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By Luke Sumpter

THCV: Fragen & Antworten

👍🏼 Was ist THCV und wofür ist es gut?
THCV hat eine ähnliche chemische Struktur wie THC und seine Einnahme führt zu ähnlichen Effekten. Der potentielle medizinische Nutzen dieses Cannabinoids wird derzeit eingehend untersucht.
🌈 Macht THCV high?
Möglicherweise. In geringen Mengen ist THCV nicht berauschend und kann einige Nebenwirkungen von THC reduzieren. In höheren Dosen kann THCV jedoch stimulierende psychoaktive Effekte hervorrufen, die denen von THC ähneln.
⚖️ Ist THCV legal?
Die Legalität von THCV ist nicht vollkommen klar. Auf Grund seiner Ähnlichkeit zu THC ist jedoch sein Besitz großteils dort illegal, wo Cannabis illegal ist.
🌱 Welche Sorten sind reich an THCV?
Verglichen mit anderen Varietäten kommt THCV in höheren Konzentrationen vor allem in südasiatischen Landrassen und Wildtyppflanzen vor. Die Werte übersteigen in diesen Pflanzen jedoch kaum 1%. Moderne Zuchttechniken haben es möglich gemacht, die Konzentrationen auf bis zu 16% zu erhöhen. THCV-reiche Sorten auf dem Markt sind unter anderem Royal THCVMother GorillaPower Flower und Skunk XL.

Was ist THCV

Auch wenn es ein enger Verwandter von THC ist, bietet Tetrahydrocannabivarin (THCV) eine andere Erfahrung. Nur in höheren Dosen ruft THCV eine psychoaktive Wirkung hervor. In kleinen Mengen bewirkt das Cannabinoid eine klare Wirkung. Bis vor Kurzem dienten nur gewisse Landrassensorten und Wildtyppflanzen als THCV-Quelle. Mittlerweile bieten moderne Hybriden erhöhte Konzentrationen und wünschenswertere Effekte. Im Folgenden wirst Du alles Wissenswerte über dieses aufstrebende Cannabinoid und die Sorten herausfinden, mit denen Du in seinen Genuss kommen kannst.

Woher stammt THCV?

THCV entsteht so ähnlich wie die Haupt-Cannabinoide, wobei jedoch verschiedene Verbindungen involviert sind. THCV beginnt seine Reise als Cannabigerovarin-Säure (CBGV-A), eines der beiden Vorläufer-Cannabinoide.

Das andere ist natürlich CBGA, die der Vorläufer von THCCBD und CBC ist.

Genauso wie CBGA aufgespalten wird, wandeln Enzyme CBGV-A in THCV-A (Tetrahydrocannabivarin-Säure) um. THCV-A wird anschließend durch den Prozess, den wir als Decarboxylierung kennen, in THCV umgewandelt. Decarboxylierung ist der Prozess, bei dem die Verbindung erhitzt oder Sonnenlicht ausgesetzt wird.

Royal THCV
Pure African Sativa x Durban Haze
500 - 550 gr/m2
80 - 120 cm
9 - 10 Wochen
THC: 7%
Sativa 95% Indica 5%
425 - 475 gr/plant
140-180 cm
Ende Oktober
Aufmunternd, Klar, Motivierend
7%

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Was ist der Unterschied zwischen THCV und THC?

Chemisch gesehen ist der Hauptunterschied zwischen THCV und THC die Anwesenheit von 3 Kohlenstoffatomen anstatt von 5 in seiner molekularen Struktur.

In Bezug auf die Effekte kann THCV genauso psychoaktiv wie THC sein und ein High erzeugen, das noch intensiver und psychedelischer sein kann, wenn auch nur für eine kürzere Zeit.

