Wenn Du schon mal mit dem Gedanken gespielt hast Cannabis selbst anzubauen, dann verstehst Du wohl, warum das Ernten Deiner selbstgezogenen Blüten auch als die Krönung der Erfahrung bezeichnet wird. All die harte Arbeit, die Zeit und das Geld, das du investiert hast, führen zu diesem einen Moment, in dem Du endlich belohnt wirst! Aber: Nach der Ernte ist die Arbeit noch nicht vorbei!

Als nächstes muss der Grower erstmal sicherstellen, dass seine Ernte richtig verarbeitet wird, da sie sonst beschädigt und ungenießbar werden könnte. Trocknen und Aushärten nach der Ernte ist unbedingt notwendig, da es sonst ein sehr hohes Schimmelrisiko gibt.

Das Trocknen und Aushärten verbessert aber auch den Geschmack einer Ernte! Da im Lauf dieser Prozesse Chlorophyll abgebaut wird, wird der Geschmack insgesamt milder und nicht so kratzig. Das ist natürlich besonders wichtig für Leute, die ihre Ernte teilen oder als Medizin einnehmen wollen. Dem Trocknen und Aushärten wird auch nachgesagt, dass es die Angst lindern kann, die nach dem Konsum manchmal aufkommt. Es könnte sogar die Cannabinoid-Stärke steigern.

Und das wichtigste ist: Durch diese Schritte wird das Gras viel länger haltbar! Grower können sich so monatelang an ihrer Ernte erfreuen.

Nasses Trimmen Cannabisblüten

BESCHNEIDEN VOR DEM TROCKNEN

Der Trocknungsprozess beginnt eigentlich, sobald Du Deine Pflanzen abgeschnitten und die Blätter entfernt hast. Hierbei merkst Du auch, wie klebrig und feucht die frischen Blüten sind. Diese klebrige Oberfläche ist zwar ein gutes Zeichen und lässt auf viel psychoaktives Harz hoffen, ist aber auch ein optimaler Nährboden für Pilze und Bakterien. Wenn Du die Blüten in diesem Zustand zu lange rumliegen lässt, ist das in den meisten Fällen ein Garant für ein Desaster! Du solltest Dich hier also ein bisschen beeilen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Du Deine Blüten am besten beschneidest. "Wet-Trimming" ist eine Methode, bei der die Blüten direkt nach dem Abschneiden komplett beschnitten werden. Dafür arbeitet man sich von Ast zu Ast und schneidet mithilfe eine scharfen Schere präzise alle überflüssigen Blätter ab. Auch wenn es primär um die Blüten geht, auch das Harz auf den Blättern enthält Cannabinoide! Du solltest diese Blätter also sammeln, lagern und sie später zum Kochen oder Backen verwenden.

Die "Dry-Trimming" Methode wird hauptsächlich von Growern verwendet, die eine große Menge Pflanzen innerhalb kurzer Zeit verarbeiten müssen. Hierbei werden die Äste abgeschnitten und in einem Stück aufgehangen. Doch die Maniküre am Ende gestaltet sich hier schwerer: Die kleinen verharzten Blätter sind meist eingerollt und müssen quasi einzeln entfernt werden. Außerdem können die Blüten beim Dry-Trim leichter Harz verlieren, wenn sie beim Abhängen zu oft bewegt werden.

Egal, welche dieser Erntemethoden Du anwendest: Es ist sehr wichtig, dass Du in einem passenden Raum trocknest! Dieser Raum sollte dunkel und kühl sein, mit einer Temperatur zwischen 15-22°C.

DER TROCKNUNGSPROZESS

Falls Du Dich für Wet-Trim entschieden hast, dann hast Du jetzt einen Haufen harzige Blüten. Diese solltest Du jetzt auf einer großen Fläche verteilen. Einfach ein Stück Pappe oder Zeitung zu nehmen wird von uns nicht empfohlen, da die Blüten so nicht von allen Seiten Luft bekommen. Wir empfehlen ein kleines Regal aus Draht oder Netz, das funktioniert viel besser. Dadurch kann die Luftzirkulation auch an allen Teilen der Blüte stattfinden. Wenn möglich sollte Deine Fläche so groß sein, dass die Buds sich nicht berühren und sogar noch einige Zentimeter Platz dazwischen sind.

