Kaffee zu trinken, während man zur gleichen Zeit Cannabis raucht, ist für viele Geniesser ein alltägliches Ritual. Ist es die perfekte Symbiose, für die wir es halten? Lass es uns herausfinden.

Mehrere Substanzen in Kombination zu verwenden ist ein Phänomen unter Nutzern von legalen, entkriminalisierten und illegalen Drogen. Das Ziel ist in der Regel die Wirkungen von zwei oder mehreren Substanzen zu vereinen, um eine neue und etwas andere Wirkung auszulösen, als die eine Substanz für sich allein. Eine neue Wirkung auszulösen wird in einigen Fällen wahrscheinlich funktionieren, wenn man die große Vielfalt der psychotrope Pflanzen und Organismen bedenkt, die auf dem Planeten existieren, aber das Mischen von Drogen steht auch im Zusammenhang mit einem gewissen Risiko, nämlich dem nicht zu wissen, wie die verschiedenen Verbindungen in Wechselwirkung treten. Laufende Fortschritte in der Lebensmittelindustrie in den USA führte zu der Entwicklung von mit Cannabis angereicherten Getränken, die zwei beliebte Stoffe enthalten: THC und Koffein. Klingt aus Sicht der Bequemlichkeit echt toll, aber was passiert in unserem Gehirn, wenn wir Cannabis und Kaffee mischen? Forscher untersuchten diese Frage und sammelten Daten aus der, wie wir sie nennen, "Bekiffter Affe Studie".

BILDEN KOFFEIN UND THC EINEN NEUROCHEMISCHEN MIX?

Zunächst einmal ist es interessant zu wissen, ob eine Mischung aus THC und Koffein eine neurochemische Wirkung hat, die eine neue Auswirkung bedeutet, die diese Substanzen für sich alleine konsumiert nicht verursachen. Dr. Scott Krawover, Stationsleiter der Psychiatrie am Zucker Hillside Hospital in New York, meint, dass dies eindeutig der Fall ist. Er hat Grund zu der Annahme, dass die Kombination von Koffein und THC das Arbeitsgedächtnis einer Person verschlechtert und folglich gegen den Nutzer arbeitet.

Koffein kann als Stimulans gesehen werden, das neuronale Aktivität fördert, indem es Rezeptoren davon abhält Adenosin aufzunehmen, eine Verbindung, die Entspannung bewirkt und Schläfrigkeit fördert. Wenn wir Kaffee trinken, ermöglichen wir unseren Neuronen Impulse in einem höheren Tempo zu übertragen, woraus das Gefühl resultiert, dass man aufmerksam ist. THC ist aus medizinischer Sicht ein Beruhigungsmittel, das das Gegenteil von dem tut, was Koffein tut, nämlich ein Gefühl der Ruhe fördern, indem es die Rate der Neurotransmission an bestimmte Rezeptoren im Gehirn senkt, anstatt sie zu erhöhen. Die Art des Rausches ist tatsächlich ein wenig anders, wenn Koffein und Cannabis zusammen genossen werden.

Cannabis & Kaffe

DIE "BEKIFFTER AFFE STUDIE"

Tierversuche im Allgemeinen sind nicht gerade etwas, auf das die Menschheit besonders stolz sein könnte, vor allem, wenn sie in keinem direkten medizinischen Kontext stehen, um eine Medizin für Menschen zu entwickeln, die an schweren Krankheiten leiden. Forscher haben Totenkopfäffchen nun aber etwas vergleichsweise Harmlosem ausgesetzt und zwar THC und MSX-3, eine lösliche Form von Koffein. Diese Tiere konnten einen Hebel ziehen, um eine Dosis THC zu erhalten und einer Gruppe wurde zusätzlich MSX-3 gegeben. Wurden die Dosierungen von MSX-3 erhöht, zogen sie den Hebel für THC weniger häufig, als normalerweise. Die Affen benötigten scheinbar weniger THC, um die gewünschte Wirkung zu erreichen.

Nach einer langen Zeit der Abstinenz wurde ihnen wieder entweder reines THC oder eine Mischung aus THC und MSX-3 zur Verfügung gestellt. Die Affen, die die Mischung erhielten, zogen den Hebel öfter, was uns zu der Annahme führt, dass eine Mischung aus Koffein und THC mehr Verlangen fördert, so dass es schwieriger ist damit aufzuhören. Diese Affen haben anscheinend eine Art von Verbesserung des Rausches erfahren, die die Auswirkungen von Cannabis verlängert, aber sie mochten auch den "Kaffee-Rausch" ein wenig zu sehr.

BILDEN CANNABIS UND KAFFEE EINE PERFEKTE SYMBIOSE?

Cannabis und Kaffee bilden eine köstliche Symbiose, soviel ist sicher. Eine perfekte Symbiose sieht allerdings, wie wir leider zugeben müssen, anders aus. Kaffee lässt unsere Neurotransmitter schneller feuern und dann versucht das THC unsere neuronale Aktivität wieder zu senken. Dies scheint kontraproduktiv. Vielleicht müssen wir uns entscheiden, mit welcher Geschwindidkeit wir unsere Neurotransmitter arbeiten lassen wollen - Schnellfeuer oder Halbgas? Abhängig von der individuellen Gehirnchemie und Situation können beide Optionen möglicherweise ihre Vorteile haben. Die bekiffter Affe Studie zeigte, dass wir es als schwieriger empfinden könnten damit aufzuhören, wenn wir sie mischen, aber auch, dass die Menge an THC potenziell reduziert werden kann, um eine befriedigende Wirkung zu erzielen.

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