Sowohl THC als auch THCV sind an den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems aktiv. Niedrig dosiert wirkt THCV jedoch als Antagonist des CB1-Rezeptors, anstatt wie THC ein Agonist zu sein. Das bedeutet, dass geringe Mengen THCV möglicherweise die psychotropen Effekte von THC reduzieren könnten. Niedrige Dosen können auch negativen Nebenwirkungen von THC wie Angstzuständen, Paranoia, erhöhter Herzfrequenz und sogar übermäßigem Appetit entgegenwirken. In höheren Dosen wird THCV jedoch zu einem Agonisten des CB1-Rezeptors (so wie THC) und somit selbst psychoaktiv.

Der Siedepunkt von THCV liegt bei 220°C und somit über dem von THC. Dies sollte beim Verdampfen von THCV-reichen Konzentraten berücksichtigt werden, da die hohe Temperatur möglicherweise dazu führen könnte, dass andere Cannabinoide und Terpene verbrennen.

Was ist der Unterschied zwischen THCV und THC?

Welche Effekte ruft THCV hervor?

Die Forschung zu THCV ist begrenzter als zu anderen Cannabinoiden. Genauso wie viele andere Mitglieder dieser chemischen Familie bindet THCV an die Rezeptoren, die in verschiedenen Organen und Systemen wie dem Gehirn oder Immunsystem lokalisiert sind. Diese Wechselwirkung könnte möglicherweise einige nützliche Auswirkungen auf den Körper mit sich bringen.

Untersuchungen, die im International Journal of Neuropsychopharmacology veröffentlicht wurden, legen nahe, dass es als Appetitzügler[1] wirkt und möglicherweise die Belohnungs- und Abneigungsmechanismen im Gehirn reguliert, die mit Fettleibigkeit und Essstörungen assoziiert werden.

Die Forscher führten mit gesunden Freiwilligen eine Doppelblindstudie durch, in der die neuronale Reaktion auf belohnende und aversive Stimulation im Zusammenhang mit Essen sowohl mit Hilfe der Magnetresonanztomographie als auch anhand der subjektiven Bewertung der Freiwilligen gemessen wurde. In niedrigen Dosen (und wiederum als CB1-Antagonist) konnte THCV ihre neuralen Reaktionen auf aversive Stimulation erhöhen und gleichzeitig die Belohnungsreaktion in Bezug auf Essen verringern. Diese Ergebnisse erfordern zwar weitere Untersuchungen, legen jedoch eine mögliche therapeutische Anwendung von THCV bei Fettleibigkeit nahe.

Darüber hinaus könnte THCV zur Regulierung der Blutzuckerspiegel-Mechanismen[2] beitragen, da eine Studie an Diabetes-Patienten zeigte, dass THCV die Nüchtern-Plasma-Glukose bei Typ-2-Diabetes-Patienten signifikant senkte und auch die Pankreasfunktion verbesserte.

In randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Tests an 62 Diabetes-Patienten wurden unterschiedliche Verhältnisse von THCV und CBD verwendet, um Änderungen der Cholesterinkonzentrationen, der Insulinsensitivität, des Lebertriglycerid-Gehalts und anderer wichtiger Gesundheitsmarker zu bewerten. Wie in der Studie detailliert beschrieben wurde, verbesserte THCV die Funktionen auf ganzer Linie und ließ Plasma-HDL unverändert. Diese Ergebnisse weisen, obwohl auch sie durch zukünftige Forschungen gestützt werden müssen, darauf hin, dass THCV möglicherweise ein neues Mittel zur Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetes sein könnte.

Schließlich wurde eine Studie durchgeführt, die darauf abzielte, die Wirkung von THCV bei psychotischen Zuständen[3] zu testen und zwar in vivo an Ratten und in vitro sowohl an Ratten als auch an menschlichen Zellkulturen.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Cannabinoid stereotypes Verhalten reduzierte, die Zeit, die in einem Zwangsschwimmtest unbeweglich verbracht wurde, verringerte, und die Hyperaktivität, das Sozialverhalten und die kognitive Leistung von Ratten normalisierte. Die In-Vitro-Ergebnisse zeigen auch, dass das Cannabinoid die Aktivität des 5-HT₁A-Rezeptors verbesserte und somit die Wirkung eines neurodegenerativen künstlichen Mittels teilweise hemmte.

