Wie andere Pflanzen auch, kommt Cannabis entweder als reine Rasse oder als hybride Mischung verschiedener Sorten vor. Im Laufe der Kommerzialisierung der Cannabisindustrie werden sowohl reine Stämme als auch bestehende Hybride kontinuierlich vermischt und neu gemischt. Diese neuen Pflanzen sind als Hybriden bekannt.

Diese Kreuzungen sind ein von Menschenhand durchgeführter Versuch, Pflanzen mit spezifischen Eigenschaften auszustatten, die man üblicherweise in Ruderalis-, Sativa- und Indica-Sorten vorfindet. Erfolgreiche Hybriden erben die besten Eigenschaften ihrer Eltern.

Hier findest Du einen Leitfaden für Anfänger, der Dir hilft zu verstehen, was es mit Hybriden auf sich hat.

WELCHE ARTEN HYBRIDER SORTEN GIBT ES?

Ganz generell gibt es vier Arten von Sorten:

  1. Sativa x Sativa: Zwei verschiedene Sativa-Sorten werden miteinander gekreuzt.
  2. Indica x Indica: Zwei verschiedene Indica-Sorten werden miteinander gekreuzt.
  3. Sativa x Indica: Eine auf diese Weise beschriebene Sorte ist ein Hybrid mit sativadominierten Eigenschaften. Er zeigt jedoch Merkmale beider Cannabissorten. Es könnte sich zum Beispiel um eine hohe Pflanze mit violetten Blüten handeln.
  4. Indica x Sativa: Auch solche Exemplare werden Eigenschaften beider Cannabissorten tragen, aber indicadominiert sein.

Zusätzlich gibt es noch autoflowering Hybriden, in die Ruderalis-Genetik eingekreuzt wurde.

Cannabis-Klone

DIE ZUCHT NEUER CANNABISSORTEN

Jegliches Züchten von Pflanzen beinhaltet den gleichen grundlegenden Prozess, der natürlich auch für Cannabis gilt: Eine weibliche Pflanze muss mit männlichen Pollen bestäubt werden. So geschieht es in der Natur. Bei der Hybridzüchtung führen Züchter jedoch eine selektive Zucht in einer kontrollierten Umgebung durch. Mit anderen Worten: Sie wählen die weibliche Pflanze und den männlichen Pollen gezielt aus, um eine bestimmte Eigenschaft oder eine Anzahl von Eigenschaften zu erzeugen.

Die durch diesen Prozess entstandenen gekeimten Samen sind Hybriden der ersten Generation ihrer männlichen und weiblichen Eltern. Mit denjenigen unter ihnen, die die gewünschten Eigenschaften erworben haben, wird in der Folge weitergezüchtet. Sobald diese Merkmale aufgetreten sind, werden die Züchter die Sorte "würfeln". Das heißt, sie werden einen Hybridnachkommen mit einer Elternsorte kreuzen, um die entstandenen Eigenschaften zu verfestigen. Dies wird normalerweise über drei oder mehr Generationen wiederholt, um die Merkmale zu stabilisieren.

Cannabis kann auch "sexuell" oder "asexuell" vermehrt werden. Der sexuelle Fortpflanzungsprozess beinhaltet die Kombination verschiedener Elternteile. Zu den vegetativen Methoden gehören jedoch auch das Klonen und sogar die Teilung von Wurzeln. Die asexuelle Fortpflanzung erlaubt es, immer genau dieselbe Pflanze zu produzieren.

LANDRASSEN-CANNABIS

Wildsorten sind als Landrassen-Cannabissorten  bekannt. Diese Bezeichnung bezieht sich auf Pflanzen, die in freier Wildbahn wachsen und sich ohne menschliches Zutun entwickelt zu haben scheinen. Wildsorten kommen in einer von drei Varianten vor:

Indicas

Diese Sorten sind kurz und strauchig. Die Highs solcher Pflanzen sind meist einen schweren "Körperrausch".

Sativas

Sativa-Sorten sind für ihr hohes, baumartiges Wachstum und ihren zerebralen Rausch bekannt.

Ruderalis

Hierbei handelt es sich um eine Cannabisart mit niedrigem THC-Gehalt aus Mittel- und Osteuropa, bzw. Russland. Es wird diskutiert, ob Ruderalis eine Unterart von Sativa darstellt. Gegenwärtig akzeptieren die meisten Gelehrten, dass Ruderalis eine eigenständige Art bildet. Der Hauptgrund dafür, dass wir es hier mit einer wichtigen Cannabisart zu tun haben, ist darin zu sehen, dass Ruderalis autoflowering (selbstblühend) ist. Dies bedeutet, dass diese Pflanzen im Gegensatz zu photoperiodischen Sorten unabhängig vom Lichtzyklus blühen. In der Folge wurde diese Eigenschaft in Indica- und Sativa-Sorten eingekreuzt, die normalerweise spezifische Phasen der Photosynthese benötigen. Falls Du eine autoflowering Sorte anbaust, wurde sie irgendwann mit einer Ruderalis-Sorte  gekreuzt.

