Depressionen sind eine weit verbreitete psychische Erkrankung, von der allein in den USA rund 16,2 Millionen Erwachsene betroffen sind. In Europa leiden ungefähr 25% der Bevölkerung an Depressionen oder Angstzuständen. Bei manchen Menschen kann eine Depression kommen und gehen. In anderen Fällen ist die Erkrankung ein ständiger Begleiter, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Depressionen ziehen jedes Jahr Milliarden von Euro aus der Wirtschaft und berauben die betroffenen Menschen ihres möglichen Glücks. Herkömmliche Behandlungen der Erkrankung umfassen eine Reihe von Medikamenten, die in manchen Fällen wirken, in anderen jedoch die Situation verschlechtern. Interessanterweise wenden sich viele Menschen, die an Depressionen leiden, als Selbstmedikation der Cannabispflanze zu. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass das Kraut bei einer ganzen Reihe gesundheitlicher Probleme nützlich sein kann – aber kann die Pflanze auch bei Depressionen helfen?

WAS SIND DEPRESSIONEN UND WAS VERURSACHT SIE?

Von Zeit zu Zeit sind wir alle ein bisschen traurig. Stress, Angstgefühle und emotionale Ereignisse im Leben können dazu führen, dass wir uns niedergeschlagen fühlen. Letztendlich lässt diese Traurigkeit aber wieder nach, weshalb es uns möglich ist, ungestört weiterzuleben. Depressionen dagegen sind mehr als normale Traurigkeit. Es handelt sich vielmehr um eine chronische psychische Erkrankung, die Monate oder Jahre andauern kann. Die Betroffenen können sich nicht einfach "zusammenreißen".

MÖGLICHE AUSLÖSER VON DEPRESSIONEN

Fragt man nach den Ursachen von Depressionen, bekommt man es mit einer komplexen Antwort zu tun. Die Erkrankung kann nämlich von einem belastenden Lebensereignis wie dem Tod eines geliebten Menschen oder einer schweren Krankheit herrühren, aber eben auch von der Geburt eines Kindes. Bei anderen Betroffenen könnte es die Anhäufung kleinerer Ereignisse sein, die sie in eine Abwärtsspirale treiben. Zusätzlich erhöht sich das Risiko, an einer Depression zu erkranken, wenn Menschen bei dem Versuch, sich selbst zu behandeln, harte Drogen und Alkohol zu sich nehmen.

In anderen Fällen kann eine Depression auch ganz ohne ersichtlichen Grund auftreten. Genetische Faktoren und der Persönlichkeitstyp können eine Rolle spielen. Eine weitere Erklärung für Depressionen ist ein vorliegender Mangel an Neurotransmittern wie etwa Serotonin. Ebenso haben Untersuchungen ergeben, dass der Hippocampus – ein Bereich des Gehirns, der am Lernen und der Gedächtnisleistung beteiligt ist – bei manchen depressiven Menschen kleiner ist. Dies könnte auf Stress zurückzuführen sein, der die Produktion neuer Neuronen unterdrückt.

HÄUFIGE SYMPTOME EINER DEPRESSION

Eine Depression kann sich auf viele verschiedene Arten manifestieren. Manchmal können die Anzeichen mild sein, während sie andererseits auch ziemlich schwerwiegend ausfallen können. Häufige Symptome einer Depression sind:

• Fortgesetzte dunkle Stimmung oder Traurigkeit
• Mangel an Motivation und Apathie
• Geringes Selbstwertgefühl
Schlaflosigkeit
• Unruhe
Konzentrationsschwierigkeiten
Übermäßiges Essen oder aber Appetitverlust
• Anhaltende Schmerzen
• Gefühl der Hoffnungslosigkeit
• "Nah am Wasser gebaut sein" und häufiges Weinen
• Sich gereizt und intolerant fühlen
• Fehlende Lebensfreude
• Selbstmordgedanken

HÄUFIGE SYMPTOME EINER DEPRESSION

TRADITIONELLE BEHANDLUNG VON DEPRESSIONEN

Bei Depressionen gibt es mehrere traditionelle Behandlungsmöglichkeiten. Jede wird mit Blick auf den Schweregrad der Erkrankung verordnet. In Fällen leichter bis mittelschwerer Depressionen können die Ärzte konservative Behandlungen verschreiben, wozu unter anderem auch der Hinweis auf körperliche Betätigung gehört, mit der die Stimmung verbessert werden soll. Interessanterweise können durch Aerobic-Übungen die Anzahl der internen Cannabinoide erhöht werden, die für das sogenannte "Runner's High[1]" verantwortlich sind. Viele depressive Menschen unterziehen sich auch einer kognitiven Verhaltenstherapie (CBT), um Denk- und Verhaltensmuster zu ändern.

Bei mittelschweren bis schweren Depressionen verschreiben Ärzte meist Antidepressiva, von denen es über 30 verschiedene Arten gibt und zu denen auch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gehören.

SSRI erhöhen die zirkulierenden Spiegel des Neurotransmitters Serotonin. Sie begrenzen die Resorption der Verbindung in die präsynaptische Zelle, wodurch sie mehr Serotonin zur Verfügung stellen. Diese Medikamente stabilisieren bei einigen Patienten die Stimmung, sind jedoch mit einer langen Liste von Nebenwirkungen verbunden, als da wären Übelkeit, Erbrechen, Nervosität, Schwindel, sexuelle Probleme, Erregung und Verwirrung, um nur einige zu nennen.

Diese Optionen helfen manchen Menschen, mit ihren Depressionen umzugehen und sie sogar zu überwinden. In anderen Fällen bieten sie jedoch keine Linderung. Heutzutage wenden sich deshalb viele Betroffene anderen Optionen zu, einschließlich Cannabis.

CANNABIS, DEPRESSIONEN UND DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

Falls Du Gras rauchst, hast Du wahrscheinlich schon die Erfahrung gemacht, wie gut man sich dabei fühlen kann. Es gibt Zeiten, in denen ein Zug aus einer Bong die Stimmung verbessern und Kichern auslösen kann. Manche Sorten führen sogar zu einer stundenlang anhaltenden Euphorie. Andere Sorten wiederum weisen eher eine beruhigende Wirkung auf, die Dir hilft, Dich zu entspannen und Stress abzubauen. Allerdings hast Du vielleicht auch schon manchmal erlebt, beim Rauchen von Weed Angstgefühle zu verspüren oder sogar in Panik zu geraten.

Da Cannabis bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedliche Auswirkungen haben kann, ist nicht in jedem Fall sicher, dass es die Stimmung eines Nutzers tatsächlich verbessert. Aus diesem Grund wird es nicht jedem Betroffenen helfen, der in einer Depression steckt.

Forscher haben die Auswirkungen von Cannabis auf Depressionen untersucht. Bevor wir uns mit den Ergebnissen beschäftigen, ist es wichtig, einige Vorbemerkungen zu machen. Cannabis hat unterschiedliche Auswirkungen auf Depressionen. Die Pflanze selbst aktiviert keine Rezeptoren im Nervensystem, aber viele der Chemikalien, von denen sie Hunderte produziert, tun dies.

Und um die Sache noch komplizierter zu machen, finden sich in den unterschiedlichen Cannabissorten wild schwankende Mengen dieser Chemikalien. Manche Sorten weisen einen hohen Gehalt des psychotropen Cannabinoids THC auf, während andere durch einen hohen Gehalt des nicht-psychotropen Cannabinoids CBD charakterisiert sind. Darüber hinaus gibt es über 100 Cannabinoide und 100 Terpene, die ihre ganz eigenen Wirkungen entfalten. Daher muss man die Frage "Hat Cannabis Einfluss auf Depressionen?" als zu allgemein und in die Irre führend ansehen. Es geht vielmehr darum, die Auswirkungen einzelner Verbindungen innerhalb der Cannabispflanze und ihre synergetische Wirkung zu entdecken.

Bubble Kush

Bubble Kush

Bubble Kush

Genetic background Bubble Gum x O.G. Kush
Yield indoor 550 - 600 gr/m2
Height indoor 80 - 140 cm
Flowering time 7 - 8 weeks
THC strength THC: 19% (aprox.) / CBD: Low
Blend 20% Sativa, 80% Indica, 0% Ruderalis
Yield outdoor 600 - 650 g/per plant (dried)
Height outdoor 160 - 200 cm
Harvest time Late September
Effect Stoned, physically and mentally
 

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WAS DIE FORSCHUNG SAGT

Leider mangelt es auf diesem Gebiet an umfassender Forschung. Bisher haben wir nur eine geringe Vorstellung von diesen komplexen Mechanismen. Die Wissenschaft hat jedoch ein besseres Verständnis dafür entwickelt, wie THC und CBD die Stimmung individuell beeinflussen können.

Wenn man sich die Auswirkungen dieser Chemikalien auf das Gehirn ansehen will, ist es notwendig, zunächst einmal das menschliche Endocannabinoid-System (ECS) zu verstehen. Die Vorsilbe "Endo-" bedeutet "innerhalb" und "Cannabinoid" bezieht sich auf solche natürlichen Chemikalien, die Rezeptoren des ECS beeinflussen. Das ECS setzt sich aus einer Reihe von Rezeptoren zusammen, die im gesamten Körper auf zahlreichen Zelltypen zu finden sind. Bisher ist es den Forschern gelungen, die Existenz zweier Rezeptoren zu bestätigen – CB1 und CB2.

Das ECS besteht auch aus spezialisierten Neurotransmittern, die an diese Rezeptorstellen binden und damit das System modulieren. Diese Verbindungen (Anandamid und 2-AG) kennt man als Endocannabinoide. Wie es der Zufall will, sind auch bestimmte Verbindungen aus der Cannabispflanze aufgrund ihrer ähnlichen Form in der Lage, mit denselben Rezeptoren zu interagieren. Diese Cannabinoide aus Cannabis – und anderen Pflanzenarten – werden als Phytocannabinoide bezeichnet.

Sowohl Anandamid als auch 2-AG spielen eine Schlüsselrolle im dopaminergenen System und damit bei der Regulierung der Stimmung. Beide Moleküle binden an bestimmte Neuronen auf den CB1-Rezeptoren und stimulieren die Dopaminfreisetzung.

THC (Tetrahydrocannabinol) ist einer der Hauptbestandteile moderner Cannabissorten. Die Verbindung erzeugt psychotrope Wirkungen, indem sie an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem bindet. Das Cannabinoid kann Depressionen kurzfristig lindern, indem es die dopaminergene Zellfeuerung[2] verstärkt. In der Folge produzieren die Neuronen erhöhte Mengen an Dopamin und setzen diese frei, was zu einer Verbesserung der Stimmung und des Motivationsgefühls führen kann.

Untersuchungen, die im _Journal of Affective Disorders_ veröffentlicht wurden, ergaben, dass Cannabis die Häufigkeit von Depressionen, Angstzuständen und Stress signifikant senkte. Die Forscher sammelten Daten aus der App Strainprint, um die Auswirkungen bestimmter Sorten auf Depressionen, Angstzustände und Stress zu untersuchen. Die Daten zeigten, dass Cannabiskonsumenten nach dem Cannabiskonsum eine Verringerung ihrer Depressionen[3] um 50% sowie eine Verringerung von Angstgefühlen und Stress um 58% wahrnahmen.

Nun ist THC nicht das einzige Cannabinoid, das bei Depressionen helfen könnte. Die Studie ergab, dass Sorten mit hohem CBD- und niedrigem THC-Gehalt eher mit den größten Veränderungen der Depressionsraten in Verbindung stehen. Im Gegensatz dazu erzeugten Sorten mit hohem THC-Gehalt und niedrigem CBD-Gehalt hinsichtlich Stress die größten wahrgenommenen Veränderungen.

Diese Daten legen nahe, dass CBD bei der Behandlung der Symptome einer Depression wirksamer sein könnte. Zu den antidepressiven Wirkungen des Cannabinoids könnte sein Einfluss auf Serotonin gehören[4], einen Neurotransmitter, der die Stimmung reguliert. Man nimmt an, dass CBD an den 5-HT1A-Serotoninrezeptor bindet[5].

WAS DIE FORSCHUNG SAGT

Anders als THC bindet CBD nicht an CB1-Rezeptoren und beeinflusst daher dopaminerge Neuronen nicht. Stattdessen weiß man, dass CBD indirekter Agonist von CB1-Rezeptoren ist. Dies bedeutet letztendlich, dass es den Anandamid-Spiegel erhöhen kann, indem es ein Enzym hemmt, das dieses Endocannabinoid abbaut. Dieses gesteigerte Anandamid-Niveau bindet dann wiederum an CB1-Rezeptoren und erzeugt dabei ähnliche Wirkungen wie THC.

Die bisher durchgeführten Studien zum Zusammenhang von Cannabis und Depressionen sind vielversprechend. Dabei hat sich das Kraut jedoch als zweischneidiges Schwert erwiesen.

CANNABIS UND DEPRESSIONEN: EIN KOMPLEXES VERHÄLTNIS

Obwohl Cannabis Studien zufolge bei Depressionen helfen kann, deuten einige Daten auch auf das genaue Gegenteil hin. Obwohl eine akute Exposition gegenüber THC die Dopamin-Freisetzung steigern kann, kann eine chronische Exposition das dopaminerge System abstumpfen[6]. Langfristiger Cannabiskonsum kann die Reaktion des Gehirns auf Dopamin verringern, was möglicherweise zu einem verringerten Gefühl der Belohnung und Motivation führt.

Wie gesagt, ist Cannabis jedoch nicht nur THC. CBD hat positive Auswirkungen in Bezug auf Depressionen gezeigt. Darüber hinaus müssen die Forscher in diesem Themenzusammenhang noch über 100 weitere Cannabinoide untersuchen. Am sinnvollsten ist es deshalb, die Angelegenheit mit Deinem medizinischen Fachpersonal zu besprechen. Falls Du zu der Auffassung gelangen solltest, dass Cannabis eine geeignete Option für Dich sein könnte, solltest Du Dir diese Sorten ansehen, die einige Symptome lindern könnten.

External Resources:
  1. Wired to run: exercise-induced endocannabinoid signaling in humans and cursorial mammals with implications for the ‘runner’s high’ | Journal of Experimental Biology https://jeb.biologists.org
  2. The effects of Δ 9 -tetrahydrocannabinol on the dopamine system | Nature https://www.nature.com
  3. A naturalistic examination of the perceived effects of cannabis on negative affect - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  4. Antidepressant-like effect induced by Cannabidiol is dependent on brain serotonin levels. - PubMed - NCBI https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  5. Agonistic Properties of Cannabidiol at 5-HT1a Receptors | SpringerLink https://link.springer.com
  6. The effects of Δ 9 -tetrahydrocannabinol on the dopamine system | Nature https://www.nature.com
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