By Marguerite Arnold

In der sich ständig weiterentwickelnden Landschaft des Genussmittels Cannabis ist die Schnittstelle zwischen Weed und Bier fest im Fadenkreuz von Cannabisliebhabern und Gärungsenthusiasten Stellung gelandet. Cannabis und Bier gehören zu den beliebtesten Mitteln zum Abschalten und Entspannen; ersteres sorgt für eine milde, berauschende Wirkung, während letzteres einen subtilen, geselligen Kick bietet.

Auch wenn es durchaus Gefahren birgt, eine Bong zu rauchen und gleichzeitig ein paar Halbe zu zischen, kann die verantwortungsvolle Kombination von Weed und Bier die gegenseitige Wirkung verstärken und eine angenehme Stimmung schaffen, die sich ideal für gesprächige Partys und gesellige Treffen eignet. Also mach Dich bereit, in die Welt des mit Weed angereicherten Bieres einzutauchen. Du wirst die Nutzen dieses belebenden Getränks entdecken, die Unterschiede zwischen THC- und CBD-Bieren kennenlernen und erfahren, wie Du zu Hause Dein eigenes Bier herstellen kannst. Lasst uns brauen!

Cannabis Spice

Kann man Bier mit Cannabis anreichern?

Seit der Antike nutzt der Mensch die Wirkungen von Cannabis und Bier separat. Das auf Marihuana basierende Getränk Bhang, eine Mischung aus Weed, Milch und Nüssen, entstand vor etwa 3 000 Jahren in Indien. Was den Genuss von Alkohol angeht, so begannen die Menschen in China bereits 7 000 v. u. Z. damit. Soweit wir wissen, entstand die Kombination beider Genussmittel hingegen erst in der heutigen Zeit. Vor der Legalisierung von Cannabis in den Vereinigten Staaten begannen Anfang der 2000er Jahre bahnbrechende Brauer mit der Herstellung von Craft-Bieren, in denen sie das Kraut verwendeten.

Damit hast Du die Antwort: Obwohl noch immer eine relative Seltenheit, gibt es durchaus mit Cannabis angereicherte Biere. Verbraucher in Ländern wie Kanada können sich diese Produkte direkt aus den Regalen greifen. Wer anderswo lebt, muss sich jedoch die Mühe machen, sein Bier zu Hause selbst zu brauen. Kommen wir also zur Sache und beginnen mit einer der wichtigsten Fragen: Welche Biere passen am besten zu Buds?

Welche Biere lassen sich am besten mit Cannabis brauen?

Wenn Du in irgendeine Kneipe gehst, wirst Du eine Fülle von Bieren vorfinden; neben handelsüblichen Lagerbieren auch seltene Kreationen lokaler Mikrobrauereien. Die schiere Auswahl an Bieren entspricht der Vielfalt der Sorten, die Cannabisnutzern zur Verfügung stehen. Doch welche Kombinationen bieten die beste Erfahrung? Faktisch kommt es hier auf die persönlichen Vorlieben an, aber manche Kombinationen, die Dir den Einstieg erleichtern könnten, wären:

  • Lagerbier: Bekannt für sein spritziges und klares Profil, dienen Lagerbiere als hervorragende Grundlage für THC und schmackhafte Terpene. Ihre milden Aromen lassen viel Raum, um den Geschmack bestimmter Sorten durchscheinen zu lassen. Darüber hinaus funktioniert ihr moderater Alkoholgehalt gut, wenn man die psychoaktiven Wirkungen von Cannabis in die Gleichung einbringt.
  • Stout: Dieses Gebräu bietet eine reichhaltigere Erfahrung. Die dunklen, malzigen und erdigen Töne gehen mit bestimmten Cannabissorten eine gute Verbindung ein. Stout bringt nicht nur Noten von Kaffee und Schokolade ins Glas, es weist zudem einen höheren Alkoholgehalt als Lagerbier auf.
  • Pilsner: Pilsner sind erfrischend, leicht und spritzig. Obwohl es sich um eine Art von Lagerbier handelt, weisen Biere Pilsner Brauart einen eher hopfigen und würzigen Geschmack auf, der von einer anderen Hefe herrührt, die während des Gärungsprozesses verwendet wird.
  • Indisches Pale Ale: Getränke, die in diese Kategorie fallen, sind stark gehopft, was ihnen einen angenehm bitteren Geschmack verleiht. Für den abenteuerlustigen Gaumen passen sie gut zu ergänzenden erdigen oder kontrastierenden süßen Cannabissorten.

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Welche Nutzen bietet Cannabisbier?

Was aber bietet Cannabisbier genau, was Joints, Edibles und Extrakte nicht im Angebot haben? Im Folgenden führen wir einige Hauptgründe auf, warum Cannabisnutzer sich gelegentlich ein mit Weed angereichertes Bier gönnen:

  • Knallhartes High: Cannabisbier bietet etwas Besonderes, was auf andere Cannabispräparate nicht zutrifft – die Präsenz von Alkohol. Solltest Du jemals Cannabis und Alkohol kombiniert haben, wirst Du wissen, dass sich die Angelegenheit schnell zum Schlechten wenden kann, und somit eine lustige Nacht des Tanzens und Plauderns in eine katastrophale Erfahrung verwandelt, bei der Du mit dem Kopf über der Toilettenschüssel endest.
  • Warum? Weil die Kombination von THC und Alkohol zu einem weitaus intensiveren High führt. Untersuchungen[1] zeigen, dass Alkohol einen höheren Spitzenwert der THC-Konzentration im Blutkreislauf bewirkt. Deshalb ist Cannabisbier zwar ein potenzielles Rezept für eine Katastrophe, kann für erfahrene und umsichtige Nutzer aber auch einen überlegenen Rausch erzeugen. Der Schlüssel hierfür ist Mäßigung.
  • Zwei Fliegen mit einer Klappe: Falls Du gerne einen Joint rauchst, während Du an einem Halben nippst, kann Cannabisbier Dir helfen, zwei Aktivitäten in einer zu vereinen. Das Getränk macht Dich gleichzeitig high und beschwipst, so dass Du nicht mehr mit den Aufgaben des Biereinschenkens und Joint-Drehens jonglieren musst. Beachte jedoch, dass Du eine viel intensivere Wirkung erleben wirst, da oral konsumiertes THC härter wirkt und seine Wirkung viel länger anhält.
  • Bekämpft Verspannungen: Das THC in Cannabis führt zu einer Ausschüttung des Wohlfühlhormons Dopamin, während Alkohol GABA-Rezeptoren stimuliert, die Angstzustände regulieren. Die gleichzeitige Einnahme beider Substanzen kann bei manchen Nutzern zu einem entspannteren Gefühl führen. Vergiss aber nicht, dass es sich hierbei wirklich um einen Balanceakt handelt!

THC-Bier vs. CBD-Bier

Wenn wir über Cannabis sprechen, haben wir nicht nur hochwirksame Sorten im Auge. Die Wirkung von Weed lässt sich vielmehr auf Hunderte von spezifischen sekundären Pflanzenstoffen zurückführen, zu denen unzählige Cannabinoide und Terpene gehören. Unter diesen Verbindungen sind THC und CBD am bekanntesten für ihre Wirkung auf Körper und Geist.

THC untermauert die typische Cannabiserfahrung und löst Gefühle von Euphorie, Kreativität und Albernheit aus, ist aber auch für mögliche Nebenwirkungen wie rote Augen und einen trockenen Mund verantwortlich. CBD hingegen bewirkt keinen Rausch. Stattdessen hat sich diese Verbindung einen Ruf für eine klare und luzide Wirkung erworben.

