IST NICHT JEDER CANNABISKONSUM MEDIZINISCH?

Es gibt das gute Argument, dass jeglicher Konsum von Cannabis medizinisch sei. Beim Konsum kann der Konsument nicht wirklich vermeiden, von den medizinischen Eigenschaften des Krauts zu profitieren. Von den Hunderten von Cannabinoiden, die in Cannabis enthalten sind, besitzen wir lediglich ein unvollständiges Wissen über zwei, nämlich THC und CBD. Wir wissen jedoch genug, um zu verifizieren, dass beide echtes, natürliches, medizinisches Potenzial besitzen.

Das Problem ist, dass Wissenschaftler Inhaltsstoffe gerne isoliert untersuchen. Die synergetischen Eigenschaften von THC und CBD machen dies allerdings zu einer schwierigen Aufgabe. Medizin aus der ganzen Pflanze gewinnt immer mehr an Interesse, da sich Patienten und Wissenschaftler langsam auf Augenhöhe befinden. Die Kombination von THC und CBD führt zu dem sogenannten "Entourage Effekt“, wodurch die Wirkung eines Cannabinoids durch das andere verstärkt wird. Einfacher ausgedrückt ist THC nicht nur für das High zuständig und das ist eine Tatsache.

DER GRÜNE RAUSCH

"Am Mittwoch und Donnerstag, da die Sorge um einen Engpass in der Versorgung mit Marihuana groß wird, kündigte die Regierung an, die ersten beiden Lizenzen für die Abgabe von Marihuana zu vergeben“ - das ist ein Artikel von Thomas Fuller aus der NY Times vom 13.7.2017 mit dem Titel: Nevada ist bemüht, die Knappheit des kürzlich legalisierten Marihuanas zu beheben. Seit dem Moment, als Marihuana in Nevada ab dem ersten Juli legal in Ausgabestellen erhältlich war, übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem.

Cannabis-Apotheke

Der Bundesstaat in den USA ist wahrlich ein Mikrokosmos für den Handel mit Cannabis. Die Legalisierung des Konsums von Cannabis als Freizeitdroge unterscheidet sich von medizinischem Marihuana und teilte den Cannabismarkt in zwei Hälften. Wie viele andere Staaten auch, wurde in Nevada zunächst der medizinische Konsum legalisiert und dann der Konsum als Freizeitdroge gesetzlich erlaubt. Infolgedessen entwickelte sich zunächst ein kleiner legaler Markt für medizinisches Cannabis. Dieser wird, wenn Cannabis der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, zwangsläufig von der Bildfläche verschwinden.

Import/Export ist mehr oder weniger keine Option. Das in Nevada konsumierte Marihuana muss in dem Staat produziert und verkauft werden. Das kommt Dir bekannt vor? Die einheimischen Cannabisanbauer müssen der Nachfrage des innerstaatlichen Markts gerecht werden. Auf der einen Seite ist es der Segen eines Monopols und auf der anderen der Fluch des Staatsdiensts.

LASS UNS TACHELES REDEN

Der Konsum von Cannabis als Freizeitdroge ist ein geiles Thema mit großer Nachfrage. Medizinisches Marihuana ist nicht so geil; dafür gibt es eine Reihe von kommerziellen Gründen. Der Verkauf von medizinischem Cannabis wird oftmals nicht versteuert. Zudem werden medizinische Cannabissorten selten zu einem Spitzenpreis verkauft. Für ein Unternehmen oder die Regierung ist das nicht gerade attraktiv. Erstklassige und THC-reiche Cannabiskonzentrate für den Konsum als Freizeitdroge hingegen gehen in den Staaten für bis zu $100 pro Gramm über die Ladentheke. Sehr profitabel und versteuerbar. Diese Investitionsgelder werden bald die beliebtesten Cannabissorten betreffen, die jede Person über 21 Jahren erwerben kann.

Uruguay ist das beste schlechte Beispiel. Dort wurde erst kürzlich der Verkauf von medizinischem Marihuana in Apotheken legalisiert. Das Canna-Geschäftsmodell in Uruguay wird streng von der Regierung kontrolliert und reguliert. Ziemlich genau das Gegenteil des Cannabis-Kapitalismus in den USA.

Klar, wenn man sich bei der Regierung als Patient registrieren lässt, bekommt man für umgerechnet $6.50 5 Gramm Gras aus Südamerika. Es besitzt allerdings weniger als 10% THC und ist nicht reich an CBD. Es macht also keinen Spaß und ist auch keine gute Medizin. Der Sinsemilla-Sozialismus scheint nicht zu funktionieren.

Noch schlimmer ist, dass es nur zwei Sorten zur Auswahl gibt, „Alpha 1“ und „Beta 1“. Limitierte Legalisierung = eingeschränkte Auswahl durch den Konsumenten und wenig Profit. Mit diesem Versuch sollte man in Uruguay in naher Zukunft keinen Rückgang des Schwarzmarkts erwarten.

EIGENANBAU VS. FRANCHISING

„Franchising“ von Marihuana ist das Horrorszenario eines jeden anständigen Hanffreunds. Heutzutage gibt es in dem Bundesstaat Colorado mehr Ausgabestellen, als McDonalds und Starbucks zusammen. Man muss kein Futurist oder professioneller Trendforscher wie Gerald Celente sein, um sich vorzustellen, dass die Massenproduktion von standardisiertem Marihuana nur einen Steinwurf weit entfernt ist. Die interessanter Frage jedoch ist, wer diesen Standard festlegt und die Massenproduktion von Marihuana kontrollieren wird?

Eigenanbau wäre eine Antwort. Durch den Anbau Deines eigenen Cannabis‘, für welchen Zweck auch immer, hast Du die Qualität unter Kontrolle und kannst bis zu einem gewissen Grad auch die Quantität beeinflussen. Leider werden sogar an Orten, an denen der Verkauf von Marihuana legalisiert wurde, fehlen Direktiven für den legalisierten Eigenanbau. Eine Legalisierung des Eigenanbaus ist normalerweise auf eine Handvoll Cannabispflanzen beschränkt. Die Selbstversorgung mit Cannabis ist gar nicht so leicht.

Cannabis industrializacion

DROGEN SIND SCHLECHT, HMM, OKAY

Viele werden auch weiter den „Cthulhus Ruf“ hören, bis mit Marihuana frei gehandelt wird. Cannabis als Schmuggelware einzustufen ist für den Schwarzmarkt wie eine hochleistungsfähige Injektion jp-5 (Flugzeugbenzin). Im Grunde ist Marihuana eine für den Verkauf bestimmte Ware. Auf der anderen Seite sind überall dort, wo Cannabis legalisiert wurde, kriminelle Banden aus dem Geschäft verschwunden. Ironischerweise ist der effektivste Weg den Krieg gegen Drogen zu führen, den Anbau und Verkauf von Cannabis zu legalisieren. Gras von der Straße wird immer mehr zu einem drittklassigen Ding der Unterwelt, das die meisten Konsumenten vermeiden wollen, genau wie die seltsame Dimension in Stranger Things.

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