„Marinol“ ist der Markenname für eine synthetische Form von THC, die „Dronabinol“ genannt wird. Es wurde ursprünglich in den frühen 1980er Jahren auf den Markt gebracht, um Symptome zu behandeln, die durch AIDS verursacht wurden.

Es ist seitdem immer umstritten gewesen.

Das Medikament wurde ursprünglich während der ersten, eingeschränkten Versuche entwickelt, eine Cannabinoid-basierte Medizin zu vermarkten. Viele Patienten, besonders diejenigen, die unter anderen Krankheiten leiden, mögen es nicht. Sie sagen, dass es entweder gar nicht funktioniert, oder so intensiv wirkt, dass sie mit den Auswirkungen nicht zurecht kommen. Andere, besonders diejenigen, die unter Übelkeit leiden, sagen, dass es ihren Magen verstimmt.

Ursprünglich als Schedule-II-Substanz eingeführt, wurde Marinol als Schedule-III-Substanz neu klassifiziert. Es ist unklar, ob es wie Sativex noch weiter herabgestuft werden wird. Die Cannabispflanze selbst bleibt den USA und in den meisten Teilen der Welt ein Schedule-I-Medikament.

Die Erforschung von THC und Cannabinoiden trägt generell immer mehr dazu bei, die gerade genannten Behauptungen und weitere zu unterstützen. Marinol enthält kein CBD, ein Cannabinoid, auf das viele innerhalb der medizinischen Gemeinschaft sehr stark bauen. Ebenso wenig enthält es Flavonoide oder Terpene. Darüber hinaus erfährt die Mikrodosierung von Cannabis als wirksame medizinische Anwendung Auftrieb.

Der Aufstieg der Medikamente, die die Pflanze ganzheitlich nutzen, wird wohl letztendlich die Verwendung von Marinol verdrängen. In der Zwischenzeit aber sind viele Patienten weiterhin gezwungen, dieses Medikament und nicht die reale Pflanze einzunehmen. Warum? Es wird von den Krankenkassen bezahlt, die Cannabisblüte dagegen nicht.

Marinol Zusammensetzung synthetischen thc

WAS IST MARINOL?

THC ist ein chemisches Molekül wie jedes andere auch. Es kann im Labor reproduziert werden. Damit weißt Du, was Marinol ist - ein Medikament, das auf der Cannabinoidchemie basiert.

Das synthetische Cannabinoid Dronabinol wird in Sesamöl aufgelöst und den Tabletten zugesetzt.

WOFÜR WIRD ES EINGESETZT?

Marinol wird gewöhnlich in der AIDS-Therapie beim Waistung-Syndrom verschrieben, bei Übelkeit und zunehmend auch bei chronischen Schmerzen, die durch Bewegungsstörungen wie MS und Dystonie verursacht werden. Es ist ebenso eine Schedule-III-Substanz. Als solche werden die Kosten für den Gebrauch von den meisten westlichen Krankenkassen übernommen.

Hauptsächlich geht es derzeit darum, ein größeres Bewusstsein für die rein pflanzliche Medizin zu erkämpfen, die im Vergleich zu synthetischen Formulierungen die natürlichere und vor allem effektivere Alternative darstellt.

WARUM IST DIE NATÜRLICHE CANNABISPFLANZE BESSER?

Es gibt viele, viele Gründe, warum die ganze Cannabispflanze und ihre natürlichen chemischen Bestandteile Marinol überlegen sind.

  1. Patienten können ihre Dosierung besser kontrollieren. Sogar die kleinste Dosierung von Marinol - 5mg – ist für viele Patienten noch zu stark, um auf einmal eingenommen zu werden. Die Einnahme von Cannabinoiden auf natürliche Art und Weise ist dagegen einfacher und ermöglicht eine viel genauere Dosierung. Marinol kann Dich in die Stratosphäre schicken. Für Patienten, die voll funktionsfähig bleiben wollen, ist dies offensichtlich kein angenehmer Ort.
  2. Marinol kann den Magen irritieren und tatsächlich dazu führen, dass Patienten, die unter Übelkeit leiden, noch kränker werden, anstatt gesünder.
  3. Marinol enthält keine anderen Cannabinoide, sondern nur synthetisches THC. CBD ist insbesondere dafür bekannt, dass es in vielerlei Hinsicht mit THC interagiert. Der Verzicht auf dieses und andere Cannabinoide hebelt deren natürliches Zusammenspiel völlig aus.
  4. Medizinisches Marihuana bietet deshalb effizientere Medizin. Es umfasst alle Cannabinoide der Pflanze und vieles mehr: Aromatische Verbindungen, die als Terpene bekannt sind, haben vor kurzem für Aufsehen gesorgt, weil sie ebenso ihren Beitrag zur medizinischen Wirksamkeit von Cannabis leisten. Marinol hat nichts davon. Es fehlen ihm auch die Flavonoide, von denen man annimmt, dass sie ebenfalls die Wirksamkeit von Cannabis verbessern.
  5. Marinol hat noch weitere Nebenwirkungen. Viele Patienten vertragen das Medikament einfach nicht. Obwohl auch Marihuana Nebenwirkungen besitzt, können diese durch die Auswahl geeigneter Sorten gemindert werden. Dagegen gibt es nur eine Sorte Marinol.

