THCV ist ein weiteres Molekül, das zur Cannabinoid-Familie gehört, der mittlerweile über 100 Mitglieder zugeordnet werden. Obgleich zumindest derzeit noch unbekannter als seine Brüder THC und CBD, wird es gewiss seinen Weg ins Rampenlicht finden. Es ist ein Cannabinoid, das seine ganz eigene psychoaktive Wirkung und darüber hinaus ein beeindruckendes medizinisches Potential aufweist. Der THCV-Gehalt wird zweifellos ein weiteres wünschenswertes Merkmal sein, das Anbauer und Raucher bei der Auswahl einer Sorte beachten werden. THCV (Tetrahydrocannabivarin) ist dem bekanntesten Cannabinoid THC (Tetrahydrocannabinol) schon dem Namen nach sehr ähnlich und besitzt auch eine ganz ähnliche Molekülstruktur. Aus diesem Grund wirkt THCV auch auf Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems und ist für interessante Ergebnisse verantwortlich, deren Potential wahrscheinlich noch gar nicht abzusehen ist.

DAS THCV-HIGH

Doch immer schön der Reihe nach, lass uns zunächst der Frage nachgehen, die vermutlich den meisten Cannabisrauchern als erstes in den Sinn kommt, wenn sie in der Szene Wind von diesem verhältnismäßig neuen Cannabinoid bekommen: Also, wie wird das mein High beeinflussen? Nun, man weiß, dass THCV nur 25% so psychoaktiv wie THC ist und dass es tatsächlich einen andersartigen Rausch auslöst, der sich von der typischen Wirkung von THC unterscheidet. Raucher dürfen sich nach dem Konsum von THCV-reichen Sorten auf eine gedanklich klare, luzide und stimulierende Erfahrung freuen.

THCV-Konsumenten Cannabis-Effekte cbd-Euphorie

THCV-Sorten können auch eine gute Wahl für all jene Raucher sein, die zwar von Cannabis profitieren, aber auch mit einigen nachteiligen Nebenwirkungen wie Paranoia und Formen der Angst zu kämpfen haben. Ein im Journal of Psychopharmacology veröffentlichter Artikel dokumentiert, wie THCV die Effekte von THC beeinflussen kann. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass THCV mögliche negative Effekte nach dem Konsum von THC, wie Paranoia und kurzfristige Gedächtnisstörungen, positiv beeinflussen könnte. Die Ergebnisse gehen aber noch weiter, denn THCV besitzt das Potenzial, auch die mit THC assoziierte Erhöhung der Herzfrequenz zu reduzieren oder ganz zu nivellieren. Die Autoren der Studie stellten zudem Anzeichen dafür fest, dass THCV, wenn es Probanden alleine für sich verabreicht wird, eine Verbesserung bei der Durchführung von Arbeitsgedächtnisaufgaben bewirkt, wobei in diesem Zusammenhang auch von einer geringfügigen Steigerung eines Angstgefühls berichtet wurde.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass THCV das THC dämpfen könnte, indem es möglicherweise die negative Wirkung mildert, die auftreten kann, wenn Personen mehr rauchen, als sie vertragen.

Ein weiterer Unterschied, der bei einem THCV-High zu verzeichnen ist, betrifft die Wirkungsdauer, die diesem Cannabinoid den Vergleich mit einem "Rennwagen" eingebracht hat. Der Beginn des Highs tritt nämlich viel schneller als bei THC-reichen Sorten ein, die Wirkung klingt aber auch viel rascher wieder ab. Das High einer THCV-Sorte könnte als „Sprint“ bezeichnet werden - schnell und intensiv, aber umgehend verflogen. Ein THC-High ist eher mit einem Ausdauerlauf zu vergleichen, bei dem die Wirkungen deutlich später eintritt, aber auch entsprechend länger anhält. Von THCV wird außerdem berichtet, dass es den euphorischen Aspekt eines THC-Highs sogar noch verstärkt.

