Nach der Lektüre unseres Leitfadens zu den Feinheiten des Cannabisaromas, den zu bewertenden Komponenten und wie alles zu einer umfassenderen Wertschätzung der Blüten führt, solltest Du Deinen Stoff in kürzester Zeit wie ein Kenner schmecken können.

Inhaltsverzeichnis:

DIE BEWERTUNG DER CANNABISQUALITÄT BEGINNT MIT DEM GERUCH

Geruch, Aroma, Bukett und Duft sind Worte, die in der Diskussion über Cannabis häufig verwendet werden. Neben der visuellen Wahrnehmung ist Geruch die Hauptkomponente, anhand derer die Cannabisqualität ermittelt wird.

Geruch ist eine vergängliche Sinneserfahrung, weshalb es schwierig ist, darüber zu diskutieren. Wie bei Musik auch gibt es beim Geruch viele verschiedene Kategorien und Gruppen und er spricht viele Menschen auf unterschiedliche Weise an. Ganz so wie Musik ist Geruch vielschichtig und nuanciert, weshalb es nicht verwundert, dass die Begriffe, mit denen über Düfte gesprochen wird, denen ähneln, die der Beschreibung von Musik dienen. Auch der Geruch kennt Noten und kann ähnlich wie Musik in Duftakkorde und Sequenzen gruppiert werden.

Geruchs- und Geschmackssinn sind eng miteinander verwoben, so dass der Verlust des Geruchssinns auch nach sich zieht, dass ein Großteil des Geschmackssinns verloren geht. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine chronische Erkrankung, die zu Depressionen führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

DIE ANATOMIE DES GERUCHS

Der Geruchssinn ist wie das Hören und Sehen durch einen Hauptnerv direkt mit dem Gehirn verbunden. Ein kleines Stück Gewebe mit olfaktorischen sensorischen Neuronen befindet sich hoch oben in der Nase. Der Geruch ist Teil des chemosensorischen Systems oder der chemischen Sinne.

Um ein Beispiel zu geben: Flüchtige Moleküle, die eine Blume verströmt, werden durch die Nase eingeatmet und vom Riechnerv erkannt. Die an das Gehirn übermittelte Botschaft wird als Geruch interpretiert. Wenn es um Cannabis geht, stammen diese Moleküle meist von Terpenen und Phenolen.

FLÜCHTIGE NUANCEN

Hast Du jemals bemerkt, dass Du umgehend einen starken Geruch wahrnimmst, sobald Du Dir eine frisch gepresste, trockene oder feuchte Blüte unter die Nase hältst? Dann, ein bisschen später, ändert sich der Geruch leicht – und fünfzehn Minuten später noch ein weiteres Mal, wenn Du den Geruch auf Deiner Oberlippe wahrnimmst?

Diese Phänomene werden als Kopfnote (Topnote), Herznote (Mittelnote) und Basisnote bezeichnet.

Terpene und Phenole sind flüchtige aromatische Verbindungen. Werden sie der Luft ausgesetzt, verdunsten sie, was wir als Geruch wahrnehmen. Aber die Schichten und Nuancen dieses Geruchs hindern uns daran zu sagen, dass eine Blüte ausschließlich nach nur einer bestimmten Sache riecht.

Eine Sorte hat mit Sicherheit ein allgemein charakteristisches und identifizierendes Aroma. Skunk- und Cheese-Sorten verströmen zum Beispiel einen besonders eigenwilligen Geruch. Aber die Bestandteile dieser Buketts enthalten immer eine Spur von diesem, einen Hauch von jenem und Anflug von etwas anderem – eine besondere Abfolge einzeln identifizierbarer Noten, die zusammen das komplexe Bukett der Cannabispflanze ergeben.

KOPFNOTEN

Der erste Eindruck eines Geruchs wird als Kopfnote bezeichnet. Die Moleküle, die die Terpene dieser kombinierten Kopfnoten bilden, sind die flüchtigsten im gesamten Bukett. Sie verdunsten und verteilen sich schnell und die trainierte Nase kann die einzelnen Noten identifizieren, die für den ersten Eindruck verantwortlich sind.

Top Chords Cannabis

EINIGE HÄUFIGE KOPFNOTEN IN CANNABISBLÜTEN

Limonen: Limonen, das primäre Terpen, das für den Geruch von Zitrusfrüchten verantwortlich ist, ist äußerst flüchtig und tritt in vielen Sorten in Form von Anklängen von Zitrone, Orange, Limone oder Grapefruit in Erscheinung – manchmal so intensiv, dass es in der Nase angenehm beißt und prickelt. Denk an die Zitronenimpressionen von Hazes und an die Anmutung von Orangen in Lemon Haze. Limonen wird in vielen Reinigungsmitteln verwendet und ist so flüchtig, dass es in großen Mengen eine Brandgefahr darstellt.