Bei der Herstellung von Cannabisbier kannst Du die Wirkung des abgefüllten Produkts bestimmen, indem Du Sorten mit unterschiedlichen THC- und CBD-Gehalten auswählst. Wer sich für ersteres entscheidet, wird eine starke psychoaktive Wirkung erzielen, wohingegen ein hoher Gehalt an letzterem eher auf Entspannung abzielt. Vor diesem Hintergrund vereinen ausgewählte Sorten mit hohem Gehalt beider Verbindungen das Beste aus beiden Welten.

Vorbereitung des Cannabis

Vor dem Brauen wirst Du Dein Cannabis entsprechend vorbereiten müssen, denn in seiner rohen Form enthält es nur sehr wenig THC. Stattdessen liegt die Verbindung als ihr chemischer Vorläufer THCA vor, das keine psychoaktive Wirkung erzeugt. Um THCA in THC umzuwandeln, musst Du Dein Cannabis decarboxylieren. Dies mag kompliziert klingen, doch es beinhaltet lediglich, Deine Blüten ein wenig Hitze auszusetzen. Befolge die nachstehend aufgeführten, einfachen Schritte, um die Arbeit zu erledigen:

  1. Mahle Dein Weed: Beginne damit, Dein gesamtes Weed zu einem groben Pulver zu mahlen. Dies wird die Oberfläche des Pflanzenmaterials drastisch vergrößern und die Wirksamkeit des Decarboxylierungsprozesses erhöhen. Das Bierrezept, das wir später vorstellen werden, sieht 20g Cannabis vor, so dass Du eine ganze Menge mahlen musst!
  2. Heize den Backofen vor: Stelle den Backofen auf 110°C ein und lass ihn vorheizen, während Du den nächsten Schritt ausführst.
  3. Bereite das Backblech vor: Lege ein Backblech mit Backpapier aus und verteile das gemahlene Kraut möglichst gleichmäßig darauf.
  4. Beginne mit dem Erhitzen: Schiebe Dein Blech in den Ofen und stelle eine Eieruhr auf 30–40 Minuten ein.
  5. Lass es abkühlen: Nachdem Deine Eieruhr geklingelt hat, nimm das mit Weed gefüllte Blech aus dem Ofen und stelle es zum Abkühlen beiseite.

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Wie man zu Hause Cannabisbier braut

Mit einem großen Haufen gemahlenem und decarboxyliertem Cannabis zur Hand kannst Du mit dem Brauen Deiner ersten Charge Weed-Bier beginnen! Schau Dir nachfolgend die Zutaten und Hilfsmittel an, die Du für den Prozess benötigen wirst. Tauche dann in das Rezept ein und träume von Deinem ersten Schluck.

Zutaten

  • 20g gemahlene und decarboxylierte Cannabisblüten
  • 85g Hopfenpellets (wir empfehlen Citra-Hopfen)
  • 4l heller Malzextraktsirup
  • 400g Braugerste
  • Packung langsam gärende Hefe

Hilfsmittel

  • Cafetière
  • 30l-Topf
  • 10l-Gäreimer
  • Siphonrohr
  • 2 große Musselinbeutel
  • Großer Druckverschlussbeutel
  • Nudelholz
  • Sieb
  • Große Schüssel
  • Thermometer
  • Sterilisator
  • Bierflaschen aus Glas
  • Verkorker und Kronenkorken

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Schritt-für-Schritt-Brauprozess