Ein weiterer Unterschied bezüglich des Highs könnte das entstehende Hungergefühl sein. Nachdem sie eine THC-reiche Sorte via Bong, Pfeife oder Joint genossen haben, verspüren viele Raucher einen mächtigen Heißhunger, den sie kaum befriedigen können. Selbst wenn man nicht viel Leckeres im Haus hat, kann eine einfache Scheibe Brot zu diesem Zeitpunkt dieselbe Befriedigung wie ein Stück Kuchen bieten. Diese Empfindung wird allgemein als Fressflash ("Munchies") bezeichnet, aus offensichtlichen Gründen. Von THCV dagegen wird berichtet, es habe den Effekt eines Appetitzüglers, weshalb es ein Segen für diejenigen sein kann, die Gewicht verlieren wollen oder keine Lust haben, sich während ihrer Rauchsession mit Essen zu beschäftigen. Dessen ungeachtet kann THC, wegen seiner Eigenschaft einen unstillbaren Appetit auszulösen, in Fällen von Appetitverlust und Anorexie von großem Nutzen sein, deshalb sind beide Cannabinoide bei dem Thema Appetit auf ihre ganz eigene Art und Weise wertvoll.

THCV gegen Anorexie PTSD Parkinson cbd Endocannabinoid System

THCV IM REICH DER MEDIZIN

Es ist allgemein bekannt, dass Cannabis eine hochmedizinische Pflanze mit vielen Cannabinoiden ist, die in der Lage sind, durch die Aktivierung des Endocannabinoid-Systems im menschlichen Körper eine Vielzahl von Erkrankungen zu lindern und zu behandeln. THC und CBD sind die Giganten in diesem Bereich, vor allem weil sie von der wissenschaftlichen Forschung die meiste Aufmerksamkeit erhalten haben. THC ist ein bewährtes Schmerzmittel, während CBD wegen seiner entzündunghemmenden Eigenschaften und Qualitäten bei der Bekämpfung von Krämpfen geschätzt wird. Obwohl die diesbezügliche Forschung sich in der Tat noch in einem frühen Stadium befindet, wird THCV den beiden Riesen wohl eines Tages in die medizinische Ruhmeshalle folgen.

In einer im British Journal of Pharmacology veröffentlichten Arbeit wird dargelegt, dass das Cannabinoid THCV antioxidative Eigenschaften aufweist und die Fähigkeit besitzt, den CB2-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems zu aktivieren bzw. den CB1-Rezeptor zu blockieren. Die Autoren erklären, dass Cannabinoide wie THCV eine wirksame Therapie zur Linderung der Symptome von Parkinson darstellen und die bei dieser Krankheit auftretende Neurodegeneration verzögern könnten. "THCV hat ein vielversprechendes pharmakologisches Profil, wenn es darum geht, das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit zu verzögern und die Symptome von Parkinson zu mindern."

THCV könnte ebenso im Bereich der Alzheimer-Behandlung einen Beitrag leisten. Obwohl die Forschung hier noch sehr begrenzt ist, scheint THCV bei der Behandlung des bei der Krankheit auftretenden Tremors, der motorischen Kontrolle und den Hirnläsionen helfen zu können.

Cannabinoide können zudem in der Lage sein, die Knochengesundheit zu beeinflussen, denn es befinden sich tatsächlich Cannabinoidrezeptoren in den Knochen. Forscher stellen dazu fest: "Jüngste Studien legten nahe, dass das Endocannabinoid-System an der Regulierung der Aktivität der Knochenzellen und beim Knochenumbau beteiligt ist. Diese Studien zeigten, dass endogene Cannabinoid-Liganden, Cannabinoid-Rezeptoren und die für die Synthese und den Abbau der Liganden verantwortlichen Enzyme, alle eine wichtige Rolle bei der Knochenmasse und Regulierung von Knochenerkrankungen spielen."

THCV selbst fördert das Wachstum neuer Knochenzellen und wird daher gerade hinsichtlich seiner Nutzen für die Knochengesundheit untersucht.

THCV wird auch eine wichtige Rolle bei Diabetes zugetraut, da es die Fähigkeit aufweist, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Insulinresistenz positiv zu beeinflussen.

Dieses aufstrebende Cannabinoid könnte auch bei der Behandlung von PTBS eingesetzt werden, weil es bei der Linderung von Angstzuständen und Panikattacken hilft.

 

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen