Dein ultimativer Ratgeber zu CBD, dem weniger bekannten Cannabinoid mit erheblichem Einfluss.


Wirf einen Blick auf die Spezies Cannabis sativa und Du wirst eine reiche und vielfältige Sammlung chemischer Verbindungen sehen. Manche dieser Verbindungen kennen wir sehr gut, wie zum Beispiel das ikonische, das High hervorrufende THC. Aber es gibt auch das weniger bekannte Cannabinoid CBD zu beachten. Warum? Weil CBD mehrere Qualitäten hat, die THC einfach nicht bietet.

Was ist CBD?

Sowohl THC als auch CBD gehören zu einer riesigen Familie von Verbindungen (insgesamt geschätzte 113), wobei jedes Cannabinoid geringfügig anders mit dem menschlichen Körper interagiert. Und obwohl unser Wissen bezüglich der anderen Cannabinoide begrenzt ist, erfahren wir langsam mehr über das zweithäufigste von ihnen und den Gegenstand dieses Artikels – Cannabidiol (CBD).

CBD ist für THC wie ein Bruder oder eine Schwester, teilt aber die psychoaktiven Eigenschaften von letzterem nicht. Mit anderen Worten: Es wird kein High wie THC hervorrufen. Es beeinflusst unseren Körper stattdessen auf Dutzende andere Wege, von denen viele möglicherweise unserem Wohlbefinden nutzen könnten. Die zwei Verbindungen haben jedoch eines gemeinsam.

Stammt CBD von Hanf oder Cannabis?

Obwohl die Antwort eigentlich "von beiden" lautet, kommt die höchste CBD-Konzentration von Hanf, einer Unterart von Cannabis sativa, die von vielen kommerziellen Branchen bevorzugt wird. Dank moderner Zucht und etwas natürlicher Selektion hat Hanf eine chemische Struktur, die reich an CBD und arm an THC ist.

Und obwohl Hanf die Pflanze der Wahl ist, wenn es um Verbraucherprodukte wie CBD-Öl, CBD-Nahrungsergänzungsmittel und CBD-Kosmetika geht, spielt auch Cannabis eine Rolle. Man wird Varietäten auswählen müssen, die speziell auf ihren CBD-Gehalt hin gezüchtet wurden.

Genau genommen war es die Suche der Cannabisbranche nach CBD-reichen Sorten, die eine Revolution ausgelöst hat, insbesondere in den letzten zwanzig Jahren. CBD-reiche Sorten werden endlich zur Normalität – die direkte Folge von emsigen Züchtern und ihrer Manipulation von Sorten mit CBD-dominierten Phänotypen.

Selbstversorger müssen sich keine Gedanken über die Kreuzung von Cannabissorten oder das Klonen von CBD-reichen Mutterpflanzen machen. Denn Saatgutbanken bieten ein überreiches Sortiment. Das RQS-Angebot an CBD-Cannabissorten umfasst zum Beispiel Solomatic, Purplematic und Joanne's CBD, eine CBD-reiche Sorte mit fast keinem THC.

Wie wir aber feststellen werden, ist das Erschaffen von CBD-dominierten Sorten nicht so unkompliziert, wie es klingt. Bei Cannabis läuft es immer auf die Genetik hinaus. Es ist die Genetik einer Pflanze, die vorschreibt, wie lange sie blüht, wie resistent sie gegen Krankheiten ist etc. Diese Genetik kontrolliert auch die enthaltenen Cannabinoide und Terpene.

Hemp

Die Bedeutung von Genetik

Während der frühesten Phasen der Entwicklung einer Pflanze wird das Verhältnis von Cannabinoiden durch die Biosynthese des Cannabinoid-Vorprodukts CBGA mit einer Auswahl von Enzymen bestimmt. Dieses Vorprodukt kann jedoch an alle drei binden und – abhängig davon, an welches Enzym CBGA bindet – festlegen, ob eine Sorte CBD- oder THC-dominiert ist (oder eine Mischung aus beidem).

Wie wir jedoch hervorgehoben haben, werden Cannabispflanzen grundsätzlich von ihrer Genetik kontrolliert. Sobald die Natur also ihre harte Arbeit für Dich erledigt hat, ist es möglich, ähnliche CBD-Sorten zu kreuzen – oder eine Mutterpflanze zu klonen –, mit denen man die Konzentration mit jedem Durchgang verfeinern kann.