Geraniol: Dieses Terpen, das Geranien ihren Geruch verleiht und Bestandteil des Rosenduftes ist, bildet ebenfalls eine Kopfnote. Es ist eine, die sich schnell verflüchtigt und vermischt, um den ersten Eindruck zu erwecken. Die süßen Blumentöne in vielen Sorten gehen auf Geraniol zurück. Es überrascht nicht, dass dieses Terpen im Wesentlichen in der Parfümerie verwendet wird.

Linalool: Das Terpen, das Lavendel seinen charakteristischen Geruch und seine beruhigenden Eigenschaften verleiht, trägt auch zum ersten blumigen Eindruck von Cannabisblüten bei. Linalool blickt auf eine lange Geschichte als angesehenes natürliches Entspannungsmittel zurück.

HERZNOTEN

Die Terpene, die die Herznoten bilden, verdunsten langsamer und verflüchtigen nicht so schnell wie die Kopfnoten; sie liegen auch länger in der Luft und werden deshalb auch länger wahrgenommen. Die Herznoten bilden gemeinsam den vorherrschenden Duftakkord, der sich auf den Riechnerven festsetzt, nachdem die Kopfnoten ihren ersten Eindruck hinterlassen haben.

Middle Chords Cannabis

EINIGE HÄUFIGE HERZNOTEN IN CANNABISBLÜTEN

α-Terpineol: Dieses Terpen verleiht Kiefernöl seinen charakteristischen Geruch. Als Herznote verweilt es länger und bildet den Hauptbestandteil des Duftes. Außer der Tatsache, dass es Cannabis ein fantastisches Aroma verleiht, hat α-Terpineol unzählige weitere Verwendungsmöglichkeiten.

β-Caryophyllen: Das Terpen, das Pfeffer seinen würzigen und unverwechselbaren Geruch verleiht, steckt auch zum großen Teil hinter den Düften von Oregano, Basilikum und Rosmarin. Viele Sorten tragen dieses die Nebenhöhlen kitzelnde Terpen in sich, das teilweise für die tatsächlichen körperlichen Empfindungen in der Nase verantwortlich ist, wenn Du bestimmte Sorten probierst.

α-Terpinen: Der Duft von Majoran geht darauf zurück, dass dieses Terpen in diesem Kraut überwiegt. Ebenso ist es Bestandteil der angenehm erdigen und krautigen Noten, die auch manche Cannabispflanzen entfalten können. α-Terpinen verweilt länger als die meisten anderen Terpene und kann mit anderen Terpenen kombiniert werden, um einen beständigeren Körper eines Duftes zu erschaffen.

BASISNOTEN

Die unteren Akkorde bestehen aus Noten, die am langsamsten verfliegen und am längsten verweilen. Sie bilden die Düfte auf Deiner Oberlippe und das Aroma, das Du selbst Stunden nach dem Kontakt mit Weed noch immer an deinen Fingern riechen kannst. Während einer langen Aushärtezeit handelt es sich bei ihnen um die vorherrschenden Düfte, die vom Vorratsglas ausgehen, bis Du ein Nugget aufbrichst und das gesamte Bukett wieder aufersteht.

Bottom Chords Cannabis

EINIGE HÄUFIGE BASISNOTEN IN CANNABISBLÜTEN

Eugenol: Ein lang anhaltendes Terpen, das für das Aroma von Gewürznelken verantwortlich ist. Sobald sich die Adstringenz von Eugenol aufgelöst hat, kann der Duft viele Tage anhalten, bevor verebbt.

Gingerol: Eines der Phenole, das dem Ingwer sein süßes und würziges Aroma verleiht. Sich nur langsam verflüchtigend und langlebig, kann der Gingerol-Duft, ähnlich wie der von Eugenol, Tage anhalten, bevor er wirklich verblasst.

Trans-Nerolidol: Dies ist das Terpen, dem der Jasmin sein nuanciertes blumiges Aroma mit Anflügen von Rose, Apfel und fruchtigen Zitrusnoten verdankt. Das Jasmin-Aroma hält so lange an, dass Pflanzenmaterial in Säckchen in Kleiderschränken verteilt wird, um die Kleidung für Monate dezent zu parfümieren.

