Wir alle kennen das: Eifrig raucht man einen Zug zu viel von der Bong oder unterschätzt ein spezielles, essbares Cannabisprodukt und man erlebt ein High, das einfach nur aufhören soll. Zum Glück ist an diesem Punkt nicht alle Hoffnung verloren. Im Gegensatz zu anderen psychoaktiven Substanzen sind keine Todesfälle durch eine Überdosis THC bekannt.

Das sollte Dich beruhigen. Denn egal, wie paranoid oder unwohl Du Dich fühlst, ein „unangenehmes“ High wird sich mit der Zeit ohne länger anhaltende Nebenwirkungen auflösen. Während Zeit das einzige wirksame Mittel ist, THC aus Deinem Körper zu bekommen, gibt es ein paar effektive Methoden, um der Wirkung von Cannabis entgegenzuwirken.

PLANUNG IM VORAUS: TOLERANZ UND KONSUMMETHODEN

Viele „erfahrene“ Cannabisnutzer bezeichnen sich selbst als Kenner ihrer Toleranz. Die meisten von uns sahen beim Blick in den Spiegel jedoch schon einmal einen verplanten Zombie. Das passiert besonders oft im Rahmen von Treffen mit Freunden oder beim Hotboxing, da bei solchen Anlässen meistens viel Gras konsumiert wird und es einige Minuten dauern kann, bevor Du merkst, wie viel THC Du eigentlich intus hast.

Oft werden Anfänger und erfahrene Raucher gleichermaßen von den neuen Methoden des THC-Konsums überrascht. Konzentrate besitzen einen viel höheren Gehalt an psychoaktiven Cannabinoiden als die Blüten der Cannabispflanze und haben daher eine potentere Wirkung. Essbare Cannabisprodukte, die aus Cannabutter oder Extrakten hergestellt werden, haben mit ihrem High, das unter Umständen erst eine Stunde später eintritt, bereits die Pläne vieler Konsumenten zerstört.

Ebenso können „Dabs“ einen THC-Gehalt von bis zu 70% oder mehr aufweisen! Als Faustregel gilt, dass das Experimentieren mit neuen Sorten und Substanzen nur mit Vorsicht zu genießen ist. So aufregend das Ausprobieren von neuen Methoden auch ist, benötigt Dein Körper genügend Zeit, um sich an neue Formen des Konsums anzupassen.

Sport-Cannabis-Überdosierung überwinden

CBD: NATÜRLICHE ABSCHWÄCHUNG VON THC

Cannabis besteht nicht nur allein aus THC. Dutzende anderer Cannabinoide, Terpene und Flavanoide sind in denselben Köpfen der Trichome enthalten wie THC. CBD (Cannabidiol) ist das zweithäufigste Cannabinoid in Cannabis und gilt als das Cannabinoid mit dem größten medizinischen Potenzial. Hinsichtlich einer unangenehmen Erfahrung mit THC wirkt CBD als natürlicher Dämpfer auf diese Wirkung.

THC bindet an Cannabinoidrezeptoren im Endocannabinoid-System unseres Körpers und verursacht dadurch eine psychoaktive Wirkung. Ist zudem CBD im Spiel, wird THC davon abgehalten, vollständig anzubinden und die Wirkung wird abgeschwächt.

Obwohl CBD keine psychoaktive Wirkung besitzt, erzeugt es doch ein angenehmes Gefühl der Entspannung, das dabei helfen kann, die Herzfrequenz zu senken und die paranoiden Angstgefühle bei der Einnahme von zu viel THC zu lindern.

SPORT

Sportliche Betätigung ist eine der besten Möglichkeiten, um die unerwünschte Wirkung von Cannabis zu reduzieren. Studien zufolge ist das Endocannabinoid Anandamid für die oftmals erwähnte „berauschende“ Wirkung von sportlichen Aktivitäten verantwortlich. Obwohl dieses Phänomen lange Zeit den Endorphinen zugeschrieben wurde, legen jüngste Forschungsergebnisse nun nahe, dass eher Endocannabinoide mit der verspürten Euphorie zu tun haben.

Wie kann Sport die Wirkung von THC abschwächen? Im Wesentlichen hilft jede Art von sportlicher Betätigung beim Abbau von Stress, der von einem übermäßigen Konsum von Cannabis hervorgerufen wird. Zusätzlich ist Sport eine großartige Methode, um Dich von der Wirkung von Cannabis abzulenken und etwas frische Luft in Deine Lungen zu bekommen. Wenn Du nicht auf Joggen stehst, ist auch ein kleiner Spaziergang eine gute Möglichkeit, um die Durchblutung wieder anzuregen und auf andere Gedanken zu kommen.

