Die Gesundheit des Darms wird von uns gerne vernachlässigt. Das liegt vermutlich daran, dass Probleme in dieser Körperregion nicht so viel Kummer bereiten wie zum Beispiel eine schlimme Migräne.

Wir wissen relativ wenig darüber, dass die Funktion des Darms über bloße Verdauung und die Aufnahme von Nährstoffen hinausgeht. Er beeinflusst auch die Funktion des Immunsystems, den Abbau potenziell schädlicher Bestandteile in Lebensmitteln sowie die Synthese von Vitaminen und anderer Nährstoffe.

Experten sagen, ein gesunder Darm ist der Schlüssel zu einem gesünderen Selbst. Es gibt außerdem faszinierende Entdeckungen, die das Endocannabinoid-System und CBD damit in Verbindung bringen.

Ganz genau. Innerhalb der letzten Jahre untersuchten Wissenschaftler das Potenzial von Cannabidiol für die Verbesserung von Darmgesundheit und Verdauung. Aber wie genau könnte dies funktionieren?

Warum ist Darmgesundheit wichtig?

Wie bereits erwähnt, ist der Darm für verschiedene lebensnotwendige Funktionen verantwortlich. Auf seine Gesundheit zu achten, bedeutet auch, den gesamten Körper im Gleichgewicht zu halten.

Der Darm ist Teil eines größeren Organismus namens Mikrobiom. Du kannst Dir den Mikroorganismus als belebte Metropole für Billionen von Organismen vorstellen, die in unserem Körper leben. Die Rede ist von Bakterien, Parasiten, Viren und Pilzen.

Diese vier Typen von Mikroben (auch als Darmflora bekannt) könnte man automatisch auch mit schlimmen Krankheiten in Verbindung bringen. Das trifft jedoch nicht immer zu.

In einem gesunden Körper herrscht eine harmonische Beziehung[1] zwischen symbiotischen (nützlichen) und pathogenen (krankheitserregenden) Mikroben. Sie können problemlos zusammenleben. Sobald jedoch eine Störung auftritt – sei es in Form einer Krankheit, schlechter Ernährung, oder aufgrund bestimmter Medikamente – wird der Körper anfälliger für Erkrankungen.

Wir haben auch erwähnt, dass ein Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Gehirnfunktion besteht. Das liegt daran, dass beides durch jede Menge Neuronen und Nerven verbunden ist. Das Mikrobiom steuert auch die Produktion von Neurotransmittern[2].

Das alles lässt erahnen, warum es den Begriff „Bauchgefühl“ gibt und wie er mit Logik und Argumentation unterfüttert werden kann.

Warum ist Darmgesundheit wichtig?

Wie Dein Verdauungssystem funktioniert

Die Darmflora erfüllt mehrere Aufgaben[3] innerhalb des Mikrobioms. Neben der Aktivierung der Immunantwort verdaut sie auch potenziell toxische Nahrungsbestandteile. Um besser zu verstehen, wie die Darmflora dem Körper nützt, wollen wir uns das Magen-Darm-System genauer ansehen.

Zucker zum Beispiel wird vom Magen-Darm-Trakt durch die oberen Bereiche des Dünndarms leicht aufgenommen. Bei komplexen Kohlenhydraten ist das nicht der Fall. Sie wandern durch den Dickdarm. Von dort aus übernimmt die Darmflora, um den Verdauungsprozess mithilfe ihrer Verdauungsenzyme abzuschließen.

In einem gesunden Individuum fungiert die Darmflora außerdem als Schutz des Körpers vor pathogenen Organismen, die durch den Verzehr von verunreinigter Nahrung und Wasser in das System gelangen.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Bakterien, die sich im Darm und im Dickdarm befinden. Die Darmflora hilft dabei, das übermäßige Wachstum von Krankheitserregern zu verhindern, indem es um die Aufnahme von Nährstoffen konkurriert.

Wie Dein Verdauungssystem funktioniert

Die Verbindung zwischen Darm und dem Endocannabinoid-System

Bevor wir die potenzielle Wirkung von CBD auf die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts angemessen diskutieren können, müssen wir uns mit dem Endocannabinoid-System beschäftigen.

