Cannabis hat in den letzten Jahren wegen seines medizinischen Potenzials immense Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Man hat festgestellt, dass Cannabinoide wie THC und CBD unter anderem eindrucksvolle anticanzerogene, angstlösende, entzündungshemmende, neuroprotektive und antioxidative Wirkungen aufweisen. Je mehr diese Verbindungen untersucht werden, desto besser versteht man ihren Wirkungsmechanismus. So fand man heraus, dass Cannabinoide im menschlichen Körper auf vielfältige Weise wirken, und zwar durch primären Bahnen die zum Endocannabinoid-System (ECS) gehören.

Es konnte gezeigt werden, dass das ECS viele andere Systeme innerhalb des Körpers reguliert. Es besteht aus Rezeptorstellen, die CB1- und CB2-Rezeptoren genannt werden und die auf vielen verschiedenen Zelltypen im ganzen Körper vorkommen. Cannabinoide sind allerdings nicht die einzigen Verbindungen, die diese Rezeptoren beeinflussen: Auch Endocannabinoide, bei denen es sich um Cannabinoide handelt, die im Körper selbst gebildet werden, aktivieren diese Rezeptorstellen und spielen eine wichtige Rolle in der menschlichen Physiologie – und zwar in Bereichen wie Stimmung und Appetit.

Eines der Körpersysteme, die das Endocannabinoid-System zu beeinflussen scheint, ist das endokrine System oder Hormonsystem. Eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Jahre 2006, die in Endocrine Reviews veröffentlicht wurde, zeigt, dass CB1-Rezeptoren im Hypothalamus und in der Hypophyse exprimiert werden, wobei bekannt ist, dass ihre Aktivierung alle Hypothalamus-peripheren endokrinen Achsen moduliert.

Die Anwesenheit von Cannabinoid-Rezeptoren im Hormonsystem deutet darauf hin, dass Cannabinoide ein therapeutisches Potenzial für die Behandlung von Hormonstörungen haben könnten.

DAS HORMONSYSTEM

Das Hormonsystem besteht aus Drüsen, die im Körper Hormone produzieren. Hormone sind Signalmoleküle, die durch das Kreislaufsystem transportiert werden und die Physiologie und das Verhalten regulieren.

Die Hauptkomponenten des Hormonsystems sind Hypothalamus, Hypophyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Thymus, Nebennieren, Pankreas und Eierstöcke/Hoden. Zu den von diesen Drüsen freigesetzten Hormonen gehören Melatonin, Testosteron, Insulin, Glucagon, Epinephrin und luteinisierendes Hormon. Diese Hormone dienen dazu, Prozesse wie Schlaf, Energiespeicherung, Wachstum und Entwicklung sowie die Kampf-oder-Flucht-Reaktion zu regulieren.

Störungen Des Hormonsystems

STÖRUNGEN DES HORMONSYSTEMS

Hormonstörungen können auftreten, wenn die Funktion einer oder mehrerer endokriner Drüsen beeinträchtigt ist; ein Phänomen, das das Gleichgewicht des gesamten Systems stören kann. Falls eine bestimmte Drüse zu wenig oder zu viel eines bestimmten Hormons produziert, kann sich eine endokrine Krankheit manifestieren. Endokrine Erkrankungen können auch entstehen, wenn sich Läsionen, Noduli oder Tumoren auf einer endokrinen Drüse bilden und ihre Funktion beeinträchtigen.

Eine der am häufigsten diagnostizierten Hormonstörungen ist Diabetes; eine Erkrankung, die auftritt, wenn die Bauchspeicheldrüse keine ausreichenden Mengen des Hormons Insulin produziert. Eine weitere Form einer Hormonstörung ist die Nebenniereninsuffizienz, die entsteht, wenn die Nebennieren zu wenig Cortisol und Aldosteron freisetzen, was zu Müdigkeit führt. Weitere Arten von Hormonstörungen umfassen das Cushing-Syndrom, Riesenwuchs, Hyperthyreose, Hypothyreose, Hypopituitarismus und das polyzystische Ovarsyndrom.

CANNABINOIDE UND DAS HORMONSYSTEM

Cannabinoide können möglicherweise das Hormonsystem regulieren und bei bestimmten Hormonstörungen helfen. Diese Verbindungen können bei der Behandlung von Hormonstörungen, die durch das Auftreten von Tumoren auf bestimmten endokrinen Drüsen verursacht werden, wirksam sein. Eine 2008 in der Zeitschrift Endocrine-Related Cancer veröffentlichte Arbeit besagt, dass Endocannabinoide das Zellwachstum, die Invasion und die Metastasierung von Schilddrüsen-, Brust- und Prostatatumoren hemmen können. Da Cannabinoide wie THC aufgrund ihrer sehr ähnlichen Molekülstruktur dieselben Rezeptoren aktivieren, können sie ähnliche Wirkungen erzielen.

Ebenso hat die Forschung gezeigt, dass sich Cannabinoid-Rezeptoren auch an den Nerven befinden, die an der Regulierung der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse beteiligt sind. Diese Region steuert die Produktion von Hormonen über die Schilddrüse, was darauf hindeutet, dass sowohl Endocannabinoide als auch Cannabinoide einen Einfluss auf die Hormonproduktion haben können. Leider ist die Forschung in diesem Bereich noch äußerst vorläufig, signalisiert aber, dass Cannabinoide das Hormonsystem beeinflussen können.

Auch bei den Symptomen von Hormonstörungen können Cannabinoide wie CBD helfen. CBD ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das zahlreiche medizinische Anwendungen aufweist. Zu den Nebenwirkungen einiger Hormonstörungen gehören Angstzustände und Schlaflosigkeit. CBD ist bekannt dafür, Angstgefühle zu reduzieren, wie Studien mit menschlichen Probanden dokumentiert haben. Das Cannabinoid kann auch dazu beitragen, das Schlafmuster zu verbessern, indem es Ängste verringert und den REM-Schlaf verbessert.

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