Der Unterschied zwischen Smart Pots und Air-Pots für den Anbau von Cannabis.


Anbauer suchen immer nach Möglichkeiten, den Ertrag zu erhöhen. Von ertragssteigernden LED-Lampen bis hin zu modernen Nährstofflösungen für fette Blütenstände brachte diese Neugier und Motivation bereits unzählige Innovationen hervor. Um den Anbauvorgang zu verbessern, haben Grower sich auch speziellen Anbaubehältern wie Smart Pots und Air-Pots zugewendet.

Natürlich erfüllen herkömmliche Töpfe ihre Aufgabe, aber Air-Pots und Smart Pots haben so viele nützliche Eigenschaften, dass es einfach Sinn macht, sie zu nutzen. Das geniale Design der Behälter verbessert die Sauerstoffversorgung der Wurzeln, unterstützt optimale Entwässerung und hilft sogar bei der Vorbeugung von Krankheitserregern und Fäulnis.

Im Folgenden findest Du die Unterschiede zwischen den beiden Arten von Behältern und erfährst, warum Du sie verwenden solltest – egal, wo und wie Du anbauen willst.

Was sind Smart Pots und Air-Pots?

Grower bauen ständig gutes Gras in normalen Kunststofftöpfen an. Für den Anbau von erstklassigem Cannabis müssen allerdings so viele Variablen wie möglich optimiert und angepasst werden – und Anbaubehälter sind da keine Ausnahme.

Smart Pots und Air-Pots unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von herkömmlichen Pflanzentöpfen. Zum einen haben sie viele kleine Löcher, die einen optimalen Luftaustausch ermöglichen. Im Gegensatz dazu werden herkömmliche Töpfe in der Regel aus durchgehenden Lagen Kunststoff hergestellt und haben lediglich Ablauflöcher im Boden.

Diese beiden Arten von Anbaubehältern verbessern außerdem die Beschaffenheit des Anbaumediums, wodurch Pflanzen nicht mehr so einfach überwässert werden und erleichtern die effektive Entwässerung der Erde, ohne sie dabei komplett auszutrocknen. Im Folgenden erfährst Du, was Smart Pots und Air-Pots so einzigartig macht.

  • Smart Pots

Smart Pots – auch unter ihrem gängigen Namen Stofftopf bekannt – lösen viele der Probleme, die herkömmliche Anbaubehälter mit sich bringen. Die Behälter werden aus einem festen und robusten Stoff hergestellt, der das Anbaumedium sicher beherbergt. Das Material besitzt unzählige kleine Poren, die den Sauerstoffaustausch nach innen ermöglichen und dafür sorgen, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Smart Pots gibt es in vielen verschiedenen Größen und eignen sich für kleine Anbauambitionen bei Dir zu Hause ebenso wie für kommerzielle Plantagen im Freien.

Smart Pots

  • Air-Pots

Air-Pot ist der Name der Marke hinter einer Reihe robuster Kunststoffbehälter mit Hunderten größerer Löcher an der Seite und am Boden. Die Töpfe sorgen dafür, dass ein viel größerer Teil des Wurzelsystems der freien Luft ausgesetzt ist, wodurch sie Zugang zu riesigen Mengen Sauerstoff haben (was eine zentrale Rolle in der Physiologie der Pflanze und für die Fotosynthese spielt).

Dadurch, dass sie der frischen Luft ausgesetzt werden, hören die Wurzeln auf, zu wachsen. Dieses Phänomen ist als Air Pruning bekannt und unterstützt ein aufgeräumtes, sauberes und nicht eingeengtes Wurzelsystem, während die Anzahl nützlicher aerober Mikroben in der Erde erhöht wird.

Air-Pots

Vorteile von Smart Pots für den Cannabisanbau

Smart Pots haben viele Nutzen, die sie zu einer besseren Wahl als herkömmliche Kunststoff-, Metall- und Keramikbehälter machen. Tausende von Anbauern sind bereits auf diese innovativen Behälter umgestiegen und die meisten von ihnen haben niemals zurückgeblickt.