Im Laufe der Zeit haben Züchter den oben skizzierten Prozess perfektioniert und Sorten selektiert, die die richtigen Phänotypen entwickeln. Selbstverständlich wird immer noch unvorstellbar viel experimentiert, die Anzahl der CBD-dominierten Cannabissorten ist aber schon dramatisch angestiegen. Auch durch Manipulation verschiedener CBD-Phänotypen können Züchter das Verhältnis der Cannabinoide innerhalb von Cannabis verändern, ein Thema, das wir in Kürze ausführlicher behandeln werden.

CBD habhaft zu werden, ist aber nur ein Teil des Puzzles. Um zu verstehen, warum dieses Cannabinoid Deine Aufmerksamkeit verdient, müssen wir zudem wissen, wie es mit dem Körper interagiert.

Wie wirkt CBD?

Alle Cannabinoide wirken über eine einzigartige Interaktion mit unserem Endocannabinoid-System (ECS). Dieses ausgedehnte Rezeptor-Netzwerk existiert in uns allen und ist für die Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Zustands verantwortlich. Wenn unsere biologischen Systeme im Gleichgewicht sind, ist unser Körper besser gerüstet, mit Krankheit, Störungen und den Herausforderungen des modernen Lebens fertig zu werden.

Um das ECS zu aktivieren, binden Cannabinoide an Cannabinoid-Rezeptoren (aufgeteilt in CB1 und CB2), die überall auf Zellen in unserem Körper angesiedelt sind.

Diese Rezeptoren fungieren als Torwächter und sind in Zellen eingebettete Proteine, die chemische Signale steuern und ihnen sagen, was sie zu tun haben und wann. Allerdings agieren sie nicht bloß selbstständig. Die Maßnahme, die ein CB-Rezeptor ergreift, hängt von seiner Lage im Körper und dem mit ihm interagierenden Cannabinoid ab.

Rezeptoren sind wählerisch, wenn es darum geht, mit welchem Cannabinoid sie sich verbinden. Der Mechanismus ist wie ein Schloss-Schlüssel-Prinzip – Rezeptoren werden erst aktiviert, wenn sie ein Cannabinoid mit der richtigen Form für ihr Schloss erkennen. Über diese Zugangspunkte können Cannabinoide den Körper auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen.

Der Großteil der CB1-Rezeptoren kommt im Gehirn, dem Verdauungs- und zentralen Nervensystem vor, während CB2-Rezeptoren in unserem Immunsystem vorherrschen. THC aktiviert zum Beispiel für den Ausgleich von Stimmung und Motivation verantwortliche CB1-Rezeptoren, daher das euphorische High. CBD hingegen wählt einen weniger direkten Ansatz, wie wir in Folge entdecken werden.

 
THC-A
THC
THC-V
CBN
CBD-A
CBD
CBC-A
CBC
CBG-A
CBG
Analgesis
Pain relief
 
THC
 
CBN
 
CBD
 
CBC
   
Anti-inflamatory
Reduces inflamation
THC-A
     
CBD-A
CBD
 
CBC
CBG-A
CBG
Anoretic
Suppresses appettite
   
THC-V
             
Appetite stimulant
Stimulates appetite
 
THC
     
CBD
       
Antiemetic
Reduces vomiting and nausea
         
CBD
       
Intestinal anti-prokinetic
Reduces contractions in the small intestine
         
CBD
       
Anixolytic
Relieves anxiety
         
CBD
       
Antipsychotic
Tranquilizing, used to manage psychosis
         
CBD
       
Antiepileptic
Reduces seizures and convulsions
THC-A
 
THC-V
   
CBD
       
Antispasmodic
Supresses muscle spasms
 
THC
 
CBN
 
CBD
       
Anti-insomnia
Aides sleep
     
CBN
 
CBD
       
Immunosuppresive
Reduces the efficacy of inmune system
         
CBD
       
Anti-diabetic
Reduces blood sugar levels
   
THC-V
   
CBD
       
Neuroprotective
Prevents nervous system degeneration
         
CBD
       
Antipsioriatic
Treats psoriasis
         
CBD
       
Anti-ischemic
Reduces risk of artery blockage
         
CBD
       
Anti-bacterial
Kills or slows bacteria growth
         
CBD
CBC-A
CBC
 
CBG
Anti-fungal
Treats fungi infection
           
CBC-A
   
CBG
Anti-proliferative
Inhibits cell growth in tumors/cancer cells
THC-A
     
CBD-A
CBD
 
CBC
 
CBG
Bone stimulant
Promotes bone growth
   
THC-V
   
CBD
 
CBC
 
CBG

CBD und das Endocannabinoid-System

Obwohl wir sagten, dass alle Cannabinoide über ein Schlüssel-Schloss-Mechanismus mit dem menschlichen Körper interagieren, ist die Interaktion von CBD ein wenig komplizierter.