Übungen wie Yoga oder Pilates, bei denen sich alles um die richtige Atmung dreht, sind tolle physische Aktivitäten, um die Wirkung von Cannabis abzuschwächen. Du stärkst damit nicht nur Deine Atmung, sondern verstärkst auch den Blutfluss in andere Regionen des Körpers, sodass Du von der psychoaktiven Wirkung in Deinem Gehirn abgelenkt wirst.

Schwarzer Pfeffer überholt Cannabis hoch

ESSEN UND TRINKEN

Es ist immer eine gute Idee, nach dem Konsum von Cannabis ausreichend zu trinken – vor allem, wenn Du zu viel erwischt hast. Damit bekämpfst Du nicht nur die typischen Anzeichen wie einen trockenen Mund, sondern Wasser und andere Flüssigkeiten stärken zudem Deine Abwehrkräfte und schärfen Deine Sinne. Dasselbe gilt für Essen. Studien behaupten, dass fettiges Essen dazu beiträgt, dass unser Körper das THC schneller verstoffwechseln kann. Diese Theorie muss allerdings erst noch bestätigt werden. Im Zweifelsfall macht es aber durchaus Sinn, etwas zu essen.

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SCHWARZER PFEFFER

Über Jahre Hinweg hielt sich in der Cannabisgemeinde die Theorie, dass das Riechen und Kauen von Pfefferkörnern zur sofortigen Minderung der Wirkung von THC führe. Es stellt sich heraus, dass es Beweise für den Zusammenhang von Pfeffer und Weed gibt.

Der bekannte Cannabisforscher und Erfinder der Theorie des „Entourage Effects“, Ethan Russo veröffentlichte im British Journal of Pharmacology einen wissenschaftlichen Artikel, in dem er auf die Auswirkungen von Pfeffer auf THC eingeht.

Im Wesentlichen binden Stoffe wie β-Caryophyllene und andere Terpene, die in Pfeffer vorkommen, an dieselben Endocannabinoid-Rezeptoren wie THC. In Kombination erzeugen die beiden eine Reihe von therapeutischen Effekten. Ähnlich verhält es sich mit Zitronen (sie enthalten das Terpen Limonen) und Pinienkernen (Pinen).

ANDERE METHODEN DER ABLENKUNG

Durch diverse Formen der Ablenkung kannst Du Deinen Geist von einem paranoiden und verwirrenden High befreien. Für manche bedeutet das eine gemütliche Position auf dem Sofa, während der Fernseher läuft oder Musik spielt. Andere wiederum stehen eher auf gesellige Runden, da ihre Aufmerksamkeit dann auf Freunde und Familie übertragen wird. Für was auch immer Du Dich entscheidest, durch Ablenkungen überbrückst Du die Zeit zwischen dem Höhepunkt des THC-Rausches und dem Zeitpunkt, ab dem er wieder abklingt.

Schlafen Cannabis hohe Erholung

KALTE DUSCHE

Genauso, wie Dich ein Eimer Wasser in Deinem Gesicht am Morgen aus dem Schlaf reißt, bringt Dich eine kalte Dusche auf andere Gedanken. Während es sich im ersten Moment wie ein Schock anfühlt, ist eine kalte Dusche ein bewährtes Mittel, um Deine Aufmerksamkeit von dem High abzulenken. Selbst wenn der THC-Gehalt im Blut dadurch nicht verringert wird, schärft kaltes Wasser Deine Sinne.

GUTE NACHT!

Wenn Zeit die einzige Variable ist, die das THC aus dem Körper schafft, können wir uns keine bessere Methode vorstellen, als ein gutes altes Nickerchen. Du solltest nur nicht zu lange schlafen, denn das kann dazu führen, dass Du Dich ausgelaugt und zugleich benebelt fühlst.

30-45 Minuten sollten für die meisten Menschen ausreichen, um sich nach dem Aufwachen nüchterner und frischer zu fühlen. Das ist angesichts der konsumierten Sorte leichter gesagt als getan. Wenn Du eine Indica- oder indicadominierte Sorte geraucht hast, ist Schlaf eine willkommene Beschäftigung. Auf der anderen Seite kann es bei einer Sativa-Sorte schwierig sein, einfach nur ruhig sitzen zu bleiben!

SEI ANDEREN EIN FREUND

Wenn Du das nächste Mal an einer geselligen Cannabisrunde teilnimmst und einer Deiner Freunde mit einer Überdosis THC zu kämpfen hat, sei ein Helfer in der Not und biete Deine Unterstützung an. Wenn es sich dabei um einen unerfahrenen Raucher handelt, versichere ihm, dass er nichts zu befürchten hat und dass es das Beste ist, das Gefühl zu akzeptieren und nach vorne zu blicken!

 

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