Das ECS besteht aus Zellrezeptoren, die über den ganzen Körper verteilt sind. Das System durchläuft mehrere lebenswichtige Regionen, darunter sowohl das zentrale und periphere Nervensystem als auch das Immunsystem. Aufgrund seiner großen Reichweite ist es an wichtigen Funktionen wie Schlaf, Stimmung, Gedächtnis, Immunreaktion, Reproduktion, Appetit und Fruchtbarkeit beteiligt.

Das ECS hat zwei primäre Rezeptoren: CB1 und CB2. Erstere befinden sich größtenteils auf Nervenzellen im Rückenmark und im Gehirn, während CB2-Rezeptoren vor allem im Immungewebe vorkommen.

Aktuelle Forschungsergebnisse beschreiben eine Verbindung zwischen dem ECS und dem Magen-Darm-Trakt. In einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2016[4] wird zum Beispiel eine Verbindung zwischen den Endocannabinoid-Signalsystemen des Darms und der Nahrungsaufnahme und unserem Energiehaushalt hergestellt. Mithilfe des Vagusnervs könnte das ECS in der Lage sein, die Neurotransmission zwischen Darm und Gehirn zu initiieren.

Womöglich besteht auch eine Verbindung zwischen dem ECS und dem Mikrobiom in Bezug auf Stimmungsstörungen. Eine 2020 durchgeführte Studie[5] an Mäusen zeigt beispielsweise, dass Veränderungen des Mikrobioms depressive Symptome verursachen können.

Es zeigte sich, dass diese depressiven Symptome mit Hilfe der Endocannabinoid-Signalisierung (beziehungsweise Aktivierung ihrer Rezeptoren) reduziert werden konnten. Obwohl diese Studie als vorläufig anzusehen ist, wirft sie ein neues Licht auf ein Thema, das noch nicht ausreichend erforscht wurde.

Wie könnte CBD die Darmgesundheit beeinflussen?

Die möglichen Auswirkungen von CBD auf die Darmgesundheit wurden bereits in mehreren Studien untersucht. Höchste Zeit, sich das bisherige Wissen genauer anzusehen.

  • CBD und Entzündungen

Kurz gesagt tritt bei einer entzündlichen Darmerkrankung eine chronische Entzündung im Verdauungstrakt auf. Die zwei häufigsten Arten von entzündlichen Darmerkrankungen sind Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Colitis ulcerosa tritt auf, wenn sich Geschwüre im Dick- und Enddarm bilden. Bei Morbus Crohn hingegen kommt es zu Entzündungen entlang der Auskleidung der Darmwand.

In vorläufigen Tierstudien wurde untersucht, ob Cannabidiol neuropathische und entzündliche Schmerzen hemmen[6] kann. Eine andere Studie aus dem Jahr 2011[7] untersuchte das Potenzial von CBD für die Linderung von Darmentzündungen.

In der letztgenannten Studie untersuchten die Forscher rektale Biopsien von Colitis ulcerosa-Patienten, um die Wirksamkeit von CBD zu bestimmen. Interessanterweise glauben die Autoren der Studie, dass CBD über den PPAR-γ-Rezeptorweg eine für die Behandlung von Colitis ulcerosa relevante Wirkung ausüben könnte.

CBD und Entzündungen
  • CBD und Reizdarmsyndrom (RDS)

Patienten mit Reizdarmsyndrom wissen, wie quälend die Symptome der Krankheit sein können. Menschen mit dieser Erkrankung durchleben Episoden von Bauchschmerzen und Krämpfen, Durchfall sowie Verstopfung und Blähungen. Die Symptome sind jedenfalls immer kräftezehrend.

Ärzte verschreiben Patienten mit RDS normalerweise Opioide und Antidepressiva. Die Ergebnisse sind jedoch nicht immer befriedigend.