Diese Studie muss durch weitere Laboruntersuchungen und wohl auch klinische Tests an Patienten weiter bestätigt werden. Diese positiven Ergebnisse verheißen jedoch bereits Vielversprechendes für die mögliche Fähigkeit von THCV, die verheerenden kognitiven Symptome von Schizophrenie bei Menschen zu verbessern und zu verringern.

Welche Effekte ruft THCV hervor?

Macht THCV high?

Derzeit liegen nur sehr wenige Studien zu den psychologischen Effekten von THCV vor. Unser derzeitiges Verständnis zeigt jedoch, dass die Effekte des THCV-Moleküls je nach Dosis variieren.

Ähnlich wie mit CBD können niedrige THCV-Dosen einige der typischen Effekte von THC reduzieren, während es höher dosiert einen euphorischen Geisteszustand hervorrufen kann, der schnell auftritt und schneller als bei THC abklingt. Im Gegenzug dazu werden die meisten THCV-reichen Sorten so beschrieben, dass sie ein kurzes High mit explosiver Intensität ohne jeglichen signifikanten sedierenden Effekt hervorrufen.

Die potentiellen Nutzen von THCV

Obwohl die heutigen Laborergebnisse keinen Beweis für valide klinische Anwendungen darstellen, liegt das Hauptpotential von THCV in der Unterdrückung des Appetits und der Verringerung von Angstzuständen, Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Es braucht daher viele weitere Studien in Kombination mit Berichten von Nutzererfahrungen, um die potentiellen Nutzen zu bestätigen.

Ist THCV legal? Wird THCV von Drogentests erfasst?

Die Legalität von THCV ist in vielen Ländern unklar. THCV wird nicht in der internationalen Konvention über psychotrope Substanzen gelistet, könnte aber auf Grund seiner ähnlichen molekularen Struktur wie THC als Äquivalent betrachtet werden. Falls Du in einem eher Weed-intoleranten Land lebst, könntest Du für dessen Besitz strafrechtlich verfolgt werden.

Es gibt keine speziellen Drogentests für THCV und ob THCV von einem Drogentest festgestellt werden kann oder nicht, ist nicht vollkommen klar. Die für gewöhnlich geringe Anwesenheit von THCV in Cannabissorten macht dieses Cannabinoid nicht zu einem brauchbaren Indikator für Cannabiskonsum[4]. Folglich sollte ein Drogentest THCV nicht mit THC verwechseln, aber das können wir nicht mit Sicherheit sagen.

Wo kommt THCV vor?

Gegenwärtig enthalten die meisten gängigen Sorten weniger als 1% THCV, was die Extraktion dieses Cannabinoids in großen Mengen teuer macht. Ein höherer THCV-Gehalt wurde in den Nachkommen reiner Sativa-Landrassen aus Afrika und Nepal gefunden.

Gezüchtete Hanfsorten, die reich an THCV sind und wenig THC enthalten, gehören zu den neuen Herausforderungen von Cannabiszüchtern, obwohl ein paar Sorten derzeit speziell gezüchtet werden, um einen höheren THCV- und THC-Gehalt zu entwickeln. Du kannst nach reiner Sativa-Genetik suchen, wenn Du eine Sorte mit hohem THCV-Wert möchtest, aber denk dran, dass der Cannabinoid-Gehalt von Ernte zu Ernte variieren kann. Beachte wiederum, dass Anbau-Setups, in denen Du tropisches Klima simulieren kannst, eine höhere Chance bieten, mehr THCV zu generieren.

