Generell ist Cannabis eine einfach anzubauende Pflanze, aber das heißt nicht, dass keine Fehler passieren. Tatsache ist, dass selbst erfahrene Grower hin und wieder etwas falsch machen. Aber indem Du häufige Anbaufehler kennenlernst und wie man sie vermeidet, kannst Du Dich auf reichlich fette Buds freuen, die zur Erntezeit auf Dich warten.

Du brauchst keine wertvollen Samen, kein Geld, keine Zeit und Geduld zu verschwenden: Hier sind die Top 10 Fehler, die man beim Cannabisanbau vermeiden sollte!

1. NICHT WISSEN, WAS MAN ANBAUT

Es kommt vor: Jemand gibt Dir eine Samentüte von "großartigem Weed" für den Anbau. Du freust Dich, da Du gerade etwas Geld für Samen gespart hast. Das Problem ist, dass Du nicht weißt, welche Art von Cannabis die Samen sind, ob Sativa, Indica, Autoflower etc. Und schon legen wir einen ziemlich schlechten Start hin.

Die Sache ist die, Gras ist nicht gleich Gras. Unter verschiedenen Cannabissamen gibt es große Unterschiede im Wuchs. Eine Indica-Autoflower wird sich gewiss anders als eine wählerische photoperiodische Sativa verhalten. Manche Sorten könnten sich für den Anbau in einem kälteren Klima eignen, während andere vielleicht eine heiße, sonnige Umgebung brauchen. Manche Sorten könnten viele Nähstoffe benötigen, wohingegen andere nur leicht gedüngt werden müssen. Du verstehst, worauf wir hinaus wollen.

Kurzum, es ist wichtig, zu wissen, was Du eigentlich anbaust. Wenn Du Deine Samen von einer zuverlässigen Quelle wie Royal Queen Seeds beziehst, wirst Du ruhig schlafen können, weil Du weißt, was Du anbauen wirst. Du wirst die zu erwartende Blütephase Deiner Sorte, ihre Nährstoffbedürfnisse, ihren Ertrag und andere wichtige Informationen wissen. Wenn Du erfolgreich anbauen willst, ist dies essenziell!

2. SCHLECHTES KEIMEN

Mancher Anbau misslingt, bevor die Samen überhaupt eine Chance hatten zu keimen, da Anbauer dazu neigen, Fehler beim Keimen von Samen zu machen.

Das brauchen Cannabissamen, um zu keimen:

  • Eine dunkle und feuchte (aber nicht nasse) Umgebung
  • Ideale Keimtemperatur von 22–25°C
  • Relative Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 90%Ç
  • Kompaktleuchtstofflampe ist optimal, eine Fensterbank tut es aber auch
  • Gewährleiste den richtigen pH-Wert (5.8–6.2), wenn Du Steinwolle nutzt, um die Samen zum Keimen zu bringen

KEIMMETHODEN

Es gibt mehrere Methoden, Cannabissamen keimen zu lassen. Obwohl keine wirklich "besser" als andere ist, empfehlen wir, direkt in der Erde zu keimen oder (noch besser) das RQS Starter Kit zu verwenden. Dieses beseitigt den riskanten Teil der Umsetzung von gekeimten Samen, wobei man sie möglicherweise beschädigen könnte.

SCHLECHTES KEIMEN

  • Wasserglas-Methode

Fülle ein Glas zur Hälfte mit lauwarmem Wasser (22°C) und gib Deine Samen hinein. Nach etwa 3–5 Tagen sollten die Samen gekeimt haben und Du kannst sie jetzt (vorsichtig!) in Deine vorbereiteten Erdtöpfe umpflanzen.

  • Küchenrolle-Methode

Verwende irgendeine Art von saugfähigem Papier (Küchenrolle, Kaffeefilter) und lege ein paar Blätter auf eine flache Oberfläche wie einen Teller. Lege Deine Samen mit ein wenig Platz zwischen ihnen auf das Papier und bedecke sie mit ein paar weiteren Blättern. Befeuchte das Papier und sorge dafür, es feucht zu halten, damit es nicht austrocknet. Nach ein paar Tagen, wenn aus den Samen 2–3mm lange Pfahlwurzeln gewachsen sind, kannst Du sie in ihre Sämlingstöpfe umpflanzen.