Eine Studie[8], die im Jahr 2020 veröffentlicht wurde, versuchte herauszufinden, wie man das Endocannabinoid-System nutzen kann, um RDS-Patienten zu helfen. Hier räumen die Autoren ein, dass es an schlüssigen Beweisen für die potenzielle Interaktion von CBD mangelt. Das Hauptinteresse liegt dabei auf dem Potenzial von CBD, den TRPV1-Rezeptor zu desensibilisieren (verantwortlich für die Regulierung von Entzündungen und Schmerzen) und den Anandamid-Spiegel durch Hemmung von FAAH zu erhöhen.

  • CBD und Leaky-Gut-Syndrom

Es ist verständlich, dass dieser Name abschreckt. Beim Leaky-Gut-Syndrom treten Schäden im Dünndarm auf. Das Ergebnis: Unverdaute Nahrung, Bakterien und Abfallprodukte gelangen durch den Darm ins Blut.

Zu den Symptomen des Leaky-Gut-Syndroms gehören Blähungen, Müdigkeit, Hautprobleme, Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln und andere Verdauungsprobleme.

Eine der Ursachen für eine undichte Darmwand ist die Clostridium-difficile-Infektion[9] (CDI). Dabei handelt es sich um ein Toxin, das in Fäkalien gefunden wird und seinen Weg in die Nahrung findet. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren Erwachsenen in Krankenhäusern auf und beschädigt die Integrität der Darmbarriere.

In diesem Zusammenhang untersuchte eine Studie aus dem Jahr 2017[10], ob Cannabidiol die Fehlfunktion der Darmbarriere durch Hemmung der Apoptose (programmierter Zelltod) verbessern könnte. Forscher nehmen an, dass jegliche potenzielle Wirkung durch eine indirekte Aktivierung des CB1-Rezeptors ausgelöst werden könnte.

CBD und Leaky-Gut-Syndrom
  • CBD und Darmmikrobiota

In einer 2017 durchgeführten Studie[11] haben Experten das therapeutische Potenzial von Cannabis für die Behandlung von Dickdarmkrebs wissenschaftlich fundiert untersucht. Obwohl wir daraus keine beweiskräftigen Schlussfolgerungen ziehen können, ist es sehr nützlich, dass CBD und Cannabis wissenschaftlich intensiver untersucht werden.

Generell wird auch untersucht, ob CBD die Darmmikrobiota verbessern kann. Erkenntnisse auf diesem Forschungsgebiet könnten auf ein geringeres Risiko für Krankheiten wie Fettleibigkeit, Reizdarm und sogar Dickdarmkrebs hindeuten. Allerdings gibt es immer noch eine Menge Dinge, die wir nicht wissen.

Die Autoren dieser im Oktober 2020 durchgeführten Studie[12] stellen fest: „Wichtig festzustellen ist, dass, während FO und n-3 PUFAs bei experimenteller Kolitis auch im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Darmmikrobiota getestet wurden, noch keine präklinische oder klinische Studie mit CBD in diesem Zusammenhang durchgeführt wurde.“

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Der Einfluss psychologischer Faktoren auf die Darmgesundheit

Zu Beginn dieses Artikels haben wir kurz angesprochen, wie Stress zu darmbezogenen Problemen wie RDS führen kann. In der Tat leiden etwa 40–60 %[13] der Menschen mit Reizdarmsyndrom auch an psychischen Störungen wie Angstzuständen und Depressionen.

Stress könnte das Reizdarmsyndrom verschlimmern[14], indem er eine durchlässige Darmwand und einen undichten Darm hervorruft, was wiederum die Entstehung von Entzündungen begünstigen kann. Stress könnte außerdem die Durchblutung des Darms verschlechtern.

Gleichzeitig wurden in letzter Zeit zahlreiche Studien durchgeführt, um den therapeutischen Wert von CBD für ähnliche Probleme zu untersuchen. Darunter ist zum Beispiel diese Studie von 2019[15] über CBD bei sozialen Angststörungen unter japanischen Jugendlichen.