Sorten wie Durban Poison, Jack the Ripper und die seltene Doug's Varin entwickeln einen THCV-Gehalt, der zu den höchsten zählt. Afrikanische Sativas wie Power Flower (ein Nachkomme von Jack the Ripper wie Mother Gorilla) oder Nachfahren von Durban Poison (wie Royal Cookies) sollten ebenfalls einen bemerkenswerten THCV-Gehalt entwickeln. Allerdings wurde nur Doug's Varin speziell auf THCV gezüchtet. Folglich gibt es noch keine THCV-Isolate oder reine THCV-Extrakte auf dem Markt.

Wo man THCV findet: Entdecke Royal THCV

Viele Cannabisnutzer sind begeistert vom Aufkommen von seltenen Cannabinoiden wie THCV. Diese Verbindungen produzieren einzigartige Effekte und werden dem Cannabiserlebnis bestimmt etwas Neues hinzufügen. Doch die meisten Sorten enthalten nur Spurenmengen von THCV. Selbst die Landrassen- und Wildtypsorten, die die höchsten Konzentrationen dieses Moleküls besitzen, enthalten nur bis zu 1%, also erforderte es viel harte Arbeit von Züchtern, um Varietäten mit beträchtlichen Werten zu erschaffen.

Zum Glück für Nutzer, die dieses Cannabinoid suchen, gingen die Züchter von Royal Queen Seeds dieser Arbeit mit Leidenschaft nach. Nach der Kreuzung einer reinen afrikanischen Sativa mit Durban Haze und anschließenden Stabilisierung der Nachkommin kreierten sie Royal THCV. Dieser stark sativadominierte Hybrid produziert dichte Colas, die einen THCV-Gehalt von 7% und ebenso viel THC erzeugen. Dieses feine Gleichgewicht von Cannabinoiden ruft ein subtiles High hervor, ohne den Nutzer zu überwältigen. Alles in allem sorgen diese Blüten für eine energiespendende Wirkung und einen kreativen Geisteszustand, was diese Sorte zu einer ausgezeichneten Wahl für den Konsum tagsüber macht. Die Ergänzung von THCV wirkt den Munchies entgegen und ruft eine klare Wirkung hervor. Aromen von Erde, Früchten und Kräutern begleiten die Erfahrung.

Was den Anbau angeht, erleichtert Royal THCV das Leben von Growern. Indoor bleibt sie auf einer Höhe von 80–120cm und produziert bis zu 500g/m², wenn sie unter guten Lampen angebaut wird. Im Freien angebaute Pflanzen werden maximal 180cm groß und bieten nach einer Blütezeit von 9–10 Wochen einen Ertrag von 425–475g/Pflanze.

Gibt es eine Zukunft für THCV?

Das Interesse an THCV steigt, doch die Untersuchung der Effekte dieses Cannabinoids wird durch seine Seltenheit und veraltete Gesetze erschwert.

THCV zeigt ganz eindeutig Potential für die medizinische Verwendung, obwohl es wie andere Cannabinoide weitaus mehr Untersuchungen benötigt. THCV selbst könnte auch ein neues Genussmittel darstellen, obwohl es möglicherweise nicht die beste Wahl für diejenigen sein könnte, die jegliche Art von High vermeiden wollen.

Wird dieses Cannabinoid zukünftig genauso beliebt wie die beiden Haupt-Cannabinoide? Schwer zu sagen, aber wir sind gespannt.

External Resources:
  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4438540/pdf/pyu094.pdf
  2. Efficacy and Safety of Cannabidiol and Tetrahydrocannabivarin on Glycemic and Lipid Parameters in Patients With Type 2 Diabetes: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Parallel Group Pilot Study - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. The phytocannabinoid, Δ⁹-tetrahydrocannabivarin, can act through 5-HT₁A receptors to produce antipsychotic effects - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. Δ9-Tetrahydrocannabivarin testing may not have the sensitivity to detect marijuana use among individuals ingesting dronabinol https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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