HYBRIDE

Wie der Name schon sagt, sind hybride Cannabissorten das Ergebnis einer Kreuzung von entweder reinen Sorten oder anderen Hybriden zu einer neuen Sorte. Einer der frühesten Hybriden ist als "Skunk" bekannt. Hierbei handelt es sich um die erste bekannte Kreuzung einer Indica und Sativa, aber sie war sicherlich nicht die letzte.

Sorten werden hauptsächlich gezüchtet mit Blick auf:

Spezifischen Cannabinoid-Gehalt

Viele Hybriden sind eine Mischung aus Indica- und Sativa-"Eltern". Dies ermöglicht es den Züchtern, die Art des Effektes zu bestimmen, den die Sorte haben wird. Bist Du auf Couchbügeln aus? Versuche eine indicadominierte Sorte. Du möchtest zerebrale Kreativität? Suche unter den sativadominierten Sorten. Willst Du eine autoflowering Sorte? Dann wird es ein Hybrid aus einer Ruderalis und einer anderen Sorte sein. Da die medizinische Erforschung von Cannabis voranschreitet, werden immer mehr Sorten geschaffen, die zuverlässig spezifische Konzentrationen bestimmter Cannabinoide liefern. Viele Cannabissorten maximieren THC oder CBD. Medizinisches Cannabis für Kinder zum Beispiel wird aus spezifischen hybriden Cannabissorten gezüchtet, die immer geringe Mengen an THC enthalten, aber hohe Mengen an CBD aufweisen.

Größe

Die Frage, ob im Anbauzelt oder im Freien angebaut wird, legt der Sortenauswahl ganz eigene Beschränkungen auf. Sativas werden hoch und baumartig. Indicas dagegen neigen dazu strauchartig zu wachsen. Hybride können jedoch mit Blick auf ihre Größe, Buschigkeit und andere Merkmale ausgewählt werden. Einige Sativa-Hybride können also mit Indicas verwechselt werden.

Autoflowering

Alle diese Sorten wurden irgendwann mit einem Ruderalis-Elternteil gekreuzt. Deshalb wird Deine Pflanze unabhängig davon blühen, wie viele Stunden sie dem Licht ausgesetzt ist.

Lila Cannabispflanze

Harz

Einige Pflanzen sind harziger als andere. Hybride werden speziell wegen ihres Harzgehalts gekreuzt. Indicas sind für gewöhnlich harziger als Sativas, aber auch hier mischen die Hybride die Karten neu.

Terpene & Flavonoide

Je besser wir die Pflanzenmedizin verstehen, desto wichtiger wird die Rolle der ätherischen Öle. Neuerdings erscheinen Hybride auf dem Markt, die ätherische Öle kombinieren, sie stecken aber noch in den Kinderschuhen.

Ertrag

Wie viel eine Pflanze produzieren kann, ist in ihrer Genetik festgelegt.

Widerstandsfähigkeit (und Farbe)

Einige Cannabissorten - insbesondere Indicas - kommen aus Gebieten der Welt, in denen niedrige Temperaturen herrschen und die Tage kurz sind. Die dafür nötigen Eigenschaften können in Hybride eingekreuzt werden - einschließlich der Fähigkeit, eine violette Färbung anzunehmen. Violettes Cannabis ist unter Kennern sehr beliebt. Heutzutage kann dieses Merkmal gezüchtet werden, so dass die Pflanze während des Wachstumsprozesses keiner kalten Luft mehr ausgesetzt werden muss.

Krankheits- und Schädlingsresistenz

Einige Cannabissorten sind - genauso wie es bei uns Menschen der Fall ist – ihrer Umwelt und natürlichen Feinden gegenüber widerstandsfähiger als andere.

Sorten Instabilen Samen

NICHT ALL HYBRIDE WERDEN AUF DIESELBE ART GESCHAFFEN

Die Entwicklung eines erfolgreichen Hybrids erfordert Zeit und Arbeit. Und nicht alle Hybriden sind wirklich gleich.

Nur-Klon-Sorte

Dies ist eine Sorte, die zu einer Pflanze mit bestimmten Eigenschaften herangewachsen ist. Der Züchter kann genetisch identische Klone der Pflanze herstellen und verteilen. Ein Klon ist der einzige Weg sicherzustellen, dass die genaue genetische Verfassung dieser Pflanze verewigt wird. Die Wachstumsbedingungen werden sich jedoch stark auf das Endprodukt auswirken.

Sorte mit stabilen Samen

Ein Züchter, der männliche und weibliche Pflanzen auswählt, züchtet sie immer wieder, um bestimmte Merkmale zu stabilisieren. Endgültige stabile Samen werden jedes Mal, wenn sie angepflanzt werden, diese Eigenschaften ausbilden. Trotzdem wird es immer eine gewisse genetische Variation geben.

Sorte mit instabilen Samen

Obwohl sie schneller produziert werden können als stabile Samen, sind instabile Samen hinsichtlich ihrer Merkmale völlig unzuverlässig. Deshalb verkaufen seriöse Saatgutläden keine instabilen Sorten.

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