  1. Braugerste aufbrechen: Gib Deine Braugerste in einen großen Druckverschlussbeutel. Schlage leicht mit dem Nudelholz darauf, um ihre äußere Schale aufzubrechen, ohne sie vollständig zu zerdrücken.
  2. Braugerste abkochen: Fülle Deinen 30l-Topf mit 2l Wasser. Nimm Dein Thermometer zur Hand, schalte den Herd ein und bringe das Wasser auf eine Temperatur von 66–68°C. Füge die zerkleinerte Braugerste hinzu und lass sie für 30 Minuten unter gelegentlichem Rühren ziehen.
  3. Braugerste abseihen: Platziere Dein Sieb über einer großen Schüssel und gieße die Mischung hinein. Entsorge die Körner und schütte die abgeseihte Flüssigkeit zurück in den 30l-Topf.
  4. Sirup hinzufügen: Fülle den hellen Malzextrakt in den Topf und rühre, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Fülle dann den Topf auf ein Gesamtvolumen von 6 Liter auf.
  5. Hopfen hinzufügen: Zeit, den Hopfen hinzuzufügen! Fülle ihn in einen Musselinbeutel und verschließe diesen. Lege den Beutel in den Topf und bringe alles zum Kochen. Reduziere die Hitze und lass die Mischung unter gelegentlichem Umrühren für eine Stunde köcheln. Nimm den Topf dann vom Herd, nimm den Hopfen heraus und lass den Topf vollständig abkühlen.
  6. Desinfizieren und umfüllen: Desinfiziere und spüle den Siphon und Deine Fermentation gründlich gemäß den Produktanweisungen. Verwende den Siphon, um Deine Flüssigkeit aus dem Topf in den Gäreimer zu übertragen.
  7. Das Gefäß beimpfen: Gib die Packung langsam gärender Hefe in den Gäreimer; die Mikroben werden den Zucker im Laufe der nächsten Tage in Alkohol umwandeln. Sichere den Deckel und verschließe die Oberseite des Eimers luftdicht. Innerhalb von 24 Stunden sollte sich auf dem Eimerinhalt eine Schaumschicht bilden – ein Anzeichen der Gärung.
  8. Musselinbeutel sterilisieren: Sobald Du bemerkst, dass sich eine Schaumschicht bildet, legst Du einen zweiten Musselinbeutel 10 Minuten lang in einen Topf mit kochendem Wasser, um ihn zu sterilisieren. Nimm ihn anschließend aus dem Topf und lass ihn gerade so weit abkühlen, dass Du ihn gefahrlos handhaben kannst.
  9. Das Cannabis hinzufügen: Gib Dein Cannabis in den warmen Beutel und verschließe diesen. Platziere den Beutel in dem Gäreimer und sichere den Deckel.
  10. Lass die Gärung ihr Ding machen: Die Hefe wird in den nächsten zehn Tagen hart arbeiten, um Deine Mischung zu vergären und in Bier umzuwandeln. Sowohl das Fett als auch der Alkohol in der Lösung entziehen Deinem Cannabis neben THC auch andere Verbindungen, die sich in dem Bier ansammeln. Schüttele den Eimer einmal täglich leicht, um das gemahlene Cannabis umzuwälzen.
  11. Abfüllen: Nachdem zehn Tage vergangen sind, beginnt der aufregendste Teil des Prozesses: das Abfüllen! Nimm den Beutel mit dem Cannabis aus dem Eimer. Schnapp Dir Deine Flasche und öffne den Zapfhahn Deines Gefäßes, um sie aufzufüllen. Verschließe Deine Flaschen mit einem Verkorker und stelle sie in den Kühlschrank.

Cannabisbier ist nur der Anfang

Herzlichen Glückwunsch, Du hast jetzt einen Kühlschrank voller selbstgebrautem Weed-Bier! Vergiss nicht, dass Du es mit einem Getränk zu tun hast, das genauso stark ist wie Cannabis-Edibles, aber zusätzlich auch noch Alkohol enthält. Beginne ganz langsam mit nur ein paar Schlucken, bis Du ein Gefühl für Dein Bier und seine Wirkungen bekommst.

Sobald Du mit den Wirkungen vertraut bist, lädst Du ein paar Freunde ein und führst sie durch den Prozess, ein kaltes selbstgebrautes Getränk zu genießen. Und nachdem Du nun etwas Weed-Bier gebraut hast, solltest Du auch noch andere Kreationen ausprobieren. Hanfbier nutzt den Geschmack von Cannabis ohne High und Cannabiswein bietet eine völlig andere Möglichkeit, Alkohol und Blüten zu genießen.

Haftungsausschluss:
Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, die aus externen Quellen zusammengetragen wurden.

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