Einfacherer Umgang mit Hitzestress

Cannabispflanzen gedeihen bei Temperaturen von 20–30°C. Übermäßige Hitze kann bei Pflanzen Stress auslösen, ihre Blätter beschädigen, sie austrocknen lassen und den Nährstofftransport stören. Typische Pflanzentöpfe – vor allem solche aus schwarzem Kunststoff – schließen tagsüber Wärme ein und geben sie nachts langsam ab. In besonders heißen Klimazonen können Anbaubehälter sehr heiß werden!

Smart Pots – die ihrem Namen alle Ehre machen – speichern Wärme nicht auf dieselbe Weise. Die vielen kleinen Löcher im Gewebe erleichtern den Luftaustausch und sorgen dafür, dass das Anbaumedium den ganzen Tag über belüftet bleibt. So bleiben sowohl die Wurzeln als auch mikrobielle Bewohner glücklich und gesund.

Wiederverwendbar

Du kannst Smart Pots immer und immer wieder verwenden. Im Gegensatz zu Kunststoff- und Keramiktöpfen sind sie extrem robust. Sie splittern nicht, zerbrechen nicht und Du kannst sie zusammenfalten und in der Nachsaison aufbewahren. Wenn der Frühling kommt, staubst Du sie einfach ab und schon sind sie wieder einsatzbereit.

Geeignet für Hydrokultur

Smart Pots ermöglichen nicht nur, dass Luft hindurchströmt, sondern nehmen auch Wasser auf! Du kannst mit Erde gefüllte Smart Pots in Ebbe- und Flutsystemen verwenden, um Deinen Bewässerungsplan zu automatisieren. Du kannst sie auch mit einem erdlosen Anbaumedium wie Kokossubstrat füllen und sie in großen hydroponischen Anlagen verwenden. Das Netzgewebe lässt die Nährstofflösung hindurchfließen, während das Anbaumedium geschützt wird und mögliche Verstopfungen verhindert werden.

Suitable for Hydroponics

Große Behälter für den Anbau im Freien

Stofftöpfe sind in vielen verschiedenen Größen erhältlich. Es gibt kleine Behälter, die perfekt für geheime Plantagen in den eigenen vier Wänden geeignet sind und massive Versionen für den Anbau baumgroßer Sativas im Freien.

Die größten Versionen von Smart Pots sind bei Bio-Anbauern beliebt und werden quasi zu kleinen Ökosystemen. Du hast sogar genügend Platz, um neben Deinen Cannabispflanzen noch Begleitpflanzen einzusetzen. Füge eine Zwischenfrucht oder Mulchschicht hinzu, um die Feuchtigkeitsrückhalt und die Gesundheit des Wurzelsystems zu erhöhen.

Verbesserte Entwässerung

Wurzelfäule richtet verheerenden Schaden an Cannabispflanzen an, beendet die Ambitionen von vielen unerfahrenen Anbauern und bleibt selbst für fortgeschrittene Züchter ein wunder Punkt. Kunststoff- und Keramiktöpfe sind ein Nährboden für eben jene Pilzarten, die diese Krankheit hervorrufen. Selbst eine leichte Überwässerung kann zu einer Ansammlung und Förderung schädlicher anaerober Mikroben führen.

Das poröse Gewebe, aus dem Stofftöpfe hergestellt werden, lässt Flüssigkeit mühelos durch, verhindert eine Ansammlung am Boden und lässt überschüssiges Wasser an den Seiten abfließen. Das Anbaumedium bleibt ausreichend feucht und das Risiko von Wurzelfäule und Nährstoffsperre durch Überbewässerung wird verringert.