  • In Steinwolle keimen

Dies macht man für gewöhnlich, wenn man hydroponisch anbaut. Weiche die Steinwollblöcke in einer Plastikschale mit einem Deckel in Wasser mit einem niedrigen pH-Wert ein. Platziere die Samen in dem Loch von jedem Steinwollblock. Die Samen sollten innerhalb von ein paar Tagen keimen. Wenn die Wurzel anfangen, aus dem Boden herauszukommen, kannst Du die Steinwollblöcke mit Deinen Sämlingen in ihre Erdtöpfe einsetzen.

  • Direkt in Erde keimen

Befülle einen kleinen Sämlingstopf mit einer ungedüngten oder "leichten" Erdmischung. Stich in die Mitte ein etwa 1cm tiefes Loch und lege Deinen Samen darein. Bedecke ihn leicht mit Erde. Gieße die Erde und decke den Sämlingstopf mit Frischhaltefolie ab, um die Feuchtigkeit einzuschließen. Die Samen sollten innerhalb von ein paar Tagen keimen.

  • RQS Starter Kit

Das RQS Starter Kit kommt mit allem, was Deine Cannabissamen für den besten und sichersten Start ins Leben benötigen. Es wird mit einem Propagator und Beleuchtung, Easy Start Sämlingstöpfen, Perlit und nützlichen Bakterien geliefert, um Keimen und Wachstum anzuregen. Es enthält sogar drei beliebte Cannabissamen, damit Du sofort loslegen kannst! Wenn Deine Sämlinge 2–3cm erreicht haben, kannst Du die Töpfe zerschneiden und Deine Sämlinge mühelos in ihr Nährmedium umpflanzen.

3. DIE FALSCHE ERDE VERWENDEN

  • Verwende Erde nicht wieder
  • Verwende keine Erde ohne jegliche Nährstoffe
  • Verwende keine kontaminierte Erde (Pilze, Schädlinge etc.)

Die falsche Erde zu verwenden, ist ein weiterer geläufiger Fehler. Also, was ist die "richtige" Erde für den Cannabisanbau? Nun, lass uns einen Blick darauf werfen.

  • Sie sollte leicht und luftig sein

Gute Erde für Cannabis hat eine leichte, luftige Struktur, vorzugsweise mit etwas untergemischtem Perlit. Dies garantiert eine adäquate Drainage und ermöglicht den Wurzeln, ungehindert zu wachsen. In zu kompakter Erde Cannabis wird keine gute Leistung erbringen.

  • Sie sollte Nährstoffe enthalten

Die meisten Cannabiserden, mit Ausnahme von speziellen Erdmischung für Fortpflanzung und Sämlinge, sind vorgedüngt. Dadurch wirst Du mehrere Wochen lang keine Nährstoffe verabreichen müssen. Genau genommen könntest Du erst düngen müssen, wenn Deine Pflanzen anfangen, zu blühen. Wenn Dein Nährmedium aus irgendeinem Grund nicht vorgedüngt ist, wirst Du Deinen Pflanzen von Anfang an Nährstoffe geben müssen.

  • Sie sollte frei von Verunreinigungen sein

Verwende keinen Dreck aus Deinem Garten oder irgendeine andere Erde von fragwürdiger Qualität, einschließlich alter, wiederverwendeter Erden aus vorangegangenen Projekten. Diese könnten Verunreinigungen wie Pilze oder Schädlinge enthalten. Bei hochwertigen Erden von vertrauenswürdigen Marken besteht dieses Risiko nicht.

Wenn Du Deine alte Erde wirklich wiederverwenden willst, musst Du sie mit frischen Nährstoffen anreichern. Davor musst Du sicherstellen, dass Deine Erde frei von Verunreinigungen ist.

DIE FALSCHE ERDE VERWENDEN

4. DIE FALSCHEN TÖPFE VERWENDEN

Die richtigen Behälter für Dein Cannabis zu verwenden, mag nicht sonderlich wichtig erscheinen, aber Du wärst überrascht, wie entscheidend diese Variable ist. Hier sind einige Faktoren, die Du berücksichtigen solltest:

  • Die richtige Größe

Wenn der Topf zu klein ist, wird das Wachstum der Wurzeln und folglich auch das Wachstum der gesamten Pflanze eingeschränkt sein. Ist der Topf zu groß, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von Überwässerung, Pilzen und Wurzelfäule.