Wenn Du nur eine kleine Fläche hast, musst Du Deine Blüten aufeinander stapeln. Dadurch werden sie aber erstens unregelmäßig getrocknet und zweitens hast Du wieder ein erhöhtes Schimmelrisiko. Wenn die Blüten anfangen zu trocknen, dann verlieren sie dabei viel Wasser. Und dieses Wasser muss entweichen können, sonst bilden sich feuchte Stellen im Gras! Feuchtigkeit ist einer der vielen Faktoren, die Schimmel begünstigen.

Jetzt, da Du alle Deine Blüten schön verteilt auf in Deinem Trocken-Regal hast, beginnt der richtige Trocknungsprozess. Die Geschwindigkeit hängt hier nur von den Vorlieben des Erzeugers ab. Natürlich kann man diesen Prozess auch beschleunigen und in kurzer Zeit zum Ende bringen, doch wenn Du ein gutes Endprodukt haben willst, solltest Du Dir Zeit lassen. Wenn Du Deine Blüten zu schnell trocknest oder einer zu hohen Temperatur aussetzt, sinkt die Qualität stark ab! Das Gras schmeckt dann meistens sehr eklig nach Stroh und hat eine sehr unangenehme Wirkung.

Trocknungsprozess Cannabis

JE LANGSAMER DESTO BESSER

Idealerweise dauert der gesamte Trocknungsprozess sehr lange. Eine Raumtemperatur von 21°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50% sind optimal. Es gibt mehrere Geräte, die Dich beim Einhalten dieser Werte unterstützen, beispielsweise eine Klimaanlage, ein Luftent- und -befeuchter und eine Heizung. Ein Thermometer mit Hygrometer ist perfekt, um die Werte in Deinem Raum im Blick zu behalten.

Halte Deinen Raum immer im optimalen Bereich und kontrolliere Deine Blüten alle 3-7 Tage. Sie werden mit jedem Tag trockener werden. Du kannst sie einfach anfassen, um den Vorgang zu prüfen. Irgendwann sind Deine Blüten so trocken, dass die Stängel in den Blüten sich ganz einfach mit den Fingern zerbrechen lassen. Wenn Die Stängel leicht und ohne Widerstand zerbrechen, dann sind die Blüten richtig getrocknet. Wenn die Stängel aber noch ein bisschen nachgeben und sich biegen, dann ist noch zu viel Wasser in den Blüten vorhanden und der Trocknungsprozess ist noch nicht beendet.

PLATZIERE DEINE BLÜTEN IN GLÄSERN

Jetzt, da Deine Blüten erfolgreich getrocknet wurden, musst Du sie noch in eine kontrollierte Umgebung stecken, um sie auszuhärten. Dafür nimmst Du am besten ein 1l großes Einmachglas. In dieses Glas passen ungefähr 30g trockene Blüten. Fülle jedes Glas etwa dreiviertel voll; oben sollte immer etwas Platz für zusätzliche Luft sein. Die ideale Umgebung zum Aushärten hat 21°C und eine Luftfeuchtigkeit von 60%.

Trockenes Trimmen Deiner Cannabisblüten

DEIN GRAS AUSHÄRTEN

Aushärten ist ein weiterer Prozess, der Zeit und Geduld erfordert, sich am Ende aber definitiv lohnt! Durch das Aushärten schmecken Deine Blüten unglaublich lecker und die Wirkung ist genau wie gewünscht! In den ersten 1-2 Wochen solltest Du Dein Gras mindestens einmal am Tag, im Notfall sogar zweimal prüfen und das Glas öffnen und nach Anzeichen für Schimmel oder Fäule suchen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Durch das Öffnen kommt außerdem neue, frische Luft an die Blüten.

Wenn Deine Blüten noch zu nass sein, dann nimm sie für einige Stunden wieder aus dem Glas und entziehe die restliche Feuchtigkeit. Wenn es nur ein bisschen zu nass ist, dann kannst Du auch einfach den Deckel Deines Glases für zwei Stunden offen stehenlassen.

Während des Aushärtens ist es immer empfehlenswert, mal die eine oder andere Blüte anzutesten und zu rauchen. Dadurch hast Du immer den Geschmack und die Potenz im Auge. Je länger Deine Blüten aushärten, desto sanfter und leckerer werden sie!

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