Schlafbezogene Ängste sind ein weiterer Bereich, in dem CBD intensiver erforscht wird. Da wäre zum Beispiel diese Studie aus dem Jahr 2019[16] mit 103 Teilnehmern, von denen 82 an dokumentierten Episoden von Angst litten und/oder eine Schlafstörungsdiagnose hatten. Jeder von ihnen erhielt einen ganzen Monat lang CBD.

Die Gesamtergebnisse zeigten, dass 79,2 % und 66,7 % aller Patienten eine Verbesserung der Angstzustände bzw. Schlafstörungen erlebten. Zwei Monate nach der Behandlung mit CBD blieben die Zahlen mit 78,1 % bzw. 56,1 % ziemlich konstant.

Darmgesundheit mithilfe von CBD ins Gleichgewicht bringen

Wie wir gelernt haben, ist die Gesundheit des Darms entscheidend für unser allgemeines Wohlbefinden. In dem Bemühen, Krankheiten in Schach zu halten und allgemein einen gesunden Darm zu fördern, scheint das Endocannabinoid-System eine wichtige Rolle zu spielen. Während nur wenige direkte Schlussfolgerungen bezüglich der Auswirkungen von CBD auf die Darmgesundheit gemacht werden können, haben das gute Sicherheitsprofil, die Verfügbarkeit und die ungiftigen Eigenschaften CBD zu einem wichtigen Bestandteil zahlreicher Studien zu diesem Thema gemacht.

Zum jetzigen Zeitpunkt muss noch mehr geforscht werden, bevor Mediziner CBD wirklich als eine brauchbare Behandlungsoption für Probleme im Zusammenhang mit der Gesundheit des menschlichen Darms in Betracht ziehen können. Beachte, dass CBD größtenteils als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird, um das Wohlbefinden zu steigern und Cannabidiol sollte niemals als Ersatz für eine medizinische Behandlung dienen. Bevor Du eine Kur mit Nahrungsergänzungsmitteln beginnst, solltest Du immer zuerst mit Deinem Arzt sprechen.

In Anbetracht der Komplexität der Magen-Darm-Gesundheit wäre es am besten, wenn Du Dich körperlich und geistig in Topform hältst, damit dort alles reibungslos läuft. Wenn Du das Gefühl hast, dass CBD Dir dabei hilft, dann nur zu, nutze es zu Deinem Vorteil!

External Resources:
  1. The Microbiome | The Nutrition Source | Harvard T.H. Chan School of Public Health https://www.hsph.harvard.edu
  2. Neurotransmitter modulation by the gut microbiota https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. The Microbiome | The Nutrition Source | Harvard T.H. Chan School of Public Health https://www.hsph.harvard.edu
  4. Endocannabinoids in the Gut https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  5. Effect of gut microbiota on depressive-like behaviors in mice is mediated by the endocannabinoid system | Nature Communications https://www.nature.com
  6. Cannabidiol (CBD) — what we know and what we don’t - Harvard Health Blog - Harvard Health Publishing https://www.health.harvard.edu
  7. Cannabidiol Reduces Intestinal Inflammation through the Control of Neuroimmune Axis https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  8. Irritable Bowel Syndrome: Manipulating the Endocannabinoid System as First-Line Treatment https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  9. C. difficile infection - Symptoms and causes - Mayo Clinic https://www.mayoclinic.org
  10. Cannabidiol restores intestinal barrier dysfunction and inhibits the apoptotic process induced by Clostridium difficile toxin A in Caco-2 cells https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  11. Preventing Negative Shifts in Gut Microbiota with Cannabis Therapy https://www.researchgate.net
  12. Frontiers | Fish Oil, Cannabidiol and the Gut Microbiota: An Investigation in a Murine Model of Colitis | Pharmacology https://www.frontiersin.org
  13. Psychiatric, Somatic and Other Functional Gastrointestinal Disorders in Patients With Irritable Bowel Syndrome at a Tertiary Care Center https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  14. How Stress and Anxiety Can Aggravate IBS Symptoms https://www.healthline.com
  15. Frontiers | Anxiolytic Effects of Repeated Cannabidiol Treatment in Teenagers With Social Anxiety Disorders | Psychology https://www.frontiersin.org
  16. Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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