Empfohlene Topfgrößen:

  • 0–3 Wochen: Wurzelwürfel
  • 2–6 Wochen: 10cm
  • Topf 6–8 Wochen: 10l
  • Autoflowers: 12l
  • 2–3 Monate: 14l
  • 3–8 Monate: 22l
  • 8–16 Monate: 45l
  • Gute Drainage

Deine Pflanztöpfe müssen eine gute Drainage bieten. Normalerweise werden schon Löcher im Boden sein. Falls dort keine Löcher sind, wie es beim Kauf von gewöhnlichen Kunststofftöpfen passieren kann, wirst Du sie selbst machen müssen. Sorge dafür, dass es mindestens 5 Öffnungen sind, jede etwa von der Größe eines Cent-Stücks. Solange die Erde nicht einfach durch den Boden fällt, ist alles gut.

Als Alternative zu Kunststofftöpfen kannst Du auch Stofftöpfe (Smart Pots) oder Air Pots verwenden. Wenn Du mehr über die unterschiedlichen für den Cannabisanbau verwendeten Töpfe erfahren willst, dann sieh Dir unseren Artikel zu dem Thema an.

5. UNGEEIGNETE LUFTFEUCHTIGKEIT FÜR SÄMLINGE

Sämlinge sind sehr empfindlich und nehmen Anbaufehler wie ungeeignete Luftfeuchtigkeit und Feuchtigkeit nicht gut auf. Beide könnten das vorzeitige Ende für Deine Sämlinge bedeuten.

  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit

Gewährleiste eine hohe Luftfeuchtigkeit von rund 65–70% (nutze zum Keimen und für Sämlinge eine Feuchtigkeitskuppel) und halte die Erde feucht, aber nicht nass.

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit / übermäßige Feuchtigkeit

Übermäßige Feuchtigkeit ist ebenfalls eine schlechte Nachricht für Sämlinge. Wenn die Luftfeuchtigkeitswerte zu hoch sind oder Du Deine Sämlinge überwässerst, kann dies zu der gefürchteten Umfallkrankheit führen, einer tödlichen Pilzkrankheit. Die Sämlinge werden schwach und kippen um und es gibt nichts, was Du tun kannst, um sie zu retten. Vermeide eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Überwässerung und achte darauf, dass Du zum Keimen ein steriles Nährmedium verwendest.

UNGEEIGNETE LUFTFEUCHTIGKEIT FÜR SÄMLINGE

6. ÜBERWÄSSERUNG UND ÜBERDÜNGUNG

  • Überwässerung

Überwässerung ist viel schlimmer als eine gelegentliche Mangelbewässerung, da sich Pflanzen fast immer von leicht trockenen Bedingungen erholen können. Wenn sie aber andauernd überwässert werden, entzieht dies den Wurzeln Sauerstoff und wird zu allerlei Ärger wie Pilze und Wurzelfäule führen. Erlaube der Erde immer, zwischen dem Gießen auszutrocknen. Weniger häufiges Gießen ist besser, als es zu übertreiben!

  • Überdüngung

Menschen lieben ihre Graspflanzen, also denken sie, ihnen mehr zu geben, sei eine gute Sache. Aber leider ist es das nicht. Überdüngung kann zu Nährstoffbrand führen oder noch schlimmer zu einer durch angesammelte Mineralien in der Erde verursachten Nährstoffsperre. In diesem Fall wirst Du Deine Erde mit Wasser spülen und mit Deiner Düngung wieder von vorne anfangen müssen, um den pH-Wert in den idealen Bereich zurückzubringen. Kurz gesagt: Übertreibe es nicht mit den Nährstoffen!

7. KEINE KONTROLLE DES PH-WERTS

Den pH-Wert zu kontrollieren, ist wichtig, da Cannabis Nährstoffe nur in einem relativ kleinen Fenster aufnehmen kann. Ist der pH-Wert zu niedrig oder zu hoch, werden Deine Pflanzen krank.

