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By Luke Sumpter Reviewed by: Carles Doménech

Wir alle wissen, dass harte Drogen mit starken Entzugserscheinungen einhergehen, aber viele von uns übersehen die Symptome, die beim Aufhören mit dem Alkohol auftreten. Ein kalter Entzug kann schwere Symptome hervorrufen und sogar zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen, der als Delirium tremens bekannt ist. Kann Cannabis starken Trinkern helfen, die Flasche wegzulegen und gleichzeitig die Auswirkungen des Entzugs zu minimieren? Finde es im Folgenden heraus.


Was ist Alkoholentzug?

Der als Alkoholentzug oder Alkoholentzugssyndrom bezeichnete Entzug tritt auf, wenn jemand, der stark trinkt, seinen Alkoholkonsum abrupt einstellt oder drastisch reduziert. Als Depressivum verändert Alkohol das neurochemische Gleichgewicht im Gehirn vor allem auf zwei Arten[1].

Erstens verstärkt Alkohol die Wirkung von Gamma-Aminobuttersäure (GABA) an den GABA-Rezeptoren. Als wichtigster hemmender Neurotransmitter im Gehirn reduziert GABA die Impulse zwischen den Neuronen; ein erhöhter GABA-Spiegel untermauert die entspannende und angstlösende Wirkung von Alkohol. Alkohol verringert die neuronale Aktivität weiter, indem er Glutamat, den wichtigsten erregenden Neurotransmitter, hemmt. Im Laufe der Zeit führt der kontinuierliche und häufige Alkoholkonsum zu adaptiven Veränderungen[2] im Gleichgewicht zwischen diesen wichtigen Neurotransmittern, einschließlich der Herabregulierung der GABA-Hemmung, die zu einem Anstieg der Glutamatfreisetzung führt, wenn starke Trinker plötzlich aufhören. Ein erhöhter Glutamatspiegel ohne ausreichend GABA, um den Überschuss zu bändigen, führt zu einer Übererregbarkeit, die zu möglichen Nervenschäden[3] und einer Reihe von unangenehmen Symptomen führt.

Cannabis and Alcohol Withdrawal

Alkoholentzug vs. Alkoholmissbrauchsstörung vs. Alkoholismus

Das Alkoholentzugssyndrom bezieht sich auf eine Reihe von Symptomen, die eine plötzliche Abstinenz von Alkohol bei starken Trinkern begleiten. Das Syndrom entsteht durch chemische Veränderungen im Gehirn und verursacht unterschiedlich starke Symptome, die von leichten Angstzuständen bis hin zu Krampfanfällen reichen.

Die Begriffe Alkoholmissbrauchsstörung und Alkoholismus werden austauschbar verwendet, um schädliche Trinkgewohnheiten zu bezeichnen und nicht nur eine Sammlung von Symptomen. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Begriffen Alkoholmissbrauchsstörung und Alkoholismus. Die Alkoholmissbrauchsstörung ist eine klinische Diagnose, die im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders 5 (DSM-5) definiert ist. Um eine Diagnose zu stellen, müssen Medizinerinnen und Mediziner mindestens zwei von elf Kriterien bei ihren Patientinnen und Patienten identifizieren, darunter:

  1. Mehr trinken als geplant
  2. Das Gefühl, nicht in der Lage zu sein, den Alkoholkonsum zu reduzieren
  3. Durch übermäßigen Alkoholkonsum über einen längeren Zeitraum krank zu werden
  4. Unfähigkeit, sich zu konzentrieren, weil das Verlangen nach Alkohol groß ist
  5. Unfähigkeit, sich um die Familie zu kümmern oder Verantwortung zu übernehmen
  6. Weiter trinken trotz Problemen mit Familie und Freunden
  7. Geringere Teilnahme an Aktivitäten, die früher als wichtig galten
  8. Gefährliche Situationen aufgrund von Alkoholkonsum erleben
  9. Fortgesetzter Alkoholkonsum trotz bestehender gesundheitlicher Probleme wie Ängste und Depressionen
  10. Mehr Alkohol konsumieren aufgrund einer aufgebauten Toleranz
  11. Erleben von Entzugserscheinungen

Der Schweregrad der Alkoholmissbrauchsstörung hängt davon ab, wie viele dieser Punkte der Patient aufweist:

  • Schwach: 2–3 Punkte
  • Mäßig: 4–5 Punkte
  • Schwerwiegend: 6 oder mehr Punkte

Während es sich bei der Alkoholmissbrauchsstörung um eine klinische Diagnose handelt, bezieht sich der nicht-medizinische Begriff "Alkoholismus" auf die Alkoholabhängigkeit in einem allgemeinen Sinne, außerhalb einer medizinischen Diagnose.

Symptome des Alkoholentzugs

Die Symptome des Alkoholentzugssyndroms sind unterschiedlich stark ausgeprägt und treten innerhalb von sechs Stunden bis zu mehreren Tagen auf, nachdem eine Person mit dem Trinken aufgehört hat. In den ersten zwei bis drei Tagen nach der Abstinenz sind die Symptome oft stärker ausgeprägt und umfassen:

  • Schlaflosigkeit
  • Übelkeit
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Schwitzen
  • Gereiztheit
  • Verwirrung
  • Albträume
  • Hoher Blutdruck

In schweren Fällen des Alkoholentzugssyndroms können Patienten einen lebensbedrohlichen Zustand entwickeln, der als Delirium tremens (DT) bekannt ist. Dieser entsteht durch eine Überaktivität des zentralen Nervensystems und äußert sich durch folgende Symptome:

  • Extreme Verwirrung
  • Extreme Unruhe
  • Visuelle Halluzinationen
  • Auditive Halluzinationen
  • Taktile Halluzinationen
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Fieber
  • Krampfanfälle

Cannabis und Alkoholentzug

Wie passt also Cannabis ins Bild? Kann Gras beim Alkoholentzug helfen? Oder könnte ein Joint oder ein Vape alles noch schlimmer machen? Es gibt nur wenige Untersuchungen über die Verwendung von Cannabis in diesem Zusammenhang, aber erste Studien haben die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe von Cannabis bei der Reduzierung des Alkoholkonsums und der Verringerung der Symptome des Alkoholentzugs untersucht. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie Cannabis das Abfeuern von Neurotransmittern so modulieren könnte, dass die Symptome des Alkoholentzugssyndroms abgepuffert werden, müssen wir kurz auf das Endocannabinoid-System (ECS) eingehen.

Das ECS spielt eine regulierende Rolle und hilft dabei, andere physiologische Systeme im Gleichgewicht zu halten. Es besteht aus drei Hauptbestandteilen: Endocannabinoide (Signalmoleküle), Rezeptoren (CB1 und CB2) und Enzyme, die Endocannabinoide auf- und abbauen. Alle diese Komponenten gehören auch zu einem viel komplexeren System, das als Endocannabinoidom (eCBome) bekannt ist. Im Gehirn befinden sich die ECS-Komponenten auf und in den Neuronen, wo sie helfen, den Fluss von Neurotransmittern wie GABA und Glutamat zu steuern.

Ganz ähnlich wie andere Neurotransmitter, etwa Dopamin und Serotonin, können Endocannabinoide anterograd wandern, das heißt, sie durchqueren den synaptischen Spalt von präsynaptischen Neuronen zu postsynaptischen Neuronen. Sie verfügen jedoch über eine einzigartige Fähigkeit, die es ihnen ermöglicht, den ankommenden Verkehr zu postsynaptischen Neuronen zu kontrollieren: Sie reisen rückwärts durch den synaptischen Spalt, binden an den CB1-Rezeptor auf präsynaptischen Neuronen und hemmen die Freisetzung[4] von GABA und Glutamat.

Endocannabinoide fördern die Homöostase im zentralen Nervensystem durch die Aktivierung des CB1-Rezeptors. Aus Cannabis gewonnene Cannabinoide, einschließlich THC, können ebenfalls an diese Stelle binden und sie aktivieren. Damit besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Cannabinoide den Glutamatschub zähmen könnten, der die Symptome des Alkoholentzugssyndroms untermauert. Eine Studie[5] aus dem Jahr 2016 legt nahe, dass THC, der wichtigste psychoaktive Bestandteil von Cannabis, die synaptische Glutamatübertragung durch seine Wechselwirkung mit CB1 dämpft. Zukünftige Studien werden hoffentlich andere Cannabinoide identifizieren, die in der Lage sind, Glutamat zu hemmen, und herausfinden, ob diese Wechselwirkung bei der Linderung von Alkoholentzugssymptomen hilfreich ist.

Balance

Abstinenz im Vergleich zur Schadensminimierung

Bevor wir uns näher mit der Forschung zum Alkoholentzug und zu bestimmten Cannabinoiden befassen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Abstinenz und Schadensminimierung hervorzuheben. Der Ansatz der Abstinenz – die wichtigste Säule zahlreicher Rehabilitationsprogramme – setzt voraus, dass man vollständig auf Alkohol und Drogen verzichtet. Diese Strategie hat zwar schon unzähligen Menschen geholfen, ihre Sucht zu besiegen, aber sie funktioniert nicht immer. Manche Menschen haben zum Beispiel Erfolg, wenn sie eine schädlichere Substanz gegen eine weniger gefährliche austauschen.

Im Gegensatz zur Abstinenz geht es bei der Schadensminderung darum, die Konsumenten über einen sichereren Drogenkonsum aufzuklären. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Drogenkonsumenten zu unterstützen, indem sie über die sichersten Arten der Einnahme von Drogen und Methoden zur Verringerung der eingenommenen Menge und der durch den Konsum verursachten Schäden informiert werden. Nehmen wir zum Beispiel die Opioidabhängigkeit. Einige Forscher schlagen vor, dass Ärzte die Verschreibung von Cannabis[6] anstelle dieser hochgradig süchtig machenden Schmerzmittel als eine Form der Schadensbegrenzung in Betracht ziehen sollten.

THC und Alkoholentzug

Die Forschung zu THC bei Alkoholentzug ist begrenzt. Eine Übersichtsarbeit[7] aus dem Jahr 2014 betrachtet Cannabis als potenzielles Ersatzmedikament für Alkohol und kommt zu dem Schluss, dass Gras als Ersatz dienen könnte. Jedoch seien robuste Studien erforderlich, um die Wirksamkeit bestimmen zu können. In dem Bericht wird auch erwähnt, dass Cannabis eine sicherere Option sein könnte als die derzeitigen Ersatzstoffe, zu denen Benzodiazepine und andere Pharmazeutika gehören.

Obwohl es generell keine Humanstudien gibt, bei denen THC gegen Alkoholentzug eingesetzt wurde, haben Studien das Cannabinoid auf Symptome wie Übelkeit und Schlaflosigkeit sowie auf pathophysiologische Marker wie Entzündungen getestet.

Entzündungen
Eine an Mäusen durchgeführte Studie[8]berichtet von einem Anstieg der Entzündungszytokine, einschließlich des Tumornekrosefaktors-alpha (TNF-α), im zentralen Nervensystem nach dem abrupten Absetzen des Alkoholkonsums. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der plötzliche Verzicht auf Alkohol zu einem Entzündungszustand in bestimmten Regionen des Gehirns führt.

Forscherinnen und Forscher haben eine Reihe von Cannabinoiden gegen Entzündungen getestet. Eine Studie[9] aus dem Jahr 2020 ergab, dass THC allein keine proinflammatorischen Zytokine reduziert, aber deren Wirkung verringern kann, wenn es zusammen mit CBD verabreicht wird. In anderen Tiermodellen für Neuroinflammation wurde jedoch die Fähigkeit von THC untersucht, proinflammatorische Zytokine wie Interleukin-12 (IL-12) zu unterdrücken[10].

Schmerzen
Patienten, die einen Alkoholentzug durchmachen, berichten oft von Schmerzen, insbesondere von Bauchschmerzen. Da das ECS eine **wichtige Rolle bei der Neurotransmission[11] und der Schmerzsignalisierung spielt, wollen Forscher herausfinden, ob THC helfen kann, dieses Symptom zu lindern. In mehreren Studien[12] wurden bisher THC und andere Cannabinoide in Modellen für chronische Schmerzen verabreicht.
Übelkeit und Erbrechen
Sowohl Übelkeit als auch Erbrechen sind Symptome des Entzugs und der Entgiftung. Deshalb erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Rolle von Cannabinoiden bei der Verringerung von Übelkeit und Erbrechen, die durch die Chemotherapie ausgelöst werden. Dronabinol und Nabilon, zwei synthetische Versionen von THC, haben zu diesem Zweck die Zulassung[13] der Food and Drug Administration (FDA) erhalten.
Schlaflosigkeit
Schlaflosigkeit ist auch ein häufiges Symptom bei Patienten, die einen Alkoholentzug machen. Viele Cannabiskonsumenten berichten, dass bestimmte Sorten eine entspannende Wirkung haben, die ideal vor dem Schlafengehen ist. Die Forschung zeigt außerdem, dass THC die Zeit, die die Konsumenten mit Träumen verbringen, verringern[14] könnte, was wiederum zu einem erholsameren Schlaf führen könnte.

CBD und Alkoholentzug

Im Gegensatz zu THC ist CBD kein Agonist des CB1-Rezeptors und erzeugt daher keine psychotropen Wirkungen. Allerdings beeinflusst das Molekül die Aktivität von ECS-Enzymen und bindet an eine Reihe von eCBome-Rezeptoren. Aber was bedeutet das für Alkoholentzugssymptome?

Es gibt mehr Forschungsergebnisse zu CBD und den Symptomen des Syndroms als zu THC, aber es fehlen noch Studien am Menschen. Eine 2019 veröffentlichte Übersichtsarbeit[15] analysiert die verfügbaren Daten, einschließlich präklinischer Tiermodelle, und konzentriert sich auf die folgenden Ergebnisgrößen:

  • Neuroprotektive Wirkungen gegen schädliche Folgen von Alkohol
  • Durch Stress verursachtes Verlangen nach Alkohol
  • Selbstverabreichung von Alkohol
  • Entzugsbedingte Krämpfe

Die Übersicht evaluiert auch Studien am Menschen und stellt fest, dass CBD gut verträglich zu sein scheint. Interessanterweise deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass CBD direkt am GABA-A-Rezeptor[16] wirkt, einem Rezeptor, der an der krampflösenden und angstlösenden Wirkung beteiligt ist und auf den Medikamente zur Behandlung von Alkoholentzugssymptomen abzielen. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass CBD an eine andere Stelle dieser Rezeptoren bindet.

Ähnlich wie THC bindet auch das Endocannabinoid Anandamid an den CB1-Rezeptor und trägt zur Steuerung der Neurotransmission bei. Indem es mit Anandamid an Fettsäure-bindenden Proteinen (FABPs) konkurriert[17], kann CBD dazu beitragen, den Anandamidspiegel vorübergehend zu erhöhen und seinen Abbau durch das Enzym Fettsäureamidhydrolase (FAAH) zu verhindern.

Verlangen nach Alkohol
Die Forschung hat die Auswirkungen von CBD auf das Verlangen nach Alkohol in Tiermodellen untersucht. Allerdings produziert Cannabis noch 100 andere Cannabinoide. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich auch mit Caryophyllen (ein Terpen und Cannabinoid) beschäftigt, das ebenfalls dazu beitragen könnte, den Alkoholkonsum einzudämmen. Dieses Molekül, das reichlich in Cannabis und anderen Kräutern vorkommt, zielt auf den CB2-Rezeptor des ECS ab. Forschende untersuchen seine Auswirkungen auf Entzündungen und prüfen, ob es in Tiermodellen hilft, den freiwilligen Alkoholkonsum[18] zu reduzieren.
Alkoholbedingte Leberschäden
Als ob die Entzugssymptome nicht schon genug wären, haben manche Patienten, die einen Alkoholentzug durchmachen, auch noch mit Leberschäden zu kämpfen, die durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht worden sind. Als wichtigstes Entgiftungsorgan hilft die Leber beim Abbau von Alkohol und erleichtert dessen Ausscheidung aus dem Körper. Im Laufe der Zeit kann der häufige Alkoholkonsum jedoch zu Leberschäden in Form von Narbenbildung und Fettablagerungen (Steatose) führen, die das Organ daran hindern, richtig zu funktionieren. Da CB1-Rezeptoren zu alkoholbedingten Lebererkrankungen beitragen können, untersuchen Forschende[19], ob die Modulation dieses Rezeptors helfen kann, die Krankheit zu bekämpfen.

Cannabiskonsum und Alkoholentzug

Kann das Grasrauchen beim Alkoholentzug helfen? Die Wissenschaft hat das noch nicht herausgefunden, doch das hat Menschen nicht davon abgehalten, Gras zu diesem Zweck zu verwenden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Cannabis zu konsumieren, und es bleibt zu hoffen, dass Studien irgendwann herausfinden werden, welche Art der Verabreichung und welche Dosierungsrichtlinien sich am besten für das Alkoholentzugssyndrom eignen. In der Zwischenzeit kannst Du Dir hier die wichtigsten Arten des Cannabiskonsums ansehen.

🍃 Rauchen

Viele Marihuanakonsumenten entscheiden sich dafür, Cannabisblüten zu rauchen. Manche Blüten enthalten einen hohen THC-Gehalt, manche viel CBD und manche gleich viel von beidem. Beim Rauchen gelangen die Cannabinoide schnell über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf. Trotz dieses schnellen Wirkungseintritts setzt das Rauchen die Konsumenten einer Reihe von Gesundheitsrisiken aus, vor allem in Bezug auf die Atemwege.

💨 Verdampfen

Wie beim Rauchen setzt auch beim Verdampfen die Wirkung schnell ein. Allerdings werden beim Verdampfen Cannabinoide, Terpene und andere Inhaltsstoffe bei niedrigeren Temperaturen freigesetzt, als wenn sie verbrannt werden. Das mag zwar weniger gefährlich für die Gesundheit sein, schließt die Risiken aber nicht vollständig aus.

🍬 Edibles

Edibles, einschließlich Gummibärchen, fallen unter die Kategorie der oralen Einnahme. Beim Verzehr von mit Cannabis versetzten Lebensmitteln durchlaufen die Cannabinoide den First-Pass-Metabolismus. Während dieses Prozesses wird THC in der Leber in ein viel stärkeres Molekül umgewandelt. Daher bieten Edibles ein intensiveres psychoaktives Erlebnis, das zwar erst später einsetzt, aber auch viel länger anhält. Die orale Einnahme birgt zwar keine Risiken wie das Rauchen oder Verdampfen, aber Cannabinoide haben eine schlechte Bioverfügbarkeit und eine hohe Konzentration gelangt nicht in den Blutkreislauf.

Cannabis und Alkohol mischen

Wenn es um Alkohol und Cannabis geht, fragen sich die Leute oft, ob sie beides zusammen konsumieren können. Es ist zwar möglich, ein kühles Bier zusammen mit einem Joint zu genießen, aber die Dinge können leicht aus dem Ruder laufen. Der Konsum von Alkohol erhöht den THC-Gehalt im Blut erheblich, was zu einer noch stärkeren Wirkung führt. Wenn Du zu viele Drinks zu Dir nimmst, kannst Du damit rechnen, dass Du verwirrt sein wirst und Dir schlecht wird. Wenn Du beides kombinieren willst, solltest Du es langsam angehen lassen – und vor allem Deine Grenzen kennen.

Wie sieht es mit der Kombination von CBD und Alkohol aus? Nun, eine ziemlich alte Studie aus dem Jahr 1979 untersucht die Wechselwirkung von CBD und Alkohol[20] bei Menschen. Die Autoren behaupten, dass CBD den Blutalkoholspiegel senkte; allerdings zeigten die Teilnehmer auch Beeinträchtigungen in der motorischen Leistung und Veränderungen in der Zeitwahrnehmung im Vergleich zur alleinigen Einnahme von CBD. Wie bei THC solltest Du es langsam angehen und abwarten, wie Dein Körper auf die gleichzeitige Einnahme dieser Substanzen reagiert.

Alkohol durch Gras ersetzen

Kann Gras beim Alkoholentzug helfen? Dient Cannabis als wirksame Ersatzdroge? Wir haben noch keine Antworten auf diese Fragen. Wir wissen, dass das ECS eine Schlüsselrolle bei der Befeuerung des Nervensystems spielt, und wir wissen, dass Cannabiswirkstoffe in der Lage sind, mit diesem System zu interagieren. Bislang gibt es nur wenige Behandlungsmöglichkeiten für diese Symptome, und wer nach starkem Alkoholkonsum plötzlich mit dem Trinken aufhört, hat eine harte Zeit vor sich. Wir brauchen belastbare Humanstudien, um herauszufinden, ob Cannabis Menschen dabei helfen kann, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, ganz aufzuhören und die Schwere der Symptome des Alkoholentzugssyndroms zu minimieren.

External Resources:
  1. https://pubs.niaaa.nih.gov/publications/arh22-1/13-24.pdf
  2. Alteration of Glutamate/GABA Balance During Acute Alcohol Withdrawal in Emergency Department: A Prospective Analysis | Alcohol and Alcoholism | Oxford Academic https://academic.oup.com
  3. https://pubs.niaaa.nih.gov/publications/arh22-1/13-24.pdf
  4. https://www.intechopen.com/chapters/78043
  5. Effect of cannabis on glutamate signalling in the brain: A systematic review of human and animal evidence - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  6. Prescribing cannabis for harm reduction | Harm Reduction Journal | Full Text https://harmreductionjournal.biomedcentral.com
  7. Can Cannabis be Considered a Substitute Medication for Alcohol? - PMC https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  8. Temporal changes in innate immune signals in a rat model of alcohol withdrawal in emotional and cardiorespiratory homeostatic nuclei | Journal of Neuroinflammation | Full Text https://jneuroinflammation.biomedcentral.com
  9. The Effects of Cannabinoids on Pro- and Anti-Inflammatory Cytokines: A Systematic Review of In Vivo Studies - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  10. The Effects of Cannabinoids on Pro- and Anti-Inflammatory Cytokines: A Systematic Review of In Vivo Studies - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  11. The role of the endocannabinoid system in pain - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  12. An experimental randomized study on the analgesic effects of... : PAIN https://journals.lww.com
  13. Cannaboinoid Antiemetic Therapy - StatPearls - NCBI Bookshelf https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  14. Effect of illicit recreational drugs upon sleep: cocaine, ecstasy and marijuana - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  15. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/acer.13964
  16. The direct actions of cannabidiol and 2-arachidonoyl glycerol at GABA A receptors - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  17. Fatty Acid-binding Proteins (FABPs) Are Intracellular Carriers for Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) and Cannabidiol (CBD) - PMC https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  18. The cannabinoid receptor 2 agonist, β-caryophyllene, reduced voluntary alcohol intake and attenuated ethanol-induced place preference and sensitivity in mice - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  19. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168827813002122
  20. Interaction of cannabidiol and alcohol in humans - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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