Sich mit der Wasserqualität auseinander zu setzen, ist ein Faktor, der den Unterschied zwischen einem Neuling und einem erfahrenen Cannabisanbauer ausmachen kann. Hier ist Teil zwei unseres Leitfadens, der sich mit ppm und EE des Wassers befasst.

Wasser ist die Grundlage des Lebens. Dies gilt nicht weniger für Cannabis, das für eine ganze Reihe von Funktionen auf Wasser angewiesen ist. In unserem früheren Beitrag über die Wasserqualität untersuchten wir, warum Wasser wichtig ist und wie der pH-Wert viele Aspekte des Anbaus beeinflussen kann. Heute werden wir uns etwas detaillierter mit ppm und EC befassen. Beides sind fortgeschrittenere Aspekte des Cannabisanbaus, die man berücksichtigt muss und sie zu verstehen wird Dir helfen, Deine Fähigkeiten ans Maximum zu schieben. Für den Neuling gilt, so wichtig diese Informationen auch sein mögen, sind sie keine Grundvoraussetzung für den Anbau. Es ist immer noch möglich, auch ohne dieses Wissen gute Ergebnisse zu erzielen, aber es wird sicherlich helfen!

PPM & EC

Lasse Dich von diesen technisch klingenden Begriffen nicht einschüchtern. Teile pro Million (ppm) und elektrische Leitfähigkeit (EC) sind zwei Arten, um praktisch die gleiche Sache zu sagen. Nun könnten wir beim Vergleich von ppm und EG richtig schnell sehr technisch werden, wollen aber aus Gründen der Klarheit für den Moment bei ppm bleiben.

ppm ist ein Weg, um die Menge an Mineralien zu messen, die bereits in Wasser gelöst ist und variiert von Quelle zu Quelle und Ort zu Ort. Zum Beispiel, wenn Du einen ppm-Wert von 100 hast, sind dies 100 Milligramm Mineralien pro Liter, die bereits im Wasser gelöst sind. Obwohl dies eine mikroskopisch kleine Menge ist, weiß der schlaue Cannabisanbauer, dass die Pflanzen nur eine begrenzte Menge an Nährstoffen pro Tag aufnehmen können und, dass den ppm-Wert einzustellen hilft, das Beste aus den Pflanzen herauszuholen.

marijuana Wasser EC

Die ppm zu kennen, hilft Dir eine mögliche Verbrennung zu vermeiden, denn dann weisst Du, wie Du die Menge an nährenden Mineralien zu justieren hast, die Du in Dein Wasser gibst. Cannabis genießt nach dem Klonen 500-600ppm, 800-900ppm in der Vegetationsperiode und 1000-1100ppm in der Blütezeit. Also bedeutet den Mineralgehalt des Wassers zu kennen, bevor man seine Nährstoffe anmischt, dass man sich selbst und seinen Pflanzen unnötigen Stress ersparen kann. Beim Anbau in Hydrokultursystemen ist es wichtig, den Zustand des vorrätigen Wassers zu kennen, denn die Mineralien können verbraucht werden, wenn der Wasserspiegel sinkt - nur mal so als kleine Warnung für Dich, damit Du die Dinge so abstimmst, wie es erforderlich ist.

Es gibt viele Sonden, Geräte und Messgeräte auf dem Markt, die alle ppm messen können. Das geläufigste ist ein TDS* Meter (*eng., total dissolved solids; de., gesamte gelöste Feststoffe). Was Du wählst, hängt von Deinem Budget und der Stärke Deines Wunsches ab, wie technisch und ausgefuchst Du es mit dem Anbau angehen möchtest. Die meisten messen bis zu einem Maximalwert von 3500, was alles abdeckt, das Du jemals für Cannabis benötigen könntest, aber wenn Du es auf die Spitze treiben willst, kannst Du Dir auch gerne eines zulegen, das bis 9999 reicht.

Sobald Du Dein TDS Meter kalibriert hast, schalte es ein, stelle sicher, dass es Null anzeigt und stecke es in das Wasser, das Du testen möchtest - schwupps, da ist Dein ppm-Wert. Wenn Du Umkehrosmosewasser verwendest, wird der Wert bei 0 bis 10ppm liegen, da es völlig frei von Mineralien ist.

Wenn Du Leitungswasser verwendest, sollte der Wert zwischen 50 und 300ppm liegen, was hier in der EU als Standard gilt.

Wenn die Rohrleitungen in Deiner Stadt alt sind oder Du Brunnenwasser aus Kalkschichten verwendest, kann der Wert wegen der Mineralienansammlung bei bis zu 500 bis 700ppm liegen.

