Cannabispflanzen sind nicht geschlechtsneutral. Es gibt weibliche Pflanzen, aus denen die eigentliche Blüte entsteht. Männliche Pflanzen produzieren den Pollen. Allerdings verhält sich die Cannabispflanze in dieser Hinsicht etwas seltsam. Weibliche Pflanzen können unter bestimmten Umständen zu Hermaphroditen werden - das heißt, sie sind gleichzeitig männlich und weiblich. Dies geschieht in Situationen, in denen die Pflanze stark gestresst ist und um ihr Überleben fürchtet. Als letzten Ausweg bildet sie beide Geschlechter aus, um sich selbst bestäuben und weiterhin Samen verbreiten zu können.

CANNABIS STAMMT SOWOHL VOM MARS ALS AUCH VON DER VENUS

Reguläre Cannabissamen sind in der Regel zu etwa 50% männlich und zu 50% weiblich. Die weiblichen Pflanzen sind für die Ausbildung der Cannabisblüten verantwortlich. Männliche Pflanzen hingegen produzieren Samenhülsen. Außerdem können sie auch kleine Mengen von THC über die Trichome auf den Blättern absondern. Falls Du nicht vorhast, den Cannabisanbau als wissenschaftliches Experiment durchzuführen, solltest Du Dich allerdings nicht mit männlichen Pflanzen abgeben. Das wäre reine Zeitverschwendung.

Es ist offensichtlich, dass alle Cannabissamen - vor allem für die Nicht-Experten – gleich aussehen. Deshalb ist es für den Cannabisanbau so wichtig, seine Samen von einem Händler oder einer Saatgutbank zu beziehen. Auch während der frühen Stadien des Pflanzenwachstums ist es unmöglich, das Geschlecht zu bestimmen.

Es gibt da noch ein weiteres Problem: Cannabispflanzen können unter bestimmten Umständen sowohl männlich als auch weiblich sein.

Zwitter pflanzt Vergleich männlichen und weiblichen Pre Cannabis-Blume

CANNABIS UND DIE GESCHLECHTER

Cannabis ist eigentlich so wie andere Pflanzen – welche meist diese Fähigkeit ebenfalls besitzen. Im Wesentlichen sind weibliche Pflanzen in der Lage, männliche Eigenschaften zu entwickeln. Dies geschieht in der Regel als Folge von Umweltbelastungen. An einem bestimmten Punkt im Wachstumszyklus werden die Pflanzen männliche Eigenschaften entwickeln, um sicherzustellen, dass Samen produziert werden, bevor der Stressor die Pflanze töten kann.

Solche Belastungen umfassen Änderungen bezüglich der Stunden von Dunkelheit während der Blüte, dramatische Temperaturveränderungen, Dürre und Beschädigungen an der Pflanze.

Es gibt noch weitere stressende Umweltfaktoren, die eine Pflanze in eine Geschlechtsumwandlung treiben können. Zum Beispiel als Reaktion auf Insekten oder Krankheiten. Es kann aber ebenso nach der Anwendung von bzw. Überdosierung mit bestimmten Arten von Pestiziden und Fungiziden passieren.

Diese Tendenz gilt allerdings auch als Anzeichen für minderwertige Pflanzen. Eine gute Mutterpflanze wird keine Anzeichen von Hermaphroditismus zeigen, selbst wenn sie dieser Art von Stress ausgesetzt wird. Prinzipiell können sich alle Cannabispflanzen umwandeln, wobei qualitativ hochwertige Genetik diesem Drang am längsten widersteht.

Genau wie beim Menschen gelten auch hermaphrodite Pflanzen als etwas seltsam. Im Falle von Cannabis werden sie sogar gefürchtet. Züchter legen nahe, solche Exemplare aus einer Pflanzanlage zu entfernen. Der Grund? Sie könnten eine versehentliche Bestäubung der Blüten verursachen. Falls man es zulässt, dass ein Pollensack einer dieser Pflanzen mit den Blüten anderer Pflanzen in Berührung kommt, werden diese Blüten aufhören sich zu entwickeln. Sie werden stattdessen mehr Samen produzieren.

WANN ZEIGEN CANNABISPFLANZEN IHR GESCHLECHT?

Das erste Anzeichen des Geschlechts zeigt sich in der V-Form an der Pflanze, dort wo der Stiel auf den Stamm trifft. Die Pflanze wird hier kleine grüne Triebe oder Vorblüten entwickeln. Die Pflanze kann in der vegetativen oder Wachstumsphase Vorblüten entwickeln. Dies ist vermehrt dann der Fall, wenn die Pflanze ein Klon ist.

Allerdings gibt es andere Möglichkeiten, um herausfinden zu können, ob sich unter Deinen Pflanzen irgendwelche Hermaphroditen befinden. Die erste Methode besteht darin, die Art der Blüten zu überprüfen, die Deine Pflanzen produzieren. Die zweite kommt am Ende des Wachstumsprozesses zum Tragen. Du solltest unbedingt folgendes überprüfen, bevor Du das nächste Mal anbaust: Falls Du Samen in Deinen geernteten Blüten findest und Du sicher weißt, dass es sich nicht um eine männliche Pflanzen handelt, dann hast Du es mit einer hermaphroditen Pflanze zu tun.

Cannabis-Vorblumen-Illustration

WONACH DU SUCHEN MUSST

Die erste Antwort ist: Nach einem etablierten Züchter. Der beste Weg, um eine vollständig weibliche Plantage zu erhalten, besteht darin, die feminisierten Samen aus einer renommierten Quelle zu beziehen.

Da der Hermaphroditismus allerdings ein Problem darstellt, das sich während des Anbaus nicht völlig ausschließen lässt, stellen wir hier einige Richtlinien vor, anhand derer Du Deine Pflanzen überprüfen kannst.

Weibliche Pflanzen benötigen etwas länger als männliche, bis sie nach der Blüte Zeichen des Geschlechts zeigen. Die Pflanzen beginnen an der Stelle, an der bald die Blüten wachsen werden, ein paar flaumige weiße Haare zu entwickeln. Die Blüten werden zwischen Stiel und Stamm gebildet. Weibliche Blütenstempel sind immer weiß (niemals grün).

Männliche Pflanzen besitzen buchstäblich traubengroße "Bälle" von Pollen. Diese Bälle werden sich etwa ein oder zwei Wochen nachdem die Pflanze in die Blüte gegangen ist zeigen. Sie entwickeln zudem eine deutliche gelbe Farbe und sehen deshalb ein bisschen wie eine Banane aus.

Falls Du der männlichen Pflanze erlaubst, weiter zu wachsen, werden die Pollensäcke aufbrechen. Die Pollen, die dann verschüttet werden, können Deine anderen Pflanzen kontaminieren.

Hermaphrodite Pflanzen weisen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf. Das ist genau der Grund, warum es so wichtig ist, sie zu entfernen.

Weiblicher Kelch Cannabis

IST DAS NICHT VIEL ZU KOMPLIZIERT FÜR MICH?

Obwohl es vielleicht kompliziert klingt, sollte es Dir keine Probleme bereiten. Grower, die mit den richtigen Samen beginnen und eine gesunde Umwelt für ihre Pflanzen aufrechterhalten, werden kaum Probleme bekommen. Trotzdem bleibt es wichtig, Deine Cannabispflanzen zu beobachten.

Während die Pflanzen reifen, ist es ziemlich einfach, den Unterschied an den Blüten zu erkennen. Das ist auch der Grund, warum es in der Regel eine gute Idee ist, mehr als eine Pflanze anzubauen - auch schon beim ersten Mal. Beobachtung, Praxis und Geduld sind die Schlüssel für ein gutes und gesundes Wachstum. Feminisierte Samen entwickeln in 99% der Fälle weibliche Pflanzen und sollte doch mal ein Hemaphrodit dabei sein, achte einfach darauf, ihn zu entfernen.

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen