Finde heraus, wie viel Sonne Deine Cannabispflanzen benötigen und wie Du es Dir am besten zunutze machst.

Die goldene Regel für den Grasanbau im Freien besagt: Je mehr Sonnenlicht, desto besser. Leider haben wir nicht alle Zugang zu einer Terrasse, einem Balkon, einem Innenhof oder einem Garten, die den ganzen Tag über mit Sonne gesegnet sind. In diesem Artikel wollen wir die leidenschaftliche Beziehung zwischen Gras und seiner Sonne einmal genauer betrachten und Dir zeigen, wie viel Sonnenlicht Deine Freilandpflanzen gerade so benötigen, um eine großartige Ernte abzuliefern.

Warum braucht Cannabis Sonnenlicht?

Mit der Macht der Photosynthese verwandeln Cannabispflanzen die Lichtenergie der Sonne in die chemische Energie, die ihren Wuchs antreibt. Deine Graspflanzen nutzen die Energie, die sie von der Sonne aufsaugen, um das aus der Umgebung aufgenommene Wasser, das Kohlendioxid und die Mineralien in Sauerstoff und energiereichen Zucker umzuwandeln, um so gesunde Wurzeln, Zweige und Blätter auszubilden.

Was ist der Unterschied zwischen Sonnenlicht und dem künstlichem Licht einer Anbaulampe?

Ob das Sonnenlicht künstliche Anbaulampen "schlägt" ist eine uralte Debatte in der Cannabis-Community, die von beiden Seiten mit Eifer und Stolz geführt wird. Wir bei RQS glauben fest daran, dass es keinen Ersatz für Mutter Natur gibt, doch wir verstehen ebenso, dass der Indoor-Anbau unter künstlichem Licht eine Reihe von Vorteilen bietet.

Persönlich lieben wir es, unter der Sonne anzubauen, da sie umsonst ist und es einfach keine industrielle Leuchte gibt, die in der Lage ist, die Kraft der Sonne nachzubilden. Doch seinen Cannabispflanzen 10–12 Stunden unversperrtes Sonnenlicht zu bieten, kann für den durchschnittlichen Selbstversorgungs-Grower eine Herausforderung sein und das insbesondere wenn Du versucht, Deine Pflanzen vor neugierigen Blicken zu bewahren.

An dieser Stelle kann der Indoor-Anbau wirklich glänzen, denn er ermöglicht es Dir nicht nur, Deinen Anbau privat zu halten, sondern die Lampen bringen auch den zusätzlichen Nutzen mit sich, dass Du weitaus mehr Kontrolle über die Umgebung und den Lichtzyklus der Pflanzen ausüben kannst.

Wie viel Sonnenlicht benötigen Cannabispflanzen im Freien?

Cannabispflanzen sind am glücklichsten, wenn sie 10–12 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag abbekommen. Wie Du vermutlich schon einmal mit eigenen Augen gesehen hast, legen Cannabispflanzen ein sehr vitales Wachstum an den Tag und benötigen daher tonnenweise Sonnenenergie, um ihren Wuchs anzutreiben.

Es ist jedoch auch möglich, mit mindestens 6 Stunden ununterbrochenem Sonnenlicht im Freien gesunde Cannabispflanzen anzubauen. Bedenke nur, dass diese Pflanzen langsamer wachsen und daher einen geringeren und minderwertigeren Ertrag erzeugen werden als Exemplare, die die optimale Menge an Sonne abbekommen.

Wie viel Sonnenlicht benötigen Cannabispflanzen im Freien?
Wie viel Sonnenlicht benötigen Cannabispflanzen im Freien?

Kannst Du Cannabis draußen mit indirektem Sonnenlicht anbauen?

Wenn Du Dich in verschiedenen Grower-Foren umtust, wirst Du haufenweise Anbauer finden, die behaupten, dass sie es mit nur 1 oder 2 Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag bis zur Ernte geschafft haben. Nun, Cannabis ist letztendlich eine ziemlich zähe Pflanze, die es auch mit rauen Bedingungen aufnehmen kann, wenn sie in der Wildnis wächst.

Wenn Du jedoch zu Hause Gras anbaust, willst Du ja auch für die optimalen Bedingungen sorgen, um die Menge und Qualität Deines Ertrags zu maximieren. Wachsen Deine Pflanzen im Schatten, strecken sie sich nach der Sonne und bilden lange, schlacksige Zweige, nur wenige Blütenansätze und leichte, luftige Blüten mit nur wenig Harz.

Wann blühen Cannabispflanzen im Freien?

Im Freien blühen photoperiodische Cannabispflanzen nach der Sonnenwende, wenn die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden. Auf der nördlichen Hemisphäre geschieht dies allmählich nach der Sonnenwende im Juni, die je nach Jahr normalerweise am 20. oder 21. Juni stattfindet. Auf der Südhalbkugel dagegen beginnen Cannabispflanzen nach der Wintersonnenwende nach und nach zu blühen, die auf den 20. oder 21. Dezember fällt.

