Für viele Anbauer ist die Erntezeit der dankbarste und aufregendste Aspekt beim Anbau von Cannabis. Nachdem Du Deinen Pflanzen monatelang dabei zugesehen hast, wie sie sich von einem Setzling in ausgewachsene und blühende Pflanzen verwandelt haben, ist es nun fast an der Zeit, die Scheren herauszuholen, um die Früchte Deiner Arbeit nach dem Ernten zu trocknen und auszuhärten. Dabei ist es allerdings äußerst wichtig, ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen. Sowohl auf der Makro- als auch der Mikroebene gibt es zahlreiche Anzeichen, auf die Du achten musst, um wirklich sicher zu gehen, dass Deine Pflanzen geerntet werden können.

Die Ernte der Blütenstände zum richtigen Zeitpunkt garantiert optimale Qualität. Werden die Pflanzen zu früh geerntet, kann sich das negativ auf Ertrag und Potenz auswirken und es zu spät zu machen kann nach sich ziehen, dass das THC in Deinen Buds abgebaut wurde, und dass sie eine viel einschläfernde und träge machende Wirkung erzeugen.

Über den exakten Erntezeitpunkt gibt es heftige Diskussionen. Im Hinblick auf die optimale Zeit gibt es für jede Unterkategorie generelle Richtlinien. Indica-Sorten können in der Regel nach einer Blütezeit von 8 Wochen geerntet werden, Sativa-Sorten nach einer Blütezeit von 10 Wochen. Autoflowering Sorten besitzen vom Samen bis zur Ernte normalerweise eine Lebensdauer von 10 Wochen. Obwohl diese Richtlinien bei der ungefähren Planung der Ernte hilfreich sein können, muss man für das richtige Timing auf ganz bestimmte Details achten.

Um genaue Aussagen über den Reifegrad und Status Deiner Pflanzen treffen zu können, musst Du etwas über Cannabis-Anatomie wissen. Im Folgenden verraten wir Dir, wie Du anhand der Ausprägung verschiedener Teile der Cannabispflanze erkennen kannst, dass Deine Buds bald getrocknet und ausgehärtet werden können.

FÄCHERBLÄTTER WERDEN GELB

Um diese Veränderung identifizieren zu können, braucht man nicht viel Anatomiekenntnisse. Fächerblätter sind die großen breiten Blätter, die Deinen Pflanzen als Solarzellen zur Energiegewinnung dienen. Während der Wachstumsphase sind gelbe Blätter kein gutes Zeichen und deuten meistens auf ein Nährstoffdefizit hin. Wenn Deine Pflanzen allerdings bereits jede Menge fetter Blütenstände besitzen, werden die Fächerblätter langsam gelb und sterben ab, da die meiste Energie in die Entwicklung der Blüten gesteckt wird. Gelbe Blätter bei ausgewachsenen Pflanzen sind leicht erkennbar und ein sicheres Anzeichen, dass sie bald geerntet werden können.

FÄCHERBLÄTTER WERDEN GELB

DIE BLÜTENSTEMPEL VERFÄRBEN SICH RÖTLICH

Hier ist ein bisschen Cannabis-Anatomie von Vorteil. Sich mit dem Blütenstempel von Cannabis-Buds vertraut zu machen, wird Dir dabei helfen, den richtigen Erntezeitpunkt für Deine Pflanzen zu erkennen. Blütenstempel sehen aus wie kleine Härchen auf den Buds, die aus dem Blütenkelch wachsen und sind mit bloßem Auge leicht erkennbar. Die Blütenstempel enthalten die Fortpflanzungsorgane der weiblichen Cannabispflanze und entwickeln Samen, wenn sie von einer männlichen Pflanze bestäubt werden. Zu Beginn der Blütephase sind die Härchen weiß und mit näher rückender Ernte werden sie allmählich rot, braun und orange.

Wenn die meisten Stempel noch sichtbar weiß sind, ist es zu früh für die Ernte und Deine Pflanzen sollten noch etwas länger reifen. Anbauer sollten warten, bis mindestens 50% der Blütenstempel eine dunkle Farbe entwickelt haben, um einen nahezu maximalen THC-Gehalt zu garantieren. Ernte die Blüten erst, wenn 60–70% der Stempel dunkel geworden sind, um den höchsten THC-Gehalt zu erreichen. Alle Anbauer, die auf eine sedierende und physische Wirkung aus sind, sollten warten, bis 70–90% der Blütenstempel ihre Farbe geändert haben, da zu diesem Zeitpunkt mehr THC in CBN umgewandelt wurde.

DIE BLÜTENSTEMPEL VERFÄRBEN SICH RÖTLICH

DIE TRICHOME NEHMEN EINE MILCHIG-WEIẞE FARBE AN

Trichome sind wichtige anatomische Bestandteile, die Hinweise auf die optimale Erntezeit liefern, wenn auch auf einer viel kleineren Ebene. Trichome sind winzige pilzförmige Drüsen auf den Blüten und Blättern und produzieren das wertvolle Harz, in dem Cannabinoide und Terpene enthalten sind. Trichome sind zu klein, um sie mit bloßem Auge richtig erkennen zu können. Aus diesem Grund brauchst Du für die genauere Untersuchung eine Lupe.

Mithilfe einer Juwelierlupe, ein kleines handliches Vergrößerungsgerät, kann man den Trichomen ziemlich nahe kommen. Darüber hinaus liefert ein digitales Mikroskop ein noch klareres Bild vom Zustand Deiner Trichome. Das kostet allerdings auch mehr.

Vergrößerte Trichome erscheinen klar und sehen in der Anfangsphase der Blüte wie Kristalle aus, was auf eine niedrige Potenz und unreife Blüten hinweist.

DIE TRICHOME NEHMEN EINE MILCHIG-WEIẞE FARBE AN

Mit fortschreitender Blüte werden Trichome allmählich trüber und nehmen eine milchig-weiße Farbe an. Sind die Harzfabriken nur zur Hälfte trüb gefärbt, sind die Blüten noch nicht vollständig ausgebildet und besitzen einen schwachen Geruch. Ein Zeichen, dass Du ruhig noch warten kannst.

Irgendwann werden die meisten Trichome trüb werden. In dieser Phase besitzen sie den maximalen Gehalt an THC und erzeugen die intensivste psychoaktive Wirkung. An diesem Punkt ernten die meisten Anbauer ihre Pflanzen.

Wartet man noch ein bisschen länger, verwandeln sich die trüben Trichome in bernsteinfarbene Drüsen. Werden sie in dieser Phase geerntet, erzeugen sie eine narkotisierende und starke physische Wirkung.

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