WAS IST DIE BESTE ERDE FÜR DEN CANNABISANBAU?

Die Antwort hängt von einer Vielzahl kritischer Faktoren des Cannabisanbaus im Freien ab. Zuerst musst Du eine zur Klimazone passende Sorte auswählen. Dann musst Du die Frage beantworten: eingraben oder nicht eingraben? Es ist wichtig, die Details zu klären, bevor Du losrennst und ein Feld pflügst. Balkonanbauer fahren vermutlich mit Pflanztöpfen und -behältern am besten, die leicht bewegt werden können, während eine sonnenüberflutete, abgeschiedene Grasplantage nach ernsthafter Erdarbeit verlangen könnte, um eine fruchtbare Supererde zu schaffen. Gib dabei stets darauf acht, den pH-Wert bei jedem Anbau in Erde in einem stabilen Bereich von 6,0–7,0 zu halten.

PHOTOPERIODISCHE VS. AUTOFLOWERING SORTEN

Viele Rezepte für Cannabis-Supererde sind nicht für autoflowering Sorten geeignet. Genau genommen sind die besten, selbst gemachten Supererden sortenspezifisch. Diese perfekte Mischung kann allerdings wirklich nur mit vielen Jahren an Erfahrung im Anbau derselben Sorte, die jede Saison aus Stecklingen vermehrt wird, entwickelt werden. Es dauert seine Zeit, Kolonien aus nützlichen Mykorrhizae und eine wirklich lebendige Erde aufzubauen. Vielmehr noch sind Supererden ein derart nährstoffreiches Medium, dass sie wirklich nur für sehr erfahrene biologische Anbauer von photoperiodischen Sorten eine praktikable Option darstellen. Verstehe uns nicht falsch. Wir lieben Supererden, doch das ist eine langwierige Investition und kein schneller Gewinn, den man aus dem Boden stampft.

Im Gegensatz dazu bevorzugen autoflowering Cannabissorten eine leichte bis ungedüngte Erdmischung. Supererden enthalten eine viel zu hohe Dosierung an Nährstoffen für Autoflowers. Für autoflowering und junge photoperiodische Sorten empfiehlt sich eine 50–50 Mischung aus Kokosfaser und leichter, torfbasierter Erde mit jeder Menge Perlit für eine gute Drainage. Es ist stets am besten, es bei jeder Form von Cannabis in der Sämlingsphase mit dem Dünger langsam angehen zu lassen.

Du kannst mit kleinen 1–6l Töpfen beginnen und nach wenigen Wochen in nährstoffreicheren Boden oder größere Behälter mit schwererer Erde umtopfen. Zu viele Nährstoffe zu zu früher Zeit sorgen ausnahmslos für überdüngte, verbrannte und verkümmerte Pflanzen.

IM LADEN KAUFEN VS. SELBST MACHEN

Für den Anbauanfänger ist Cannabis-Spezialerde aus dem lokalen Grow Shop sicher die beste Erde. Selbst die Großmeister des biologischen Anbaus verwenden im Laden gekaufte Erde. Natürlich kannst Du noch einige Anpassungen vornehmen, doch viele sind bereits direkt aus der Tüte gut. Eine einfache Daumenregel besagt, noch 10–30% mehr Perlit hinzuzufügen, um eine verbesserte Drainage zu erhalten und speziell dann, wenn Du planst, noch kräftig Flüssigdünger dazuzugeben.

Auch bei selbst gemachten Erdmischungen bleibt Dir der Besorgungsgang zum Grow Shop vermutlich nicht ganz erspart. Wenn Du 30% Kokosfasern unter die Erde mischst, um die Luftaufnahme zu erhöhen, ist das vorteilhaft für die Wurzelzone. Gepresste Kokosblöcke, die erst wieder angefeuchtet werden müssen oder Säcke mit Kokosfaser sind im Vergleich zu 50l Säcken Erde günstig und leicht.

Guano-Fledermausdung ist ein exzellenter und günstiger Bio-Dünger für blühendes Marihuana. Dazu kann Guano zu einer Erdmischung hinzugefügt oder auf der obersten Erdschicht verteilt und mit dem späteren Gießen eingebracht werden. Dung ist allerdings nicht für jeden Grower ein Ding. Bringe Easy Boost Organic Nutrition Retard-Düngerpellets ein. Du kannst eine Tasse davon zu der Erdmischung geben, um die Pflanzen ihr ganzes Leben lang zu ernähren. 100g reichen für 2–3 Cannabispflanzen. Du musst nur Wasser hinzugeben – es könnte nicht einfacher sein. Dazu kannst Du nach wie vor mit einer Nährstofflösung ergänzen, falls Du besonders wuchsfreudige und hungrige Hybride anbaust.

Easy Boost Royal Queen Seeds Nutzung

DIREKTSAAT-ANBAU

Der Direktsaat-Anbau von Cannabis ist ein weiteres Langzeitprojekt. Im Wesentlichen dreht sich bei dieser Anbaumethode alles darum, nur minimal in das lebende Bodenleben einzugreifen, um so die nützlichen Mikroben, die in der Wurzelzone leben, nicht zu stören. Diese Technik kann auch bei Behältern angewendet werden, auch wenn Du hier das Knäuel aus Wurzelmasse entfernen und das Loch mit frischer Erde auffüllen musst. Der Rest der Wurzeln wird kompostieren.

Die Direktsaat funktioniert in der Theorie so, dass die Erde Ernte für Ernte wiederverwendet wird, ohne in den Boden einzugreifen oder etwas hinzuzugeben. In der Praxis hilft es jedoch, mit biologischem Flüssigdünger nachzuhelfen. Cannabispflanzen verbrauchen wie jede andere Pflanze die Nährstoffe des Bodens. Auch empfiehlt es sich, den Boden zu jäten. Es sollten keine anderen Pflanzen mit Deinem Cannabis um die Ressourcen kämpfen.

ANPASSUNGEN FÜR TROCKENE BEDINGUNGEN

Beherzige einen Tipp der gewieften Guerilla-Grower in Südspanien und lass Dich nicht von trockenen Bedingungen von Deinem Cannabisanbau im Freien abhalten. Du kannst Deine Erde effektiv auf Trockenheit vorbereiten, indem Du wasserabsorbierende Polymere verwendest. Du erhältst sie im Hydro-Fachgeschäft oder kannst sie mit einem Schnipp kostenlos aus Windeln schneiden.

Wenn Du für längere Zeit heißes und trockenes Wetter erwartest und Deine Pflanzen nicht täglich besuchen kannst, können Polymere Deine Pflanzen nähren. Zuerst gräbst Du ein Loch von etwa 60cm Tiefe und 30cm Durchmesser. Anschließend gibst Du einige Tassen Polymer-Kristalle in den unteren Bereich der Erdmischung, die idealerweise bereits in einer leichten Nährstofflösung getränkt sind und bedeckst den Rest mit Erde. Pflanze Deinen kleinen Sprössling ein und gieße ihn an. In einer späteren Phase des Anbaus werden die Wurzeln diese lebensrettende Zone erreichen.

Zu guter Letzt ist es wichtig daran zu denken, dass Erde wirklich lebt. Also vermeide es bitte, die Wurzelzone in übermäßig hohen Temperaturen zu kochen. Wenn Du diesen Sommer im Freien anbaust, verwende weiße Plastiktöpfe oder besser noch Air-Pots und Smart-Pots, die dabei helfen, die Wurzelzone kühl zu halten. Alternativ kannst Du etwas natürlichen Schatten für Deine Ganja-Wurzeln erzeugen, indem Du eine Schicht aus trockenem Stroh auf die oberste Erdschicht legst.

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