Bedenke, dass Freilandpflanzen nur allmählich in die Blütephase eintreten, da sich die Tagesstunden viel langsamer als im Indoor-Anbau verkürzen, bei dem Du Deine Pflanzen mit einer Schalterstellung von der vegetativen auf die Blütephase umstellst.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sonnenlicht am Äquator und auf den Hemisphären?

Ja, es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen dem Sonnenlicht auf den Hemisphären und am Äquator (oder den Klimazonen der Tropen zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis).

Durch die gegebene Erdumlaufbahn neigen sich die Pole zu verschiedenen Jahreszeiten zur Sonne: Die nördliche Hemisphäre ist der Sonne zur Sonnenwende im Juni am nächsten, während dies für die Südhalbkugel zur Wintersonnenwende gilt. Je näher ein Pol der Sonne kommt, desto mehr direktes Sonnenlicht erhält er und desto länger sind die Tage auf der entsprechenden Halbkugel.

Der Äquator ist dagegen stets gleich weit von der Sonne entfernt. Daher gibt es hier das ganze Jahr über konstante 12 Stunden Sonnenlicht.

Gibt es einen Unterschied zwischen Sonnenlicht am Äquator und auf den Hemisphären?

Wann kannst Du Cannabis auf der nördlichen und südlichen Hemisphäre anbauen und ernten?

Freilandgärtner auf der nördlichen Halbkugel bringen ihre Samen für gewöhnlich zwischen dem Frühjahr und Frühsommer zum Keimen, je nachdem wo sie genau leben. Entlang der iberischen Halbinsel können Grower zum Beispiel schon Anfang März beginnen und es dann schaffen, bis zum August zwei komplette Durchgänge Autoflowers anzubauen. Weiter nördlich müssen die Anbauer jedoch etwas später loslegen, um Frost, Regen, Hagel oder andere ungünstige Bedingungen zu vermeiden.

Grower auf der südlichen Halbkugel dagegen können ihren Grow bereits im September beginnen und dann typischerweise zwischen März oder Mai ernten, auch wenn einige Sativas vielleicht erst Anfang Juni fertig sind (abhängig von der Genetik und dem lokalen Klima).

Beim Freilandanbau ist es wichtig zu wissen, mit welcher Genetik Du arbeitest und wie sie darauf reagiert, zu unterschiedlichen Zeiten der Saison eingepflanzt zu werden. Wenn Du zum Beispiel große Sativas anbaust, solltest Du mit Deinem Grow vielleicht etwas später anfangen, damit die Pflanzen nicht zu groß werden. Wenn Du dagegen mit schnellen Autoflowers arbeitest, solltest Du versuchen, Deine Samen so früh wie möglich in die Erde zu stecken, um so zwei Ernten in einer Anbausaison zu schaffen.

Wie Du Cannabis entlang des Äquators und in den Tropen anbaust

Wie bereits zuvor erwähnt, bekommen Gebiete entlang des Äquators das ganze Jahr über konstante 12 Stunden Sonnenlicht. Wenn Du in der glücklichen Lage bist, in einer Gegend auf dem Äquator zu leben, kannst Du das ganze Jahr über Cannabis im Freien anbauen (sofern es natürlich das Wetter zulässt). In diesen Gegenden können sich photoperiodische Sorten ähnlich wie Autoflowers verhalten, indem sie von alleine zu blühen beginnen, sobald sie reif genug dafür sind.

Die Tropen zwischen nördlichem und südlichem Wendekreis bekommen auf der anderen Seite nach der Sommer- und Wintersonnenwende bis zu 10,5 bzw. 13,5 Stunden Sonnenlicht pro Tag. Auch in diesen Gebieten kannst Du womöglich je nach Wetter das ganze Jahr über Cannabis anbauen und dabei feststellen, dass Deine photoperiodischen Sorten mehr in Abhängigkeit von ihrem Alter anstatt in Abhängigkeit von einer Veränderung des Lichtzyklus zu blühen beginnen.

Tropische Cannabissorten verstehen

Die Wurzeln des Cannabis mögen zwar in Asien liegen, doch die Pflanze schaffte es (dank menschlicher Hilfe), sich nahezu überall auf der Welt zu verbreiten und anzupassen. Sorten, die sich an das spezifische Klima und den Lichtzyklus der Tropen und des Äquators angepasst haben, keimen meist viel früher als diejenigen, die sich an ein Wachstum weiter nördlich oder südlich angepasst haben. Auch bleiben sie je nachdem viel länger in der Wachstumsphase und bilden sogar in der Blüte noch Blätter, was dazu führt, dass sie längliche und luftige Blüten erzeugen.

Denke aber daran, dass äquatoriale photoperiodische Sorten keine echten Autoflowers sind, auch wenn sie sich ähnlich verhalten. Autoflowering Sorten enthalten bestimmte Gene von Cannabis ruderalis, die dafür sorgen, dass sie durch altersbedingte Hormonveränderungen zu blühen beginnen. Photoperiodische Äquatorialsorten besitzen diese Gene nicht und daher kann ihre Blüte immer noch von Lichtveränderungen ausgelöst werden (so gering diese entlang des Äquators und in den Tropen auch sein mögen).

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