Wenn bei dem von Dir verwendeten Wasser über 500ppm angezeigt werden, musst Du etwas dagegen tun, denn es wird mit den Nährstoffen konkurrieren und verhindern, dass Dein Cannabis sie aufnehmen kann. Entweder Du musst Nährstoffe finden, die speziell dazu konzipiert sind, um in Gebiete mit kalkhaltigem Wasser verwendet zu werden oder Du musst Dein Wasser zu Hause behandeln - sei es durch Kohlefilter, Destillation oder Umkehrosmose.

DIE TECHNISCHE SEITE VON EC & PPM

Kopf an; jetzt wird es technisch.

EC oder die elektrische Leitfähigkeit, ist ein Maß für die Salinität einer Wasserprobe.

Die Theorie ist, dass Salzwasser mit Natriumionen geladen ist und diese Ladung kann von einem EC-Meter gemessen werden, was den Wert der Leitfähigkeit der Wasserprobe angibt - in mS/cm (Siemens pro Zentimeter). EC funktioniert so, dass man annimmt, dass die Ionenleitfähigkeit von Natrium bei 0,51mS/cm liegt. Dies ist die Basisladung, von der aus ein Messgerät die Leitfähigkeit berechnet.

Wenn Dein Wasser zu salzhaltig ist, kann es Deine Pflanzen auf zwei Arten beeinflussen. Es kann an dem Wurzelballen die Toxizität von Natrium erhöhen und durch den erhöhten osmotischen Druck an den Wurzeln die Nährstoffaufnahme hemmen.

ppm misst den Gesamtmineralgehalt Deines Wassers, unabhängig davon, welche Mineralien es sind.

Genaue ppm-Messwerte werden durch leichtes Verdampfen der Wasserprobe und Analyse der verbleibenden Rückstände erhalten. Anders als Natriumchlorid, sind die meisten anderen Mineralien in nahezu allem natürlich vorkommenden Wasser kaum vorhanden und bereiten keine echte Sorge. Diese Mineralien werden in der Regel Spuren von Calciumcarbonat, Magnesium und Mikrospuren von mehreren anderen Elementen sein.

Wenn Du bei Deinem örtlichen Wasserversorger anfragst, kann dieser Dir in der Regel eine Mineralanalyse der örtlichen Wasserversorgung liefern.

Es gibt eine Umrechung für ms/cm in ppm und wieder zurück, aber das übernehmen die meisten Messgeräte für Dich.

Wenn es um ppm und EC geht, haben wieder die Anbauer einen Vorteil, die ihre Pflanzen in biologischen Böden und im Freien aufziehen. Die Mikroorganismen fungieren als Puffer, der die Pflanze vor Schwankungen im ppm- oder EC-Wert schützt und es gibt bei der Bewässerung einen größeren Spielraum für Fehler.

Werde aber niemals selbstgefällig. Überprüfe immer die Wasserqualität, auch die von Flüssen und Bächen. Man weiß nie, was bei Regen so in die Wasserläufe gespült wird, das das Wasser giftig machen könnte.

Cannabis & Wasserqualität EC

ZUSÄTZLICHE TIPPS ZUR WASSERQUALITÄT

Wieso denken manche Leute bloss, dass Regenwasser neutral wäre? Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, denn tatsächlich ist es leicht sauer. Kohlendioxid löst sich in Regen und macht das Wasser so zu einem sehr milden Karbolsäure mit einem pH-Wert von etwa 5,6. Aber keine Sorge, wenn es für eine Weile in einem Behälter gestanden hat, gibt es Kohlendioxid ab und pendelt sich bei 7 ein. Hast Du jemals bemerkt, dass Pflanzen nach einem ordentlichen Regen wie verrückt wachsen? Jetzt weisst Du, waum das so ist.

Wenn Du Dein Wasser durch einen Umkehrosmosefilter laufen lässt, wird es völlig von Mineralien befreit. Verwende dieses Wasser niemals unbehandelt, um Deine Pflanzen zu spülen oder das Blattwerk zu besprühen. Umkehrosmosewasser entzieht Deinen Pflanzen Nährstoffe, vor allem Kalzium und Magnesium. Beschrifte Deine Behälter deutlich.

Montiere Belüfter auf Deinen Armaturen. Wenn Du einen Behälter mit einem Schlauch füllst, lass das Wasser schäumen und blubbern, um es zu beleben und mit Sauerstoff anzureichern.

In kalten Klimazonen versuche die Wassertemperatur beo 25°C zu halten.

Da hast Du es! Die Dinge können ziemlich technisch werden, also keine Sorge, wenn es eine Weile dauert, bis Du es verinnerlicht hast. Wenn Du Dich aber aktiv damit befasst, um die bestmögliche Wasserqualität zu gewährleisten, wird es Dir helfen, alle möglichen Anbauprobleme zu minimieren, sowie Deinem Cannabis alles zukommen zu lassen, was es benötigt, um zu gedeihen. Jetzt weisst Du Bescheid!

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