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By Luke Sumpter


Cannabis hat mehr Spitznamen als so gut wie jede andere Pflanze auf Erden. Unter diesen Namen steht "Grün" an ziemlich hoher Stelle. Auch wenn der Großteil von Sorten in der Tat grün aussieht, gibt es noch viel mehr Cannabisfarben. Über die letzten Jahrzehnte haben Züchter Tausende unterschiedliche Kultursorten kreiert und diese Bemühungen haben zu einer beachtlichen genetischen Varianz geführt. Mittlerweile können Grower farbenprächtiges Cannabis erwerben, das Farbtöne von violett, gelb, orang, blau, rot, pink und sogar schwarz aufweist.

Doch was begünstigt farbenreiches Cannabis? Du bist im Begriff, es herauszufinden! Es läuft auf die Genetik, Umweltfaktoren und spezielle Chemikalien auf Pflanzenbasis hinaus. Im Folgenden wirst Du entdecken, welche Moleküle für die vielen Farben von Cannabis verantwortlich sind und welche anderen Funktionen diese faszinierenden Phytochemikalien in Cannabis erfüllen.

Die vielen Farben von Cannabis verstehen

Grüne Fächerblätter sind ein universelles Symbol für Cannabis. Sie tauchen in Filmen, Merchandise, Social-Media-Beiträgen und auf Albumcovern auf. Obwohl dieser satte grüne Farbton die Farbe der meisten Sorten repräsentiert, gibt es einen ganzen Regenbogen von Farben, die Konsumenten und Grower genießen können.

Doch dieses Phänomen betrifft nicht nur Cannabis. Viele beliebte Früchte und Gemüsesorten werden ebenfalls mit einer einzigen Farbe assoziiert, obwohl sie eine beträchtliche Varianz aufweisen. Wenn Du zum Beispiel die Gemüseabteilung in einem Supermarkt durchstöberst, wirst Du orangfarbene Möhren, grüne Salatblätter und rote Tomaten finden. Es gibt jedoch Hunderte von Heirloom-Varianten von jeder dieser Gemüsesorten und viele von ihnen sind rot, schwarz, violett und sogar weiß!

Dasselbe gilt auch für Cannabis. Auch wenn die Farbe eines Buds nicht viel darüber aussagt, welche Wirkung er hervorrufen wird, verleiht die Fähigkeit, aus einem breiten Spektrum von Farben zu wählen, dem Erlebnis ein weiteres erlesenes und luxuriöses Element. Während alle Sämlinge und wachsenden Pflanzen grüne Blätter besitzen, nehmen Pflanzen gewöhnlich in der Blütephase einzigartige Farbtöne an. Hier stehlen Blüten, Zuckerblätter und Fächerblätter die Show.

Die vielen Farben von Cannabis verstehen
  • Was sind Anthocyane?

Du hast vermutlich schon von Anthocyanen gehört. In den letzten Jahren ist aufgrund von laufenden Studien, in denen sie auf potenzielle Gesundheitsnutzen (darunter antioxidative Eigenschaften[1]) untersucht werden, viel über diese als Flavonoide eingestuften Moleküle berichtet worden. Diese farbenfreudigen Chemikalien sind für die roten, violetten und blauen Farbtöne im Pflanzenreich verantwortlich, wie zum Beispiel für die Farben von Blaubeeren, Rotkohl, Cranberrys, Aubergine und blauen Kartoffeln.

Bislang haben Forscher über 700 Anthocyane identifiziert. Pflanzen produzieren diese Moleküle als sekundäre Metaboliten; sie sind nicht direkt am Pflanzenwachstum oder der Entwicklung beteiligt, sondern werden vielmehr genutzt, um nützliche Insekten anzulocken und biotische (Viren, Bakterien, Pilze und Insekten) sowie abiotische (UV-Strahlen und hohe Temperaturen) Stressoren zu bekämpfen.

Diese leuchtenden Phytochemikalien sind teilweise für die vielen Farben von Cannabis verantwortlich, doch sie arbeiten nicht isoliert; auch der pH-Wert spielt eine große Rolle. Bei einem pH-Wert von 7 zeigen Anthocyane rötlich-violette Töne, in einem sauren Bereich von 1–6 rot-pinke Farbtöne und bei einem alkalischen pH-Wert von 8–14 grüne Töne.

Welche Cannabisfarben gibt es?

Lass uns nun all die möglichen Farben genauer ansehen, die verschiedene Cannabissorten entwickeln können, und die einzigartigen Phytochemikalien betrachten, die für diese prächtige Ästhetik verantwortlich sind.

  • Grün (Chlorophyll)

Cannabispflanzen beginnen ihr Leben als leuchtend grüne Sämlinge und der Großteil von ihnen behält diese Farbe den gesamten Wachstumszyklus hindurch bei. Doch was ist für die grüne Farbe einer Cannabispflanze verantwortlich?

Wahrscheinlich erinnerst Du Dich an den Begriff "Photosynthese" aus dem Biologieunterricht. Dieser Prozess ermöglicht Pflanzen, Lichtenergie in Kohlenhydrate umzuwandeln, die das Pflanzenwachstum und die Entwicklung unterstützen. Das Zentrum dieses Prozesses ist Chlorophyll, ein grünes Pigment, das Pflanzen ermöglicht, Energie aus Licht zu absorbieren. Diese Moleküle sind in Chloroplasten enthalten – winzigen, in Pflanzenzellen eingebetteten Strukturen. Diese winzigen Organellen ähneln den Mitochondrien in menschlichen Zellen, die uns helfen, Zucker und Fette in Energie umzuwandeln. Letztendlich sehen Cannabisblätter grün aus, weil die Zellen, die dafür verantwortlich sind, voll von diesen winzigen Energiefabriken und den grünen Pigmenten sind, die sie einlagern.

Welche Cannabisfarben gibt es?
  • Gelb und Orange (Carotinoide)

Wenn Chlorophyll Cannabispflanzen ihr grünes Aussehen verleiht, warum entwickeln dann manche Sorten Farbtöne von orange und gelb? Gute Frage! Diese hervorstechenden Farbtöne sind die Folge einer weiteren Gruppe von Phytochemikalien: Carotinoide. Diese auch als Tetraterpenoide bekannten Moleküle sind eine Familie von gelben, orangefarbenen und roten organischen Pigmenten, die in vielen Pflanzenspezies vorkommen; sie verleihen Möhren, Papaya, Speisekürbis, Paprikas und vielen mehr kräftige Farben. Carotinoide erfüllen in Pflanzen eine Fülle von Funktionen[2], wobei sie als Antioxidantien, Farblockstoffe und Vorläufer von Pflanzenhormonen fungieren; sie helfen sogar bei der Photosynthese.

Über 750 Carotinoide sind identifiziert worden und die folgenden kommen bekanntlich in Cannabis vor:

β-Carotin Lutein
Violaxanthin Neoxanthin
β-Cryptoxanthin

Abhängig von den in bestimmten Kultursorten vorliegenden Konzentrationen verleihen Carotinoide Cannabisblättern und -blüten entweder Gelb- oder Orangefarbtöne. Agent Orange und Tangerine Dream sind zum Beispiel Sorten, die für ihr orangefarbiges Aussehen bekannt sind.

Welche Cannabisfarben gibt es?
  • Rot und Pink (Carotinoide und Anthocyane)

Für rote und pinke Farben sind sowohl Anthocyane als auch Carotinoide verantwortlich. Das Carotinoid Lutein absorbiert blaues Licht und erscheint bei hohen Konzentrationen orange-rot. Wenn sie einem sauren pH-Wert ausgesetzt werden, entwickeln Anthocyane ebenfalls rot-pinke Töne. Da Cannabispflanzen in Substraten mit einem leicht sauren pH-Wert von 5,8–6,2 gedeihen, werden Sorten mit höheren Mengen dieser Pigmente unter optimalen Bedingungen wahrscheinlich rote und pinke Farbtöne entwickeln. Für ihre roten und pinken Farben bekannte Kultursorten sind unter anderem Black Russian, Red Poison Auto und Panama-Sedena Red.

Welche Cannabisfarben gibt es?
  • Violett und Blau (Anthocyane)

In den letzten Jahren ist violettes Cannabis extrem beliebt geworden und viele Konsumenten sowie Grower bevorzugen diese farbenfrohen Buds gegenüber normalen grünen Optionen. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Anthocyane diese prächtigen Farbtöne unterstützen, insbesondere wenn sie einem neutraleren pH-Bereich ausgesetzt werden. Purple Queen und Purple Queen Automatic sind zwei der leuchtendsten violetten Kultursorten, die es gibt.

Welche Cannabisfarben gibt es?
  • Schwarz und Braun (Anthocyane)

Schwarz und braun aussehende Cannabispflanzen entwickeln eigentlich sehr tiefe Violetttöne (ähnlich denen von manchen Aubergine-Arten). Diese Sorten besitzen hohe Werte von Anthocyanen, möglicherweise aufgrund eines rezessiven Gens, das die Umwandlung von Glucose in diese farbenfreudigen Pigmente erhöht. Mit der richtigen Genetik und einem neutraleren pH-Wert können Cannabissorten diese erstaunlichen, satten Farbtöne freisetzen.

Welche Cannabisfarben gibt es?

Was bewirkt die Farbänderung von Cannabis?

Du kennst bereits einige der Hauptgründe, warum Cannabis seine Farben wechselt, aber lass sie uns noch einmal kurz zusammenfassen:

  • Genetik: Manche Pflanzen sind genetisch so veranlagt, höhere Werte von farbenfrohen Pigmenten zu produzieren. Dies ist hauptsächlich eine Folge von extensiver selektiver Zucht.
  • Spezifische Phytochemikalien: Wie oben beschrieben, sind spezifische Phytochemikalien für bestimme Cannabisfarben verantwortlich. Mit anderen Worten: Du kannst nicht erwarten, violette Pflanzen zu erhalten, wenn Deine Sorte von Natur aus keine hohen Anthocyan-Werte aufweist.
  • pH-Wert: Unterschiedliche pH-Bereiche können dazu führen, dass Anthocyane verschiedene Farbtöne ausdrücken.
  • Stress: Gewisse Faktoren, darunter UV-Strahlung, treiben die Anthocyan-Produktion an.
  • Temperatur: Die kühleren Nachttemperaturen am Ende einer Anbausaison (oder simuliert in einer Growbox) zwingen Pflanzen, sich weniger auf die Produktion von Chlorophyll zu konzentrieren, während sie reifen, was einen Anstieg der Anthocyan-Produktion auslöst.

Gibt die Blütenfarbe Aufschluss über die Potenz?

Farbenprächtige Buds sehen gewiss wunderschön aus – und viele Cannabisnutzer bevorzugen sie –, aber sie geben keinen Aufschluss über die Potenz oder Wirkung von spezifischen Kultursorten. Sorten mit einem geringen THC-Wert können hohe Werte von violetten Pigmenten produzieren und jene Sorten, die voll von dem psychoaktiven Cannabinoid sind, können einfach nur grün sein. Obwohl es nichts daran auszusetzen gibt, beim Stöbern nach Sorten die Farbe einer Varietät zu berücksichtigen, solltest Du Dich nicht auf die Ästhetik als Maß für die Wirkung und Potenz verlassen.

Wie man die Farbe von Cannabis ändert

Glückwunsch, Du hast gerade Dein Anbauwissen erweitert – Du weißt jetzt, warum manche Cannabissorten unterschiedliche Farben aufweisen. Du weißt, dass Anthocyane kräftige Pigmente sind, die unter verschiedenen pH-Bedingungen die Farbe ändern, und dass manche Kultursorten Carotinoide enthalten, die für Orange- und Gelbtöne verantwortlich sind. Am wichtigsten ist aber, dass Du Deine Growbox und Deinen Garten durch die Auswahl der richtigen Genetik und die Kontrolle des pH-Werts sowie der Temperatur mit eindrucksvollen Farbtönen von violett, rot, pink, orange, gelb und schwarz dekorieren kannst!

External Resources:
  1. Anthocyanidins and anthocyanins: colored pigments as food, pharmaceutical ingredients, and the potential health benefits https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Carotenoids as natural functional pigments https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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