Cannabidiol hat zu keinem der zwei bekannten Cannabinoid-Rezeptoren sonderlich viel Bindungsaffinität. Es übt seinen Einfluss stattdessen durch die Unterstützung des gesamten ECS aus, was die Funktionsweise des Systems verbessert und die Produktion nützlicher Enzyme reguliert.

Es wird angenommen, dass es eine suppressive Wirkung auf das Enzym FAAH (Fettsäureamid-Hydrolase) hat, das ein für den Abbau von Anandamid verantwortliches Molekül ist.

Diese suppressive Reaktion mit CBD bedeutet, dass mehr Anandamid für längere Zeit im System bleiben wird. Dies ist wichtig, weil Anandamid eine intern produzierte Chemikalie ist, die einen positiven Einfluss auf Essen, Schlaf, Schmerzlinderung und mehr ausübt.

Aber obwohl CBD sich nicht darum schert, an CB1- oder CB2-Rezeptoren zu binden, heißt dies nicht, dass es den von uns zuvor betonten Schloss-Schlüssel-Mechanismus völlig umgeht. Es gibt eine Handvoll von G-Proteinrezeptoren im zentralen und peripheren Nervensystem, die mit CBD interagieren. Außerdem gibt es noch den TRPV1-Kanal ("transient receptor potential cation channel subfamily V-1"), der mit CBD reagiert. Der TRPV1-Rezeptor ist dafür bekannt, Schmerzwahrnehmung, Entzündung und Körpertemperatur zu vermitteln, das Potenzial dieser Interaktion wird aber weiterhin untersucht.

Der Entourage-Effekt

Bisher haben wir behandelt, wie Cannabinoide ihren Einfluss ausüben und wie CBD über seinen Einfluss auf Enzyme und Nischenrezeptoren einen geringfügig anderen Ansatz wählt. Was wir allerdings noch nicht besprochen haben, ist ihr Zusammenwirken.

Obwohl THC und CBD sehr unterschiedliche Effekte und Interaktionsmethoden aufweisen, haben sie eine Eigenschaft gemeinsam. Wenn sie zusammenwirken, werden ihre jeweiligen Fähigkeiten verstärkt. Genau genommen ist der Entourage-Effekt ein Phänomen, das theoretisch für alle Cannabinoide, Terpene und Flavonoide gilt.

Deshalb sind Produkte wie Vollspektrum-CBD-Öle so beliebt geworden. Obwohl CBD gut allein wirkt, glauben viele, dass es sein wahres Potenzial erst erreicht, wenn THC und andere Cannabinoide/Terpene/Flavonoide ebenfalls vorhanden sind. Warum sonst sollten schließlich all diese Verbindungen zusammen in derselben Pflanze vorkommen?

CBD-zu-THC-Verhältnis

Die Interaktion zwischen CBD und THC ist ein Phänomen, das die Aufmerksamkeit von Züchtern sowie Cannabisliebhabern geweckt hat. Warum? Weil es möglich ist, sein High durch die Anpassung des Verhältnisses von CBD zu THC zu modifizieren, um so von beiden Cannabinoiden profitieren zu können.

Vielleicht willst Du eine Sorte, die Du über den ganzen Tag hinweg rauchen kannst und die Deine Produktivität oder Motivation nicht bremsen wird. Dank Fortschritten in der Cannabiszucht ist es durchaus möglich, die ideale Blüte zu finden. Für die Vielbeschäftigten sind Sorten mit einem hohen CBD-Wert und minimalem THC-Anteil (25:1) perfekt geeignet. Du wirst trotzdem die Vorteile des Entourage-Effekts genießen, aber das Erlebnis wird frei von etwaigen psychotropen Nebenwirkungen sein.

CBD

Optimiere das Verhältnis von CBD zu THC jedoch weiter und Du kannst eine ganz andere Zusammenstellung von Effekten erforschen. Ein Verhältnis von 8:1 oder 2:1 wird natürlich einen viel stärkeren THC-Anteil liefern. Du wirst letztendlich die euphorischen Effekte fühlen und es wird einige psychotrope Wahrnehmungen geben, aber CBD wird die dominante Kraft sein, die hilft, das gesamte High ins Gleichgewicht zu bringen.

Zuletzt gibt es Cannabissorten mit gleichen Teilen von CBD und THC. Obwohl wir diese für all jene empfehlen, die sich gut mit der Wirkung von THC auskennen, ist es die ultimative Kombination der beiden Cannabinoide mit einem starken Einfluss auf das ECS. Von dem Konsum beider Cannabinoide in gleicher Menge wird auch Dein Wohlbefinden profitieren – es ist alles eine Frage der Anpassung des Verhältnisses von CBD und THC an Deine Bedürfnisse.

