By Luke Sumpter Reviewed by: Carles Doménech

Depression ist eine weitverbreitete psychische Erkrankung, die in den Vereinigten Staaten circa 19,2 Millionen Erwachsene betrifft. In Europa leiden ungefähr 4,6% der Bevölkerung an Depressionen oder Angstzuständen. Bei manchen Menschen kann eine Depression kommen und gehen. In anderen Fällen ist die Erkrankung ein ständiger Begleiter, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Depressionen ziehen jedes Jahr Milliarden von Euro aus der Wirtschaft und berauben die betroffenen Menschen ihres möglichen Glücks. Konventionelle Behandlungen der Erkrankung umfassen eine Reihe von Medikamenten, die in manchen Fällen wirken, aber nicht frei von Nebenwirkungen sind. Interessanterweise wenden sich manche Menschen mit Depression Cannabis zu. Forscher sind sicherlich am Potenzial des Krauts für eine Reihe von Erkrankungen interessiert, doch könnte es bei Depression helfen?

WAS SIND DEPRESSIONEN UND WAS VERURSACHT SIE?

Von Zeit zu Zeit sind wir alle ein bisschen traurig. Stress, Angstgefühle und emotionale Ereignisse im Leben können dazu führen, dass wir uns niedergeschlagen fühlen. Letztendlich lässt diese Traurigkeit aber wieder nach, weshalb es uns möglich ist, ungestört weiterzuleben. Depressionen dagegen sind mehr als normale Traurigkeit. Es handelt sich vielmehr um eine chronische psychische Erkrankung, die Monate oder Jahre andauern kann. Die Betroffenen können sich nicht einfach "zusammenreißen".

MÖGLICHE AUSLÖSER VON DEPRESSIONEN

Die Ursachen von Depressionen sind ein komplexes Thema. Die Erkrankung kann auf ein erschütterndes Lebensereignis wie den Tod eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit oder soziale Störungen/Arbeitsstörungen zurückzuführen sein. Bei anderen Betroffenen könnte es die Anhäufung kleinerer Ereignisse sein, die sie in eine Abwärtsspirale treiben. Bei Menschen, die bestimmte Drogen und Alkohol als Versuch der Selbstmedikation konsumieren, ist das Depressionsrisiko erhöht.

In anderen Fällen können Depressionen ohne irgendeinen ersichtlichen Grund entstehen. Biologische Faktoren und der Persönlichkeitstyp können eine Rolle spielen. Eine weitere Erklärung für Depressionen ist ein vorliegender Mangel an Neurotransmittern wie etwa Serotonin. Ebenso haben Untersuchungen ergeben, dass der Hippocampus – ein Bereich des Gehirns, der am Lernen und der Gedächtnisleistung beteiligt ist – bei manchen depressiven Menschen kleiner ist. Dies könnte auf Stress zurückzuführen sein, der die Produktion neuer Neuronen unterdrückt.

HÄUFIGE SYMPTOME EINER DEPRESSION

Eine Depression kann sich auf viele verschiedene Arten manifestieren. Manchmal können die Anzeichen mild sein, während sie andererseits auch ziemlich schwerwiegend ausfallen können. Häufige Symptome einer Depression sind:

• Fortgesetzte dunkle Stimmung oder Traurigkeit
• Mangel an Motivation und Apathie
• Geringes Selbstwertgefühl
Schlaflosigkeit
• Unruhe
Konzentrationsschwierigkeiten
Übermäßiges Essen oder aber Appetitverlust
• Anhaltende Schmerzen
• Gefühl der Hoffnungslosigkeit
• "Nah am Wasser gebaut sein" und häufiges Weinen
• Sich gereizt und intolerant fühlen
• Fehlende Lebensfreude
• Selbstmordgedanken

HÄUFIGE SYMPTOME EINER DEPRESSION

BEHANDLUNG FÜR DEPRESSION

Für Depressionen gibt es mehrere Behandlungsoptionen. Jede Behandlung wird individuell basierend auf der Schwere und den spezifischen Besonderheiten der Erkrankung empfohlen.

Ärzte könnten für eine Depression nicht-medikamentöse Behandlungen verschreiben und Ansätze wie Psychotherapie und Bewegung empfehlen, um die Stimmung aufzuhellen. Interessanterweise könnte Aerobic körpereigene Cannabinoide erhöhen, die zusammen mit anderen Substanzen für das sogenannte "Läuferhoch" verantwortlich sind. Viele depressive Menschen können auch von kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) profitieren, um Denk- und Verhaltensmuster zu ändern.

In anderen Fällen können Ärzte auch Antidepressiva verschreiben. Es gibt über 300 verschiedene Arten von verfügbaren Antidepressiva, einschließlich selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI).

SSRI erhöhen die Werte des Neurotransmitters Serotonin. Sie begrenzen die Wiederaufnahme von Serotonin in das präsynaptische Neuron, was mehr von der Substanz verfügbar macht. Diese Medikamente können bei manchen Patienten die Stimmung wirksam stabilisieren, manchmal werden sie jedoch mit Nebenwirkungen wie Übelkeit, Nervosität, Benommenheit, sexuellen Problemen, Gewichtszunahme und Schlaflosigkeit in Verbindung gebracht.

Diese Optionen helfen manchen Menschen, mit einer Depression umzugehen und sie sogar zu überwinden. Bei anderen schaffen sie es nicht, für Abhilfe zu sorgen. Heute erkunden Menschen andere Optionen, darunter Cannabis.

CANNABIS, DEPRESSIONEN UND DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

Wenn Du Weed rauchst, bist Du vermutlich damit vertraut, wie es Dich fühlen lassen kann. Es gibt Zeiten, in denen das Rauchen einer Bong einen Lachanfall auslösen kann. Manche Sorten rufen ein berauschendes High hervor, das stundenlang anhält, während andere eher sanft und besser für die abendliche Ruhe geeignet sind. Es gab jedoch wahrscheinlich auch andere Zeiten, in denen der Konsum von Weed Gefühle der Angst oder sogar Paranoia bei Dir ausgelöst hat.

Da Cannabis sich sehr unterschiedlich auf Menschen auswirkt, ist die Verbesserung der Stimmung einer Person nicht garantiert.

Die Forschung untersucht weiterhin die Wirkung von Cannabis auf Depression. Bevor wir uns in die Studien vertiefen, ist es wichtig, ein paar Unterschiede herauszustellen. Da verschiedene Sorten unterschiedliche Konzentrationen von Cannabinoiden und Terpenen enthalten, können sie ganz unterschiedliche Effekte auf die Stimmung haben.

Und um die Sache noch komplizierter zu machen, finden sich in den unterschiedlichen Cannabissorten wild schwankende Mengen dieser Chemikalien. Manche Sorten weisen einen hohen Gehalt des psychotropen Cannabinoids THC auf, während andere durch einen hohen Gehalt des nicht-psychotropen Cannabinoids CBD charakterisiert sind. Darüber hinaus gibt es über 100 Cannabinoide und 100 Terpene, die ihre ganz eigenen Wirkungen entfalten. Deshalb kann "Wirkt sich Cannabis auf Depressionen aus?" als schlechte und unzureichende Frage angesehen werden. Es geht eher darum, die Auswirkungen einzelner Moleküle zu entdecken und wie sie zusammenwirken.

Bubble Kush

Bubble Kush
23_genetic background_1 Bubble Gum x O.G. Kush
33_Yield indoors_1 550 - 600 gr/m2
31_plant height outdoor_1 80 - 140 cm
25_flowering time_1 8 - 10 Wochen
29_THC_1 THC: 19%
28_Type Blend_1 Sativa 20% Indica 80%
34_yield outdoor_1 600 - 650 gr/plant
32_plant height outdoors_1 160 - 200 cm
27_harvest period_1 Vom 15. bis ende September
22_Effect_1 Klar, Körperlich entspannend, Stoned

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WAS DIE FORSCHUNG SAGT

Leider mangelt es auf diesem Gebiet an umfassender Forschung. Bisher haben wir nur eine geringe Vorstellung von diesen komplexen Mechanismen. Die Wissenschaft hat jedoch ein besseres Verständnis dafür entwickelt, wie THC und CBD die Stimmung individuell beeinflussen können.

Wenn man sich die Auswirkungen dieser Chemikalien auf das Gehirn ansieht, ist es hilfreich, ein Verständnis des Endocannabinoid-Systems (ECS) zu haben. "Endo" bedeutet "innen" und "Cannabinoid" ist ein Verweis auf Cannabis. Zusammen bezieht sich dies auf das Zellensystem, das an biochemischen Prozessen beteiligt ist, die Rezeptoren auf eine ähnliche Weise wie Cannabis beeinflussen. ECS-Rezeptoren kommen auf zahlreichen Zellarten im ganzen Körper vor. Bislang hat die Wissenschaft zwei Hauptrezeptoren bestätigt – CB1 und CB2.

Das ECS besteht auch aus spezialisierten Neurotransmittern, die an diese Rezeptorstellen binden und damit das System modulieren. Diese Moleküle sind als Endocannabinoide bekannt, namentlich Anandamid und 2-Arachidonylglycerol (2-AG). Wie es der Zufall will, sind auch bestimmte Verbindungen aus der Cannabispflanze aufgrund ihrer ähnlichen Form in der Lage, mit denselben Rezeptoren zu interagieren. Diese Cannabinoide aus Cannabis – und anderen Pflanzenarten – werden als Phytocannabinoide bezeichnet.

Sowohl Anandamid als auch 2-AG spielen eine entscheidende Rolle im dopaminergen System und somit auch für die mögliche Regulierung der Stimmung[4]. Beide dieser Moleküle binden an CB1-Rezeptoren des Nervensystems und können zudem Dopaminwerte oder ihre Rezeptoraktivität modifizieren[5].

THC (Tetrahydrocannabinol) ist einer der Hauptbestandteile moderner Cannabis-Kultursorten. Indem es an CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem bindet, ruft das Molekül psychotrope Effekte hervor. Das Cannabinoid könnte sich kurzfristig auf die Stimmung auswirken, indem es das dopaminerge Zellfeuern erhöht.[6]

Eine im "Journal of Affective Disorders" veröffentlichte Forschungsarbeit untersuchte die Wirkung von Cannabis auf Depression, Angst und Stress.[7] Die Forscher sammelten Daten von der App Strainprint, um die Wirkungen von bestimmten Sorten zu erforschen.

THC ist nicht das einzige Cannabinoid, das sie untersuchten; auch CBD wurde verabreicht. Die Studie stellte fest, dass Sorten mit viel CBD und wenig THC mit den größten Stimmungsänderungen einhergingen. Sorten mit viel THC und wenig CBD schienen hingegen Entspannung zu fördern.

CBD und Depression

Cannabiswissenschaftler versuchen herauszufinden, wie CBD die Stimmung, das Zentralnervensystem und die Neurotransmission beeinflusst. Bisher haben sie einige interessante Mechanismen entdeckt, zu denen auch die angebliche Fähigkeit des Cannabinoids gehört, das ECS zu "hacken".

Derzeit analysieren Studien den Einfluss von CBD auf zirkulierende Endocannabinoide und wie es die für deren Abbau verantwortlichen Enzyme vorübergehend deaktiviert[8]. Insbesondere sind Forscher interessiert an der Untersuchung der Wechselwirkung des Cannabinoids mit Fettsäureamidhydrolase (FAAH). Dieses Enzym baut Anandamid[9] (das "Glücksmolekül") ab, die Gehirnchemikalie, die mit positiven psychischen Wirkungen im Zusammenhang mit dem "Runner’s High" verbunden ist.

Auf der Suche nach zellulären Angriffspunkten haben Forscher auch eine Wechselwirkung zwischen CBD und Serotonin-Rezeptoren beobachtet. Wahrscheinlich hast Du schon von Serotonin oder dem "Glückshormon" gehört. Dieser Neurotransmitter stabilisiert die Stimmung und trägt zu Gefühlen des Wohlbefindens bei, wohingegen ein niedriger Spiegel des Hormons mit Depression assoziiert wird. Nachdem das Potenzial von CBD ermittelt wurde, Serotonin-Rezeptoren[10] in vitro (außerhalb eines lebenden Organismus) zu aktivieren, sind Forscher eifrig darauf bedacht herauszufinden, wie es bei Tieren wirkt.

Die Forschung in diesem Bereich schreitet weiter voran. Eine im British Journal of Pharmacology veröffentlichte Vergleichsstudie testete CBD in einem Mausmodell für Depression[11] und verglich seine Wirkung mit dem trizyklischen Antidepressivum Imipramin. Weitere Forschungsarbeiten, die in der Fachzeitschrift Neuropharmacology veröffentlicht wurden, zielten darauf ab, den Einfluss von CBD[12] auf Serotonin und Glutamat (den erregenden Neurotransmitter) bei Mäusen zu untersuchen.

WHAT THE RESEARCH SAYS

CBD und saisonale affektive Störung (SAD)

Obwohl es keine spezifischen Studien gibt, die sich konkret mit dem Zusammenhang von CBD und SAD beschäftigen, gibt es Forschung zu CBD und vielen Symptomen der saisonalen affektiven Störung. Im Folgenden untersuchen wir einige Studien, die darauf hinweisen, dass CBD zumindest dazu beitragen könnte, bestimmte Auswirkungen von SAD zu lindern.

In einer Arbeit aus dem Jahr 2011 wurden die Wirkungen von CBD[13] bei generalisierten sozialen Angststörungen untersucht. Die Probanden absolvierten eine simulierte öffentliche Redeveranstaltung, nachdem sie entweder 400mg CBD oder ein Placebo oral eingenommen hatten. Diese Studie stellt einen bedeutenden Meilenstein für die CBD- und Angstforschung beim Menschen dar. Es bedarf jedoch noch vieler weiterer Untersuchungen, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Forscher aus Colorado haben sich daran gemacht, auch den Zusammenhang zwischen CBD und Schlaf[14] zu untersuchen. Bisher haben sie CBD-Öl bei Angstzuständen und Schlaflosigkeit im Zusammenhang mit einer posttraumatischen Belastungsstörung getestet.

CBD könnte potenziell bei der Behandlung von Fällen einer saisonalen affektiven Störung hilfreich sein, doch derzeit gibt es zu wenig spezifische Forschungsarbeiten, um irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen zu können.

CANNABIS UND DEPRESSIONEN: EIN KOMPLEXES VERHÄLTNIS

Obwohl die akute Einwirkung von THC die Dopamin-Ausschüttung ankurbeln kann, könnte eine chronische Exposition das dopaminerge System abstumpfen. Der Langzeitgebrauch von Cannabis könnte die Reaktion des Gehirns auf Dopamin verringern und möglicherweise zu reduzierten Gefühlen der Belohnung und Motivation führen.

Wie bereits gesagt, besteht Cannabis nicht nur aus THC. Auch CBD wird auf seine Auswirkungen auf die Stimmung untersucht. Außerdem gibt es noch über 100 andere Cannabinoide, Terpene und andere Moleküle, die von Forschern noch untersucht werden müssen."

Da die Beziehung von Cannabis und Depression noch unklar ist, scheint die sinnvollste Lösung zu sein, die Angelegenheit mit einem Gesundheitsexperten zu besprechen.

External Resources:
  1. https://web.archive.org/web/20240101151608/https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/254610/WHO-MSD-MER-2017.2-eng.pdf
  2. Late-Life Depression, Hippocampal Volumes, and Hypothalamic-Pituitary-Adrenal Axis Regulation: A Systematic Review and Meta-analysis https://web.archive.org
  3. https://web.archive.org/web/20240101151608/https://jeb.biologists.org/content/215/8/1331?sid%3D739917de-aaf2-469d-9f3a-ab04329720b7=
  4. The mesolimbic dopamine reward circuit in depression - PubMed https://web.archive.org
  5. Reversal of dopamine D(2) receptor responses by an anandamide transport inhibitor https://web.archive.org
  6. The effects of Δ9-tetrahydrocannabinol on the dopamine system | Nature https://web.archive.org
  7. A naturalistic examination of the perceived effects of cannabis on negative affect - ScienceDirect https://web.archive.org
  8. Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia - PMC https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  9. Wired to run: exercise-induced endocannabinoid signaling in humans and cursorial mammals with implications for the ‘runner’s high’ | Journal of Experimental Biology | The Company of Biologists https://journals.biologists.com
  10. https://www.researchgate.net/profile/Ethan-Russo/publication/7507851_Agonistic_Properties_of_Cannabidiol_at_5-HT1a_Receptors/links/02e7e518a5fb6f1904000000/Agonistic-Properties-of-Cannabidiol-at-5-HT1a-Receptors.pdf
  11. Antidepressant-like effects of cannabidiol in mice: possible involvement of 5-HT1A receptors - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  12. Cannabidiol induces rapid-acting antidepressant-like effects and enhances cortical 5-HT/glutamate neurotransmission: role of 5-HT1A receptors - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  13. Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report - PubMed","//www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5101100/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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