene Supererde zusammenzustellen, mag beängstigend klingen, ist es aber eigentlich nicht. Das Konzept ist tatsächlich sehr simpel: Du fängst mit einer biologischen Erde von guter Qualität an und reicherst sie vorzeitig mit natürlichen Bestandteilen an. Sobald es an der Zeit ist, Deine Samen zu säen, wirst Du ein reichhaltiges Nährmedium bereitstehen haben, das Deine Pflanzen mit allem versorgen wird, das sie für die Produktion von wunderschönen, aromatischen Buds benötigen.

SCHRITT 1: KAUFE DEINE AUSGANGSERDE

Die richtige Ausgangserde für Deine Cannabispflanzen auszuwählen, ist äußerst wichtig. Vergiss nicht, dass Cannabis gut durchlüftete, durchlässige und leicht saure Erde (ein pH-Wert von 6–6,8 ist ideal) mag. Falls möglich, willst Du Dich für eine biologische Erde entscheiden, die natürliche Bestandteile wie Wurmhumus, Kompost, Kokosfaser, Sand und mehr enthält. Obwohl diese Erden generell teurer sind, werden sie einen deutlichen Unterschied in Sachen Gesundheit Deiner Pflanzen sowie Qualität und Höhe Deiner Ernte ausmachen.

Einige andere Bestandteile, nach denen Du in biologischen Erden Ausschau halten solltest, sind:

• Torf
• Guano
• Dung
• Steinstaub
• Sand
• Kokosfaser
• Natürliche Dünger (wie K-Mag)
• Kiefernhumus
• Perlit
• Vermiculit

Falls Du keine biologische Erde von guter Qualität mit mindestens einigen dieser Bestandteile finden kannst, dann mach Dir keine Sorgen. Gehe einfach in Deinen lokalen Gärtnereibedarf und kaufe eine neutrale Blumenerde. Du solltest Dich auch hier nach Möglichkeit wieder für eine leicht saure Erde entscheiden.

SCHRITT 2: REICHERE DEINE ERDE AN

Beginne, indem Du Deine Erde in einen großen Behälter füllst. Breche sie mit einer Grabegabel auf, damit sie gut durchlüftet ist. Sobald sie schön locker ist, kannst Du Deine Erde mit mehr natürlichen Bestandteilen anreichern, um ein reichhaltiges Nährmedium für Deine Cannabispflanzen herzustellen.

Einige Dinge, die Du Deiner Erde hinzufügen kannst:

  • 1. Wurmhumus
  • 2. Kaffeesatz und/oder Teeblätter
  • 3. Eierschalen
  • 4. Gemüse- und Obstschalen
  • 5. Kompost
  • 6. Kokosfaser
  • 7. Perlit
  • 8. Vermiculit
  • 9. Sand
  • 10. Knochenmehl
  • 11. Blutmehl
  • 12. Phosphatgestein
  • 13. Bittersalz
  • 14. Kalk
  • 15. Dolomit
  • 16. Organisches Düngergranulat

Gib diese Bestandteile einfach in Deine Erde und nutze Deine Grabegabel, um alles ordentlich zu vermengen.

Die "korrekte" Menge jedes Bestandteils, den Du in Deiner Supererde verwendest, wird von der Qualität Deiner Ausgangserde abhängen und davon, wie viel Zeit Du vor dem Anpflanzen hast. Bereite Deine Erde wenn möglich sechs Monate vor der Pflanzung vor. So wirst Du mehr der oben aufgelisteten Bestandteile nutzen können, da sie Zeit haben werden, richtig abgebaut zu werden.

Sobald sie zersetzt wurden, werden sie einen reichhaltigen Mutterboden für Deine Pflanzen erzeugt haben, der dem ähnelt, was ihnen in der Natur zur Verfügung stehen würde. Diese Supererde wird reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie all den anderen von uns zuvor erwähnten Mikronährstoffen sein.

Dieser Prozess braucht allerdings seine Zeit. Kompost braucht zum Beispiel irgendetwas zwischen ein paar Monaten bis zu einem Jahr, um fertig zu sein, und dies wirst Du berücksichtigen müssen, wenn Du Deinen Anbau planst. Gemüse- oder Obstabfälle allein können schon ein paar Monate brauchen, bis sie zersetzt sind.

Wenn Du sofort pflanzen willst, kannst Du trotzdem ein paar der oben aufgeführten Bestandteile nutzen. Du wirst nur vorsichtiger sein müssen, da Du sonst Gefahr laufen wirst, eine wirklich nährstoffreiche (oder "heiße") Erde herzustellen, die Deine Pflanzen sogar verbrennen kann. Als generelle Faustregel gilt, die folgenden Verhältnisse von Erde und anderen Bestandteilen zu verwenden:

• 4 Teile Ausgangserde
• 1 Teil Wurmhumus
• 1 Teil Kokosfaser
• 1 Teil Perlit/Vermiculit (für zusätzliche Drainage)
• 2,5–5% Guano
• 2,5% Knochen- und/oder Blutmehl

Wenn Du Mikronährstoffe wie Bittersalz, Azomite, Kalk und Dolomit in Deine Erde gibst, lies vorher immer die Anweisungen auf der Packung. Diese Nährstoffe sind sehr stark und können Nährstoffbrand verursachen, wenn sie nicht richtig eingesetzt werden.

Reichere Deine Erde An

SCHRITT 3: WASCHE DEINE SUPERERDE (WENN DU SOFORT IN IHR ANPFLANZEN WILLST)

Solltest Du nicht monatelang Zeit haben, um Deine eigene Supererde vorzubereiten, ist hier ein einfacherer, schnellerer Weg, um zu Hause Deine eigene Cannabiserde zusammenzustellen.

Kombiniere in den Töpfen, in denen Du anbauen willst:

• 3 Teile biologische Ausgangserde
• 1 Teil Perlit
• 1 Teil Wurmhumus
• ½ Tasse Grünsand
• ⅓ Tasse Guano
• ½ Tasse Dolomitkalk

Vermische alles mit Deiner Grabegabel und weiche die Erde dann für mindestens zwei Tage in reinem Wasser ein, wobei Du sie durchweg nass halten musst. Dies wird sicherstellen, dass Deine Erde nicht zu scharf für Deine Sämlinge ist. Erlaube dem Wasser abzufließen und dem Boden größtenteils zu trocknen, bevor Du anpflanzt. Sobald Du die Sämlinge einpflanzt, solltest Du darauf achten, die ersten drei Male nur mit reinem Wasser zu gießen.

SCHRITT 4: PFLANZE NICHT DIREKT IN HAUSGEMACHTER SUPERERDE AN

Es ist wirklich wichtig hervorzuheben, dass hausgemachte Supererde sehr nährstoffreich ist und nicht für Samen, Sämlinge oder Klone genutzt werden sollte. Diese jungen Pflanzen sind sehr empfindlich und werden in einem derart heißen Nährmedium an Nährstoffbrand leiden. Du wirst Deine Samen vielmehr in neutraler Erde zum Keimen bringen und sie danach für mindestens die ersten paar Wochen in dieser halten wollen, bevor Du sie umtopfst, wenn sie offiziell in der vegetativen Phase sind.

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