Royal Queen Seeds hat eine exklusive Auswahl von CBD-Cannabissorten, jede speziell gezüchtet, überdurchschnittliche CBD-Werte und ein ausgeglichenes Verhältnis von THC und CBD zu enthalten. Tatanka Pure CBD hat beispielsweise zwischen 9 und 14% CBD, was viel mehr als bei typischen Cannabissorten ist. Da Du aus verschiedenen CBD-reichen feminisierten und autoflowering Sorten wählen kannst, war es nie einfacher, CBD zu Hause zu genießen.

Was sind die Wirkungen von CBD?

Da wir nun den Hintergrund von CBD geklärt haben, einschließlich der Wirkweise und Herkunft, können wir endlich mit der Wirkung und dem möglichen Einfluss des Cannabinoids weitermachen.

Weil es das ganze ECS anregt, effizienter zu arbeiten, hat CBD das Potenzial, Dutzende physiologische Prozesse zu beeinflussen.

Um dies unmissverständlich klarzustellen: Nichts, was wir im Folgenden beschreiben, ist eindeutig bewiesen und es sind viel mehr Studien erforderlich, um die dargelegten Hypothesen zu bestätigen. Wir raten auf keinen Fall, Cannabis als Ersatz für normale Medizin zu gebrauchen. Wenn Du bereits gesundheitliche Probleme zu bewältigen hast, solltest Du immer Deinen Arzt fragen, bevor Du irgendeine Form von Cannabis ausprobierst.

Schlaf

Schlaf ist ein lebenswichtiger Vorgang, der unserem Geist und Körper Erholung vom Tag bietet. Leider ist Schlaf auch eines der Dinge, die viele zu vernachlässigen neigen, hauptsächlich wegen unserem ständigen Zugang zu Unterhaltung und dem Stress unserer 24/7-Gesellschaft.

Frühe vorklinische Forschung legt nahe,[1] dass CBD ein mächtiges Hilfsmittel sein könnte, um einen erholsameren Nachtschlaf zu bekommen. Obwohl das Cannabinoid nicht als Sedativum zu wirken scheint, wird angenommen, dass es über verschiedene Mechanismen einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus fördert. Den natürlichen zirkadianen Rhythmus unseres Körpers zu unterstützen, kann uns helfen, nicht nur schneller, sondern auch tiefer einzuschlafen.

CBD

Entspannung

Leider lauern in der heutigen modernen Gesellschaft an jeder Ecke Spannungen und Unbehagen. Außerdem gibt es keinen generellen Ansatz, gegen Angst vorzugehen, was die Angelegenheit noch schwieriger macht – wie und warum Angst auftritt, unterscheidet sich von Person zu Person.

Eine Gemeinsamkeit aller Fälle von Angst ist jedoch die Rolle von 5-HT-Rezeptoren und der Neurochemikalie Serotonin. Durch seine Aktivierung dieser Rezeptoren hat Serotonin (Spitzname: "Glückshormon") eine direkte Wirkung auf Angst und wird üblicherweise während körperlicher Aktivitäten wie Bewegung oder Sex freigesetzt.

Erfreulicherweise haben Forscher aufgedeckt, dass CBD auch mit 5-HT-Rezeptoren interagiert und so die serotonerge Übertragung moduliert. Das "Journal of the International Association for the Study of Pain"[2] führte eine Tierstudie zu neuropathischen Schmerzen durch. Die Fachzeitschrift folgerte, dass die "wiederholte Behandlung mit niedrigen CBD-Dosen durch die Aktivierung des Rezeptors 5-HT₁ₐ Angst reduziert". Fortführend ergänzte sie, dass diese Ergebnisse "die Einleitung von klinischen Versuchen [für auf CBD basierenden Behandlungen] unterstützt".

CBD

Muskelerholung

Obwohl Entzündung oft in negativem Licht dargestellt wird, ist es ein entscheidender Mechanismus. Er hilft unserem Körper, Infektionen anzugehen und repariert geschädigtes Gewebe. Letzteres ist nicht nur für Sportler besonders wichtig, sondern für jeden, der gesund bleiben will. Stärkere Muskeln zu entwickeln, verringert die Verletzungsgefahr und hilft uns, aktiv zu bleiben.

Damit wir jedoch eine gesunde Entzündungsreaktion entwickeln, brauchen wir zuerst ein robustes Immunsystem. Aber neben all dem Guten, das unser Immunsystem vollbringt, ist es dennoch manchmal verwirrt, vor allem, wenn es Überstunden macht, um Schaden zu reparieren. Es kann letztendlich gesunde Zellen statt schädliche angreifen, was schlechte Nachrichten sind, falls Du versuchst, die Muskelerholung zu fördern.

Glücklicherweise fand ein Team, das für Cannabis and Cannabinoid Research[3] arbeitet, heraus, dass CBD helfen kann, unsere Immunreaktion zu modulieren und die Aufmerksamkeit wieder auf regulatorische Zellen zu richten. Anders gesagt könnte es dabei helfen, Dein Immunsystem und noch wichtiger Deine Erholung auf Kurs zu halten.

CBD

THC entgegenwirken

Wenn CBD an der Seite von THC wirkt, wird angenommen, dass es einen Teil der von THC ausgelösten Angst aufhebt. CBD scheint außerdem die exzitatorischen Effekte von THC zu beeinflussen, indem es den Beginn des Highs und seine Dauer verzögert.

Im Besonderen stellte eine randomisierte Placebostudie im "Journal of Psychopharmacology"[4] fest, dass durch THC verursachte Paranoia in der Gruppe verringert war, die eine orale Dosis CBD erhielt. Eine Kombination von sowohl CBD als auch THC könnte eine vielseitige Herangehensweise an Wohlbefinden liefern, während sie mögliche Nebenwirkungen einschränkt.

CBD

Epilepsie

Vielleicht einer der vielversprechendsten Forschungsbereiche ist der zu der Auswirkung von CBD auf Epilepsie – insbesondere Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom. Beides sind schwere Leiden, die hauptsächlich Kinder betreffen, und jene, die unter den schlimmsten Formen leiden, können Hunderte Anfälle am Tag haben.

2018 genehmigte die U.S. Food and Drug Administration (FDA) eine synthetische Version von CBD, Epidiolex genannt. Das Arzneimittel erweist sich als hochwirksam, die Lebensqualität von Kindern mit Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom erheblich verbessernd.

Es gibt selbstverständlich Unterschiede zwischen einer aufbereiteten Version von CBD und der natürlichen, aus Hanf extrahierten. Das "Journal of Epilepsy Research"[5] fasste zusammen, dass die Daten zwar begrenzt sind, die Belege, die die Behandlung von Anfällen mit CBD unterstützen, aber vielversprechend waren.

CBD

Hat CBD mögliche Nebenwirkungen?

Bei einer derart langen Liste von potenziellen Nutzen scheint CBD fast zu schön, um wahr zu sein – sicher muss es einige Nebenwirkungen geben, über die man sich Sorgen machen sollte? Eine umfassende Überprüfung[6] durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte dieselbe Frage und sah sich alle aktuellen Forschungsarbeiten zu CBD gründlich an.

Nachdem sie die verfügbaren Daten durchgesehen hatte, erklärte die WHO das Folgende:

  • Mit seinem guten Sicherheitsprofil ist CBD generell gut verträglich.
  • Berichtete nachteilige Auswirkungen könnten die Folge von Arzneimittelwechselwirkungen sein.

Sie gab zudem einige nachteilige Auswirkungen von CBD an. Selbst diese erscheinen jedoch schwach und scheinen sich rasch aufzulösen.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Ermüdung
  • Durchfall
  • Trockener Mund
  • Bauchschmerzen
  • Schwindelgefühl

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Großteil dieser **Nebenwirkungen in Studien dokumentiert wurde, in denen die verabreichte Dosis um einiges höher als in Alltagsszenarien war. Davon abgesehen wirkt sich CBD auf jeden geringfügig anders aus, also ist es wichtig, mit einer niedrigen Dosis anzufangen, bis man sich an die Effekte des Cannabinoids gewöhnt hat.

Eine weitere von der WHO hervorgehobene, beträchtliche Nebenwirkung war die mögliche Interaktion zwischen CBD und bestehenden Medikationen. Belege deuten darauf hin, dass CBD den Abbau bestimmter Medikamente beeinträchtigen kann. Du solltest einen Arzt konsultieren, falls dies auf Dich zutrifft. Die Interaktion muss keine Probleme verursachen, aber Dein Arzt wird Dir fallspezifischen Rat geben können.

Ist CBD psychotrop?

Trotz seiner Verbindungen zur Cannabis-sativa-Spezies ist CBD nicht psychotrop, obwohl es als psychoaktiv betrachtet werden könnte. Die Verwirrung rund um diesen Sachverhalt rührt gewöhnlich von seiner Assoziierung mit THC her. Obwohl CBD und THC beides Cannabinoide sind, unterscheidet sich die Art und Weise, wie sie mit dem Körper interagieren, erheblich und demzufolge auch ihre Effekte.

THC ruft wegen seiner Affinität für CB1-Rezeptoren in Teilen des Gehirns, die in direktem Zusammenhang mit Stimmung und Motivation stehen, das High hervor. Diese einzigartige Interaktion ist der Grund, warum Cannabis im Großteil der modernen Welt verboten bleibt. CBD zeigt dagegen keine Affinität für dieselben CB1-Rezeptoren. Es wirkt stattdessen hinter den Kulissen, um das gesamte ECS zu unterstützen, und ruft folglich keine psychotropen Nebenwirkungen hervor.

Kann man eine Toleranz gegen CBD entwickeln?

Eine weitere häufig gestellte Frage ist, ob wiederholter CBD-Gebrauch zu Toleranz und dazu führt, zunehmende Mengen konsumieren zu müssen, um dieselben Effekte zu spüren.

Um dies zu beantworten, müssen wir erneut auf die Experten zu diesem Thema verweisen – die WHO. Als Teil ihrer Überprüfung von 2018 ermittelte sie auch, dass "CBD keine Effekte zeigt, die auf ein mögliches Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial hindeuten" und fügte hinzu, dass "es keine Belege für einen Freizeitgebrauch von CBD oder etwaige Probleme für die öffentliche Gesundheit gibt". Es besteht noch immer ein Mangel an Langzeitstudien (die CBD-Forschung ist noch recht neu), aber die Befunde sind vielversprechend.

Methoden des Konsums von CBD

Das Potenzial von CBD scheint unermesslich, aber nicht annähernd so umfassend wie die verfügbare Produktauswahl. Der Mangel an Toxizität von CBD hat zu einem breiten Spektrum von Optionen geführt, jede mit einzigartigen Vor- und Nachteilen.

CBD-Öle

Auf oder unter die Zunge geträufelte CBD-Öle bleiben die beliebteste Methode, die Verbindung zu genießen. Dank der Oliven-, Hanf- und MCT-Trägeröle sind die Absorptionsraten ziemlich hoch. CBD ist von Natur aus hydrophob (wasserabweisend), also hat es der Körper ohne die Hilfe eines Trägeröls schwer, es aufzunehmen.

Es zu schlucken, wird nicht allzu gut funktionieren, und man wird mehr brauchen, um die gewünschte Wirkung zu erhalten. Wenn man es jedoch sublingual (unter der Zunge) einnimmt, wird es in die Schleimmembran absorbiert und gelangt direkt ins System.

CBD rauchen

Das Rauchen von CBD hat verglichen mit anderen Konsummethoden eine viel höhere Bioverfügbarkeit. Diese ist ein wichtiges Konzept, weil sie ein wichtiges Indiz dafür ist, wie viel CBD und wie schnell es seinen Zielbereich erreicht – den Blutkreislauf.

In diesem Fall erreicht aktiviertes CBD dank der Kapillaren in unserer Lunge den Blutkreislauf unglaublich schnell. Daher wird man die Effekte schon nach 15 Minuten spüren, der Haken ist aber, dass sie im Vergleich zu CBD-Esswaren oder CBD-Ölen nicht so lange anhalten werden.

CBD-reiche Cannabissorten enthalten natürlich auch eine Vielzahl von anderen Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden. Man wird nicht nur die möglichen Nutzen des Entourage-Effekts genießen, sondern auch eine vielfältige Bandbreite an Aromen und Geschmacksrichtungen erleben.

CBD

CBD verdampfen

Vorausgesetzt, Du investierst in einen anständigen Vaporizer, hat das Verdampfen einige bedeutende Vorteile gegenüber dem Rauchen. Erstens verbrennen Vaporizer das Material nicht, also verringerst Du das Risiko, dass schädliche Substanzen in Deine Lunge gelangen.

Zweitens ist die Bioverfügbarkeit des Verdampfens genauso gut wie beim Rauchen (wenn nicht höher) und Menschen neigen dazu, im Vergleich zu einem Joint weniger Fragen zu stellen, wenn man einen Vaporizer herausholt.

CBD

CBD-Esswaren

Cannabis-Esswaren haben vielleicht als Kekse und Brownies angefangen, aber inzwischen sind diese nur die Spitze des Eisbergs. Das Interesse an Esswaren hat auch seinen guten Grund. Cannabinoide wie CBD haben einen natürlichen Geschmack und obwohl dieser nicht per se schlecht ist, ist er nicht jedermanns Fall. Mit CBD angereicherte Esswaren zuzubereiten, ist eine praktische Möglichkeit, den Geschmack zu kaschieren, ohne die Nutzen zu verlieren.

CBD-Esswaren zu konsumieren, verändert überdies die Art und Weise, wie wir die Effekte von CBD fühlen. Der Wirkungseintritt ist verzögert (dauert bis zu einer Stunde), die Effekte halten aber viel länger an. Dadurch sind sie ideal, wenn man seine CBD-Zufuhr nicht rasch aufstocken kann und eine längere Erleichterung benötigt.

CBD

CBD dabben

Du wirst eine Dab Rig und ein paar andere zugehörige Hilfsmittel brauchen, aber Dabbing ist das ultimative Erlebnis für erfahrene CBD-Nutzer. Wir sagen ultimativ, weil es eine hoch konzentrierte Dosis liefert, die für Neulinge nicht zu empfehlen ist.

Indem man ein CBD-Konzentrat (CBD-Isolat, CBD-Wax und CBD-Shatter) blitzverdampft, wird man innerhalb von Sekunden unglaublich starke Effekte erleben. Eine Dab Rig mit sich herumzutragen, ist alles andere als praktisch, aber für einige wird die Potenz den Mehraufwand wert sein.

CBD

CBD-Tinkturen und CBD-Sprays

CBD-Tinkturen sind CBD-Ölen sehr ähnlich, man nimmt sie aber sublingual ein.

Unter der Zunge eingenommene Nahrungsergänzungsmittel müssen nicht mir unserem Verdauungssystem fertig werden. Stattdessen gelangen sie dank winziger Kapillaren im Mund direkt in den Blutkreislauf. Falls man schnelle Linderung benötigt, sind in nur 15 Minuten wirkende CBD-Tinkturen ideal.

Dasselbe gilt für CBD-Sprays. Das Innere der Nase enthält Hunderte kleine Blutgefäße, also hat CBD einen direkten Weg in unseren Blutkreislauf.

Es ist außerdem möglich, CBD-Tinkturen in einer Reihe von Geschmacksrichtungen zu finden, was sie ein wenig ansprechender als Öle macht. Abgesehen davon verliert man die von Trägerölen gebotenen sekundären Nutzen, also läuft die Entscheidung auf persönliche Umstände und darauf hinaus, was am besten für einen ist.

CBD

CBD für topische Anwendungen, transdermale Pflaster und Zäpfchen

Topische CBD-Anwendungen sind unkompliziert im Gebrauch (einfach in die Haut einreiben) und für alle Arten von Hauttypen geeignet. Anstatt in den Blutkreislauf einzutreten, konzentrieren sich die Wirkstoffe ausschließlich auf Rezeptoren auf lokaler Ebene, wodurch die Haut gepflegt, befeuchtet und geschützt wird.

Transdermale Pflaster gehen noch einen Schritt weiter. Indem sie CBD mit gewissen Medikamenten mischen, kann das Cannabinoid die Haut durchdringen und in den Blutkreislauf gelangen. Diese Pflaster wirken auf dieselbe Weise wie ein Nikotinpflaster und setzen die Wirkstoffe langsam frei.

Falls Du noch einen Schritt über transdermale Pflaster hinausgehen willst, dann ziehe CBD-Zäpfchen in Betracht. Sie bieten eine (möglicherweise) höhere Aufnahme von CBD, während sie zudem unglaublich diskret sind. Sei jedoch gewarnt: Die Bioverfügbarkeit von CBD-Zäpfchen wird noch geprüft und es ist nicht genau bekannt, wie wirksam sie sind.

CBD

Wie man CBD dosiert

Jeder CBD-Hersteller stellt eine empfohlene Dosis bereit, aber sie sind lediglich das – Empfehlungen. Es ist wissenswert, dass es keine ideale Dosis CBD gibt, und wie viel man nehmen sollte, basiert auf Faktoren wie:

  • Stoffwechsel
  • Körperfett
  • Produktstärke
  • Gesundheitsprobleme

Es gibt allerdings einige generelle Richtlinien, die man befolgen kann, bis man die richtige Dosis für sich findet.

  • Fange mit einem CBD-Öl mit niedriger Konzentration an: Bleibe mindestens zwei Wochen bei einer geringen Konzentration. Dies wird Dir Zeit geben, Dich an die Effekte zu gewöhnen und mit etwaigen möglichen Nebenwirkungen umzugehen.
  • Nimm CBD ein- oder zweimal am Tag: Obwohl die meisten Empfehlungen angeben, es "bis zu dreimal täglich" zu nehmen, versuche es zunächst ein- oder zweimal. Noch einmal, dies gibt Dir Zeit, herauszufinden, was am besten für Dich funktioniert.
  • Bleibe mindestens zwei Wochen bei derselben Routine: CBD wirkt sehr schnell, aber gib Dir mindestens zwei Wochen, um Dich an Deine Routine zu gewöhnen.
  • Warte mit der Kombination von CBD-Produkten: Es ist durchaus möglich, unterschiedliche CBD-Produkte zu kombinieren, bleibe aber bei derselben Routine, damit Du die Effekte entsprechend anpassen kannst. Es gibt nichts daran auszusetzen, am Morgen ein paar CBD-Esswaren zu essen und am Nachmittag CBD-Blüten zu verdampfen.
  • Sprich mit Deinem Arzt: Wir können nur allgemein sprechen, aber Dein Hausarzt kann Dir fallspezifischen Rat geben. Falls Du CBD nutzt, um ein bestimmtes Leiden anzugehen, hat er vielleicht wertvolle Einsichten über die empfohlene Dosis.

CBD mikrodosieren

Mikrodosierung ist eine brauchbare Strategie, die gut mit CBD funktioniert, weil sie einem der größten Nachteile der Verbindung entgegenwirkt. Das Cannabinoid hat eine sehr kurze Halbwertszeit (die Dauer, die es im Körper bleibt), also ist regelmäßiger Konsum ein Muss, wenn man seinen Einfluss voll ausnutzen will.

Der Schlüssel zu Mikrodosierung sind kleine, häufige Dosen. Genau wie bei normaler Dosierung wird man jedoch mit verschiedenen Routinen experimentieren müssen, um herauszufinden, was für einen funktioniert. Wenn es passt, versuche, Deine tägliche CBD-Einnahme in kleinere Portionen über den Tag hinweg aufzuteilen.

CBD für Haustiere

Da die Grundlagen von CBD für den Menschen behandelt wurden, macht es Sinn, die Aufmerksamkeit auf unsere katzen- und hundeartigen Begleiter zu lenken. Warum? Weil sowohl Katzen als auch Hunde genau wie wir ein Endocannabinoid-System haben. Folglich könnten sie einige positive Effekte durch CBD erfahren.

Die meisten Daten bezüglich der Wirkung von CBD auf Haustiere bleiben anekdotenhaften Charakters, es gibt aber eine Handvoll von in-vivo-Studien, die im Gange sind. Mögliche Effekte scheinen denen auf den Menschen zu ähneln, wobei CBD die Gehirne von Haustieren zusammen mit ihrem Nerven-, Immun- und Verdauungssystem beeinflusst.

Sei aber vorsichtig: Nicht alle CBD-Produkte sind für Haustiere geeignet. Sowohl Katzen als auch Hunde reagieren viel empfindlicher auf die kleineren in Hanf vorkommenden Verbindungen (Terpene und Flavonoide). Daher sind diese Elemente in CBD-Produkten speziell für Haustiere nicht enthalten, um sie für diese sicher verträglich zu machen, während normale CBD-Öle diese Verbindungen enthalten.

Die Legalität von CBD bleibt ein kontroverser Sachverhalt. Im Großteil der modernen Welt kann man CBD legal erwerben und gebrauchen, aber es gibt Auflagen. CBD-Produkte müssen von Hanf stammen und dürfen nicht mehr als 0,2% THC enthalten (Europa). In den Vereinigten Staaten liegt der rechtliche Grenzwert geringfügig höher (0,3%), aber Du verstehst, worauf wir hinauswollen – die Auflagen variieren je nachdem, wo man lebt, und die Situation ist schwierig zu durchschauen.

Du musst bei den lokalen Behörden in Deinem Heimatland nachfragen, bevor Du CBD probierst. In den meisten Fällen wird es in Ordnung gehen, es schadet aber nicht, sich rückzuversichern. Du solltest Dein CBD zudem von einem zuverlässigen Lieferanten beziehen und alle Anbieter meiden, die ihre Produkte nicht unabhängig testen lassen. Ohne Bestätigung, was genau sich in jeder Charge CBD befindet, wirst Du nicht wissen, ob ein Problem besteht, bis es zu spät ist.

External Resources:
  1. The effects of cannabinoid administration on sleep: a systematic review of human studies https://www.med.upenn.edu
  2. Cannabidiol modulates serotonergic transmission and reverses both allodynia and anxiety-like behavior in a model of neuropathic pain https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Immune Responses Regulated by Cannabidiol https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  4. SAGE Journals: Your gateway to world-class journal research https://journals.sagepub.com
  5. Cannabinoids in the Treatment of Epilepsy: Hard Evidence at Last? https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  6. CANNABIDIOL (CBD) https://www.who.int
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