CANNABIS IST IN VIELER HINSICHT EINE PRACHT

Es ist ganz richtig, eine Cannabisblüte so zu beschreiben:

Das Wedeln mit einer reifen und klebrigen Blüte erzeugt einen scharf geschichteten Oberakkord. Die Kopfnoten von sauren Zitrusfrüchten und süßen Blüten kribbeln in der Nase und ergreifen die Sinne. Sobald die Kopfnote verblasst ist, werden die Herznoten stärker wahrgenommen. Erinnerungen an warme Nachmittage in Kiefernwäldern klingen nach und können sogar in der Luft gerochen werden. Später hast Du einen Hauch von sanften Blumen und getrocknetem Ingwer an Deinen Fingern und Deiner Kleidung, während die Basisnoten dominanter werden.

Wie bei der Musik braucht man für das Erlernen der Geruchssprache Zeit und Erfahrung. Gerüche werden genauso gut in Erinnerung behalten wie jeder andere mentale Input und im Laufe der Zeit kann eine Referenzbibliothek von Aromen angesammelt werden, die sich ideal zur Identifizierung von Cannabisdüften eignen. So ist es im Laufe der Zeit möglich, die einzelnen Düfte in jedem Akkord zu identifizieren, während sie ihre Stadien der Flüchtigkeit durchlaufen.

CANNABISQUALITÄT BEWERTEN UND WERTSCHÄTZEN

Nachdem wir nun den Geruch behandelt haben, schreiten wir auf dem Weg zur Meisterschaft der Cannabisbewertung voran und sehen uns die Dinge an, nach denen wir Ausschau halten müssen.

Aussehen, Schärfe und Wirksamkeit von Cannabis können von Sorte zu Sorte erheblich variieren. Die Beurteilung der Qualität vor dem Konsum erfolgt in erster Linie nach Aussehen und Geruch. Ab und zu fällt einem allerdings hinterlistiges Gras in die Hände, dessen wahrnehmbare Merkmale nicht immer ein Hinweis auf seine Wirksamkeit sind. Wer hat nicht schon einmal durchschnittlich riechende, schwabbelig aussehende Blüten angezündet, um dann doch von ihrer kryptisch überraschenden Kraft umgehauen zu werden?

THC, CBD und andere Cannabinoide riechen neutral; es sind die mit Cannabis verbundenen flüchtigen aromatischen Stoffe, die dem Kraut seine duftenden Eigenschaften verleihen. Zudem verändern Terpene die Wirkung von Cannabinoiden auf eine Weise, die erst neuerdings von der Wissenschaft untersucht wird.

Von vielen Terpenen weiß man bereits, dass sie eine bestimmte Wirkung auf Gehirn und Körper ausüben. In Kombination mit Cannabinoiden kann dies dazu führen, dass Sorten sich voneinander unterscheiden. Zwei Sorten mit identischem THC-Spiegel können sich auf Körper, Geist und Seele ausgesprochen unterschiedlich auswirken, je nachdem, welche flüchtigen Stoffe beteiligt sind.

Wenn alle Dinge konstant gehalten werden, wie z. B. die richtige Reifung vor der Ernte und die richtige Aushärtung und Lagerung, gibt es keine "generelle Regel", die gutes Cannabis auszeichnet, sondern nur Richtlinien.

Nichts ist besser, als im Laufe der Zeit Wissen anzuhäufen, um dem Kenner das Vertrauen in seine Sortenwahl zu geben. Davon abgesehen ist es auch unwahrscheinlich, dass die Welt des zeitgenössischen Cannabis Dir Weed schlechter Qualität auftischt – vielmehr wird es Dir eine unglaubliche und köstliche Sorte bescheren.

CANNABISQUALITÄT BEWERTEN UND WERTSCHÄTZEN

VOR DER BEWERTUNG

Beim Vergleich von Cannabis ist es am besten, wenn gleiche Standards zugrunde liegen. Nutze jede Sorte jedes Mal auf Deine Lieblingsart, egal ob es sich um Vapen, Spliffs, Bongs, Pfeifen oder Blunts handelt. Blunts fügen Tabakaromen hinzu, aber falls Du daran gewöhnt bist, ist die Vielfalt, die Cannabis ausmacht, trotzdem offensichtlich.

Achte darauf, dass Du einen sauberen Gaumen hast, bevor Du mit den Versuchen beginnst. Eine vorangehende aromatische Mahlzeit kann in Mund und Nase verweilen und jegliche Einschätzung verfälschen. Zum Beispiel können die Aromen eines kräftigen Curry-Gerichts stundenlang den Gaumen auskleiden, was die Gerüche und Aromen des Weeds sicherlich verändert. Ein Schluck klares, kühles Wasser reinigt den Gaumen, so dass Du wieder riechen und schmecken kannst. Probiere es aus, wenn Du das nächste Mal einen Spliff durchziehst. Der Geschmack des Rauches, der auf einen Zug folgt, ist dann viel deutlicher und nuancierter.