Korrekte pH-Werte

  • Erde: 6,0–7,0
  • Hydrokultur und erdlose Substrate: 5,5–6,5

Durch den Einsatz von pH-Up- und pH-Down-Produkten kannst Du Dein Wasser auf den optimalen pH-Wert einstellen. Sorge dafür, dass Du ein pH-Wert-Messgerät oder pH-Messtropfen hast!

8. KEINE ANGEMESSENE BELÜFTUNG

Keine angemessene Belüftung zu haben, kann vor allem beim Indoor-Anbau zu einer Menge Krankheiten führen, darunter Schimmel. Für kleinere Einrichtungen kann ein einfacher Standventilator ausreichen, der eine sanfte Brise über Deine Pflanzen bläst, wohingegen größere Operationen genügend Ausstattung erfordern, um sicherzustellen, dass die Luft konstant strömt und nicht steht.

Falls Du im Freien anbaust, sollte die Luftzirkulation kein Problem darstellen; andererseits gibt es andere Dinge, auf die man acht geben sollte. Vor allem wirst Du Deine Pflanzen vor Dieben schützen wollen. Dies kannst Du tun, indem Du Begleitpflanzen anpflanzt, um Deine Pflanzung zu verstecken und den Geruch zu kaschieren. Du kannst auch Cannabissorten auswählen, die von Natur aus klein bleiben und sich der Sicht entziehen. Finde in unserem Blog Schütze Dein Weed vor Dieben: Tipps für versteckten Cannabisanbau mehr über verstohlene Outdoor-Operationen heraus.

9. HITZESTRESS

Hitzestress kann sowohl im Grow Room als auch unter freiem Himmel zu Wachstumsproblemen führen.

  • Im Grow Room

Ein häufiger Grund für Hitzestress ist, wenn Deine Lampen zu nah am Kronendach hängen. Wenn Du Anzeichen von Lichtverbrennung entdeckst, wie zum Beispiel gekringelte, welke oder braune Blätter oben an der Pflanze, dann hänge Deine Lampen weiter weg.

  • Im Freien

Wenn Du im Freien in einem heißen und sonnigen Klima anbaust, könnte Hitzestress ein Problem werden. Stelle sicher, dass Deine Pflanzen Zugang zu etwas Schatten haben, besonders gegen Mittag. Errichte einen Sonnenschutz oder wähle eine Stelle mit etwas natürlichem Schatten, um Deine Pflanzen vor der Hitze zu schützen.

HITZESTRESS

10. ZU FRÜH ODER ZU SPÄT ERNTEN

Selbst wenn jede Phase bis zur Ernte glänzend verlief, ist der letzte (und unerträglichste) Fehler, den Du machen kannst, zu früh oder zu spät zu ernten. Du willst nicht ernten, bevor Deine Buds ihre höchste Potenz erreichen, Du willst sie aber sozusagen auch nicht hängen lassen.

WIE MAN DEN ERNTEZEITPUNKT BESTIMMT

Der verlässlichste Weg, um den Erntezeitpunkt zu bestimmen, ist die Überprüfung der Farbe der winzigen, pilzartigen Trichome auf Deinen Buds. Hierfür wirst Du eine Lupe oder ein Mikroskop benötigen. Sieh ganz genau hin!

  • Viel zu früh: Alle Trichome sind klar. Die Ernte ist noch Wochen entfernt.
  • Immer noch zu früh: Die meisten Trichome haben eine weiße, milchige Farbe angenommen. Die THC-Produktion nimmt gerade erst zu und Du wirst vermutlich noch ein klein wenig länger warten wollen.
  • Die beste Erntezeit: Die Trichome sind milchig-weiß, wobei ein kleiner Anteil (10–20%) anfängt, einen bernsteinfarbenen Ton anzunehmen.
  • Zu spät: Die meisten Trichome sind rötlich/bernsteinfarben und es gibt keine oder nur noch wenige weiße. An diesem Punkt wird Deine Cannabispflanze sehr "erledigt" aussehen, wobei der Großteil ihrer Blätter gelb oder verwelkt sein wird.

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