Vorteile von Air-Pots für den Cannabisanbau

Obwohl sie Smart Pots in vielerlei Hinsicht ähneln, haben Air-Pots beim Anbau von Cannabis ihre eigenen klaren Vorteile. Air-Pots werden aus einem völlig anderen Material hergestellt und besitzen viele große Löcher, wodurch größere Teile des Anbaumediums direkt der Luft ausgesetzt werden.

Verbesserte Sauerstoffsättigung

Obwohl die Wurzeln von Cannabispflanzen ihr Leben unterirdisch verbringen, brauchen sie zum Überleben Sauerstoff. Meistens ermöglichen kleine Löcher im Boden Zugang zu Luft. Verdichtete und überflutete Erde verhindert jedoch, dass sie dieses lebenswichtige Element aufnehmen können.

Air-Pots sorgen für eine gleichmäßige Versorgung des Anbaumediums mit Sauerstoff aus allen Richtungen und setzen die Wurzeln einer sauerstoffreichen Umgebung aus, die es ihnen erlaubt, während des gesamten Wachstumszyklus problemlos zu atmen.

Air Pruning

Sauerstoff sorgt nicht nur dafür, dass die Wurzeln atmen können, sondern verhindert auch, dass sie unkontrolliert wachsen. Hast Du jemals eines Deiner Babys aus einem Kunststoff- oder Keramikbehälter umgetopft? Nachdem Du das lose Anbaumedium entfernt hast, bist Du höchstwahrscheinlich auf eine dichte und unordentliche Masse von Wurzeln gestoßen. Obwohl sich die meisten Pflanzen gut erholen, werden viele von ihnen beim Anbau in herkömmlichen Behältern Ringwurzeln bilden, was bewirkt, dass sich die Wurzeln verheddern und das Pflanzenwachstum zum Stillstand kommt.

Durch sogenanntes Air Pruning beugen Air-Pots diesem Problem vor. Wenn die Wurzeln der Luft ausgesetzt werden, werden die Spitzen im Grunde "kauterisiert". Statt zu einem gekräuselten Durcheinander zu werden, bildet das gesamte Wurzelsystem eine extrem ordentliche und geordnete Struktur, was die Aufnahme von Sauerstoff und Nährstoffen verbessert.

Benefits of Air-Pots for Growing Cannabis
Benefits of Air-Pots for Growing Cannabis

Robustes Design

Air-Pots werden aus einem starken und robusten Material hergestellt. Wenn Du sie fallen lässt, geben sie nach. Im Gegensatz zu billigen Kunststoffbehältern sind Air-Pots eher ein Spitzenprodukt. Du bezahlst etwas mehr, aber sie sind so konstruiert, dass sie lange halten und Dich durch viele fruchtbare Anbausaisons begleiten.

Mehr Flexibilität

Die Löcher in Air-Pots machen sie flexibler als herkömmliche Kunststofftöpfe. Dadurch eignen sie sich wiederum besser für Lagerung, Transport und große Plantagen, bei denen man die Ausrüstung schnell bewegen muss und nicht unbedingt Zeit hat, sanft vorzugehen.

Solltest Du einen Smart Pot oder Air-Pot für den Anbau von Cannabis verwenden?

Auf jeden Fall. Wir empfehlen, sowohl Smart Pots als auch Air-Pots auszuprobieren, um herauszufinden, welcher am besten zu Deinem Anbaustil und Deiner Ausrüstung passt. Natürlich erzielen Anbauer mit herkömmlichen Töpfen ständig großartige Ergebnisse. Aber sowohl Air-Pots als auch Smart Pots können Dir dabei helfen, potenzielle Fallstricke zu vermeiden und das Wurzelsystem gesund zu halten. Du musst nicht unbedingt die Originalmarken Air-Pot und Smart Pot kaufen; es gibt viele andere Versionen mit unterschiedlichen Namen, die den gleichen Zweck erfüllen. Viel Erfolg und allzeit einen grünen Daumen!

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