Dieses Problem gibt es nur bei Indoor-Pflanzen. Falls Du bei einem Grow im Freien das Gefühl hast, Deine Pflanzen haben eine Lichtverbrennung, dann täuschst Du Dich! Du solltest dann eher nach anderen Ursachen suchen, die die gleichen Symptome haben. Die Sonne ist viel zu weit weg, um Deine Pflanzen zu beschädigen. Cannabis existiert schon länger als die Menschheit! In dieser Zeit hat sich die Pflanze bereits an das Sonnenlicht und dessen Hitze gewöhnt.

Lichtverbrennungen treten bei Outdoor-Pflanzen nur unter sehr spezifischen Bedingungen auf. Beispielsweise wenn die Pflanze ihr Leben lang im Schatten stand und dann plötzlich direkt in das Sonnenlicht gestellt wird. In diesem Fall konnte sich die Pflanze nie an das starke Licht und die Hitze gewöhnen und wird möglicherweise eingehen.

WORUM HANDELT ES SICH UND WIE KANN MAN ES IDENTIFIZIEREN?

• Ausgebleichte Blüten

Ein todsicheres Symptom einer Verbrennung durch Licht sind ausgebleichte Stellen an den Blüten. Dieses Phänomen tritt auf, wenn sich die Blüten zu nahe an leistungsstarken Lampen befinden. Womöglich hast Du bereits Bilder von rein-weißen "Albino"-Cannabisblüten im Internet gesehen. Diese mögen zwar wie eine beabsichtigte Entwicklung seltener Genetik aussehen, aber tatsächlich handelt es sich dabei um einen gewöhnlichen Bleichungsprozess. Zum Glück ist es äußerst schwer, es zu übersehen, wenn sich Deine Blüten vollkommen weiß verfärben.

Obwohl weiße Blüten interessant aussehen mögen, sind sie meistens auch leider vollkommen wertlos. Durch die Hitze werden die im Harz enthaltenen Cannabinoide abgebaut, wodurch die Blüten an Kraft verlieren. Der Duft und Geschmack dieser Blüten wird ebenfalls weniger wünschenswert sein. Die Terpene, die für diese Eigenschaften verantwortlich sind, sind äußerst flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe, die in Kontakt mit Hitze ebenfalls abgebaut werden.

Ausgebleichte Blüten

• Gelbe Blätter

Gelbe Blätter sind ein weiteres Zeichen dafür, dass Deine Pflanze einer Verbrennung durch Licht zum Opfer gefallen ist. Gelbe Blätter können jedoch auch auf einen Stickstoffmangel hinweisen. Der Unterschied liegt darin, dass gelbe Blätter infolge dieses Nährstoffmangels unten an der Pflanze zuerst auftreten. Die Blätter verwelken dabei schnell und fallen entweder schnell ab oder lassen sich äußerst leicht entfernen. Auf der anderen Seite treten gelbe Blätter, die auf Verbrennungen durch Licht zurückzuführen sind, an der Spitze der Pflanze auf und sind viel starrer und schwerer entfernbar.

Gelbe Blätter

WIE LÖST MAN DAS PROBLEM?

Als erstes solltest Du Deine Pflanzen etwas weiter von den Lampen entfernen. Dies kann erfolgen, indem Du entweder die Pflanzen oder die Lampen verschiebst, je nachdem, was Deine Anbaufläche hergibt. Berücksichtige bei der Auswahl eines neuen Standortes immer die am stärksten betroffenen Bereiche jeder Pflanze! Du kannst auch einige Deiner Lampen komplett entfernen. Wenn Du das gut organisierst, werden Deine Pflanzen auch mit ein paar Birnen weniger auskommen!

Wenn die Reduzierung des Lichts oder die Verschiebung der Pflanzen keine gangbare Option ist, dann kannst Du Deine Pflanzen auch mit der LST-Methode anbauen. Dies ist eine Technik, um mehr Erträge zu erzielen. Hier wird versucht, die Zweige der Pflanze auf der gleichen Höhe zu halten. Wenn ein Zweig größer wird, wird er zur Seite gebogen und mit einem Hilfsmittel, beispielsweise einem Draht, in dieser Position gehalten.

Versuche auch, die Temperatur des Raumes zu verringern. Das solltest Du aber langsam machen und die Temperatur dann konstant halten. Die Pflanze braucht Zeit, um sich anzupassen. Jede Änderung, die Du an der Umgebung oder dem Medium einer Pflanze vornimmst, muss sorgfältig und mit Geduld erfolgen. Es spielt keine Rolle, wie gut Du Deine Pflanzen bewässerst und fütterst. Wenn Du nicht auf ihre Umwelt achtest, dann wird die Pflanze sterben.

WIE VERHINDERT MAN EINE LICHTVERBRENNUNG?

Als Anbauer kannst Du ein Luxmeter verwenden, um zu messen, wie viel Licht auf verschiedene Teile Deiner Pflanzen fällt. Diese Geräte werden zur Messung von Lux (die Einheit der Beleuchtungsstärke) pro Quadratmeter verwendet. Sie sind praktisch, da sie die Messwerte über die Intensität des Lichts liefern, das auf einen bestimmten Bereich trifft. Luxmeter eignen sich gut für den Hobby-Anbauer bzw. für alle, die auf kleinem Raum anbauen, da die Geräte weitaus billiger sind als professionelle Lichtmessinstrumente. Anbauer können diese Geräte verwenden, um herauszufinden, ob ihre Pflanzen ausreichend Licht für eine optimale Ernte abbekommen oder ob es möglicherweise durch zu viel Licht zu Verbrennungen an den Pflanzen kommen könnte. 

Ein für Cannabispflanzen gesunder Bereich liegt zwischen 35.000–70.000 Lux während der Wachstumsphase und 55.000–85.000 Lux während der Blütephase. Sollte Dir eines der bereits genannten Symptome auffallen und Dein Luxmeter Werte über diesen Standard-Werten anzeigen, vergrößere einfach den Abstand zwischen der Lichtquelle und Deinen Pflanzen, um die Lichtintensität zu verringern.

BIST DU 18 JAHRE ALT ODER ÄLTER?

Der Inhalt auf RoyalQueenSeeds.com ist ausschließlich für Erwachsene geeignet und nur volljährigen Personen vorbehalten.

Stelle sicher, dass Dir die Gesetzeslage in Deinem Land bekannt ist.

Indem Du auf BETRETEN klickst, bestätigst
Du, dass Du
18 Jahre oder älter bist.