Eines sollte sehr klar geworden sein: Angesichts der genannten Sachverhalte entscheiden sich Patienten überwiegend für natürliche Formen von Cannabis oder – wenn dies nicht möglich ist – für Mittel, die direkt aus der Pflanze gewonnen werden.

WARUM WIRD MARINOL DANN TROTZDEM WEITERHIN EINGESETZT?

Das ist eine sehr gute Frage. Die Antworten sind meist politischer Natur. Marinol wurde schon immer benutzt, um die Reform der ganzen Pflanze zu bremsen. Dies hat mit der Stigmatisierung zu tun, die die Cannabiskultur immer noch umgibt. Es liegt aber auch an der Lobbyarbeit der etablierten Pharmaunternehmen. Im Allgemeinen mag die Pharmabranche kein medizinisches Marihuana. Sie sieht Weed vielmehr als Bedrohung an.

Das könnte sich allerdings ändern. Medizinische Versuche, insbesondere zu Krebs, führen derzeit zu interessanten Ergebnissen: Verabreicht man Marihuana zusätzlich zu herkömmlichen Medikamenten, scheint dies dazu zu führen, dass beide Medikamente besser funktionieren.

Mit solchen Erkenntnissen im Rücken wird es wahrscheinlicher, dass Pharmaunternehmen ihre Ansichten über Cannabis ändern. Das heißt, falls sie noch nicht damit begonnen haben, ein Cannabinoid-Gebräu zu patentieren, das sie dann auf den hungrigen Markt werfen.

In der Zwischenzeit ist Marinol eines der wenigen weltweit erhältlichen Cannabinoid-basierten Medikamente.

Selbst wenn die Cannabispflanze medizinisch verwendet wird, ist sie in vielen Teilen der Welt weiterhin verboten. Das könnte sich ebenfalls ändern, was aber noch große Anstrengungen erfordern wird. Sowohl in Kanada als auch in Deutschland verklagen derzeit Patienten ihre Krankenkassen, die sich weigern, die Kosten für medizinisches Cannabis zu tragen.

THC-Vergleich gegen synthetisches THC

WIE BRINGE ICH MEINEN ARZT DAZU, MEINE MEDIKATION ZU ÄNDERN?

Falls Du zu den glücklichen Patienten gehörst, die von einem verständnisvollen Arzt behandelt werden, besteht der erste Schritt darin, ein Gespräch über den Wechsel auf den Weg zu bringen.

Der erste Aspekt sind die Kosten.

Falls das – je nach dem, wo Du wohnst – kein Problem darstellt, hast Du Glück gehabt.

In den Vereinigten Staaten, Kanada, Israel, Australien und Deutschland ist dies eine Medikamentenumstellung, die täglich stattfindet. Die Fortschritte der Reformbewegung zur Legalisierung von Cannabis haben diesen Wandel ermöglicht.

Allerdings liegt hier noch ein weiter Weg vor uns. In Deutschland stehen die Patienten derzeit vor der unappetitlichen "Wahl", entweder 10 Euro für eine monatliche Lieferung von Dronabinol zu zahlen oder deutlich mehr für die ganzheitliche, reale Pflanze.

Für die meisten Leute besteht diese Wahlmöglichkeit nicht.

Deshalb ist diese Frage so umstritten.

KÖNNEN DROGENTESTS DEN UNTERSCHIED FESTSTELLEN?

Über dieses Thema wird heftig gestritten. Manche Leute versuchen mit Marinol Drogentests auszuhebeln. Leider ist das keine effektive Methode. Marihuana trägt natürlicherweise mehr Chemikalien in sich als Marinol. Drogentests suchen nach genau diesem Unterschied. Im Notfall kannst Du einen neuen Test verlangen und für einen Monat lang auf Marinol umsteigen. Das sind die unangenehmen Situationen, in denen sich die Patienten oft wiederfinden. Mach Dir allerdings klar, dass diese Taktik nur den letzten Ausweg darstellt.

Tatsächlich werden sämtliche Körperflüssigkeitstests den Unterschied zwischen beiden Substanzen ermitteln.

 

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