ERSCHEINUNGSBILD

Das Aussehen einer Blüte vor dem Konsum kann mehrere Merkmale aufweisen. Am Weed zu riechen und erste Beobachtungen zu machen ist eng miteinander verbunden, da es unmöglich ist, das Gras NICHT zu riechen. Cannabis riecht bekanntermaßen stark – und wer kann diesem berauschenden Parfüm schon widerstehen!?

Die visuelle Inspektion kann einen ersten Einblick vermitteln, ob es sich um Sativa, Indica oder eine Dominanz in eine der beiden Richtungen handelt, sowie Auskunft über die Reife geben und andeuten, ob die Blüten im Zuchtzelt oder im Freien gewachsen sind. Dinge, die bei der Untersuchung einer schönen Blüte berücksichtigt werden sollten, sind:

Das Aussehen

- Farben der Härchen, Kelche und des Harzes
- Glänzend oder matt, kompakt oder locker, alt oder frisch

Die Haptik

- Hart oder nachgebend, klebrig oder trocken, dicht oder luftig, schwer oder leicht

Der Geruch

Wie oben erläutert, gibt es den ersten Gesamteindruck, der den charakteristischen Geruch einer Sorte ausmacht. Dann gibt es die drei Stufen der Aromen, die von Sorte zu Sorte variieren. Obwohl schwer zu beschreiben, wirst Du sie nie vergessen und bei der Weed-Beurteilung in Zukunft in Erinnerung behalten.

POTENZ UND EFFEKTE

Die Wirksamkeit und die Effekte von Weed sind in keiner Weise universell und hängen ausschließlich von den persönlichen Vorlieben und der individuellen Biologie ab. Was einen Menschen abheben lässt, kann einen anderen Nutzer tief ins Sofa sinken lassen. Das liegt ganz einfach in der Natur der Sache.

Bei der Beurteilung einer leckeren Blüte sind unter anderem psychotrope und physische Effekte, Aromen, sowie das Mund-/Rachengefühl zu berücksichtigen. Zu den Aspekten des Bewertungsprozesses sollten gehören:

Die Art des Highs

- Zerebral, körperlich, psychedelisch, nootropisch, entspannend, narkotisch, motivierend, kreativ, kontemplativ, träge usw.

Dauer und Effekte in Stufen

- Wie lange dauert die anfängliche Wirkung und wie lange dauert es, bis ein Höhepunkt erreicht wird – tritt er heftig ein oder gibt es einen sanften Beginn?
- Die Menge, die benötigt wird, um die volle Wirkung zu erzielen
- Welche Nebenwirkungen treten im Laufe der Zeit auf – lässt das High sanft nach oder macht es Dich schläfrig?

Toleranzbereich

Bei manchen Sorten prägt sich die ausgelöste Wirkung nach einer bestimmten konsumierten Menge nicht weiter aus. In ähnlicher Weise wird die Wirksamkeit mancher Sorten mit der Zeit nachlassen, wenn sie täglich konsumiert werden, während andere, unabhängig davon, wie oft sie verwendet werden, stets dieselben Effekte auslösen.

Medizinische Wirkungen

Bei der Verwendung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken muss der Patient ehrlich zu sich selbst sein und auf seinen Körper achten. Bewirkt die ausgewählte Sorte das gewünschte Ergebnis für die zu behandelnde Erkrankung? Wenn nicht, müssen andere Sorten getestet werden, bis die idealen Eigenschaften gefunden sind.

Gefühl in Mund und Rachen

- Ist das Gras beim Ein- und Ausatmen am Gaumen und im Hals sanft? Ist es harsch oder brennt es?
- Kannst Du Deine Lunge mit großen Zügen füllen ohne husten zu müssen oder sind viele kleine Züge besser?

WUNDERBARES CANNABIS

In erster Linie geht es darum, es sich gut gehen zu lassen – Cannabis ist schließlich eine wunderbare Pflanze, die gleichzeitig soziales Schmiermittel, kreatives Stimulans, spirituelles Sakrament und Medizin von Renommee sein kann. Die genaue Kenntnis seiner vielen Eigenschaften wird zu einem besseren Verständnis und damit zu einer größeren Wertschätzung der einzigartigen Düfte und Aromen dieser seit langem verehrten Pflanze führen.

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